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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.03.2026

Nichts ist, wie es scheint...

Southern Gothic - Das Grauen wohnt nebenan
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Zum Buch: Patricia Campbell ist eine typische amerikanische Hausfrau. In einem schönen Vorort lebt sie mit ihrem Mann, der ein erfolgreicher Mediziner ist und ihren zwei Kindern. Ihr Highlight vom eintönigen ...

Zum Buch: Patricia Campbell ist eine typische amerikanische Hausfrau. In einem schönen Vorort lebt sie mit ihrem Mann, der ein erfolgreicher Mediziner ist und ihren zwei Kindern. Ihr Highlight vom eintönigen Alltag ist ein Buchclub. Hier tauchen die Frauen ein in wilde Kriminalfälle und Serienmorde. Die friedliche Idylle wird gestört, als James Harris in ihre Nachbarschaft zieht. Hilfsbereit, wie Patricia ist, hilft sie James bei einigen Behördengängen. Doch irgendetwas stimmt nicht mit ihm. Aber weil James sich schnell in die Herzen aller Nachbarn schleicht, wird ihren Vermutungen kein Glauben geschenkt. Auch nicht, als sie, ihre Schwiegermutter und ihre Pflegerin brutal angegriffen werden. Ein fataler Fehler, wie sich herausstellen wird…

Meine Meinung: Die Geschichte baut sich schön langsam auf. Der Leser hat Vermutungen in die richtige Richtung, kann es aber lange nicht greifen. So geht es Patricia ja auch. Ihr Buchclub, der irgendwann nur noch aus fünf ausgewählten Frauen besteht, ist ihre größte Stütze. Es dauert halt leider etwas, bis es auch alle erkennen!

Die Charaktere sind es, die das Buch tragen. Denn der Autor hat ihnen so unterschiedliche Wesen zugeteilt, dass man sie alle liebt! Patricia mausert sich hier von einer recht gehorsamen Hausfrau zur Anführerin. Das zeigt auch schön die patriarchalen Strukturen, die es immer noch gibt. Und gibt Einblicke in das eigentliche Leben, das sich hinter den verschlossenen Türen abspielt. Das Buch ist in mehrere Teile aufgeteilt, die allesamt nach Büchern benannt sind. Das rückt den Charakter des Buchclubs nochmal in den Vordergrund, fand ich sehr gelungen!

Die Atmosphäre wird dichter, als sich James nicht als derjenige herausstellt, der er zu sein vorgibt. Aber er lullt alle so schön ein. Alle, bis auf Patricia. Und die muss bald nicht nur um ihr Leben kämpfen!

Mein Fazit: Eine sehr schöne Horrorgeschichte, die sich langsam entwickelt und die ich sehr gemocht habe! Es ist spannend zu sehen, wie Patricia sich entwickelt, sie ist der Held in dieser Geschichte! Wer Monstergeschichten mag, ist hiermit wirklich gut beraten, mir hat sie sehr gut gefallen!

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Veröffentlicht am 04.03.2026

Das Buch lässt nicht los...

The Book of Witching
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Zum Buch: Im Jahre 1594 wird die Ehefrau und Mutter Alison Balfour auf den Orkney-Inseln der Hexerei angeklagt. Über 400 Jahre später fährt die junge Erin mit ihren Freunden auf die Orkney-Inseln, um etwas ...

Zum Buch: Im Jahre 1594 wird die Ehefrau und Mutter Alison Balfour auf den Orkney-Inseln der Hexerei angeklagt. Über 400 Jahre später fährt die junge Erin mit ihren Freunden auf die Orkney-Inseln, um etwas über ihre Ahnen zu erfahren. Leider geschieht dort ein Feuer-Unfall, ihr Freund Arlo kommt dabei ums Leben und ihre Freundin Senna ist spurlos verschwunden. Erin überlebt knapp, hat aber zahlreiche Verbrennungen am ganzen Körper. Als ihre Mutter Clem in Erins Zimmer ein altes Buch findet, hat sie so eine Ahnung und fährt selber auf die Orkneys…

Meine Meinung: Das Buch fesselt den Leser gleich von Anfang an, denn in der Zeitebene von 1594 erfährt Alison ein schlimmes Schicksal. Dass es zu jener Zeit Mord und Intrigen gab, ist ja hinlänglich bekannt, Alison wird hier Opfer einer Intrige des Herrschers Sir John Steward, der seinen Bruder vom Thron stürzen will. Ein gelungenes Opfer auch für den Geistlichen Vater Colville, der an Alison ein Exempel statuieren will.

