Eher eine sehr leichte Geschichte, wenig emotional oder dramatisch, für mein Empfinden eher langatmig
To Cage a Wild BirdIch habe mich beim Lesen dieses Buches eher schwergetan. Über weite Strecken fehlte mir die Spannung, auch wenn es einzelne gelungene Momente gab.
Was war dennoch gut: Wir haben hier eine gut konzipierte ...
Ich habe mich beim Lesen dieses Buches eher schwergetan. Über weite Strecken fehlte mir die Spannung, auch wenn es einzelne gelungene Momente gab.
Was war dennoch gut: Wir haben hier eine gut konzipierte dystopische Welt nach einem atomaren Bürgerkrieg in den USA. Ich konnte das Buch flüssig lesen und mir alles gut vorstellen. Die Story ist gradlinig und schlüssig. Ich mochte die selbstbewusste badass Hauptfigur und auch die Nebenfiguren sind sympathisch. Und es gibt eine Botschaft, die mit der Entwicklung von Raven verbunden ist.
Achtung: Die Überschrift und der Klappentext enthalten zu viele Schlagworte und Tropes, die nicht eingehalten werden und falsche Erwartungen wecken. Es ist eine Dystopie aber hat wenig gemein mit Fantasy: keine übernatürlichen Elemente wie Magie oder fantastische Wesen.
Das Enemies-to-Lovers-Trope ist nur sehr kurz in einer Szene in Erscheinung getreten. Vale ist Raven gegenüber immer nur freundlich, hilfsbereit, beschützend. Und sie verhält sich auch nicht abweisend ihm gegenüber. Ravens hin und wieder eingestreuten Bedenken, dass Vale ja ein Wächter und damit nicht vertrauenswürdig sei, wirkt eher künstlich.
Viele Elemente, die der Geschichte emotionale Tiefe und Spannung hätten verleihen können, blieben leider ungenutzt. Zwar erlebt Raven einschneidende Ereignisse, doch ihre innere Gefühlswelt bleibt für die Leser:innen meist auf Distanz. Emotionen werden überwiegend in allgemeinen Formulierungen angerissen und oft nur beiläufig erwähnt, sodass sie kaum Wirkung entfalten können. Dadurch fällt es schwer, eine emotionale Nähe zu Raven aufzubauen oder ihren inneren Entwicklungsprozess – ebenso wie die damit verbundene Botschaft – wirklich nachzuvollziehen. Die fehlende Emotionalität hat es auch schwer gemacht, eine Spannung zwischen Vale und Raven zu fühlen.
In der Geschichte werden weiterhin ein paar spannende Dinge aufgedeckt. Eines dieser Geheimnisse war jedoch schon ziemlich früh im Buch durchsichtig. Bei vielen anderen hat im Vorhinein nichts auf ein Geheimnis hingedeutet, so dass man auch nicht auf die Enthüllungen hinfiebern konnte
Auch das hohe Potenzial für actiongeladene Szenen wurde kaum ausgeschöpft. Die paar dramatischen Szenen, die es gab, wurden so schnell gelöst, dass keine richtige Spannung aufkommen konnte.
Die Geschichte mag geeignet sein, für Menschen, die eher etwas Leichtes mit sympathischen Charakteren suchen, das sie nicht zu stark mitnimmt.
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Kategorisierung
📚 Romance-Sub-Genre: Dark, Dystopia
👥 Altersgruppe der Hauptfiguren: New Adult
➿ Plot-Trope: Afraid to commit, Bad girl-good boy, Break up to save him / her, Damsel in distress, Emotional scars, Forbidden love, Found family, Golden Retriever, Secret identity, Slow burn, Strong female main character, Touch her and die, Who did this to you
🌎 Setting-Trope: Prison
⚤ Geschlechterkonstellation: Hetero
💞 Beziehungsstruktur: Monogam
🔪 Spannung: Leicht
🖤 Darkness: Grau
💓 Emotionalität: Gering
🧠 Psychologische Tiefe: Oberflächlich
🧐 Glaubwürdigkeit: Teils teils
❤️ Sympathiefaktor der Hauptfiguren: Sympathisch
😆 Humor: Wenig
👫 Klassisches Rollenmodell: Weniger
💋 Anzahl Spicy Szenen: 2
🔗 Spielart Spicy Szenen: Vanilla
🔥 Explizitheit Spicy Szenen: Oberflächlich
🎨 Originalität der Erzählweise: Viele Floskeln und szenische Muster
👀 Erzählperspektive: Ich-Erzähler:in