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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.02.2026

Arvelle trägt die Story, Tiernon stolpert hinterher

We Who Will Die
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„We Who Will Die“ hat mich insgesamt gut unterhalten – auch wenn ich zwischendurch öfter dachte: „Da wäre noch mehr drin gewesen.“

Der Einstieg hat mich nämlich direkt gepackt. Arvelle ist genau die Art ...

„We Who Will Die“ hat mich insgesamt gut unterhalten – auch wenn ich zwischendurch öfter dachte: „Da wäre noch mehr drin gewesen.“

Der Einstieg hat mich nämlich direkt gepackt. Arvelle ist genau die Art Protagonistin, die ich mag: innerlich angeknackst, aber absolut nicht hilflos. Sie fällt hin, steht wieder auf und beißt sich durch – vor allem für die Menschen, die ihr wichtig sind. Mit ihr konnte ich mich sofort identifizieren, und ihretwegen habe ich sehr gern weitergelesen.

Dann wäre da noch Tiernon. Der Mann, der Arvelle schon einmal das Herz gebrochen hat – und mir beim Lesen die Geduld raubte. Sein Auftauchen im Buch war ungefähr so subtil wie ein Presslufthammer und entsprechend vorhersehbar. Leider wollte der Funke zwischen uns auch danach nicht überspringen. Die ersten Liebesszenen habe ich gelesen wie eine Pflichtaufgabe, bei der man hofft, dass sie schnell vorbei ist. Gegen Ende wurde es zwar erträglicher, aber als Book-Boyfriend fällt Ti bei mir gnadenlos durch.

Punkten konnte dafür die Story an sich. Die Grundidee ist spannend und hätte locker für sich allein gestanden. Stattdessen wurde sie stellenweise mit so vielen Fremdwörtern und Begriffen zugeschüttet, dass es wirkte, als wolle man unbedingt eine extrem komplexe Weltordnung etablieren – auch wenn das Buch das gar nicht gebraucht hätte. Weniger wäre hier definitiv mehr gewesen.

Fazit: Ich mochte „We Who Will Die“, aber die ganz große Begeisterung blieb aus. Trotz einiger Kritikpunkte hat mich das Buch genug überzeugt, um neugierig auf die Fortsetzung zu sein. Daher gibt es von mir 4 von 5 Sternen – mit leichtem Augenrollen, aber ehrlichem Interesse daran, wie es weitergeht ⭐⭐⭐⭐.

Veröffentlicht am 07.02.2026

Das Finale hat meine Erwartungen nicht ganz erfüllt

Seal My Fate - Oxford Legacy
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Ich muss das gleich vorwegsagen: das klingt dramatischer, als es gemeint ist. Bitte legt die Mistgabeln wieder weg. Ich habe diese Reihe wirklich geliebt. So richtig. Mit Herz, Nervenkitzel und gelegentlichem ...

Ich muss das gleich vorwegsagen: das klingt dramatischer, als es gemeint ist. Bitte legt die Mistgabeln wieder weg. Ich habe diese Reihe wirklich geliebt. So richtig. Mit Herz, Nervenkitzel und gelegentlichem „Okay, noch ein Kapitel… ups, 2 Uhr morgens“. Die Spannung war durchgehend hoch, genau diese Art von Sog, bei der man sich vornimmt, nur kurz reinzulesen, und plötzlich ist das halbe Buch weg.

Und reden wir kurz über den Spice: grandios. Punkt. Danke dafür! 🌶️🔥

Aber (ja, hier kommt das kleine „aber“): Das Ende kam für mich etwas zu plötzlich. Als hätte jemand beim großen Finale leicht aufs Gaspedal gedrückt, wo ich mir noch eine Ehrenrunde gewünscht hätte. Die Auflösung war für mich nicht ganz schlüssig – nicht schlecht, aber eher „Hm, okay?“ als „WOW, ich bin emotional zerstört und dankbar dafür“.

TROTZDEM (und das ist wichtig): Ich mochte die Reihe unheimlich gerne. So gerne, dass ich jetzt schon weiß, dass ein Reread definitiv passieren wird. Manche Geschichten verlieren beim zweiten Lesen ja ihren Zauber – diese hier gehört für mich nicht dazu.

Und dann wären da natürlich noch Tessa und Saint. Diese zwei 🖤. Sie haben sich absolut einen festen Platz in meinem Herzen gesichert. Ihre Dynamik war grandios: bissig, intensiv, emotional – genau die Art von Paar, bei der man gleichzeitig seufzt, grinst und sie gelegentlich sanft anschreien möchte.

Fazit: kein perfektes Finale für mich, aber eine sehr geliebte Reihe, die mich bestens unterhalten hat und definitiv hängen bleibt. Von mir gibt es ⭐ 4 von 5 Sternen ⭐.

Veröffentlicht am 29.11.2025

Brutal und verrückt – die Dark Forces

Your Knife, My Heart
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Ich bin im Dark-Romance-Bereich wirklich einiges gewohnt, aber dieses Buch hat mich mehrmals schockiert. Die Dark Forces bestehen aus Menschen, die von der Gesellschaft aufgegeben und aussortiert wurden. ...

