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Der_Blaue_Mond

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.02.2026

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Ich möchte zurückgehen in der Zeit
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Ganz unauffällig kommt das schmale Buch daher. Mit einer offenen Tür, die einlädt, durchzugehen und herauszufinden, was dahinter liegt.
Erstmal geht es zurück in die Vergangenheit. Der Großvater ...

Ganz unauffällig kommt das schmale Buch daher. Mit einer offenen Tür, die einlädt, durchzugehen und herauszufinden, was dahinter liegt.
Erstmal geht es zurück in die Vergangenheit. Der Großvater der Autorin war ein SS Mann und die wenigen Überbleibsel seines Lebens lassen viele Deutungen zu. Leider dämmert vieles im Vergessen und unter der Oberfläche. Trotzdem reist Judith Hermann nach Polen, um den Ort und um mehr von ihrem Großvater zu erfahren. Ein Bild von ihm in Radom, selbstsicher und in die Kamera lächelnd, steht im starken Kontrast zur Wirklichkeit. Die Stadt ist unangenehm ruhig, die düstere Vergangenheit scheint immer noch nachzuhallen. Im zweiten Teil die Reise zu ihrer Schwester nach Neapel. Der sonnige Süden und die zwischenmenschlichen Beziehungen stehen wieder im Kontrast zu den erlebten kalten Wochen in Radom. Die Schwester lebt in ihrer eigenen Welt. Die Autorin vermag es mit wenigen Worten einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Winterroman für Frauen

Wintertöchter Trilogie
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Durch Zufall bin ich über diese Trilogie gestolpert. Ein Buch für Frauen. Es spielt in Österreich, genau gesagt in der Forstau, einem ruhigen Ort mit wenigen Höfen. Man begleitet die Hauptdarstellerin ...

Durch Zufall bin ich über diese Trilogie gestolpert. Ein Buch für Frauen. Es spielt in Österreich, genau gesagt in der Forstau, einem ruhigen Ort mit wenigen Höfen. Man begleitet die Hauptdarstellerin Anna über die Jahrzehnte, vom kleinen Mädchen bis hin zur alten Frau. Dabei ist der Schreibstil der Landschaft und den Menschen angepasst. Sachlich und karg, aber nicht ohne Hilfsbereitschaft und Gemütlichkeit. Hinzu kommt noch der Kern der Geschichte, eine Begabung, die manche Frauen in unterschiedlicher Ausprägung in sich haben.
Über die Zeit braut sich dramatisches zusammen, Gewalt und viel Leid zum Beispiel. Insgesamt habe ich die Bücher sehr gerne gelesen, als Wintermensch fühlte ich mich manchmal direkt dabei, die Atmosphäre war gut getroffen. Aber vor allem im letzten Teil war mir die Geschichte eine Spur zu dick aufgetragen.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

True Crime im Garten

Mord im Nacktschnecken-Milieu
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Es passiert ständig, vor unseren Augen, aber bisher meist unbemerkt. Dank der Autorin sieht man nach dem Genuss des Werkes den eigenen Garten mit anderen Augen. Überall Tatorte!
Das Buch ist ...

Es passiert ständig, vor unseren Augen, aber bisher meist unbemerkt. Dank der Autorin sieht man nach dem Genuss des Werkes den eigenen Garten mit anderen Augen. Überall Tatorte!
Das Buch ist in drei Schweregrade gegliedert, von Vandalismus über Raub bis hin zu Mord, werden insgesamt 20 Fälle aufgeklärt.
Besonders gut haben mir die Fotografien und der unterhaltsame lustige Schreibstil gefallen. Man fiebert mit, wer von den geschilderten Tatverdächtigen nun der wirkliche Täter ist.
Es waren auch einige Aha Momente dabei, die ich sicherlich nicht vergessen werde. Nicht so gut hat mir gefallen, dass jeder Fall genau gleich gegliedert war. Der wiederholende Aufbau in Tatort, Indizien, Zeugen, Tatverdächtige, Täter und Motiv, war mir schnell etwas fad. Daher empfehle ich nur wenige Fälle hintereinander zu lesen und nicht das ganze Buch am Stück. Man spürt, dass viel Herzblut drin steckt. Ganz spielerisch wird einem die nahe Natur spannend nährgebracht.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

eine Leinwand, die verbindet

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel
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Dieses Werk war meine erste Berührung mit der Autorin Alena Schröder. Man muss die beiden vorgehenden Bände nicht gelesen haben, um den Kontext zu verstehen.
Im Mittelpunkt stehen ganz unterschiedliche ...

Dieses Werk war meine erste Berührung mit der Autorin Alena Schröder. Man muss die beiden vorgehenden Bände nicht gelesen haben, um den Kontext zu verstehen.
Im Mittelpunkt stehen ganz unterschiedliche Frauen und Lebenssituationen. Einmal haben wir 1945 in Güstrow und eine Teenagerin, die sich vor den Russen in einer Schublade verstecken muss. Sie hat Glück und wird bei der Familie dort aufgenommen, fühlt sich aber auch verpflichtet quasi unsichtbar als guter Geist eine helfende Hand über die nächsten Jahrzehnte zu werden. Ganz anders ist der Schreibstil der zweiten parallelen Erzählebene. Da sind wir in der aktuellen Zeit und mit Hannah, einer 34 jährigen alleinstehenden Frau in Berlin.
Immer stehen die Familienbande im Vordergrund und eine Leinwand verbindet beide Schicksale. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, insbesondere die Art, wie die Charaktere beschrieben wurden. Man fühlte sich gleich in der jeweiligen Zeit angekommen und wollte das weitere Leben der Protagonistinnen erfahren.
Das Ende war plötzlich und gefühlt zu schnell da.

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Gegensätze ziehen sich (magisch) an

Good Spirits
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Schöne Unterhaltung in der Adventszeit. An vielen Stellen mit Humor gespickt, den man in den leicht zu lesenden Seiten nicht immer erwartet.
Besonders gefallen haben mir die Gegensätze der beiden Hauptcharaktere. ...

Schöne Unterhaltung in der Adventszeit. An vielen Stellen mit Humor gespickt, den man in den leicht zu lesenden Seiten nicht immer erwartet.
Besonders gefallen haben mir die Gegensätze der beiden Hauptcharaktere. Nolan, der durchtrainierte Geist und Harriet, die Zuckersüchtige. Grumpy trifft Sonnenschein, beide mit einer Mission, oder doch nicht?

Die Liebesgeschichte lässt nicht lange auf sich warten. Obwohl der Plot keine Überraschung war, mochte ich die detaillierte Darstellung der beiden. Besonders auch die Lebenssituation und die Hintergründe, warum Harriet so ist, wie sie ist. Liebenswert und locker fluffig. aber eben auch manchmal einsam und von der Familie ausgestossen.

Also keine tiefgreifende Geschichte, aber ganz nett zu Weihnachten.

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