Profilbild von Akashacookie

Akashacookie

Lesejury Star
offline

Akashacookie ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Akashacookie über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.02.2026

Gute Idee, zähe Umsetzung

Ruf der Leere
0

Dieses Buch war mein erstes Werk des Autors und der Klappentext hatte meine Erwartungen hoch angesetzt. Er klang spannend fast wie ein Thriller und versprach eine dichte fesselnde Handlung. Beim Lesen ...

Dieses Buch war mein erstes Werk des Autors und der Klappentext hatte meine Erwartungen hoch angesetzt. Er klang spannend fast wie ein Thriller und versprach eine dichte fesselnde Handlung. Beim Lesen stellte sich jedoch schnell heraus dass die auf dem Cover verwendete Kategorisierung als Roman durchaus zutreffend ist die anfängliche Spannung wich einer deutlich ruhigeren Erzählweise.
Bis ich wirklich in die Handlung hineingefunden hatte wirkte das Buch auf mich eher wie ein Adoleszenzroman. Grundsätzlich finde ich es sehr reizvoll Figuren in einer Phase des Aufbruchs zu begleiten in einer Zeit in der sie wachsen sich selbst finden und prägende Erfahrungen sammeln. Leider blieb genau dieser Aspekt für mich zu oberflächlich. Die Figuren wurden zwar gezeigt doch ihre innere Entwicklung und emotionale Tiefe hätten aus meiner Sicht stärker ausgearbeitet werden können.
Auch der zunächst interessante Aufriss des Mannes an der Partyhütte verlor im Verlauf der Geschichte zunehmend seinen Reiz. Statt Spannung oder emotionaler Nähe stellte sich bei mir eher Ermüdung ein. Ich empfand das Lesen stellenweise als mühsam und verlor irgendwann den Überblick darüber wer mit wem intime Beziehungen einging so leid es mir tut das so deutlich zu formulieren.
Dabei bin ich überzeugt dass diese Geschichte großes Potenzial gehabt hätte. In ihrer Grundidee erinnerte sie mich stellenweise an die Werke von John Green der es gelingt wenige prägende Augenblicke in eine Geschichte zu verweben ohne dass sie an Tempo oder Intensität verliert. Genau diese Verdichtung und Tiefe habe ich hier jedoch vermisst. Für mich blieb das Buch leider hinter seinen Möglichkeiten zurück.

Veröffentlicht am 26.08.2025

Zwischen Potenzial und Distanz

Onigiri
0

Das Buch Onigiri greift eine eigentlich sehr berührende und relevante Thematik auf: die Auseinandersetzung mit Demenz und deren Auswirkungen auf eine Familie. Besonders die Grundidee, diese Familiengeschichte ...

Das Buch Onigiri greift eine eigentlich sehr berührende und relevante Thematik auf: die Auseinandersetzung mit Demenz und deren Auswirkungen auf eine Familie. Besonders die Grundidee, diese Familiengeschichte zu erzählen und Erinnerungen wie Puzzleteile zusammenzusetzen, hat viel Potenzial.
Inhaltlich fand ich die Einblicke in das Leben der Mutter und der Tochter durchaus interessant – vor allem, wie sich nach und nach ein Bild der Mutter vor ihrer Erkrankung formt und zugleich die Beziehung der Tochter beleuchtet wird.
Leider konnte mich der Stil des Buches nicht überzeugen. Die Erzählweise, die sich aus vielen kurzen und teils auch längeren Erinnerungsschnipseln zusammensetzt, wirkte auf mich fragmentiert und ließ mich nie vollständig in die Geschichte eintauchen. Zudem fehlten mir tiefere Gespräche zwischen Mutter und Tochter, die mehr Einblick in den Umgang mit Demenz und die emotionale Dimension hätten geben können. So blieb das Werk für mich trotz guter Ansätze etwas distanziert und hat das vorhandene Potenzial nicht ausgeschöpft.
Dennoch, gingen mir einige Absätze, durch die geteilten Augenblicke, sehr nahe, da sie genau diese Potenziale auffingen und sie zu etwas besonderen machte.

Veröffentlicht am 18.04.2025

Optisch stark, inhaltlich durchwachsen

Hell Followed with us – Das Monster in uns: Eine düstere postapokalyptische Fantasy – Auf Goodreads gefeiert! Erstauflage mit gestaltetem Farbschnitt
0

Der Einstieg in das Buch fiel mir nicht ganz leicht – besonders der Schreibstil verlangte anfangs einiges an Eingewöhnung. Die häufigen Bibelverse und die Nennung verschiedener Engelnamen erschwerten den ...

Der Einstieg in das Buch fiel mir nicht ganz leicht – besonders der Schreibstil verlangte anfangs einiges an Eingewöhnung. Die häufigen Bibelverse und die Nennung verschiedener Engelnamen erschwerten den Lesefluss und machten es mir schwer, direkt in die Geschichte hineinzufinden.

