geht in die Tiefe
Baking next level mit RoggenWas erwartet einen?
Ein umfangreiches Buch, das dem Backen mit Roggensauerteig gewidmet ist. Die Rezepte selbst beinhalten unterschiedliche Mehle. Es gibt ca. 100 Seiten Theorie und 200 Seiten Rezepte.
Was ...
Was erwartet einen?
Ein umfangreiches Buch, das dem Backen mit Roggensauerteig gewidmet ist. Die Rezepte selbst beinhalten unterschiedliche Mehle. Es gibt ca. 100 Seiten Theorie und 200 Seiten Rezepte.
Was habe ich bisher getestet?
Drei verschiedene Brote mit unterschiedlichen Mehlen und unterschiedlichen Teigstufen.
Was gefällt mir gut / hat mich positiv überrascht?
Zuerst einmal durch den Eigenversuch: Das Ergebnis war lecker und hat gut geschmeckt! Mir gefällt die Aufmachung des Buches sehr. Bei den Rezepte werden immer zwei bis drei Doppelseiten einem Rezept gewidmet, samt schönem Bild des Ergebnisses und (das fand ich sehr spannend) auch ein Bild vom Anschnitt. Auf der zweiten (und dritten) Doppelseite folgt dann eine sehr knappe und übersichtliche Anleitung samt Bildern der wichtigsten Schritte. Generell ist die Übersichtlichkeit und die Struktur des Buches ziemlich durchdacht und gut umgesetzt. Die Seiten wirken schlicht und übersichtlich, bestechen aber gerade durch diese Klarheit und machen das Buch zu einem hochwertigen und schönen Objekt.
Die Zutatenliste ist übersichtlich gestaltet, sodass man direkt Schritt und Zutaten beieinander hat und nicht lange suchen muss. Temperaturen und Zeitangaben sind im Text fett geschrieben, sodass man auch hier auf einem Blick die wesentlichen Informationen wahrnehmen kann.
Was hat mir gefehlt?
Ich hatte irgendwie mit mehr Roggenmehl-Rezepten gerechnet. Auf dem Cover ist zwar ersichtlich, dass es um Roggensauerteig geht, aber der Buchtitel verspricht eher involviertes Roggenmehl.
Die Anleitungen, die optisch durch ihre Knappheit überzeugen, waren mir an einigen Stellen jedoch inhaltlich zu knapp, sodass ich etwas raten musste ob der Umsetzung. (Dafür ist es eigentlich bemerkenswert, dass die Ergebnisse so gut funktioniert haben.)
Die Menge wird oft für 2-3 Brote, mehr als 5 Baguette-ähnlichen Waren oder bis zu 20 Brötchen angegeben - hier stellt sich mir dann die Frage, wer denn die Zielgruppe dieses Buches sein soll? Umrechnen ist natürlich möglich, aber man entscheidet sich ja bewusst für diese Mengenangaben.
Und zu guter letzt wird zwar bei den 100 Seiten Theorie auch erwähnt, welche Backformgrößen der Autor verwendet, aber wenn es dann an die Rezepte geht, steht dies nicht mehr dabei und man kann nur erahnen, was man gebrauchen könnte.
Fazit:
Die Vielfältigkeit finde ich toll, die Zielgruppe zu beschreiben fällt mir schwer. Definitiv nichts für Anfänger. Aber wenn man gerne tiefer in die chemischen Prozesse einsteigen will oder vielleicht auch halb professionell backt, wird dieses Buch eine super Wahl sein!