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Veröffentlicht am 08.02.2026

Wer ist die Leiche im Kirchgarten?

Teufelstropfen
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Inhaltsangabe Verlag:
Ein humorvolles Krimivergnügen mit Pfälzer Eingeborenen, deftigem Essen und einer Prise Mord.
Wenn ein harmloser Seniorenbegleitpudel eine Leiche in einem Kirchgarten findet, dann ...

Inhaltsangabe Verlag:
Ein humorvolles Krimivergnügen mit Pfälzer Eingeborenen, deftigem Essen und einer Prise Mord.
Wenn ein harmloser Seniorenbegleitpudel eine Leiche in einem Kirchgarten findet, dann kann das nur eines bedeuten: Es gibt Arbeit für das fränkisch-pfälzische Ermittler-Dreamteam Paula Stern und Bernd Keeser. Einen Mordanschlag später haben die beiden zwar Verdächtige zuhauf, aber noch keinen klaren Hinweis auf den Mörder. Muss es erst noch einen weiteren Toten geben ...?

Meine Inhaltsangabe:
Othello, der Pudel, den Paula Stern vorübergehend zur Pflege bei sich aufgenommen hat, avanciert zum PoPu (PolizeiPudel), als er eines Tages im Kirchgarten der alten Kirche in Minfeld einen skelettierten Finger ausbuddelt und zu Paula und Keeser bringt. Die besuchen dort gerade zusammen ein Orgelkonzert. Wo ein Finger ist, muss noch mehr sein und so finden sie bald die ganze Leiche. Der Zustand der sterblichen Überreste machen eine sofortige Identifizierung unmöglich, was die Ermittlungen, die Paula gemeinsam mit Krankheitsvertretung Weber anstellt (Keeser ist vom letzten Fall noch krankgeschrieben), schwierig macht. Auch das angespannte Verhältnis zwischen Weber und Paula trägt nicht gerade zur Entspannung bei ebenso wie die Tatsache, dass Paulas Freund Sebastian sie meidet. Dann ist da auch noch diese ständige Übelkeit, die Paula am liebsten einfach nur auf eine Magenverstimmung schieben möchte. Als kurz nach dem Leichenfund in der Kirche ein weiterer Mordanschlag geschieht, zieht sich der Kreis der Verdächtigen zusammen. Denn von denen gibt es genug, die Gerüchteküche von Minfeld brodelt.

Erster Satz: »Der Wasserhahn bohrte sich schmerzhaft in ihren Hinterkopf, als sie ruckartig den Kopf hob.«

Mein Eindruck:
Einfach klasse! Ein super spannender Fall, Figuren, die sich ihren Platz in meinem Herzen schon längst gesichert haben und ein Schreibstil, der sehr humorvoll, wunderbar leb- und bildhaft und richtig supergut zu lesen ist. Der neue Vertretungskollege bringt ordentlich Zunder in die Story, Paulas private Probleme lassen mich mitfühlen und die Dialoge zwischen Paula und Keeser bringen mich so oft zum Kichern. Viel Spannung also, gepaart mit ganz viel Humor, gekrönt mit immer mal wieder herrlichem Pfälzer Dialekt und einem schönen Setting (die Südpfalz ist halt auch schön). Das I-Tüpfelchen sind dann auch hier die kulinarischen und kulturellen Ausflugstipps, die in der Story vorkommen, aber auch im Anhang nochmal aufgeführt sind. Zudem gibt es auch jetzt am Ende wieder ein paar Rezepte. Diesmal: Dampfnudeln mit Weinschaumsoße und Walnuss-Orangenkuchen. Erstmals gibt es jetzt auch ein Glossar, in dem vorkommende Fachbegriffe aus der Polizeiarbeit und auch sonstige erklärt werden. Ich weiß jetzt z.B., wie der beleuchtete Kasten heißt, an den die Gerichtsmediziner oder Ärzte in Film und Fernsehen immer die Röntgenbilder ranhängen: Negatoskop. Ha! Wieder was gelernt! Ich feiere diese Krimireihe sehr, vergebe natürlich erneut die vollen 5/5 Sterne und habe direkt mit Band 5 losgelegt.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Mord, Mutterbesuch und Metzelsupp

Metzelsupp
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Inhaltsangabe Verlag:
Die Idylle der Südpfalz ist für Benedikt Eichenlaub in dem Moment vorbei, als er tot in einem Landauer Parkhaus liegt. Paula Stern, kürzlich aus Franken zugezogen, und Bernd Keeser, ...

