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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.02.2026

Sehr zu empfehlen!

How to Kill Fate (Fate Dilogie, Bd. 2)
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Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen und war dabei erstaunlich schnell wieder mitten in der Geschichte. Der Einstieg fällt leicht, denn man findet direkt zurück in die Welt und die Figuren, und die ...

Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen und war dabei erstaunlich schnell wieder mitten in der Geschichte. Der Einstieg fällt leicht, denn man findet direkt zurück in die Welt und die Figuren, und die Spannung ist von Anfang an spürbar.

Am meisten überzeugt hat mich erneut das Trio. Kiana, Tyron und Nevin ergänzen sich großartig, weil sich hier nicht alles nur um Romantik dreht, sondern Freundschaft, Loyalität und Zugehörigkeit genauso viel Gewicht haben. Gerade Nevin bringt für mich dabei nicht nur Wärme und Humor rein, sondern auch diese ruhigen, nachdenklichen Momente, die der Geschichte Tiefe geben. Auch die Beziehung zwischen Kiana und Tyron mochte ich sehr, weil sie sich lebendig anfühlt, mal reibt, mal zärtlich ist und nicht künstlich auf Drama getrimmt wirkt.

Spannend fand ich außerdem, wie nach und nach mehr Wahrheit über die Götter, ihre Motive und die Hintergründe der Welt ans Licht kommt. Das Worldbuilding bleibt dabei stimmig und die Enthüllungen geben dem Ganzen eine düstere, teilweise auch wütend machende Note, weil so deutlich wird, wie sehr Machtspiele auf dem Rücken anderer ausgetragen werden. Gleichzeitig mochte ich die Passagen, in denen Kianas Fähigkeiten neue Facetten zeigen, weil das dem Plot immer wieder frische Impulse gibt.

Warum dann „nur“ vier Sterne? Für mich hatte der Mittelteil ein paar ruhigere Strecken, in denen ich das Gefühl hatte, dass manches etwas länger ausgeführt wird, als nötig, und einzelne Entwicklungen waren für mich recht früh absehbar. Das hat den Lesesog zwar nicht zerstört, aber im Vergleich zum Auftakt hat es sich an manchen Stellen einen Tick weniger überraschend angefühlt.

Trotzdem ist How to kill Fate für mich ein sehr gelungener Abschluss, der emotional trifft, Spannung liefert und seine Figuren ernst nimmt. Wer Band 1 mochte, wird hier definitiv glücklich werden, idealerweise liest man beide Teile nicht mit zu viel Abstand.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Sprachlich besonders und überraschend fesselnd

Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten
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Das Buch hat mich komplett überrascht. Ich habe es in einem Rutsch gelesen und wollte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Kapitel sind meist nur ein bis zwei Seiten lang und oft nicht einmal vollständig ...

Das Buch hat mich komplett überrascht. Ich habe es in einem Rutsch gelesen und wollte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Kapitel sind meist nur ein bis zwei Seiten lang und oft nicht einmal vollständig gefüllt, wodurch man schnell vorankommt. Gleichzeitig bleibt man immer wieder an einzelnen Sätzen hängen, weil sie so besonders formuliert sind.

Der Schreibstil ist sehr bildhaft und poetisch, denn die Autorin arbeitet viel mit Metaphern und Vergleichen, die starke Bilder erzeugen. Zum Beispiel beschreibt sie den Himmel, der schwer auf ihre Brust drückt, was dieses Gefühl von Druck und Ausgeliefertsein greifbar macht. Im gleichen Satz vergleicht sie ihren Blick in den Himmel, den sie nicht abwenden kann, mit dem eines Rehs, das regungslos in die Scheinwerfer eines Autos starrt und auf den Aufprall wartet (S. 172). Auch Sätze wie „Schlafende sind mir nicht geheuer. Sie sind freiwillige Tote...“ (S. 54) sind sehr eindrücklich und zeigen, wie ungewöhnlich und intensiv die Sprache ist. Diese bildhafte, metaphorische Sprache zieht sich durch das gesamte Buch und schafft eine ganz eigene, fast schon bedrückende Atmosphäre.

"Schlafende sind mir nicht geheuer. Sie sind freiwillig Tote, die mich allein hier zurückgelassen haben." - S. 54

Erzählt wird die Geschichte fragmentarisch und nicht streng chronologisch. Man begleitet verschiedene Generationen einer Familie und setzt sich die Geschichte Stück für Stück zusammen. Gerade diese Bruchstücke und Leerstellen haben mir gut gefallen, weil sie Raum für eigene Gedanken lassen und die Geschichte dadurch noch eindringlicher wirkt.

