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Redrose

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.02.2026

Morden in Südbaden

Bächle, Gässle, Rache
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Freiburg ist meine Shopping-City und ich habe mich gefreut, eine Reihe zu entdecken, die in der Studentenstadt Freiburg spielt.

Als ein Jäger tot aufgefunden wird, werden gleich die Veganer verdächtigt. ...

Freiburg ist meine Shopping-City und ich habe mich gefreut, eine Reihe zu entdecken, die in der Studentenstadt Freiburg spielt.

Als ein Jäger tot aufgefunden wird, werden gleich die Veganer verdächtigt. Immerhin ist Freiburg als „Green-City“ eine Hochburg für Veganer und Vegetarier und hat schon Schlagzeilen gemacht, weil in Kitas und Grundschulen nur ein vegetarisches Menü angeboten wird.

Als weitere Leichen innerhalb kürzester Zeit auftauchen erlebt Hauptkommissar Jürgen Weber ein Deja-Vue und muss mehr Zeit in der Rechtsmedizin verbringen, als ihm und seinem Magen lieb ist.

Die Rechtsmedizinerin Gundi Rhenisch hat einen wunderbar schwarzen Humor und trotzt der Sommerhitze mit den Worten: „Man könnte fast meinen, halb Freiburg legt es darauf an, in unseren Kühlfächern zu landen. Kein Wunder bei den Temperaturen.“

Dies ist bereits der fünfte Krimi um die Journalistin Katharina Müller und Hauptkommissar Jürgen Weber und ich frage mich, warum ich diese Reihe nicht früher entdeckt habe. Ich liebe es, bekannte Plätze zu entdecken und Anregungen für Neues aufzuspüren. Dabei hoffe ich, nicht wirklich einem Panther im Maisfeld zu begegnen. An tierischen Begegnungen mangelt es in Bächle, Gässle, Rache nicht und mit diesem Buch macht die Autorin auch Werbung dafür, die Bächle und Gässle von Freiburg einmal selbst zu erkunden.

Sympathische Protagonisten, ein spannender Fall, dessen Hintergrund mich überrascht und jede Menge Tiere begeistern mich und deswegen landen die Vorgängerbände sogleich auf meiner Wunschliste. Ich bin schon gespannt, wie es weitergeht an der Dreisam.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Hochspannung in den österreichischen Bergen

Die MörderMitzi und der eiskalte Tod
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Ein Retreat in den Alpen, himmlische Ruhe und Abgeschiedenheit, kein Handyempfang, das klingt nach Ruhe und Erholung und in meinem Fall nach jeder Menge Lesezeit. Aber die Mördermitzi zieht das Unglück ...

Ein Retreat in den Alpen, himmlische Ruhe und Abgeschiedenheit, kein Handyempfang, das klingt nach Ruhe und Erholung und in meinem Fall nach jeder Menge Lesezeit. Aber die Mördermitzi zieht das Unglück magisch an und so entdeckt die Mitzi gleich an ihrem ersten Tag einen Toten. Da ein Schneesturm die Hütte von der Außenwelt abschneidet, ist die Mitzi mit ihrer Gruppe gefangen und muss nach bester Agatha Christie Manier wieder ermitteln. Ist womöglich der Mörder mit ihnen eingeschneit?

Bereits zum siebten Mal lässt die Autorin ihre eigenwillige Protagonistin einem Mörder auf die Spur kommen und in der eiskalten Winterlandschaft ist das alles andere als einfach. Gekonnt werden die Mitzi und ich an der Nase herumgeführt und auf falsche Spuren gelockt.

Bereits der Prolog beginnt mit einem Paukenschlag. Ich bin hautnah dabei bei dem Tod, dem Mord und verspüre seltsamerweise eine ungeheure Lust auf dieses österreichische Gebäck, diese Powildtatschkerln, für welche am Ende des Buches sogar ein Rezept auf mich wartet. Bis ich mir das aber verdient habe, muss ich noch manches Mal um die Mitzi bangen.

Ich liebe den Humor dieser Reihe, die Mitzi, die einem Stehaufmännchen gleicht und mir immer mehr ans Herz wächst und der Epilog macht auch gleich schon wieder Lust auf mehr und enthüllt ein neues Geheimnis, welches es gilt aufzuklären.

