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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.04.2026

Vorgeschmack auf die Criminale in Salzburg

Mord und Mozartkugel
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20 Kurzkrimis bietet diese Anthologie, in der sich alles um Salzburg dreht. Einige der Autoren und Autorinnen kenne ich bereits, andere sind noch neu und machen Lust darauf, mehr von ihnen zu entdecken. ...

20 Kurzkrimis bietet diese Anthologie, in der sich alles um Salzburg dreht. Einige der Autoren und Autorinnen kenne ich bereits, andere sind noch neu und machen Lust darauf, mehr von ihnen zu entdecken. Meine beiden Favoriten sind „Blöd gelaufen“ und „Die Würze des Lebens“, aber natürlich entdeckt jeder seine eigenen Lieblinge. Das ist das Wunderbare an so einer Sammlung, es ist immer für jeden Geschmack etwas dabei.

Ich erfahre Neues über die Erfindung der berühmten Mozartkugel und einmal bleibt sie mir fast im Hals stecken, bei der Rolle, die diese Kalorienbombe bei einer Geschichte spielt. Wir gehen 2.200 Jahre zurück, als die Menschen noch das Salz aus dem Berg klopften oder beschäftigen uns mit dem Klischee der Gebrauchtwagenhändler.

Mord und Mozartkugel ist aus dem Leben gegriffen, manchmal mystisch und manches bleibt rätselhaft. Ich lerne den gefährlichen Beruf der Bergputzer kennen, den Kosenamen Tröpferlbahn für den Aufzug, mit welchem man von der Altstadt auf den Festungsberg gelangt und schnell wird klar, nach Salzburg möchte ich auch mal wieder. Leider wird es nicht zur Criminale klappen, was für eine großartige Gelegenheit so viele Kriminaler auf einem Haufen zu treffen.

Wer gerne mal nur ein kleines Häppchen verkosten möchte und keine Zeit für einen langen Krimi hat, dem empfehle ich diese Sammlung an Kurzkrimis sehr gerne.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Ein Leseexperiment außerhalb meiner Komfortzone

Happily Ever After – Auch im nächsten Leben will ich dich heiraten 01
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Mein erstes Manga und ich stelle beim ersten Blick auf das Buch fest, dass ich eigentlich keine Ahnung habe, was mich hier erwartet. Das ist kein Fehldruck, nein Mangas liest man tatsächlich von rechts ...

Mein erstes Manga und ich stelle beim ersten Blick auf das Buch fest, dass ich eigentlich keine Ahnung habe, was mich hier erwartet. Das ist kein Fehldruck, nein Mangas liest man tatsächlich von rechts nach links.

Der Zusatz-Titel hat mich sofort angesprochen: „Auch im nächsten Leben will ich dich heiraten“, was für eine schöne Aussage eines Paares, welches sich auch im Alter noch zueinander bekennt und nicht wortlos oder womöglich in Feindschaft nebeneinanderher lebt. Auch ich verbringe immer noch gerne Zeit mit meinem Mann und vermisse ihn, wenn er nicht bei mir ist.

Nun also eine Lovestory, aber als Manga. Was erwartet mich? Die Zeichnungen sind meistens schwarz-weiß, nur zu Beginn ist auch ein wenig Farbe im Spiel. Es handelt sich um Band 1 und damit ist schon klar, dass es sich um eine Reihe handelt. Toranosuke Ibuki und seine Frau blicken zurück auf ihr Leben, wie sie sich kennen- und lieben gelernt haben.

Witzig finde ich, dass hier auch Geräusche in Text übersetzt werden, also wenn jemand den Boden scheuert, lese ich „wisch, wisch“.

Da nur wenig Text vorhanden ist, müssen die Bilder für sich sprechen und ich habe das Buch viel zu schnell schon wieder beendet.

Der schönste Satz: „Ich will, dass wir auch in Zukunft streiten, lachen und zusammen älter werden.“ So wünsche ich mir das auch.

Bin ich jetzt Manga-Fan geworden? Nicht wirklich. Ich lese gerne Texte und die Wörter vermögen es stärker mich zu berühren, als es die Bilder geschafft haben, von daher werde ich eine geschriebene Lovestory weiterhin bevorzugen, aber es hat Spaß gemacht, mal in einen ganz anderen Bereich einzutauchen und ich verstehe durchaus, warum Mangas viele Fans haben.

Ich vergebe 4 Sterne und bin mir sicher, dass diese Reihe bei den Otakus Anklang findet.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Südtirol: teuflisch oder idyllisch?

Teufel, tanz mit mir!
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Die Reihe um die Ermittler aus Bozen, Filippo Magnabosco und Carmela Pasqualina, welche sich in diesem vierten Band gerade das Ja-Wort geben, habe ich bisher noch nicht gekannt. Das war allerdings kein ...

Die Reihe um die Ermittler aus Bozen, Filippo Magnabosco und Carmela Pasqualina, welche sich in diesem vierten Band gerade das Ja-Wort geben, habe ich bisher noch nicht gekannt. Das war allerdings kein Problem, da jeder Band auch einzeln gut lesbar ist.

