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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.02.2026

Treibt die Mafia wirklich in Ostfriesland ihr Unwesen?

Matjes al dente
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Postbote Henner will nur ein Einschreiben zustellen,als er die Empfängerin erschossen auffindet.Der allgegenwärtige Kommissar Schnepel,hat aufgrund des italienischen Namens sofort die Lösung parat ,die ...

Postbote Henner will nur ein Einschreiben zustellen,als er die Empfängerin erschossen auffindet.Der allgegenwärtige Kommissar Schnepel,hat aufgrund des italienischen Namens sofort die Lösung parat ,die Mafia hat ihre Finger im Spiel.Weitere Tote folgen , auch Henners neue Bekannte ist ein Mordopfer und er steht unter Mordverdacht.

Rosa hat das Interesse von Claus, einem charmanten Typen erweckt,aber irgendwas scheint bei ihm nicht zu stimmen.Sie schaltet in den Ermittlerinnenmodus und unterstützt die Polizei nach Kräften….



Ich kenne schon einige Bücher dieser Reihe und so ist es immer wie ein Nachhausekommen zu den liebenswerten Protagonisten.Neben dem Krimiteil sind es die vielen ,teilweise sehr amüsanten Kleinigkeiten,welche die Lektüre zu einem Genuss machen.Kommissar Schnepel ist die Figur,auf die man im realen Leben gerne verzichten kann ,der für den Roman aber das Salz in der Suppe ist.

Wieder einmal ist es den Autorinnen gelungen,mich am Schluss mit einer unerwarteten Auflösung zu überraschen.Ich freue mich auf den nächsten Teil.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Zwei starke Frauen im Lauf der Zeit

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel
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1945:
Im ostdeutschen Güstrow ,findet die junge Marlen,die gerade dem Tod durch Ertrinken entkommen ist,Unterschlupf in einem alten Forsthaus,sie versteckt sich dort vor den anrückenden Russen.Die Malerin ...

1945:
Im ostdeutschen Güstrow ,findet die junge Marlen,die gerade dem Tod durch Ertrinken entkommen ist,Unterschlupf in einem alten Forsthaus,sie versteckt sich dort vor den anrückenden Russen.Die Malerin Wilma versteckt sie ,adoptiert sie später und bringt ihr alles über die Malerei bei.Als Wilma nach und nach erblindet,ersetzt ihr Marlen ,so gut es geht,ihr Augenlicht.
2023:
Die 34jährige Hannah Borowski lebt mit ihrer Freundin Rubi in einer WG.Als Diese schwanger ist und ausziehen will, bricht für Hannah ein Stück ihrer Welt zusammen. Außerdem tritt plötzlich ihr Vater, der sich Zeit ihres Lebens nie um sie gekümmert hat, mit einer rührseligen Geschichte in ihr Leben und sucht den Kontakt zu ihr.Warum nach all den Jahren und haben Mutter und Großmutter ihr die Wahrheit über sein Verhalten gesagt?
Die Geschichte wechselt nun fortlaufend zwischen den beiden Zeiten, wobei die Vergangenheit bis ins Jahr 1961 weiterläuft. Außerdem zieht sich wie ein roter Faden, ein angeblich wertvolles ,verschwundenes Bild aus dem Besitz ihrer Großmutter, durch die Geschichte.

Ich habe bereits den Vorgänger zu dieser Geschichte mit großer Begeisterung gelesen und war sehr gespannt auf den weiteren Fortgang . Die Autorin nimmt sich viel Zeit, die beiden Lebenswege zu begleiten und im Laufe der Entwicklung ergeben sich immer mehr Zusammenhänge und nach und nach setzt sich das Puzzle zusammen. Auch flechtet sie geschickt reale Ereignisse (Revolution des 17. Juni 1953). in ihren Roman ein,Mauerbau und Fall finden ebenfalls Erwähnung.
Der Roman wurde von Julia Nachtmann gut vorgelesen,sie beherrschte sowohl den sächsischen Dialekt ,als auch die Jugendsprache hervorragend.
Ein Genuss,den ich gerne mit fünf Sternen bewerte.

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Das entscleunigte Dorf

Mathilde und Marie
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Marie hat zwei geliebte Menschen in relativ kurzer Zeit verloren, ihre zwei Jobs und das Studium überfordern sie. Sie zieht die Reißleine und verlässt ohne großen Abschied die Metropole Paris, um irgendwo ...

