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Veröffentlicht am 24.09.2025

Schönes Herbstbuch

Die Rückkehr der Kraniche
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Das Cover ist wunderschön und passt perfekt zur Geschichte, die auch Ruhe und Naturverbundenheit vermittelt.

Hier treffen sich 4 Frauen aus verschiedenen Generationen im Familienhaus in der Elbmarsch. ...

Das Cover ist wunderschön und passt perfekt zur Geschichte, die auch Ruhe und Naturverbundenheit vermittelt.

Hier treffen sich 4 Frauen aus verschiedenen Generationen im Familienhaus in der Elbmarsch. Die Mutter Wilhelmine ist gestürzt und ihr Zustand ist kritisch. Daraufhin ruft Grete, die als Vogelwartin arbeitet und den Hof bewirtschaftet, ihre jüngere Schwester Freya an, die aus der Großstadt anreist. Anne, die Tochter von Grete, kommt ebenfalls, um nach der Oma zu sehen.

Jede der Frauen hat Geheimnisse vor den anderen, das Verhältnis zwischen Müttern und Töchtern und auch zwischen den beiden Schwestern ist angespannt. Vieles ist unausgesprochen und alte Konflikte keimen wieder auf.

Das Buch ist zwar insgesamt eher melancholisch und alle haben ihr Päckchen zu tragen, aber es versetzt einen in eine gemütliche, hyggelige Stimmung. Man möchte sich mit einer Scheibe frisch gebackenem Sauerteigbrot und einer Tasse Tee auf eine Gartenbank setzen und den Vögeln lauschen.

Für mich das perfekte Buch für den Herbst.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Poetische Erinnerungen

Halber Stein
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Das Cover des Buchs mit den schönen Blumen hat mir besonders gefallen und es passt auch perfekt zur Sprache der Geschichte.
Es geht um Sine, die anlässlich des Todes ihrer Großmutter Jahre nach ihrer Auswanderung ...

Das Cover des Buchs mit den schönen Blumen hat mir besonders gefallen und es passt auch perfekt zur Sprache der Geschichte.
Es geht um Sine, die anlässlich des Todes ihrer Großmutter Jahre nach ihrer Auswanderung als Kind zurück in ihre alte Heimat nach Siebenbürgen kommt. Im Haus der Großmutter, aber auch in der Landschaft und ihrem früheren Elternhaus in Hermanstadt kommen nach und nach ihre Kindheitserinnerungen und die Verbindungen zu den Menschen und der Heimat zurück.
Der Roman lebt nicht von der Handlung, denn viel passiert hier nicht – sondern von der besonders poetischen und bildhaften Sprache. Auch die kleinsten Details werden ausführlich beschrieben, so dass man sich alles gut vorstellen kann. Die Geschichte der Siebenbürger Sachsen lernt man ebenfalls kennen, was ich vor allem spannend fand, da meine Oma aus Siebenbürgen kam und ich daher einen besonderen Bezug dazu habe.
Schnell lesen kann man die Geschichte meiner Meinung nach nicht, man muss die Sprache genießen. An manchen Stellen zieht es sich ein wenig, vor allem, wenn es philosophisch wird.
Auf jeden Fall empfehlenswert, wenn man eine poetische und langsame Erzählweise schätzt. Wer viel Handlung oder spannende Momente erwartet, wird hier eher enttäuscht sein.

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Veröffentlicht am 29.10.2025

Ruhig erzählter Roman über die Absurdität der Arbeitswelt

Lasst mich einfach hier sitzen und Yakisoba essen
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Der Roman ist eine ruhig erzählte Geschichte, in dem sich die namenlose Erzählerin aus ihrem Job wegen eines Burn-outs zurückzieht und einfach müde von der Arbeitswelt ist. Sie wünscht sich einen anspruchslosen ...

Der Roman ist eine ruhig erzählte Geschichte, in dem sich die namenlose Erzählerin aus ihrem Job wegen eines Burn-outs zurückzieht und einfach müde von der Arbeitswelt ist. Sie wünscht sich einen anspruchslosen Job, in dem sie möglichst wenig denken muss. Daraufhin begleitet man sie durch verschiedene, zum Teil schon fast absurde Jobs, die zwar langweilig klingen, aber zum Teil geschehen mysteriöse Dinge und mit jeder Tätigkeit bekommt sie wieder mehr Bezug zu ihrer Tätigkeit.

Es wird einem vor Augen geführt, welchen Raum die Arbeit im Leben einnehmen kann, gerade auch in Japan, wo die Arbeitsbedingungen noch einmal etwas anders sind als bei uns. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt, auch wenn ich die zweite Hälfte etwas weniger spannend fand, als die erste Hälfte.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Hommage an Horrorfilme

Verbrenn das Negativ
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Laura ist Journalistin und wird nach L.A. geschickt, um über das Remake eines Horrorfilms aus den 90ern zu berichten. Mit Schrecken stellt sie schnell fest, dass es sich hierbei um den Horrorfilm handelt, ...

Laura ist Journalistin und wird nach L.A. geschickt, um über das Remake eines Horrorfilms aus den 90ern zu berichten. Mit Schrecken stellt sie schnell fest, dass es sich hierbei um den Horrorfilm handelt, in dem sie selbst damals als Kind mitgespielt hat und der sie schwer traumatisiert hat. Damals sind während der Dreharbeiten viele Menschen ums Leben gekommen und der Film gilt als verflucht.

Als sich dann die Ereignisse zu wiederholen scheinen, versucht Laura, den Fluch zu brechen und herauszufinden, ob es den „Needle Man“ aus dem Film wirklich gibt.

Das Buch ist spannend geschrieben und durch die kurzen Kapitel sehr schnell lesbar. Auch die Auszüge aus Drehbüchern, Berichten und Social Media Beiträgen zum damaligen Film lockern die Handlung auf, was mir besonders gefallen hat.

Wenn man die Horrofilme speziell aus den 80ern und 90ern kennt, wird man viele Verweise finden. Speziell der Needle Man erinnert z.B. an Freddy Krueger. Mir war allerdings manches etwas zu okkult angehaucht, auch die Rolle, die das Medium Beverly spielt. Und die Handlungen von Laura erscheinen oft sehr unlogisch – wobei das in Horrorfilmen auch oft so ist.

Insgesamt aber auf jeden Fall ein kurzweiliger, spannender Roman zum zwischendurch lesen.

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