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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.05.2026

Wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich dich vom ersten Moment an geliebt.

Love Me Tomorrow
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Inhalt:
Emma Nakamura-Thatcher hat nach der Scheidung ihrer Eltern den Glauben an die Liebe verloren. Beim Tanabata-Fest wünscht sie sich deshalb nichts sehnlicher als einen Beweis dafür, dass wahre Liebe ...

Inhalt:
Emma Nakamura-Thatcher hat nach der Scheidung ihrer Eltern den Glauben an die Liebe verloren. Beim Tanabata-Fest wünscht sie sich deshalb nichts sehnlicher als einen Beweis dafür, dass wahre Liebe überhaupt existiert. Kurz darauf erhält sie einen mysteriösen Brief von jemandem, der behauptet, ihre große Liebe aus der Zukunft zu sein. Zunächst hält Emma das Ganze für einen schlechten Scherz, doch die Nachrichten enthalten Details, die eigentlich niemand wissen kann. Während des Sommers versucht sie gemeinsam mit ihrer besten Freundin Delia herauszufinden, wer hinter den Botschaften steckt. Dabei rücken drei Jungen in den Fokus: ihr Kindheitsfreund Theo, der sich plötzlich verändert hat, der talentierte und beliebte Musiker Ezra, für den sie schon lange schwärmt, und der reiche, zunächst unsympathisch wirkende Colin, der mehr Tiefe besitzt, als Emma erwartet hätte.

Meinung:
Dieses Buch hat mich auf eine ganz leise, aber unglaublich intensive Weise berührt. Emma ist keine typische Protagonistin, die kopfüber in romantische Gefühle stolpert – im Gegenteil: Sie hält Abstand, analysiert, zweifelt. Gerade das hat sie für mich so authentisch gemacht. Ihre Angst vor der Liebe ist greifbar, weil sie aus echten Erfahrungen stammt. Die Scheidung ihrer Eltern hat Spuren hinterlassen, und diese emotionale Grundlage zieht sich spürbar durch die gesamte Geschichte. Besonders gefallen hat mir, wie vielschichtig die Beziehungen dargestellt werden. Theo, Ezra und Colin sind keine bloßen „Optionen“, sondern jeweils eigenständige Charaktere mit Ecken, Kanten und echter Bedeutung für Emma. Theo steht für Vertrautheit und Vergangenheit, Ezra für Sehnsucht und vielleicht auch Idealisierung, während Colin eine überraschende Entwicklung durchmacht und zeigt, wie trügerisch erste Eindrücke sein können. Ich fand es spannend, dass es sich nicht wie ein klassisches Liebesdreieck angefühlt hat, sondern eher wie eine Reise zu der Frage: Was bedeutet Liebe eigentlich für mich? Die Briefe aus der Zukunft waren für mich das absolute Highlight. Sie verleihen der Geschichte eine sanfte, fast magische Komponente, ohne dabei unglaubwürdig zu wirken. Stattdessen regen sie zum Nachdenken an: Wie sehr sollte man sich von einer möglichen Zukunft beeinflussen lassen? Und lebt man vielleicht am eigentlichen Leben vorbei, wenn man nur auf das „Was wird sein?“ fixiert ist? Neben der Romantik behandelt die Geschichte auch ernstere Themen wie finanzielle Sorgen, familiäre Verantwortung und Identität. Emma kümmert sich um ihre Mutter und ihren Großvater Jiji, arbeitet hart und stellt ihre eigenen Träume oft hinten an. Diese Bodenständigkeit hat der Geschichte eine Tiefe gegeben, die ich so nicht erwartet hätte. Gleichzeitig lockern Humor und charmante Dialoge die Handlung immer wieder auf, sodass sich das Buch trotz seiner emotionalen Themen leicht lesen lässt. Was mich besonders beeindruckt hat, ist Emmas Entwicklung. Sie bleibt nicht stehen, reflektiert ihr eigenes Verhalten, macht Fehler und wächst daran. Am Ende geht es nicht nur darum, wen sie liebt, sondern ob sie bereit ist, Liebe überhaupt wieder zuzulassen. Und genau das macht die Geschichte so besonders: Sie ist weniger eine klassische Liebesgeschichte als vielmehr eine über Selbstfindung, Mut und das Loslassen von Angst.