Marie hat zwei geliebte Menschen in relativ kurzer Zeit verloren, ihre zwei Jobs und das Studium überfordern sie. Sie zieht die Reißleine und verlässt ohne großen Abschied die Metropole Paris, um irgendwo zur Ruhe zu kommen. Auf der Bahnfahrt lernt sie die ältere Jónína kennen und erzählt ihr fast ihre ganze Lebensgeschichte.Sie lädt sie in ihr Heimatdorf Redu,ein tatsächlich existierender Ort ,mit wenig Einwohnern und vielen Buchläden.Zeit spielt hier nur eine untergeordnete Rolle, was schon die Kirchturmuhr beweist, die zwei verschiedene Uhrzeiten anzeigt,Internet und Fernsehen sind nur stark eingeschränkt verfügbar.Die wenigen Einwohner gehen achtsam miteinander um und kümmern sich umeinander.Ein Ort zur Entschleunigung und zum Nachdenken über die wichtigen Dinge des Lebens.Marie wird bis auf eine Ausnahme gut aufgenommen und übernimmt nach kurzer Zeit die vorübergehende Betreuung des Buchladens von Jónína,als diese zu einer dringend nötigen Erholungspause in ihrer Heimat Island fährt.Mathilda ist eine alte Dame, die nach langer, glücklicher Ehe ihren Mann ganz plötzlich verloren hat und seitdem mit ihrem Schicksal hadert.Nachdem sie Marie anfangs vehement ablehnt, nähern Sie sich durch Gespräche langsam an, Marie hilft ihr bei der Suche nach einer unauffindbaren Hinterlassenschaft ihres Mannes ,wodurch sie wieder zu mehr Lebensmut findet.

Das Erstlingswerk des Autors ist ein modernes Märchen,welches durch viele liebenswerte Kleinigkeiten,nette Menschen,viel Empathie und einige Lebensweisheiten zu etwas Besonderem wird.Man kann genießen,innehalten ,entschleunigen und ein bisschen den Alltag vergessen.

Außerdem wird aufgezeigt,dass man versuchen kann,etwas „ Redu“ in das tägliche Leben zu integrieren und es dadurch aufzuwerten.Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und empfehle es weiter.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Sehr reales Thema

Solothurn ruft nach Vergeltung
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Kurz vor der Verleihung eines wichtigen Filmpreises wird der Preisträger brutal ermordet.Er hatte bei seinen Filmen nicht nur die Glamourwelt präsentiert, sondern immer wieder brisante Themen aufgegriffen. ...

Kurz vor der Verleihung eines wichtigen Filmpreises wird der Preisträger brutal ermordet.Er hatte bei seinen Filmen nicht nur die Glamourwelt präsentiert, sondern immer wieder brisante Themen aufgegriffen. im vorliegenden Fall geht es um Femizide,die leider eine viel zu große Rolle im realen Leben spielen.

Für de Ermittler Dominik Dornach steht ziemlich schnell fest, dass es Verbindungen zu einem alten Fall gibt und er beginnt in die Vergangenheit einzutauchen.

Der Autor hat sich auf eine sehr spannende Weise den brisanten Themen genähert und läßt seine Protagonisten nicht nur in der Schweiz agieren ,sondern weitet die Handlung bis in den Kosovo aus.Seine Familie,in Person seiner Tochter Pia ,wird immer mehr in die Geschichte verstrickt und gerät dabei mehrfach in Gefahr.

Geschickt werden einige falsche Fährten gelegt,welche die Spannung durchgehend hoch halten.Die Auflösung wartete noch mit Überraschungen auf,ein Cliffhanger weckt die Freude auf das nächste Buch der Reihe.

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Veröffentlicht am 05.02.2026

Aller Anfang ist schwer

Unter fremden Himmeln
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Während im ersten Teil der Abschied aus der alten Heimat und die beschwerliche Schiffsreise in eine neue Welt im Mittelpunkt standen, geht es nun für die Familie Berger um andere Herausforderungen.

Nachdem ...

Während im ersten Teil der Abschied aus der alten Heimat und die beschwerliche Schiffsreise in eine neue Welt im Mittelpunkt standen, geht es nun für die Familie Berger um andere Herausforderungen.

Nachdem sie die Enttäuschungen bei ihrer Ankunft überwunden haben, stellen Sie sich mit viel Elan den neuen Aufgaben. Als erstes gilt es, ein geeignetes Haus für die Familie zu bauen, was die Zusammenarbeit mit der einheimischen Bevölkerung erfordert. Die Gegensätze zwischen dem Stamm der Kâte und der europäischen Kultur führen immer wieder zu Konflikten,dazu kommt noch der nicht zu geringe Einfluss der kolonialen Verwaltung.

Die drei Töchter der Familie versuchen ,jede auf ihre Art,sich mit den neuen Gegebenheiten zu arrangieren.Hedwig ist schwanger,Anna hat eine Beziehung zu dem Sohn des Häuptlings und Clara setzt ihr Wissen als Krankenschwester ein,wobei sie auch das Heilwissen der Einheimischen berücksichtigt,daneben ist sie gefangen in einer unglücklichen Ehe.

Obwohl es schon eine Weile her ist ,dass ich den ersten Teil gelesen habe ,konnte ich mich sofort wieder in die Geschichte einfinden.Der anschauliche und emotionale Schreibstil machte es mir leicht ,sowohl den einzelnen Personen sehr nahe zu kommen,als auch die Umgebung zu erfassen.Besonders die Beschreibung des Urwalds hat mich hierbei besonders fasziniert.

Neben dem Alltagsgeschehen der Familie und ihrem Umfeld geht es auch um einige Familiengeheimnisse,die nach und nach aufgelöst werden.

Ich bin schon voller Vorfreude auf den nächsten Band ,vergebe fünf Sterne und eine Leseempfehlung.

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