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Veröffentlicht am 04.11.2024

Mystisch!

Das Haus der Bücher und Schatten
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Endlich wieder ein neues Buch von Kai Meyer mit Leipzigs geheimnisvollem graphischen Viertel als Kulisse! Wie auch schon in seinen Vorgängern spielt "Das Haus der Bücher und Schatten" auf zwei Zeitebenen: ...

Endlich wieder ein neues Buch von Kai Meyer mit Leipzigs geheimnisvollem graphischen Viertel als Kulisse! Wie auch schon in seinen Vorgängern spielt "Das Haus der Bücher und Schatten" auf zwei Zeitebenen: 1933 rettet der ehemalige Kommissar Cornelius Frey eine junge Frau vor dem Suizid und gerät kurze Zeit später in tiefe politische und gesellschaftliche Abgründe. Der zweite Handlungsstrang beginnt 1913, als die Lektorin Paula Engel mit ihrem Verlobten ins verschneite Baltikum reist, um das Manuskript des Schriftstellers Aschenbrand abzuholen. Doch das Paar verschwindet spurlos - und ich wusste, dass Meyer die Fäden dieser beiden Geschichten auf spannende Weise zusammenführen würde.
Besonders gelungen finde ich, wie Meyer die beiden Zeitebenen miteinander verknüpft und mit der Mischung aus Kriminalroman und mystischem Geschehen eine unheimliche Atmosphäre schafft. Doch auch wenn ich das Buch förmlich verschlungen habe, war ich am Ende etwas enttäuscht. Die Entwicklung der Handlung wirkte auf mich zum Schluss hin etwas weniger stimmig, und einige Zusammenhänge blieben für mich unklar. Trotz dieser Schwächen hat mich die Wandlung der Geschehnisse immer wieder überrascht. Man muss die beiden anderen Bücher nicht zwingend gelesen haben, dennoch hat es mich gereizt,  Querverbindungen zu Personen und Schauplätzen zu suchen und auch zu finden.
Ein beeindruckendes, fesselndes Leseerlebnis, welchen den beiden Vorgängerbüchern um nichts nachsteht. Leseempfehlung - die düstere Magie Leipzigs sollte man sich nicht entgehen lassen!

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Neustart in Amsterdam

Der schwimmende Blumenladen von Amsterdam
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Eine neue Romantic Escapes Reihe, einfach zum Träumen.
Annabel French entführt ihre Leser*innen in die schönsten Städte Europas, in denen ihre Protagonistinnen einen Neuanfang wagen.
Der erste Band dieser ...

Eine neue Romantic Escapes Reihe, einfach zum Träumen.
Annabel French entführt ihre Leser*innen in die schönsten Städte Europas, in denen ihre Protagonistinnen einen Neuanfang wagen.
Der erste Band dieser Wohlfühlserie spielt in Amsterdam, der Stadt der Tulpen.
Rosie möchte ihr Leben verändern. Sie zieht von London nach Amsterdam, um sich ihren Traum von einem Blumenladen auf dem legendären Bloemenmarkt zu erfüllen. Natürlich darf die Liebe nicht zu kurz kommen, Verwicklungen und Missverständisse sind vorprogrammiert.
Dieser Roman ist leichte Kost, ideal für lange, dunkle Winterabende. Aber genau so sehr macht er Lust auf den bevorstehenden Frühling, der hoffentlich nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt. Der Text ist leicht und flüssig lesbar. Rosie lässt sich nicht so schnell unterkriegen: sie versucht aus vielen Dingen noch ein positives Fazit zu ziehen und sie bringt sich in ein soziales Gefüge aus neuen Freundschaften sehr gut ein. Eine Protagonistin, die man einfach gern haben muss. Zwischenzeitlich wurde es mir fast ein bisschen zu viel der Verwicklungen und Missverständnissen, aber das Ende des Romanes hat mich wieder versöhnt.
Ich bin auf die weiteren Bücher diese romantischen Wohlfühlserie gespannt und freue mich auf deren Erscheinen!

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Veröffentlicht am 02.11.2024

Gerüchteküche

Vielleicht hat das Leben Besseres vor
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Anna, eine junge Pastorin in einem kleinen Dorf, kümmert sich hingebungsvoll um ihre Gemeindemitglieder. Trotz ihres eigenen Traumas – oder vielleicht gerade deshalb – steht sie den Menschen um sie herum ...