Fazit:
„Love Me Tomorrow“ von Emiko Jean ist eine gefühlvolle, kluge und zugleich leichte Young-Adult-Geschichte, die Romantik mit Selbstfindung und einer Prise Magie verbindet. Besonders die Briefe aus der Zukunft sorgen für Spannung und eine einzigartige Atmosphäre. Ein berührender Roman über Liebe, Zweifel und das Hier und Jetzt – von mir gibt es ganz klar 5 von 5 Sternchen.

Lieblingszitat:
„Das Leben besteht aus einer Reihe von Entscheidungen. Aber manche trifft man nicht selbst.“ (S. 18)

Veröffentlicht am 07.05.2026

Daisies bloom in fields. True love blooms in hearts.

Picking Daisies on Sundays
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Inhalt:
Daisy hat immer an die große Liebe geglaubt. An dieses eine Gefühl, das bleibt, egal was passiert. Doch als sie sich ausgerechnet in ihren besten Freund Levi verliebt, zerbricht diese Vorstellung. ...

Inhalt:
Daisy hat immer an die große Liebe geglaubt. An dieses eine Gefühl, das bleibt, egal was passiert. Doch als sie sich ausgerechnet in ihren besten Freund Levi verliebt, zerbricht diese Vorstellung. Seine fehlenden Gefühle treffen sie so tief, dass sie ihn aus ihrem Leben streicht und vier Jahre lang alles daransetzt, ihr Herz zu schützen. Als sie Levi plötzlich wieder gegenübersteht, ist nichts so abgeschlossen, wie sie dachte. Er ist noch immer der Mensch, der ihr Herz schneller schlagen lässt. Und als er sie bittet, für die Hochzeit seiner Schwester Sarah und die Wochen der Vorbereitung seine Freundin zu spielen, sagt sie ja, obwohl sie genau weiß, wie gefährlich das für sie ist. Während sie gemeinsam Zeit verbringen, Erinnerungen aufleben und Nähe vorspielen, verschwimmen die Grenzen zwischen dem, was echt ist, und dem, was nur gespielt sein soll. Für Daisy wird jeder Tag zu einem leisen Ringen zwischen Hoffnung und Selbstschutz.

Meinung:
Dieses Buch hat mich auf eine ganz sanfte Art berührt. Es ist keine Geschichte, die laut sein muss, um Wirkung zu zeigen. Stattdessen entfaltet sie ihre Stärke in den leisen Momenten, in Blicken, in Gedanken, in diesem ständigen inneren Ziehen, das Daisy begleitet. Daisy war für mich eine unglaublich greifbare Protagonistin. Ihre Unsicherheiten, dieses Überdenken jeder Kleinigkeit, dieses Bedürfnis, sich selbst zu schützen und gleichzeitig so sehr zu fühlen, das wirkte nie übertrieben, sondern einfach ehrlich. Man versteht jede ihrer Entscheidungen, selbst dann, wenn man sich wünscht, sie würde anders handeln. Gerade dieses Hin- und Hergerissensein zwischen Herz und Verstand macht sie so menschlich. Levi hat bei mir ebenfalls einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Er ist ruhig, aufmerksam und in vielen kleinen Gesten so liebevoll, dass man sofort versteht, warum Daisy sich nie ganz von ihm lösen konnte. Gleichzeitig bleibt er an manchen Stellen schwer zu durchschauen, was die Dynamik zwischen den beiden nur noch intensiver macht. Man fühlt diese Spannung, dieses Unausgesprochene, das ständig zwischen ihnen steht. Was ich besonders mochte, war die Entwicklung ihrer Beziehung. Durch die gemeinsame Zeit rund um die Hochzeitsvorbereitungen entsteht eine Nähe, die sich nicht plötzlich oder erzwungen anfühlt. Es ist ein langsames Annähern, ein vorsichtiges Wiederentdecken. Jede Berührung, jeder Blick bekommt Gewicht, weil so viel Vergangenheit mitschwingt. Diese Mischung aus Vertrautheit und Unsicherheit hat mich komplett abgeholt. Der Schreibstil ist dabei angenehm ruhig und stellenweise fast poetisch. Die Geschichte lässt sich leicht lesen, ohne jemals oberflächlich zu wirken. Sie gibt den Gefühlen Raum, sich zu entfalten, ohne sie künstlich zu dramatisieren. Auch wenn man an einigen Punkten erahnen kann, wohin die Reise geht, nimmt das der Geschichte nichts von ihrer Wirkung. Im Gegenteil, es verstärkt dieses warme, vertraute Gefühl, das einen durch das ganze Buch begleitet. Auch die Nebencharaktere, besonders Jia und Gabe, haben mir richtig gut gefallen. Sie bringen Leichtigkeit in die Geschichte und zeigen, wie wichtig ehrliche Freundschaften sind, gerade wenn man selbst ins Wanken gerät.