Inhaltsangabe Verlag:
Die Idylle der Südpfalz ist für Benedikt Eichenlaub in dem Moment vorbei, als er tot in einem Landauer Parkhaus liegt. Paula Stern, kürzlich aus Franken zugezogen, und Bernd Keeser, der Urpfälzer schlechthin, gehen die Ermittlungen an, doch die gestalten sich alles andere als einfach. Keeser gerät in tödliche Gefahr – und Paula muss sich nicht nur mit einem verhafteten Freund, sondern auch noch mit unangemeldetem Mutterbesuch herumschlagen. Das übersteht man nur mit deftigem pfälzischem Essen.

Meine Inhaltsangabe:
Der angesehene Unternehmer Eichenlaub liegt erschossen im Parkhaus. Seine Witwe ist für Kriminalkommissar Bernd Keeser keine Unbekannte, was die Ermittlungsarbeit und das gute Verhältnis zwischen Keeser und seiner Kollegin Paula Stern belastet. Doch nicht nur das macht Paula sorgen. Ihre Mutter steht plötzlich unangemeldet vor ihrer Tür, will einige Tage bleiben und nimmt dann sogar noch Ohtello, den Pudel von Paulas Nachbarin im Namen von Paula in Pflege, während sein Frauchen in Reha ist. Als wäre das nicht genug, wird Paulas Freund Sebastian eines schlimmen Verbrechens verdächtigt und kommt in U-Haft. Paula ist am Verzweifeln. Gut, dass sie sich mit dem Eichenlaub-Fall ein wenig ablenken kann. Doch der nimmt eine Wendung, die Keeser in höchste Gefahr bringt.

Erster Satz: »Sie hörte ein Handy wie aus weiter Ferne.«

Mein Eindruck:
Das war mal ein echt klasse Fall! Unvorhersehbar und mit einigen Wendungen, die ich gar nicht auf dem Schirm hatte. Genauso wie die Nebenschauplätze rund um Paula, die einfach super eingewoben waren. Pudel Othello brachte eine gehörige Portion Wohlfühlgefühl mit rein und die Dialoge zwischen Keeser und Paula sind ohnehin immer sehr humorvoll. Doch diesmal war nicht alles eitel Sonnenschein. Mit Sebastian kommt einige Tragik mit ins Spiel und ich musste echt mitleiden mit Paula, die, was ihr Liebesleben betrifft, von Himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt alles durchmachen muss. Natürlich kommt auch hier das Essen nicht zu kurz. Bernd Keeser ist ein olles Schleckermaul und stiftet Paula immer wieder an, mit ihm in Landau und Umgebung essen zu gehen. Diesmal kocht er sogar selbst für Paula und zwar die beiden Gerichte, die am Ende als Rezept wiederzufinden sind: Metzelsupp und Fleeschknepp mit Meerrettichsoße. Außerdem gibt es auch noch die Rezepte Cappuccino-Marmorkuchen und Zitronen-Joghurt-Torte (beide kommen im Buch vor, Paula hat nämlich ihren 29. Geburtstag). Im Anhang finden sich daneben auch wieder interessante Ausflugstipps zu den „Tatorten“. Ich bin begeistert und stürze mich direkt auf Band 4 der Reihe. Von mir eine Empfehlung an alle, die humorvolle und dennoch spannende und kulinarisch untermalte Regionalkrimis mit Dialekt (herrlich, dieses Pfälzisch) mögen. 5/5 Sterne.