"Die Grashalme wiegen hin und her wie kleine Algen, ihre Spitzen schnappen gerade noch nach Luft."
- S. 98

Trotz der teilweise schweren Themen lässt sich das Buch sehr schnell lesen. Die Kombination aus kurzen Kapiteln und der besonderen Sprache sorgt dafür, dass man immer weiterlesen möchte. Gleichzeitig ist es kein Buch, das man einfach nur konsumiert, sondern eines, über das man beim Lesen und auch danach noch nachdenkt.

"Wenn Miriam nachts nicht schlafen kann, stellt sie sich vor, sie habe keine Mutter. Es ist ihr lieber, keine Mutter zu haben, als eine, die sie nicht mag." - S. 168

Für mich war das Buch eine positive Überraschung. Ein sprachlich starkes und ungewöhnliches Buch, das sich schnell lesen lässt, aber lange nachwirkt. Ich freue mich jetzt schon auf weitere Bücher der Autorin und kann das Buch weiterempfehlen. 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Zwischen Abschied und Aufbruch

Restsommer
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Restsommer von Kea von Garnier ist ein sehr eindringlicher Roman über das Erwachsenwerden, über Erwartungen und den Mut, seinen eigenen Weg zu suchen. Im Mittelpunkt steht Dominik, der kurz vor dem Schulabschluss ...

Restsommer von Kea von Garnier ist ein sehr eindringlicher Roman über das Erwachsenwerden, über Erwartungen und den Mut, seinen eigenen Weg zu suchen. Im Mittelpunkt steht Dominik, der kurz vor dem Schulabschluss steht und eigentlich das Bestattungsinstitut seines Vaters übernehmen soll. Doch je näher dieser Schritt rückt, desto stärker werden seine Zweifel. Zum ersten Mal beginnt er sich zu fragen, was er selbst vom Leben will und ob er den Mut hat, sich gegen das Vertraute zu entscheiden.

Besonders gelungen ist die einfühlsame Darstellung von Dominiks innerem Konflikt. Seine Gedanken und Gefühle wirken authentisch und nachvollziehbar, sodass man sich gut in seine Situation hineinversetzen kann. Die Geschichte lebt weniger von großen, dramatischen Ereignissen als von den leisen Momenten und den emotionalen Zwischentönen. Gerade diese ruhige Erzählweise verleiht dem Buch eine besondere Tiefe und macht es zu einer sehr persönlichen Lektüre.

Der Schreibstil ist klar, flüssig und gleichzeitig sehr stimmungsvoll. Kea von Garnier schafft es, eine intensive Atmosphäre zu erzeugen, die den Sommer und die Unsicherheit dieser Lebensphase greifbar macht. Besonders die Themen Identität, erste Liebe und die Suche nach dem eigenen Platz im Leben werden sensibel und glaubwürdig behandelt.

Restsommer ist ein berührender Roman über Entscheidungen, Selbstfindung und den Mut zur Veränderung. Es ist ein Buch, das nicht laut sein muss, um lange nachzuwirken. Vor allem Leser, die ruhige, emotionale Geschichten über das Erwachsenwerden und persönliche Entwicklung mögen, werden hier eine besondere und nachdenkliche Geschichte finden.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Winterliche Krimis für Zwischendurch

Weich fällt der Schnee
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Das Buch war mein erstes von Ragnar Jónasson und definitiv nicht mein letztes. Es lässt sich unglaublich schnell lesen und man könnte es problemlos in einem Rutsch verschlingen. Trotzdem habe ich mich ...

Das Buch war mein erstes von Ragnar Jónasson und definitiv nicht mein letztes. Es lässt sich unglaublich schnell lesen und man könnte es problemlos in einem Rutsch verschlingen. Trotzdem habe ich mich bewusst dafür entschieden, mir die Geschichten über mehrere Tage einzuteilen und genau das hat das Leseerlebnis für mich noch besonderer gemacht. Ich habe mich also neben meiner Romantasy jeden Tag auf eine Kurzgeschichte gefreut. Das hat für Abwechslung gesorgt und ich vermisse es jetzt schon.

"Ich weiß, es gibt Schöneres als dieses Zimmer hier, aber mit unserer Fantasie können wir alles überwinden, wir können all der Hässlichkeit entfliehen und nur noch die Schönheit sehen." - S. 81

Das Buch besteht aus mehreren Kurzgeschichten, die alle zur Weihnachtszeit spielen und eine eher düstere und beklemmende Atmosphäre haben. Jede Geschichte ist anders, aber alle haben diesen unterschwelligen Krimi-Charakter und leben stark von der Stimmung, der Kälte und der Einsamkeit der isländischen Winterlandschaft. Das Cover passt daher perfekt zum Buch. Gerade diese Mischung aus winterlicher Ruhe und kriminellen Elementen macht den Reiz aus.