Fazit:
„Picking Daisies on Sundays“ von Liana Cincotti ist eine ruhige, gefühlvolle Liebesgeschichte, die vor allem durch ihre emotionalen Zwischentöne überzeugt. Die Beziehung zwischen Daisy und Levi entwickelt sich langsam und intensiv, wodurch jede Begegnung an Bedeutung gewinnt. Trotz bekannter Tropes schafft es die Geschichte, sich echt und nahbar anzufühlen. Ein warmes, berührendes Buch, das lange nachklingt und für mich ganz klar 5 von 5 Sternchen verdient hat.

Veröffentlicht am 07.05.2026

Wer braucht schon Superkräfte, wenn man die Welt mit Schokolade retten kann?

Der Zauber der Schokomagie (Schokomagie 4)
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Inhalt:
Mila steht plötzlich vor einem riesigen Problem: Ihre besondere Fähigkeit als Duftseherin ist wie vom Erdboden verschluckt. Stattdessen sind es nun ausgerechnet ihre Freunde Liz, Louis und Cem, ...

Inhalt:
Mila steht plötzlich vor einem riesigen Problem: Ihre besondere Fähigkeit als Duftseherin ist wie vom Erdboden verschluckt. Stattdessen sind es nun ausgerechnet ihre Freunde Liz, Louis und Cem, die mit magischen Kräften klarkommen müssen – und dabei läuft natürlich nicht alles glatt. Um diesen seltsamen Tausch rückgängig zu machen, braucht es eine geheimnisvolle und äußerst mächtige Kakaobohne. Doch diese ist heiß begehrt, und ein zwielichtiger Wissenschaftler ist ebenfalls hinter ihr her. Gemeinsam machen sich Mila und ihre Freunde in Paris auf die Suche und geraten dabei in ein turbulentes Abenteuer voller schokoladiger Pannen, unerwarteter Gefahren und gut gehüteter Geheimnisse.

Meinung:
Auch im vierten Band hat mich diese Reihe wieder vollkommen abgeholt und ich hätte ehrlich gesagt nichts anderes erwartet. Es fühlt sich ein bisschen an, wie nach Hause zu kommen, wenn man wieder mit Mila, Liz, Louis und Cem durch die Straßen von Paris stolpert. Nur dass diesmal alles ein kleines bisschen chaotischer ist. Aber genau das macht den Reiz dieser Geschichte aus. Besonders gut gefallen hat mir die Idee, die magischen Fähigkeiten zu „vertauschen“. Dadurch entsteht eine ganz neue Dynamik innerhalb der Gruppe. Mila, die sonst immer diejenige mit der besonderen Gabe ist, muss plötzlich ohne sie klarkommen, während Liz, Louis und Cem eher unfreiwillig in diese Rolle hineinwachsen. Das sorgt nicht nur für viele lustige Momente, sondern bringt auch eine schöne Botschaft mit sich: Jeder hat seine Stärken, auch wenn man sie manchmal erst entdecken muss. Der Humor ist wieder absolut on point. Diese kleinen Missgeschicke, die schokoladigen Katastrophen und die oft herrlich chaotischen Situationen haben mich mehrfach zum Schmunzeln gebracht. Gleichzeitig schafft es die Autorin aber auch, eine gewisse Spannung aufzubauen. Für die Zielgruppe ist das genau die richtige Mischung aus Abenteuer und Nervenkitzel. Was ich besonders liebe, ist die Atmosphäre. Paris wird erneut so lebendig und detailreich beschrieben, dass man das Gefühl hat, selbst durch die Straßen zu laufen. Dazu kommt dieser ganz eigene „Schokomagie“-Zauber, der sich durch die gesamte Geschichte zieht und einfach gute Laune macht. Die Charaktere sind mir inzwischen richtig ans Herz gewachsen. Mila bleibt eine unglaublich sympathische Protagonistin, die man gerne begleitet – gerade weil sie nicht perfekt ist. Liz, Louis und Cem bringen jeweils ihre ganz eigenen Eigenschaften mit ein, sodass die Gruppe wunderbar harmoniert, auch wenn es mal drunter und drüber geht. Ihre Freundschaft wirkt authentisch und ist das emotionale Herz der Geschichte. Klar, auch hier gilt wieder: Die Handlung ist nicht komplett unvorhersehbar. Aber das ist in diesem Fall überhaupt kein Kritikpunkt. Diese Reihe lebt von ihrem Charme, ihrem Humor und diesem warmen Gefühl, das sie beim Lesen hinterlässt. Und genau das funktioniert auch im vierten Band wieder hervorragend.