5 Sterne für den eiskalten Tod und eine Leseempfehlung für die gesamte Reihe.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Highlights eines faszinierenden Landes

KUNTH Vietnam. Das Buch
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Vietnam reizt mich schon lange und wird definitiv in den nächsten Jahren besucht. Um mich in die richtige Stimmung zu versetzen ist da der Bildband des Kunth Verlags perfekt geeignet. Für mich ist alles ...

Vietnam reizt mich schon lange und wird definitiv in den nächsten Jahren besucht. Um mich in die richtige Stimmung zu versetzen ist da der Bildband des Kunth Verlags perfekt geeignet. Für mich ist alles neu, da ich das Land bisher noch nicht bereist habe.

Meine klischeehaften Vorstellungen: Reisterrassen, bunt, Tempel werde ich anhand der wunderbaren Bilder jetzt überprüfen und muss gleich bei dem ersten Bild lachen: Reisterrassen.

Das Inhaltsverzeichnis wird von dem wohl bekanntesten Wahrzeichen dominiert, der Ha-Long-Bucht und eine Schifffahrt durch diese Bucht ist wohl ein absolutes Muss für alle Vietnam-Besucher. Die Landschaft sieht aber auch eindrucksvoll aus, gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und steht natürlich auch auf meiner Liste der zu besuchenden Orte. Ob mir auch ähnlich spektakuläre Bilder gelingen wie in diesem Bildband, wird sich noch herausstellen.

Die dreieckigen Hüte der Reisbauern, die höchstgelegene Budha Statue, die nur mit einer Seilbahn erreichbar ist oder die Steinzeichnungen von Sa Pa faszinieren mich. Bunt gekleidete Frauen auf quirligen Märkten, eine Höhle, die vor über 400 Millionen Jahren entstanden ist, Wasserfälle, die in einem smaragdgrünen See enden, putzige Gibbons oder Kragenbären, die Fauna und Flora in Vietnam ist vielfältig.

Wenn ein Zwerglori mich aus großen Augen anschaut, kann ich mir kaum vorstellen, dass Wilderer noch immer diese süßen Tiere töten und als Medizin auf Märkten verkaufen.

Prächtige Pagoden, das Ho-Chi-Minh-Museum und immer wieder neue Tempel, alle wunderschön in Szene gesetzt steigern meine Lust auf dieses Land.

Unterirdische Tunnel erinnern an den Vietnamkrieg, mit Lampions geschmückte Brücken spiegeln sich im Wasser und die farbenfrohen Drachen- und Löwentänze machen gute Laune. Für Sonnenanbeter empfehlen sich weiße Sandstrände an türkisblauem Wasser, manche Strände erinnern an die Malediven.

Wenn ich die goldene Brücke sehe, die von zwei gewaltigen Händen getragen wird und deren Bau nicht einmal ein Jahr dauerte, frage ich mich, warum wir für unsere Bauwerke immer so lange benötigen 😉.

Überraschend ist für mich, dass Vietnam zweitgrößter Kaffeeexporteur weltweit ist und auch für den Weinanbau gibt es Regionen im Süden mit den perfekten Anbaubedingungen.

Das Bildnis von Hi Chi Minh, der in ganz Vietnam als bescheidener, volksnaher Führer mit visionärem Geist in Erinnerung geblieben ist, unterscheidet sich deutlich von den aktuellen Führern dieser Welt, leider.

Die schwimmenden Märkte möchte ich als Obst-Junkie natürlich unbedingt besuchen, aber ob mir auch ein Foto einer Fischkatze gelingt?

„Das Leben ist zu kurz, um eine schlechte Suppe zu essen“ sagt ein vietnamesisches Sprichwort und natürlich möchte ich in der historischen Altstadt von Hanoi Streetfood kosten.

250 Seiten voll mit wunderbaren Bildern und kleinen Textschnipseln haben mir dieses Land voller Kontraste nähergebracht und ich weiß definitiv, dass Vietnam nicht nur ein Traum bleiben wird.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Ein Schafskrimi zur Weihnachtszeit

Die wunderbaren Schafe der Amelie und der Tote im Englischen Garten
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Während bereits Werbung für die Verfilmung von Glennkill, dem wohl berühmtesten Schafskrimi gemacht wird, verzaubern mich die wunderbaren Schafe der Amelie erneut mit der Intelligenz der Schafe. Zwar wird ...