Das Thema des Buches, die Hexenverfolgung in Europa in den Jahren 1440 bis 1750, die sich noch weit in die heutige Zeit hineinzieht, macht schnell klar, dass das kein Wohlfühlkrimi wird. Minderheiten die Schuld am Elend eines Landes zu geben, ist leider auch in der heutigen Zeit noch populär, auch wenn es zumindest in Europa hoffentlich keine Hexenverbrennungen und Teufelsaustreibungen mehr gibt.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir ein wenig schwergefallen, da für mich nicht immer klar erkennbar war, wann wir uns in der Vergangenheit und wann in der Gegenwart befunden haben, aber gegen Ende nahm die Story immer mehr Fahrt auf und mit dem Ende konnte mich die Autorin überraschen.

Carmelas Nonna sowie ein Nachfahre von Sigmund Freud sorgen dafür, dass es trotz des ernsten Themas und diverser grausamer Morde in diesem Krimi auch etwas zu lachen gibt.

Ich habe mich bei den lebendigen Ortsbeschreibungen an meine Südtirol-Urlaub erinnert und bin schon gespannt, wie es in dieser Reihe weitergeht.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Wenn es hier keine Fortsetzungen gibt, bin ich sauer 😉

Morgensonnenglück
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Morgensonnenglück ist der Auftakt einer Reihe um eine Familie in der Eifel. Die Erkrankung des Patriarchen sorgt dafür, dass die im Wind zerstreuten Familienmitglieder nach Jahren der Abwesenheit sich ...

Morgensonnenglück ist der Auftakt einer Reihe um eine Familie in der Eifel. Die Erkrankung des Patriarchen sorgt dafür, dass die im Wind zerstreuten Familienmitglieder nach Jahren der Abwesenheit sich alle wieder auf dem idyllischen Gutshof in der Eifel treffen. Alte Wunden brechen auf und Familiengeheimnisse werden gelüftet.

In Morgensonnenglück beweist Petra Schier einmal mehr, dass sie die Meisterin des Wohlfühlromans ist. Obwohl die Familienverhältnisse zerrüttet sind, kann ich mich in die einzelnen Familienmitglieder hineinversetzen und fühle mit ihnen.

Welche Rolle würde ich in dieser Familie einnehmen? Die unbeugsamen Großeltern, die überzeugt sind, das Richtige für ihre Kinder und Enkelkinder getan zu haben? Die schüchterne Holly, die überraschend auf ihren Jugendschwarm trifft oder ihre taffe Zwillingsschwester Ivy, die sich bravourös allein durchs Leben geschlagen hat? Und warum lebt ihre Mutter in den USA und hat eine weitere Tochter, die Holly und Ivy nie kennengelernt haben?

Sie alle bieten jede Menge Stoff für weitere Bände und ich hoffe darauf, sie alle noch besser kennenzulernen.

In Morgensonnenglück kehren alle Familienmitglieder nach Lissenborn zurück und haben jede Menge Altlasten im Gepäck. Jede der Frauen für sich ist interessant und hat eine eigene Geschichte verdient.

Die Liebesgeschichte zwischen Holly und Raik geht leider ein bisschen unter, da die Familiengeschichte so einen großen Raum einnimmt und so benötige ich am Ende des Buches nicht einmal ein Taschentuch, welches absolut ungewöhnlich ist für die Bücher von Petra Schier 😉.

Trotzdem sehe ich viel Potential für weitere berührende Geschichten und ich würde mich sehr freuen, nach Lissenborn zurückzukehren.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Kurzkrimis aus dem Ruhrgebiet

MORDsJAHRE
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Eine bunte Mischung an Geschichten und alle für einen guten Zweck, das gibt schon Mal einen Bonus. Allerdings muss ich gestehen, dass zumindest bei der ersten Hälfte nicht alle Geschichten so ganz meinen ...

Eine bunte Mischung an Geschichten und alle für einen guten Zweck, das gibt schon Mal einen Bonus. Allerdings muss ich gestehen, dass zumindest bei der ersten Hälfte nicht alle Geschichten so ganz meinen Geschmack getroffen haben. Manche haben mich mit einem Fragezeichen im Gesicht zurückgelassen, wie etwa diese, in der das Böse triumphiert. Ein unheimlicher Stalker, der eine Mutter mit ihren Töchtern terrorisiert, das war schon sehr harter Tobak.

Sehr gut gefallen hat mir hingegen „Schraube locker“ oder „Eiskalt serviert“. Hier triumphieren zwei Frauen, die eine jung, die andere älter. Beide werden unterschätzt und überraschen nicht nur mich, meine absoluten Lieblingsgeschichten.

Mit einer guten zweiten Hälfte hat mich Mordsjahre dann versöhnt. Insgesamt eine spannende Mischung an Kurzkrimis, die man gerne mal zwischendurch snacken kann.

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