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Veröffentlicht am 31.01.2026

Tod im Wingert – Kommissarin Paula Sterns 2. Fall

Paparazzo
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Inhaltsangabe Verlag:
Sie lebt noch aus ihren Umzugskartons, und Kollege Keeser rät nach wie vor zum Pfälzisch-Kurs - immerhin hat sie es geschafft, ihr Motorrad umzumelden: Langsam wird Kriminalkommissarin ...

Inhaltsangabe Verlag:
Sie lebt noch aus ihren Umzugskartons, und Kollege Keeser rät nach wie vor zum Pfälzisch-Kurs - immerhin hat sie es geschafft, ihr Motorrad umzumelden: Langsam wird Kriminalkommissarin Paula Stern mit ihrer neuen Heimat warm. Als sie an einen Leichenfundort in den Weinbergen von Schweigen-Rechtenbach gerufen wird, liegt das Privatleben jedoch erst einmal wieder auf Eis. Der gut gekleidete Mann ist eindeutig Opfer eines Verbrechens, aber es gibt weder Hinweise zu seiner Identität noch auf den Täter. Was wollte der Fremde in den frühen Morgenstunden im Weinberg, wenn nicht den Ausblick genießen? Gewohnt unkonventionell macht sich Paula Stern an die Arbeit und deckt mit tatkräftiger Unterstützung der Landauer Kollegen nicht nur die wahre Dimension des Falls, sondern auch einen handfesten Skandal in der Region auf.

Meine Inhaltsangabe:
Paula hat zwar noch immer nicht alle Umzugskartons ausgepackt, ist aber schon ganz gut in ihrer neuen Heimat angekommen. Auch jetzt muss das Einrichten der Wohnung warten, denn im Weinberg liegt ein unbekannter Toter. Paula und Kollege Keeser steigen in die Ermittlungen ein. Erstes Ziel: die Identität des Toten herausfinden. Gut gekleidet und Boris Becker ähnelnd; mehr Hinweise haben sie erst mal noch nicht. Doch schon bald offenbart sich Paula und Keeser die wahre Dimension des Falles, hinter dem der eine oder andere Skandal steckt.

Erster Satz: »Paula Stern schaute wechselweise auf den kleinen Nummernzettel in ihrer Hand und auf die Nummernanzeige an der Wand gegenüber.«

Mein Eindruck:
Ich liebe Greifensteins Bücher sehr und so ist klar, dass ich nach Band 1 die gesamte Reihe lesen wollte. Paparazzo kommt gewohnt humorvoll und typisch pfälzisch daher, ist aber kein Klamauk, sondern ein Kriminalfall mit Hand und Fuß. Ich mag diese Mischung aus witziger und gleichzeitig spannender Unterhaltung. Hier wird viel gegessen und getrunken, das pfälzisch-fröhliche Lebensgefühl kommt super rüber. Dafür sorgt auch der Dialekt, für den Paula noch immer eine Übersetzung braucht, ich aber nicht (Wingert in meiner Überschrift bedeutet übrigens Weinberg). Wohne ich doch direkt neben der Pfalz. Ich mag es, wie Paula und ihre Kollegen immer enger zusammenwachsen, ihr Miteinander ist herzlich und frotzelnd und einfach herrlich ungekünstelt. Am Ende gibt die Autorin wieder einige Infos zu den „Tatorten“, also den einzelnen Schauplätzen, Burgen, Restaurants etc. mit Homepageangaben, Öffnungszeiten und näheren, neugierig machenden Einzelheiten. Und auch Rezepte fehlen nicht. Diesmal Spaghetti aglio e olio speciale, Brombeertorte und Weißer Käs´ und Gequellte (Pellkartoffeln mit Quark). Alle drei kommen in der Geschichte vor und ja, ich werde das eine oder andere davon sicher nachmachen. Auch dieser 2. Band gefällt mir ausgesprochen gut und er macht eindeutig Lust auf mehr Paula und Keeser und Pfalz! 5/5 Sterne.

Veröffentlicht am 30.01.2026

Oh du schräge Weihnachtszeit!.

