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Veröffentlicht am 27.08.2025

Hätte gern abgebrochen.

Die Hyperion-Gesänge
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"There is a fullness and calmness there which can come only from knowing pain."

3 Jahre habe ich mich jetzt durch dieses Buch gequält und wäre es nach mir gegangen, hätte ich es entweder gar nicht gelesen ...

"There is a fullness and calmness there which can come only from knowing pain."

3 Jahre habe ich mich jetzt durch dieses Buch gequält und wäre es nach mir gegangen, hätte ich es entweder gar nicht gelesen oder am Anfang abgebrochen. Da es aber das Lieblingsbuch meines Partners ist, haben wir es ihm zuliebe abends immer mal wieder gemeinsam gelesen. Und bei so vielen Seiten will man irgendwann auch gar nicht mehr abbrechen, weil man schon so viel Zeit und Energie hineingesteckt hat, dass einen der pure Trotz weitertreibt.

Es liegt gar nicht so unbedingt am Sci-Fi-Genre, welches nicht so meins ist, oder an der Handlung, die am Anfang und Ende doch etwas Spannung aufbaut, sondern vor allem am Schreibstil. Himmel, war der ausschweifend! Simmons geht auf jedes kleine Detail ein, auf jede Handlung. Person A geht nicht einfach nur von hier nach da, nein, er spannt die Muskel seines rechten Beines an, bewegt den Fuß, setzt ihn ab... Ihr versteht, was ich meine. Sämtliche Spannung, die in den wenigen Szenen hätte aufgebaut werden können, wurde dadurch sofort im Keim erstickt. Und die Art, wie das alles formuliert wurde - ich habe selten so viel philosophisches Gelaber gelesen wie hier. Simmons schreibt mit ganz vielen Worten wenig Inhalt. Und dann muss man erstmal verstehen, was er da schreibt, denn es ist so verklausuliert, dass man Wichtiges nicht von Unwichtigem unterscheiden kann.

Es kamen auch so viele Charaktere vor, die natürlich alle einen eigenen Vor- und Zunamen brauchten, obwohl sie mit nur einem Satz vorgestellt und verabschiedet wurden und dann nie wieder vorkamen. Wer soll sich das alles merken? Selbst die Pilger habe ich bis weit nach der Hälfte teils nicht unterscheiden können - looking at you, Het Masteen und Fedmahn Kassad! Dazu kommen die Sci-Fi-typischen Technologien und Eigenheiten, die natürlich nie erklärt, aber mit tausend Synonymen beschrieben werden, dass man nie weiß, ob es jetzt um etwas Essbares oder eine todbringende Waffe handelt. Gut, das ist etwas überspitzt, der Kern der Aussage bleibt aber gleich.

Die Geschichten der Pilger waren an sich ganz spannend und auch der Weltenaufbau, das ganze Machtgefüge der Hegemonie und des Cores, der rote Faden an sich eben, aber meines Erachtens hätte man hier um deutliche Längen kürzen sollen. Vielleicht bin ich eben auch einfach zu dumm für Sci-Fi, vielleicht fehlt mir die Ausdauer und Interesse und Hintergrundwissen, doch man hätte das Buch wesentlich leser*innenfreundlicher gestalten können. So hatte ich auf Seite 2 schon wieder Seite 1 vergessen und musste bis zum Ende nachfragen, wer nochmal die ist, warum das relevant ist, was das sein soll und wie wir nochmal zu dem Ergebnis gelangt sind. Ein Register zum Nachschlagen tut niemandem weh!

So bin ich nun absolut froh, "Hyperion" endlich beendet zu haben, werde den zweiten Band der Dilogie gewiss nicht lesen und vergebe nur deshalb gute 1,5/5 Sterne, weil ich das Buch nicht abgebrochen habe, auch wenn ich das gern getan hätte.

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Veröffentlicht am 19.09.2024

Cringe hoch 10.

Die tausend Teile meines Herzens
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“Don’t make your presence known. Make your absence felt.”

Okay, dieses Buch war definitiv ein Reinfall. Der Unterschied von CoHos Schreibstil zwischen ihren YA und NA Büchern ist einfach so enorm, dass ...

“Don’t make your presence known. Make your absence felt.”

Okay, dieses Buch war definitiv ein Reinfall. Der Unterschied von CoHos Schreibstil zwischen ihren YA und NA Büchern ist einfach so enorm, dass mir alle ihre YA-Bücher einfach nicht gefallen. Vielleicht bin ich mit 24 dafür inzwischen auch zu alt (haha), aber es gab hier einfach so seitenlange Beschreibungen oder Erklärungen von irgendetwas, komische Gedanken und Verhaltensweisen, da war ich einfach raus.