Ich bin im Dark-Romance-Bereich wirklich einiges gewohnt, aber dieses Buch hat mich mehrmals schockiert. Die Dark Forces bestehen aus Menschen, die von der Gesellschaft aufgegeben und aussortiert wurden. Trotzdem gibt es eine gewisse Loyalität unter den Squads. Doch Cameron ist dabei das schwarze Schaf: begnadet und brutal, aber auch nicht Herr seines Kopfes oder seiner Handlungen – unberechenbar, sogar für ihn selbst. Und dann wird er an Emery gekettet. Ob das gutgeht? Das müsst ihr selbst lesen.

Ich mochte beide Protagonisten sehr gern. Emery verliert nie ihren Kampfgeist, und Camerons innerer Konflikt mit seinen Dämonen hat mich berührt. Beide sind tief verletzt und wissen es teilweise gar nicht. Doch gemeinsam fangen sie an zu heilen … auch wenn der Weg dahin nicht immer leicht oder schön ist.

Trotzdem gibt es auch etwas Kritik: Es kam ein paar Mal vor, dass Sätze abrupt endeten oder sich Tippfehler eingeschlichen haben. Das kann natürlich passieren, hat mich aber etwas aus den Szenen herausgerissen.

Fazit: Brutal und verrückt trifft es auf den Punkt. Der Cliffhanger hat mich mit offenem Mund zurückgelassen, und ich brauche bitte sofort Band 2! Aufgrund der kleinen Fehler, die aber leicht zu beheben wären, gibt es einen kleinen Abzug. Daher vergebe ich 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 18.11.2025

Hat mich gefesselt, aber es gibt auch noch Luft nach oben

Kiss of the Basilisk - Verführerisches Gift
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Fangen wir mit etwas Positivem an: Der Spice im Buch ist erstklassig. Das sollte auch so sein, denn das Buch besteht schätzungsweise zu 80% aus expliziten Szenen, um es vorsichtig auszudrücken. Dabei macht ...

Fangen wir mit etwas Positivem an: Der Spice im Buch ist erstklassig. Das sollte auch so sein, denn das Buch besteht schätzungsweise zu 80% aus expliziten Szenen, um es vorsichtig auszudrücken. Dabei macht das Buch dem Verlag alle Ehre, denn es geht über einige Schamgrenzen hinaus und die Wangen werden beim Lesen schon wirklich warm.
Eine innovative Idee fand ich es zudem, dass man vor dem Lesen so wenig über das Buch wusste. Normalerweise ist es schon Gang und Gebe geworden, dass der Klappentext das halbe Buch spoilert (das mag ich im Übrigen gar nicht). Hier jedoch wusste ich so gut wie nichts. Auch dass die Autorin nochmal im Vorwort anspricht, dass man das Buch am besten ohne jegliches Vorwissen genießen sollte, hat mir gefallen.
Es gibt aber auch etwas Kritik: Die Lovestory von Tem zu Leo habe ich nicht ganz verstanden. Die Anbahnung mit Caspen war nachvollziehbar und die Tiefe der Beziehung spürbar. Bei Leo kamen die Gefühle von Tem überraschend abrupt, weshalb sie für mich nicht ganz glaubwürdig wirkten. Das Liebesdreieck war zudem manchmal etwas holprig umgesetzt. Oft wiederholten sich Sätze, z. B. „Sie hatte noch nie so einen Frieden gefühlt wie bei Leo.“ gefolgt von derselben Aussage in der nächsten Szene mit Caspen. Das hätte man geschickter lösen können.
Fazit: Die Story hat mich nichtsdestotrotz gepackt und ich habe mit allen Charakteren mitgefiebert. Wer eine Geschichte im Stil von „Der Bachelor“ oder „Selection“ mit deutlich mehr Spice und leichtem Fantasyanteil sucht, wird hier sicher fündig. Allerdings muss man gewisse Umsetzungsschwächen in Kauf nehmen. Trotzdem sehe ich das Potenzial und freue mich auf Band 2. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.
P.S.: Das Zusatzkapitel am Ende hat mich nochmal absolut überzeugt, da wusste die Autorin genau, womit sie uns nochmal richtig packt!

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Zwei Schwestern gefangen in einer anderen Welt

The Blackgate Invitation
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Zunächst liebe ich die Gestaltung des Buches: die Farben lila, schwarz und gold wirken mystisch und spannend – das gefällt mir.
Die beiden Schwestern sind mir sofort sympathisch, auch wenn sie grundverschieden ...

Zunächst liebe ich die Gestaltung des Buches: die Farben lila, schwarz und gold wirken mystisch und spannend – das gefällt mir.
Die beiden Schwestern sind mir sofort sympathisch, auch wenn sie grundverschieden sind. Ruby ist zurückhaltend und plant ihre Schritte, während Wren einfach ihrem Gefühl folgt und damit nicht wenige Probleme verursacht.
Die Hexenwelt ist zudem gut ausgearbeitet. Alle wichtigen Infos wurden geliefert, ohne dass es langweilig wird. Auch der eine oder andere Plottwist hat mich überrascht und so die ganze Zeit bei der Stange gehalten.
Die Romance-Geschichte tritt allerdings klar zurück und bleibt eine ruhige Fußnote. Aber auch das wirkt glaubhaft, schließlich spielt das Buch im Fokus nur über drei Tage.
Fazit: Eine schöne Mystery-Geschichte mit vielen Überraschungen. Zwar war das ein oder andere vorhersehbar, doch insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten und das Ende fand ich fair und schön. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.