Ring the Bells
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Inhaltsangabe Verlag:
Da will man in seinem Buchclub ein wenig Spiritualität ausprobieren und schon hat man aus Versehen den alten Gott Zalas heraufbeschworen. Und Zalas hat natürlich nur eins im Sinn: ...

Inhaltsangabe Verlag:
Da will man in seinem Buchclub ein wenig Spiritualität ausprobieren und schon hat man aus Versehen den alten Gott Zalas heraufbeschworen. Und Zalas hat natürlich nur eins im Sinn: möglichst viele Gläubige um sich scharen. Doch wer glaubt heutzutage überhaupt noch an irgendwas? Kinder! Mithilfe des unglückseligen Neil Aikens erschafft Zalas ein Winterwunderland, in dem alle Wünsche wahr werden - vom echten Einhorn bis zum Besuch des Opas, der letztes Jahr doch eigentlich das Zeitliche gesegnet hat.
Diese gewaltige Menge an Magie bleibt nicht lange unbemerkt; und die Zeit drängt, denn wenn die vierte Kerze brennt, sind Zalas und seine Anhänger nicht mehr aufzuhalten. Das Team der Stranger Times muss einen Weg finden, um nicht nur Weihnachten, sondern womöglich die ganze Welt zu retten.

Meine Inhaltsangabe:
Ein harmloser Buchclub, der sich darauf verschworen hat, mit kleinen Zaubereien Gutes zu tun, beschwört eines Tages mit einem mit Menschenhaut gebundenen Buch versehentlich den alten Gott Zalas. Der strebt danach, wieder seine volle Macht zu erhalten und über die Menschheit zu herrschen. Um dieses Ziel zu erreichen, bemächtigt er sich nacheinander den Körpern Unschuldiger und sorgt in Manchester für Chaos, bis er in Neil landet. Mit dessen unfreiwilliger Hilfe schart Zalas die gläubigste Menschgruppe um sich, die es gibt: Kinder! Unter dem Deckmantel der Weihnachtszeit erfüllt Zalas deren Wünsche, mögen sie auch noch so abwegig sein und steigert damit deren Glauben, der wiederum seine Macht wachsen lässt. Die Stranger Times steckt zusammen mit DI Sturgess mal wieder mittendrin und versucht alles, um Zalas das Handwerk zu legen, um damit nicht nur Weihnachten, sondern die gesamte Menschheit zu retten. Währenddessen hat Stella mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Ein weiteres Mitglied der Stranger Times bereitet ihr nicht nur Kopfzerbrechen, sondern die heftigsten Alpträume, die man sich vorstellen kann.

Erster Satz: »Wir sind tote Wesen, du und ich.«

Mein Eindruck:
Ich kann es immer kaum erwarten, bis ein neuer Band dieser unfassbar genialen Reihe herauskommt! McDonnells Schreibstil trifft sowas von absolut meinen Humor und ich liebe einfach alles daran. Angefangen bei den Figuren, die eindrücklicher (und wahlweise liebenswerter oder unausstehlicher) nicht sein könnten, über die Dialoge, die spritzig, schwarzhumorig und so lustig sind, bis hin zur Story, die neben all dem Humor auch jedes Mal einfach irre spannend daherkommt. Die vielen völlig schrägen Ideen, die der Autor mit reinpackt sind zum Brüllen. Es geht ziemlich brutal zu (viel Tod, viel Blut, viel Gewalt), doch selbst darüber muss man lachen, weil all das in so viel Witz gepackt ist und so skurril ist. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich auf alte Bekannte treffe. Neben den Hauptfiguren (Banecroft, Hanna, Grace, Ox, Reggie, Stella, Manny) gefallen mir vor allem John Mór, Cogs und natürlich Zeke, der sprechende Hund, der eigentlich gar kein Hund ist und absolut auch DI Sturgess mit dem Augapfel am Stiel in seinem Kopf. Ach ja, und Brian, der Guhl, der gerne in Zimmerecken kackt. Neugierig geworden? Lies es unbedingt! Ein Feuerwerk an fantasievollen Ideen, schrägen Szenen und schwarzem, herrlich bissigem Humor. Ich kann gar nicht genug davon bekommen und hoffe, dass die Stranger Times noch lange ihr crazy Zeitung verlegt. Bitte, bitte, bitte! Du magst es schräg, schlagfertig, schwarzhumorig, rasant und durchgeknallt und liebst humorvolle Fantasy? Dann ist das Deine Buchreihe! Von mir gibt’s 5/5 Sterne + ein Highlight-Sternchen. Auch das Cover gefällt mir übrigens wieder ausgesprochen gut. Wer genau hinsieht, kann darauf viel entdecken.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Berührende Geschichte über Mitgefühl, Trost, Hoffnung und den Wert von Freundlichkeit