"Sie war ziemlich weit weg von zu Hause, am anderen Ende von Manhattan, aber umgeben von so vielen Büchern würde sie sich ganz gewiss wie zu Hause fühlen." - S. 37

Besonders gut hat mir gefallen, dass sich die Geschichten perfekt einteilen lassen. Man kann jederzeit eine lesen und danach pausieren, weshalb sich das Buch ideal als eine Art Adventskalender-Türchen eignet. Gleichzeitig ist der Schreibstil sehr zugänglich und sorgt dafür, dass man sofort in die jeweilige Geschichte eintaucht. Trotz der Kürze konnte ich mir alles sehr gut bildlich vorstellen.

"Das Leben war gut zu ihm gewesen. Er hatte die Liebe gefunden und es geschafft, sie zu bewahren." - S. 175

Für Krimifans und Krimi-Einsteiger wie mich ist dieses Buch eine absolute Empfehlung, vor allem wenn man kurze, atmosphärische Geschichten mag. Mich hat der Autor mit diesem Buch definitiv neugierig gemacht und ich möchte in Zukunft unbedingt mehr von Ragnar Jónasson lesen.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Gefangen in der Bloodwing Academy

On Wings of Blood (Bloodwing Academy 1)
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Ich habe dieses Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen und wollte es nicht aus der Hand legen. Die Geschichte hat mich von Anfang an gepackt und ich war komplett in dieser düsteren Academy Welt aus ...

Ich habe dieses Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen und wollte es nicht aus der Hand legen. Die Geschichte hat mich von Anfang an gepackt und ich war komplett in dieser düsteren Academy Welt aus Vampiren und Magie gefangen. Besonders das Setting an der Bloodwing Academy und die Hierarchie innerhalb dieser Welt fand ich sehr spannend und atmosphärisch.

"Ich wollte, dass er mich unter Kontrolle bekam. Ich wollte, dass er sich wehrte." - S. 336

Im Mittelpunkt steht Medra, die plötzlich in einer fremden und gefährlichen Welt landet. Sie wird schnell von den falschen Leuten ins Visier genommen und an die Bloodwing Academy gebracht, wo sie sich behaupten muss. Dort trifft sie immer wieder auf Blake, einen morally grey Vampir, zu dem sie eine komplizierte und spannungsgeladene Verbindung hat. Ihre Dynamik lebt stark von Enemies to Lovers Elementen, viel Spannung und einem intensiven Slow Burn. Die Beziehung entwickelt sich sehr langsam, was für mich gut funktioniert hat, weil die Spannung dadurch konstant spürbar blieb.

"Ich hasste es. Ich hasste ihn. Ich hasste das alles hier. Ich hasste, wie gut es sich anfühlte." - S. 427

Die Geschichte bietet viele beliebte Tropes wie das Academy Setting, Vampire, Dragon Rider, forced proximity und Slow Burn Romance. Gleichzeitig liegt ein großer Fokus auf dem Plot, den Geheimnissen rund um Medras Herkunft und der politischen Struktur dieser Welt. Besonders das letzte Drittel hatte es wirklich in sich und das Ende war einfach nur fies. Dieser Cliffhanger... Einfach gemein. Ich wollte am liebsten sofort mit Band zwei weitermachen.

"Außerdem sind Sie hier, weil sie Sterbliche sind. Seuchengeboren. Mit anderen Worten, Sie sind schwach." - S. 189

Trotzdem gibt es auch einen Punkt, der mich etwas gestört hat, weshalb es letztendlich vier Sterne geworden sind. Ich konnte leider keine richtige emotionale Bindung zu den Charakteren aufbauen. Vor allem die Nebencharaktere blieben für mich zu oberflächlich, auch wenn sie viel Raum in der Geschichte bekommen haben. Dadurch haben mich einige Ereignisse beim Lesen weniger berührt, als sie es vermutlich sollten.

"Zeige deinem Gegner nie, wozu du fähig bist. Selbst wenn es sich dabei um einen deiner engsten Freunde handelt." - S. 355

Insgesamt ist es aber ein unglaublich spannender Auftakt mit einer faszinierenden Welt, viel Spannung und großem Suchtfaktor. Ich hatte eine richtig gute Lesezeit und freue mich sehr darauf, die Bloodwing Academy-Reihe weiterzulesen. Vier Sterne für einen starken Start, auch wenn emotional für mich noch Luft nach oben ist.

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