Während bereits Werbung für die Verfilmung von Glennkill, dem wohl berühmtesten Schafskrimi gemacht wird, verzaubern mich die wunderbaren Schafe der Amelie erneut mit der Intelligenz der Schafe. Zwar wird das Buch nicht aus der Perspektive der Schafe erzählt, aber sie nehmen doch viel Raum in der Geschichte ein, denn sie haben einen Mord beobachtet.

Sepp, der Wurstbrater vom Viktualienmarkt, der eigentlich ganz gerne auch mal eine vegane Bratwurst heimlich verspeist hat, wurde am Nikolausmorgen auf dem Künstlerweihnachtsmarkt im Englischen Garten tot aufgefunden. Leider können die Schafe nicht sprechen, zumindest nicht in einer Sprache, die wir Menschen verstehen und so macht es sich Amelie zur Aufgabe, Licht in das Dunkel der Ermittlungen zu bringen.

Auch wenn ich eine Wollallergie habe, in Amelies kleinem Laden würde auch ich fündig werden. Die junge Künstlerin ist empathisch und trotz ihrer unkonventionellen Lebensweise sehr sympathisch und liebenswürdig, eine Freundin, wie man sie sich nur wünschen kann.

Ich genieße den Ausflug auf den Weihnachtsmarkt, kann den Geruch von Glühwein und gebrannten Mandeln fast schon riechen und lasse mich gerne von dieser Geschichte berühren.

Interessant finde ich, dass Schafe sich sehr gut Gesichter merken können und welche Möglichkeiten sich daraus ergeben.

Amelie und ihre wunderbaren Schafe haben sich in mein Herz geblökt und ich hoffe sehr, dass dies kein Einzelband bleibt und noch viele weitere Abenteuer von Amelie und ihren Schafen auf mich warten.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Spannung mit geschichtlichem Hintergrund

Mord im Planetarium
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Ich bin Fan dieser Reihe um die ehemalige Lehrerin Ernestine Kirsch und den Apotheker im Teilruhestand Anton Böck sowie ihre Familien.

Geschickt versteht es die Autorin, wahre Begebenheiten mit ihrer ...

Ich bin Fan dieser Reihe um die ehemalige Lehrerin Ernestine Kirsch und den Apotheker im Teilruhestand Anton Böck sowie ihre Familien.

Geschickt versteht es die Autorin, wahre Begebenheiten mit ihrer Geschichte zu verweben. Als in Wien 1927 das erste Planetarium Österreichs eröffnet, wird der eher gemütliche Anton von der umtriebigen Ernestine mitgeschleppt und muss danach zugeben: „Du hattest recht, es war sehenswert.“

Leider ist am Ende der Vorführung ein Mann tot, ein Mitglied der Familie Faber, die auch heute noch eine große Auswahl an Stoffen für Vorhänge und Möbel anbieten. Ein Todesfall in direkter Umgebung, da kann es Ernestine natürlich nicht lassen und sie muss wieder einmal ermitteln, sehr zum Missfallen ihres Quasi-Schwiegersohnes Erich, der sehr unter dem aufkeimenden Judenhass bei der Polizei zu leiden hat.

Und es zeigt sich wieder einmal, Geld allein macht nicht glücklich. Der Getötete hatte viele Feinde, auch innerhalb seiner Familie und war ein unsympathischer Mann.

Und während Ernestine und Anton nach Motiven suchen, erfahre ich etwas über den Schattendorf Prozess und die Massendemonstrationen, die nach diesem Urteil resultierten. Ich muss gestehen, dass ich als Nicht-Österreicherin bisher noch nie davon gehört hatte, aber es passt in die damalige Zeit und ich kann nur hoffen, dass sich solche Geschichten nicht wiederholen.

Wenn ich am Ende ein Buch von Beate Maly zuklappe, fühle ich mich immer wieder ein bisschen schlauer und vor allem sehr gut unterhalten. Ihre historischen Kriminalromane sind spannend, gut recherchiert und Anton und Ernestine sind mir mit ihren Familien inzwischen sehr ans Herz gewachsen. Ich freue mich schon auf weitere Bände dieser großartigen Reihe.

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