Fazit:
Mit „Der Zauber der Schokomagie“ hat Mareike Allnoch eine zauberhafte und durchweg unterhaltsame Fortsetzung geschaffen. Die neue Dynamik innerhalb der Freundesgruppe sorgt für frischen Wind und viele humorvolle Momente. Gleichzeitig bleibt die Geschichte ihrer magischen Atmosphäre und ihren wichtigen Botschaften treu. Ein wundervolles Leseerlebnis für Jung und Alt, weshalb ich gerne 5 von 5 zuckersüßen Sternchen vergebe.

Veröffentlicht am 08.02.2026

Ein spannendes, Fußballabenteuer direkt am FC Bayern Campus

Team Campus (3). Talente im Fußballfieber
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Inhalt:
Lucki Kastner trainiert gemeinsam mit seinen Freunden Can Karagöz, Nils Brecher und Jeremy Fields am FC Bayern Campus und die Aufregung ist groß, denn ihr neuer Trainer ist ausgerechnet Ex-Bayernprofi ...

Inhalt:
Lucki Kastner trainiert gemeinsam mit seinen Freunden Can Karagöz, Nils Brecher und Jeremy Fields am FC Bayern Campus und die Aufregung ist groß, denn ihr neuer Trainer ist ausgerechnet Ex-Bayernprofi Hannes Gablonsky. Während sich alle auf dem Platz neu beweisen müssen, gerät Cans größter Traum ins Wanken: Seine schlechten Schulnoten gefährden seine Zukunft als Fußballprofi, denn am Campus gilt ganz klar „Schule geht vor“. Lucki, Nils und Jeremy setzen alles daran, ihrem Freund zu helfen. Zusätzlich bringt ein Probetraining frischen Wind in die Akademie: Der talentierte Karol kommt aus einem kleinen Dorf auf den FC Bayern Campus und stellt das bestehende Teamgefüge auf die Probe. Ob er seinen Platz findet und Teil der Mannschaft wird, entscheidet sich nicht nur durch sein Können am Ball.

Meinung:
Mir hat besonders gefallen, wie konkret und greifbar die Geschichte erzählt wird. Der FC Bayern Campus ist nicht einfach nur Kulisse, sondern ein zentraler Bestandteil der Handlung, der für viele junge Fußballfans einen echten Traumort darstellt. Durch die klare Verortung fühlt sich alles sehr nah an der Realität an, ohne dabei an Spannung oder Leichtigkeit zu verlieren. Lucki überzeugt als Kapitän, der Verantwortung übernimmt und versucht, seine Freunde zusammenzuhalten. Can ist dabei eine besonders starke Identifikationsfigur: talentiert, sympathisch, aber eben nicht perfekt. Dass seine schulischen Probleme ernsthafte Konsequenzen haben, verleiht der Geschichte Tiefe und zeigt glaubwürdig, wie schnell ein Traum ins Wanken geraten kann. Nils bringt mit seinem hitzköpfigen Ehrgeiz zusätzliche Reibung ins Team, während Jeremy mit seiner Schnelligkeit und seiner ruhigen Art für Ausgleich sorgt. Der neue Spieler Karol ist eine gelungene Ergänzung. Er steht für Veränderung, Konkurrenz und die Frage, wie offen ein eingeschworenes Team wirklich ist. Gerade diese Dynamik macht den Band spannend, denn hier geht es nicht nur darum, wer der Beste ist, sondern wer bereit ist, gemeinsam zu wachsen. Die Sprache ist altersgerecht, flüssig und sehr motivierend, und die Illustrationen von Philipp Ach fangen die Energie des Fußballalltags hervorragend ein. Für mich ist das Buch ein echtes Highlight für Kinder, die Fußball lieben – und für alle, die Geschichten über Teamgeist schätzen.