Das ganze Buch war von vorne bis hinten komisch. Ich habe vielleicht 100 Seiten gelesen und dann nur noch überflogen, um die "düsteren Familiengeheimnisse" zu erfahren, aber selbst das war ein absoluter Reinfall. Ja, die Familie hat definitiv Probleme und deswegen gehen sie ja am Ende endlich alle zum Psychiater, aber es wird nichts hinterfragt, nicht nachgedacht, sich nicht interessiert. Die Charaktere, ausnahmslos alle, vorneweg Protagonistin Merit, haben einen Sockenschuss und ich konnte mich 0 in sie hineinversetzen. Es war auch keine witzige Verschrobenheit, sondern so, als hätte CoHo sich extra gedacht "Mh, wie mache ich alles maximal cringe?".

Die Handlung (die ich wie gesagt nur überflogen habe, aber trotzdem Bescheid weiß) ist völlig belanglos, an den Haaren herbeigezogen und wechselt zwischen seitenlangen Beschreibungen und ermüdenden Dialogen. Dazu ein bisschen das Thema Depression eingestreuselt, ohne dass es groß relevant war, und viola, hier haben wir das Buch. Achso, eine Liebesgeschichte soll da auch irgendwo verbaut sein, aber ich habe sie weder finden noch fühlen können.

"Die tausend Teile meines Herzens" (wo war hier eigentlich die Verknüpfung zum Inhalt?) war eine absolute Zeitverschwendung und bekommt verdiente 1/5 Sterne.

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Veröffentlicht am 03.09.2021

Langeweile lässt grüßen.

Der Bücherdrache
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Dieses Buch hätte ich normalerweise abgebrochen, wenn ich es nicht mit meinem Freund zusammen gelesen hätte. Er ist eingefleischter Walter Moers-Fan, und das muss man wohl auch sein, wenn dieses Buch einem ...

Dieses Buch hätte ich normalerweise abgebrochen, wenn ich es nicht mit meinem Freund zusammen gelesen hätte. Er ist eingefleischter Walter Moers-Fan, und das muss man wohl auch sein, wenn dieses Buch einem gefallen will. Für mich war es absolut gar nichts.

Alleine der Inhalt lässt sich in einem Satz beschreiben: Hildegunst 2 stößt auf den Bücherdrachen Nathaviel, lässt sich dessen Lebensgeschichte erzählen und muss schließlich flüchten. Das war's. Mehr passiert einfach nicht. Nathaviel quatscht dabei so viel und so ausschweifend, dass mir regelmäßig die Augen zugefallen sind. Spannung? Fehlanzeige. In einem fort wird jedes kleinste Detail ausgeschmückt, werden zigtausend Synonyme verwendet und eine Aufzählung folgt der nächsten. Die sich dann auch mal eine Seite ziehen kann. Normalerweise ist dieser Schreibstil ja typisch für den Autor, was mir bspw. auch bei "Rumo" sehr gut gefallen hat, aber da ergoss sich das ganze wenigstens verteilt auf 700+ Seiten. Hier war es einfach too much.

Den Hype um dieses Buch kann ich leider absolut nicht nachvollziehen. Die Grafiken waren ganz nett anzusehen, das Cover ist auch ein echter Hingucker, aber das war es dann auch schon. "Der Bücherdrache" bekommt von mir 1,5/5 Sterne. Wer sich mal so richtig langweilen will, ist hier wohl richtig.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

DNF.

Die Insel der Tausend Leuchttürme
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DNF nach dem ersten Drittel. Es kommt einfach keine Spannung auf; stattdessen gibt es ellenlanges Palaver um nichts. Zum Einschlafen.

DNF nach dem ersten Drittel. Es kommt einfach keine Spannung auf; stattdessen gibt es ellenlanges Palaver um nichts. Zum Einschlafen.

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Veröffentlicht am 20.03.2025

Abgebrochen.

Obsidian 3: Opal. Schattenglanz (mit Bonusgeschichten)
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Bei der "Lux"-Reihe hätte ich auf mein Gefühl vom Anfang hören sollen und bereits beim Abbruch von Band 1 bleiben sollen, nachdem ich das Buch bereits 2x weggelegt habe. Nachdem mich Band 1 und 2 nur mittelmäßig ...

Bei der "Lux"-Reihe hätte ich auf mein Gefühl vom Anfang hören sollen und bereits beim Abbruch von Band 1 bleiben sollen, nachdem ich das Buch bereits 2x weggelegt habe. Nachdem mich Band 1 und 2 nur mittelmäßig catchen konnten, bin ich mit Band 3 in eine richtige Leseflaute gefallen und werde die Reihe nun endgültig abbrechen. Die Grundidee ist ganz interessant, aber ansonsten gibt es kaum Spannung, Plottwists sind ellenweit vorher zu riechen, die Charaktere drehen sich nur im Kreis und sind leider auch recht naiv. Vielleicht hätte ich die Reihe mit 14 mehr hypen können, vllt bin ich inzwischen schon "zu alt" mit 24, aber so konnte ich den Hype leider gar nicht nachvollziehen.

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