Anna, eine junge Pastorin in einem kleinen Dorf, kümmert sich hingebungsvoll um ihre Gemeindemitglieder. Trotz ihres eigenen Traumas – oder vielleicht gerade deshalb – steht sie den Menschen um sie herum immer wieder zur Seite. Im Mittelpunkt steht dabei die Geschichte einer Mutter, die sich nach einem schrecklichen Unglück, das ihrer Tochter widerfahren ist, das eigene Glück verwehrt. Der Roman beleuchtet den oft problematischen Umgang in der Dorfgemeinschaft, die zerstörerische Kraft von Gerüchten und das fehlende Vertrauen, das zu teils ernsten Konsequenzen führt.
Einige Handlungen der Charaktere waren für mich nicht immer ganz nachvollziehbar; das Lesen des Vorgängerbands „Wir sind schließlich wer“ könnte hier definitiv hilfreich sein, um bestimmte Zusammenhänge besser zu verstehen. Ein Kritikpunkt ist für mich die Vielzahl an aktuellen Themen, die die Autorin einarbeitet – von dem Krieg in der Ukraine und Migration über diskriminierungssensible Sprache bis hin zu Cum-Ex-Geschäften, Homosexualität und anderen gesellschaftlichen Fragestellungen. Für meinen Geschmack wirkt die Geschichte dadurch phasenweise überladen, was den eigentlichen Kern der Handlung etwas in den Hintergrund drängt.
Dennoch habe ich das Buch gerne gelesen. Der Schreibstil ist fesselnd, und besonders die Kernaussage des Romans hat mich zum Nachdenken gebracht: „Niemand geht durch dieses Leben, ohne Schuld auf sich zu laden. Wir müssen uns alle ständig selbst verzeihen.“ Eine starke Botschaft, die sicher noch lange im Gedächtnis bleibt.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Ergreifend

Versprich mir, dass du tanzt
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Nach nur kurzer Ehe verliert Lily ihren geliebten Ehemann Adam an eine tödliche Krankheit. Auf dem Sterbebett nimmt er ihr mehrere Versprechen ab – eines davon liegt ihm besonders am Herzen: Lily soll ...

Nach nur kurzer Ehe verliert Lily ihren geliebten Ehemann Adam an eine tödliche Krankheit. Auf dem Sterbebett nimmt er ihr mehrere Versprechen ab – eines davon liegt ihm besonders am Herzen: Lily soll Josh, ihren Jugendfreund, aufsuchen. Doch mit ihm verbindet sie eine schmerzhafte Vergangenheit, denn am Tag vor ihrer Hochzeit mit Adam kam es zu einem heftigen Streit, der nie geklärt wurde. Nun ist es Adams letzter Wunsch, dass Lily und Josh Frieden schließen – und beide Adam vergeben können.

Schon beim Lesen des Klappentextes habe ich mir vorsichtshalber eine Packung Taschentücher bereitgelegt – und die brauchte ich tatsächlich. Dani Atkins versteht es, sehr emotionale Liebesgeschichten zu erzählen, die einem wirklich nahegehen. Die Zeitsprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart sind durch unterschiedliche Schriftarten gut zu erkennen, und Lilys Leben, ihre Liebe und Loyalität zu Adam, aber auch ihre verdrängte Zuneigung zu Josh werden sehr anschaulich beschrieben. Die Gefühlswelt der drei Hauptfiguren war für mich jederzeit nachvollziehbar.

Allerdings wurde mir zum Ende hin die Vielzahl an Missverständnissen zwischen Lily und Josh ein wenig zu viel. Auch Joshs ständige Rolle als einsamer Wolf hat sich für mich etwas wiederholt. Und ganz ehrlich: auf das letzte Kapitel hätte ich verzichten können. Für mich hat der Roman stark begonnen, das Niveau aber leider nicht bis zum Ende gehalten.

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Veröffentlicht am 08.07.2025

Second Chance

Variation – Für immer oder nie
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Allie, eine Ballerina, kehrt nach Jahren nach Cape Cod zurück. Sie will dort eine schwere Verletzung auskurieren. Sie trifft auf Hudson, ihren Jugendfreund aus Kindertagen. Sie hat ihn nie vergessen, er ...

Allie, eine Ballerina, kehrt nach Jahren nach Cape Cod zurück. Sie will dort eine schwere Verletzung auskurieren. Sie trifft auf Hudson, ihren Jugendfreund aus Kindertagen. Sie hat ihn nie vergessen, er liebt sie immer noch. Beide haben Geheimnisse, beide verwundete Seelen. Gibt es für die beiden eine zweite Chance?

Von Rebecca Yarros kannte ich bisher nur "Fourth Wing" und "Iron Flame", von denen ich völlig begeistert war. Voller Erwartung tauchte ich in diesen Liebesroman ein. Der Schreibstil der Autorin ist wieder unübertroffen. Aber irgendwie wurde ich mit der Story und ihrem Verlauf nicht richtig warm. Die Protagonisten waren mir in einigen Szenen zu intensiv dargestellt. Hudson lässt sich viel zu viel gefallen, nimmt sich ständig zurück und will es allen recht machen. Nur – wo bleibt er selbst dabei? Allie ist mir zu empfindsam dargestellt. Natürlich, sie kämpft für ihre Genesung und trainiert hart, aber auch sie nimmt zu viele falsche Rücksichten. Und dann Hudsons Nichte Juniper – sie ist mir deutlich zu altklug und wirkt überzeichnet. Für das Ausräumen sämtlicher Missverständnisse zwischen Allie und Hudson hätte es meiner Meinung nach keine 570 Seiten gebraucht.

Meine Begeisterung für diesen Roman hält sich in Grenzen. Dafür freue ich mich umso mehr auf "Onyx Storm".

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