Dark Fantasy nach meinem Geschmack
The cold light of dying starManche Bücher liest man, um für ein paar Stunden dem Alltag zu entfliehen, und dann gibt es diese Geschichten, die etwas ganz anderes mit einem vorhaben. Sie lassen einen nicht einfach gehen, sondern fordern ...
Manche Bücher liest man, um für ein paar Stunden dem Alltag zu entfliehen, und dann gibt es diese Geschichten, die etwas ganz anderes mit einem vorhaben. Sie lassen einen nicht einfach gehen, sondern fordern den Platz im eigenen Kopf ein. Sie lassen einen nachdenklich zurück, wecken eine leise Wehmut oder brechen einem schlichtweg das Herz.
Genau so ein Werk haben Lisa und Noa erschaffen. Mein Wunsch nach einer echten Dark Fantasy (inklusive Ende) wurde hier absolut erfüllt. Die Erzählung ist dabei so finster und atmosphärisch, wie es das Cover bereits vermuten lässt.
Arivey und Koa haben mich mit ihrer enormen Intensität und Präsenz vollkommen unvorbereitet getroffen. Ihre Schicksale sind so tiefgreifend verwoben, dass sie zu Persönlichkeiten gereift sind, die jenseits jeder Vorhersehbarkeit agieren.
Beeindruckend ist die Verwendung von Sprache und die Macht der Worte. Das Autorenduo nutzt den Schreibstil so gezielt, dass die Welt einfach lebendig werden muss. Die Worte schleichen sich im besten Slow-Burn-Stil in die Gedanken, nisten sich dort ein und bleiben.
Es ist eine bewusste Entscheidung, dass diese Rezension mehr über mein Innenleben als über den reinen Handlungsablauf verraten. Doch genau das spiegelt den Kern des Buches wider und ich kann euch diese Geschichte nur ans Herz legen.