Dennoch gab es einige Passagen, die mich gepackt haben. Manche Szenen konnte ich mir sehr lebhaft vorstellen, sie waren atmosphärisch und spannend erzählt. Besonders die Momente, in denen die Handlung richtig an Fahrt aufnahm, haben mir gut gefallen.

Die Charaktere wurden nach und nach näher beleuchtet, was mir geholfen hat, ihre Beweggründe besser zu verstehen. Diese Entwicklung fand ich gelungen, da sie für mehr Tiefe gesorgt hat.

Was das Ende betrifft, hätte ich mir allerdings mehr gewünscht. Das Finale kam mir zu abrupt – hier hätte die Geschichte ruhig noch weiter ausgeschmückt werden können.

Optisch ist das Buch ein echter Hingucker: Das Cover ist wunderschön gestaltet, und auch der Farbschnitt ist ein echtes Highlight. Schade nur, dass der Inhalt mich nicht ganz so sehr fesseln konnte, wie ich es mir erhofft hatte.

Veröffentlicht am 30.08.2024

Eine Biographie von Wachstum und Glaube

Erwacht
0

Erwacht bietet tiefe Einblicke in das Leben eines Menschen, der auf einer persönlichen Reise der Selbstentdeckung und spirituellen Entwicklung ist. Die Autorin nimmt uns mit auf ihre Reise und teilt nicht ...

Erwacht bietet tiefe Einblicke in das Leben eines Menschen, der auf einer persönlichen Reise der Selbstentdeckung und spirituellen Entwicklung ist. Die Autorin nimmt uns mit auf ihre Reise und teilt nicht nur ihre eigenen Erlebnisse, sondern auch die Erfahrungen anderer Menschen, die sie auf ihrem Weg getroffen hat. Diese Geschichten verleihen dem Buch eine beeindruckende Authentizität und lassen uns teilhaben an den Höhen und Tiefen eines Lebens, das von stetigem Wachstum und Weiterentwicklung geprägt ist.

Ein zentrales Thema des Buches ist die Lebensentwicklung, die durch die kontinuierliche Auseinandersetzung mit verschiedenen Themen und Herausforderungen deutlich wird. Die Autorin zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie sie sich nach und nach mit unterschiedlichen Aspekten ihres Lebens auseinandergesetzt hat und dadurch innerlich gewachsen ist.

Spiritualität habe ich mir in den Kontext anders vorgestellt, da ich da nicht an Gott denke, sondern eher an Meditation, Naturverbundenheit etc., da ich selbst nicht an Gott glaube und ich die Stellen übersprungen habe, dennoch finde ich es schön, wenn jede*r aus seinem Glauben Kraft schöpfen kann.


Trotz dieser Unterschiede hat das Buch in vielen Passagen Kraft gespendet. Besonders inspirierend sind die Zeilen, die zeigen, dass man seinem Weg lange und beharrlich folgen kann, um schließlich ein erfülltes und glückliches Leben zu führen. Diese Botschaft vermittelt Hoffnung und zeigt, dass der Prozess des „Erwachens“ ein individueller Weg ist, der Geduld und Ausdauer erfordert.

Jedoch habe ich es als schwierig empfunden, aus dem Buch selbst neue Kraft zu schöpfen, um meinen eigenen „Erwachensprozess“ zu fördern.

Veröffentlicht am 04.04.2024

Verlorene Bindungen

Der Name meines Vaters
0

"Der Name meines Vaters" ist eine Erzählung, die tief in die Psyche eines Mannes eintaucht, der mit dem tragischen Verlust seiner Mutter konfrontiert wird und sich daraufhin auf die Suche nach seinem Vater ...

"Der Name meines Vaters" ist eine Erzählung, die tief in die Psyche eines Mannes eintaucht, der mit dem tragischen Verlust seiner Mutter konfrontiert wird und sich daraufhin auf die Suche nach seinem Vater begibt. Doch während dies die Grundlage für eine fesselnde Handlung zu sein scheint, bleibt die Umsetzung hinter den Erwartungen zurück.

Mario, der Protagonist, wird mit dem Mord an seiner Mutter konfrontiert, der Täter bleibt jedoch unauffindbar. Was folgt, ist kein herkömmlicher Krimi, sondern vielmehr eine Erkundung von Marios inneren Konflikten und der mühsamen Wiederannäherung an einen Vater, den er kaum kennt.

Soweit so gut, allerdings kam ich nicht in die Geschichte hinein und auch der Schreibstil machte es mir schwer die Geschichte fließend zu lesen. Marios Leben entwickelt sich stetig, auch von seinen Gedanken her, die zur Abartigkeit neigen. Auch wenn ich die Hintergründe und Abgründe eines Charakters mag, konnte mich das Buch dahingehend nicht überzeugen. Auch wenn andere Leserinnen der Geschichte noch eine Chance gaben und es bis zum Ende hin besser wurde, hatte ich einfach keine Lust mehr, mich mühsam durch die Seiten zu kämpfen.

Für Leser
innen, die eine geduldige Herangehensweise und eine Vorliebe für düstere Charakterstudien haben, könnte dieses Buch dennoch einen Versuch wert sein.