In der anderen Zeitebene muss Clem mit ansehen, wie ihre Tochter Erin aus dem Koma erwacht und sich an nichts erinnern kann, nicht einmal mehr daran, dass sie Erin heißt. Sie behauptet, Nyx zu heißen. Und als sie dann dieses seltsame Buch findet, weiß sie, dass sie selber auf die Orkneys fahren muss.

Die Charaktere habe ich alle geliebt, natürlich bis auf die Bösen. Aber auch die sind toll ausgeschmückt und authentisch dargestellt! Die Verbindung mit den Zeitebenen ist C.J. Cooke sehr gut gelungen, man hangelt sich als Leser von einem Cliffhanger, also von einem Kapitel bis zum nächsten! Der Schreibstil ist flüssig und die Atmosphäre auf den Orkney-Inseln kann man sich gut vorstellen, besonders die im Mittelalter. Das ist ja ein bisschen das Schlimme, man leidet so mit Alison mit!

Mein Fazit: Insgesamt fand ich das Buch sehr gut, atmosphärisch dicht erzählt. An manchen Stellen hätte es ein wenig mehr Spannung vertragen, aber dennoch hat mich das Buch sehr gut unterhalten und ich hatte es in kürzester Zeit ausgelesen! Wer sich für Hexen interessiert, ist hiermit auf jeden Fall gut bedient!

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Wo ist Lola?

That's Not My Name
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Zum Buch: Die 17-jährige Lola verschwindet nach einem Streit mit ihrem Freund Drew. Der ganze Ort hält ihn für ihren Mörder, aber die Polizei kann ihm nichts beweisen. Indessen sucht Drew verzweifelt nach ...

Zum Buch: Die 17-jährige Lola verschwindet nach einem Streit mit ihrem Freund Drew. Der ganze Ort hält ihn für ihren Mörder, aber die Polizei kann ihm nichts beweisen. Indessen sucht Drew verzweifelt nach Lola. Währenddessen wird 80 km entfernt ein junges Mädchen aufgefunden, sie hatte einen Unfall und hat ihr Gedächtnis verloren. Dann erscheint Wayne Boone auf der Polizeistation und gibt an, dass er Marys Vater ist. Doch warum verhält er sich so komisch Mary gegenüber? Eines Tages geht ein entscheidender Hinweis auf der Polizei-Hotline in Drews Ort ein und er nimmt die Dinge endlich in die Hand…

Meine Meinung: Ich habe mir dieses Buch besorgt, weil es auf Booktok ziemlich gehypt wurde. Naja, ich fand es ganz unterhaltsam, aber es hat erst einmal viel zu lange gebraucht, bis ich in der Geschichte drin war! Ich finde, die erste Hälfte des Buches zieht sich zu lange hin. Aber dann wird es wirklich so spannend, dass man das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen kann! Und das macht den ersten Teil wieder vergessen!

Der Schreibstil liest sich flüssig und man liest abwechselnd von Drew und von Mary. So entsteht fast in jedem Kapitel ein kleiner Cliffhanger! Das hat mir ganz gut gefallen! Auch das Setting hat die Autorin ganz gut rübergebracht, man kann sich die Hütte im Wald wirklich sehr bildhaft vorstellen!

Die Hauptprotagonisten sind alle jugendlich und so in dem Stil ist das Buch auch geschrieben. Aber keine Jugendsprache oder ähnliches, so dass mir das Lesen leicht fiel. Eine leichte Ahnung hat man als Leser schon, worauf die Geschichte hinausläuft, das fand ich aber nicht schlimm. Das Ende ist weder happy noch total schlecht. Ein wenig traurig vielleicht. Insgesamt aber stimmig.

Mein Fazit: Ein spannender Thriller für junge und junggebliebene Leser, der sich zwar anfangs etwas zieht, aber dann noch richtig fesseln kann! Von mir gibt es gute 4 Sterne!

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Man muss das Wesen erkennen...

Das Wesen
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Zum Buch: Als der Kriminalhauptkommissar Bernd Menkhoff einen Anruf erhält, dass ein Kind entführt wird und er an der angegebenen Adresse den Psychiater Dr. Joachim Lichner antrifft, ereilt ihn fast ein ...