Der Bahnsteig-Streuner
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Inhaltsangabe Verlag:
Ein einsames kleines Kätzchen verirrt sich in einen geschäftigen grauen Bahnhof, in dem sich traurige und grau wirkende Menschen drängen. Als es die Fahrgäste näher beobachtet, bemerkt ...

Inhaltsangabe Verlag:
Ein einsames kleines Kätzchen verirrt sich in einen geschäftigen grauen Bahnhof, in dem sich traurige und grau wirkende Menschen drängen. Als es die Fahrgäste näher beobachtet, bemerkt das Kätzchen, dass viele von ihnen mit Tauer und Einsamkeit zu kämpfen haben. Indem sie ihnen Hoffnung und Farben zurückgibt, kann die Katze ihnen helfen.
Lerne den Bahnsteig-Streuner kennen und entdecke, wie wichtig Freundlichkeit und Mitgefühl sind!

Meine Inhaltsangabe:
Das kleine, hungrige Kätzchen erhofft sich ein sicheres Plätzchen und etwas zu Essen in dem Bahnhof. Doch hier ist alles grau, die Menschen gehen alle ihren eigenen Weg, kämpfen mit ihren eigenen Sorgen und beachten das Kätzchen nicht. Bis es eines Tages einen deprimierten Mann trifft und sich auf dessen Schoß setzt. Er beginnt das Kätzchen zu streicheln und ihm von seinen Problemen zu erzählen, wodurch es ihm direkt besser geht. Von nun an tröstet das Kätzchen alle traurigen, einsamen Menschen, die auf dem Bahnhof sind und nach und nach kehren Hoffnung und Freude zurück und der ehemals graue Bahnhof wird bunt und fröhlich. Das Kätzchen wird von allen geliebt und hat einen wunderschönen Platz gefunden von dem aus es eines Tages seine letzte Reise antritt.

Erster Satz: »Die Farbe hatte diesen Ort schon vor langer Zeit verlassen.«

Mein Eindruck:
Was für ein zauberhaftes, schönes Buch! Nicht nur die Illustrationen sind einfach nur wunderschön, auch der Text ist fast schon poetisch. Tiefgreifend und ruhig. Beides zusammen ist sehr berührend und ich musste öfter mal einen Kloß herunterschlucken. Das ist kein leichtes Buch, geht es doch um Einsamkeit, Trauer, Abschied. Aber es ist auf jeden Fall ein Hoffnung schenkendes und ein Aufruf, freundlich und mitfühlend zu sein und die Menschen in seiner Umgebung wirklich zu sehen. Wie sich der Bahnhof sich durch ein kleines, schwarzes Kätzchen von grau zu bunt verändert, lebendig und fröhlich wird, ist herzerwärmend und eine wundervolle Grundlage für Gespräche mit Kids zum Thema Mitgefühl, Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Menschlichkeit. Doch das ist kein reines Kinderbuch, vielmehr richtet es sich an Menschen aller Altersklassen. Für Märchen ist man schließlich nie zu alt und wenn es so bildgewaltig und emotional daherkommt, wie dieses, kann man nur gewinnen. Zauberhaft und wunderschön und nicht nur für Katzenfans. Ich schwelge noch immer in diesen einmaligen Bildern! 5/5 Sterne.

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