Romantasy-Auftakt voller Machtspiele, Drachen und gesellschaftlicher Ungerechtigkeit
Royal Houses – Haus der Drachen„Royal Houses – Haus der Drachen“ von K. A. Linde ist ein mitreißender Auftakt in eine epische Romantasy-Reihe voller Machtspiele, Drachen und gesellschaftlicher Ungerechtigkeit.
Der Schreibstil ist locker ...
„Royal Houses – Haus der Drachen“ von K. A. Linde ist ein mitreißender Auftakt in eine epische Romantasy-Reihe voller Machtspiele, Drachen und gesellschaftlicher Ungerechtigkeit.
Der Schreibstil ist locker und flüssig, sodass ich gut in die Geschichte hineingekommen bin. Die Handlung wird überwiegend aus Kerrigans Perspektive erzählt. Zwischendurch kommen jedoch auch andere Sichtweisen hinzu, die das politische Geflecht und die verschiedenen Interessen der Häuser gut ergänzen. Kerrigan hat mir von Anfang an leidgetan. Als Halb-Fae wird sie in der von Fae dominierten Welt als minderwertig behandelt und ihr ganzes Leben mit Ablehnung konfrontiert. Besonders stark fand ich ihren inneren Wunsch nach Zugehörigkeit – nach einem Ort, an dem sie sie selbst sein darf und nicht nur geduldet oder in eine Rolle gedrängt wird. Dieser Freiheitsdrang zieht sich sehr glaubwürdig durch die gesamte Geschichte.
Sie ist mutig, kämpferisch und entschlossen, handelt dabei aber stellenweise auch impulsiv und unüberlegt. Genau das hat sie für mich greifbar und menschlich gemacht. Die Drachen, die politischen Spannungen zwischen den Häusern und die unterschwelligen Intrigen sorgen für eine durchgehend spannende Atmosphäre. Gerade zum Ende hin zieht die Geschichte deutlich an und endet sehr packend, sodass ich sofort wissen wollte, wie es weitergeht. Besonders, wie die Geschichte zwischen ihr und ihrem Prinzen weitergehen wird.
Ein gelungener Reihenauftakt mit einer starken, verletzlichen Heldin, einem faszinierenden Drachen-Setting und viel Konfliktpotenzial. Die Fortsetzung verspricht auf jeden Fall, nicht langweilig zu werden – ich bin sehr gespannt, wie Kerrigans Weg weitergeht.