Zum Buch: Als der Kriminalhauptkommissar Bernd Menkhoff einen Anruf erhält, dass ein Kind entführt wird und er an der angegebenen Adresse den Psychiater Dr. Joachim Lichner antrifft, ereilt ihn fast ein Schlag. Denn Lichner wurde zu 13 Jahren Haft verurteilt – und zwar für den Mord an einem kleinen Mädchen. Nun ist er wieder auf freiem Fuß. Geht das Morden weiter? Doch dieses angeblich entführte Kind gibt es nur auf dem Papier…

Meine Meinung: Ich habe mir „Das Wesen“ von Arno Strobel ganz bewusst jetzt im Februar ausgesucht, denn es nimmt wohl indirekt Bezug auf sein neuestes Buch „Ungelöst. Die erste Zeugin“. Man merkt hier schon ein wenig am Schreibstil, dass Arno Strobel sich hier schriftstellerisch weiterentwickelt hat. Was ja gut ist. Denn hier haben mich die permanenten Zeitsprünge ein wenig durcheinandergebracht. Gerade weil hier immer die gleichen Personen drin vorkommen. Und die Geschichten sich ja auch in mancherlei Hinsicht ähneln.

Das ist aber auch schon mein einziger Kritikpunkt. Denn die Geschichte nimmt von Anfang an so richtig Fahrt auf und die Spannung ist bis zuletzt gegeben, da man überhaupt nicht ahnt, wohin diese Geschichte den Leser führen wird! Ein irres Psycho-Spiel, das hier gespielt wird mit grausamen Untertönen. Das ist ja immer so, wenn Kinder involviert sind.

Da es hier nur einige wenige Charaktere gibt, bekommen diese genügend Raum. Zusammen mit seinem Kollegen Alex Seifert jagt Bernd Menkhoff Lichner hinterher, denn er hasst ihn abgrundtief. Warum? Das erschließt sich dann im Laufe des Buchs.

Mein Fazit: Eine spannende Geschichte, auch wenn ich Arnos jetzigen Schreibstil viel lieber mag! Man lernt auf jeden Fall Bernd Menkhoff besser kennen, von dem ich jetzt schon so viel gelesen habe, aber nie seine Hintergründe kannte! Von mir gibt es tolle 4 Sterne für „Das Wesen“!

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Verbrechen aus der Vergangenheit werden gesühnt...

Eisenblume
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Zum Buch: Jugendliche finden durch Zufall in der Wand einer verlassenen Psychiatrie eine verweste Leiche. Handelt es sich hierbei um einen der verschwundenen Jugendlichen aus den Achtzigerjahren? Damals ...

Zum Buch: Jugendliche finden durch Zufall in der Wand einer verlassenen Psychiatrie eine verweste Leiche. Handelt es sich hierbei um einen der verschwundenen Jugendlichen aus den Achtzigerjahren? Damals nahm man an, die beiden wären abgehauen. Nicht nur der Verwesungsgrad erschwert die Ermittlungen von Fredrika Storm und ihrem Team. Auch ehemalige Insassen und Angestellte hüllen sich in eine Mauer des Schweigens. Was ist damals wirklich dort geschehen?

Meine Meinung: Wenn man bedenkt, dass hier authentische Zusammenhänge bestehen, bekommt man schon ein wenig Gänsehaut beim Lesen… Der Schreibstil der Autorin ist ja sowieso eher unaufgeregt, aber hier ziehen sich die Ermittlungen ganz schön in die Länge. Mir hat so ein bisschen die Spannung gefehlt, die den Leser dazu bewegen, immer schnell weiterzulesen. Aber natürlich ist die Geschichte und das, was dann ans Licht kommt, schon interessant! Dennoch fand ich den Mittelteil doch ziemlich zäh.

Fredrikas Privatleben wird ziemlich erschüttert und sie weiß damit überhaupt nicht umzugehen. Auch vor ihrem Freund Jonas hält sie das geheim. Und das ist genau das, was mich an der Hauptprotagonistin so nervt! Während Henry ein offener Typ ist, verschanzt sich Fredrika immer und macht alles mit sich alleine aus. Und sie hält sich auch nicht immer an die Regeln, die man bei der Polizei nun einmal einzuhalten hat. Natürlich verschafft ihr das so auch Vorteile, aber sie manövriert sich damit immer selbst in Schwierigkeiten.

Die Auflösung des Falls hat mich persönlich überrascht, das habe ich so nicht kommen sehen.

Mein Fazit: Wenn man über einige Längen hinwegsieht, wird man doch mit einer interessanten Geschichte belohnt! Die Autorin baut ja in ihre Fälle immer wahre Geschehnisse mit ein, das macht es noch spannender! Ich vergebe gute 4 Sterne!

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