Fazit:
„Team Campus – Talente im Fußballfieber“ von Su Turhan erzählt ein spannendes, Fußballabenteuer direkt am FC Bayern Campus. Mit starken Figuren, wichtigen Botschaften rund um Freundschaft, Leistung und Schule sowie viel Fußballatmosphäre überzeugt der Band auf ganzer Linie. Die Geschichte ist mitreißend, nah an der Lebenswelt junger Fans und ideal ab 9 Jahren. Von mir gibt es verdiente 5 von 5 Sternchen.

Veröffentlicht am 08.02.2026

Flinn und Frieda sind zurück!

Es düst ein Rentier durch den Schnee
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Inhalt:
Frieda und ihre Familie freuen sich auf ruhige Weihnachtsferien im Schnee. Doch kurz vor der Abreise steht plötzlich ein großes Paket vor der Tür. Darin sitzt niemand Geringeres als Rentier Flinn, ...

Inhalt:
Frieda und ihre Familie freuen sich auf ruhige Weihnachtsferien im Schnee. Doch kurz vor der Abreise steht plötzlich ein großes Paket vor der Tür. Darin sitzt niemand Geringeres als Rentier Flinn, der seit Kurzem unter Flug- und Höhenangst leidet. Der Weihnachtsmann hofft, dass ausgerechnet Frieda, die sich schon im letzten Jahr so liebevoll um Flinn gekümmert hat, ihm erneut helfen kann. Also reist Flinn kurzerhand mit Familie Winterwald in den Skiurlaub. Zwischen Skifahren, Rodeln und jeder Menge Winterchaos keimt die Hoffnung, dass Flinn seine Angst überwinden kann, auch wenn dabei einiges aus dem Ruder läuft.

Meinung:
Ich habe dieses Buch mit einem breiten Dauergrinsen gelesen. Das Wiedersehen mit Frieda, Flinn und Familie Winterwald fühlt sich sofort vertraut an, fast so, als würde man alte Bekannte treffen. Besonders Flinn ist wieder ein absolutes Herzstück der Geschichte: liebenswert, verfressen, herrlich ehrlich und mit seinem unverwechselbaren Sprachfehler einfach urkomisch. Was mir besonders gefallen hat, ist der einfühlsame Umgang mit Flinns Angst. Sie wird nicht belächelt, sondern ernst genommen, ohne dass die Geschichte an Leichtigkeit verliert. Frieda überzeugt erneut mit ihrer kindlich-logischen Sicht auf die Welt, ihrem Mut und ihrer großen Empathie. Ihre Freundschaft zu Flinn ist warmherzig und glaubwürdig erzählt und bildet das emotionale Zentrum der Geschichte. Die vielen chaotischen Situationen sind pointiert, witzig und genau richtig dosiert. Ein großes Highlight sind wieder die Illustrationen von Susanne Göhlich. Sie fangen die winterliche Stimmung perfekt ein, sind voller liebevoller Details und erwecken die Figuren mit Mimik und Gestik großartig zum Leben. Text und Bild greifen wunderbar ineinander und machen das Buch zu einem echten Vorleseschatz für gemütliche Wintertage.

Fazit:
„Es düst ein Rentier durch den Schnee“ von Smilla Blau mit Illustrationen von Susanne Göhlich ist eine humorvolle, warmherzige Wintergeschichte mit viel Schnee, Witz und Gefühl. Das Wiedersehen mit Frieda, Flinn und der Familie Winterwald macht großen Spaß und eignet sich hervorragend zum Vorlesen ab 5 Jahren oder gerne auch zum Selbstlesen ab 8 Jahren. Ein echtes Wohlfühlbuch für die ganze Familie. Von mir gibt es auf jeden Fall 5 von 5 Sternchen.