Vorhersehbar, aber solide
Remain – Was von uns bleibt„Remain – Was von uns bleibt“ von Nicholas Sparks hat mich mit seiner typischen Mischung aus Romantik und Mysterium angesprochen, aber insgesamt hat es mich nicht ganz überzeugt. Ich habe mitgefiebert, ...
„Remain – Was von uns bleibt“ von Nicholas Sparks hat mich mit seiner typischen Mischung aus Romantik und Mysterium angesprochen, aber insgesamt hat es mich nicht ganz überzeugt. Ich habe mitgefiebert, wie der Architekt Tate Donovan nach dem Verlust seiner Schwester auf Cape Cod landet und dort Wren begegnet, der charmanten Besitzerin eines Bed & Breakfast. Ihre Liebesgeschichte knistert richtig, besonders mit all den Geheimnissen und Gefahren im Hintergrund. Allerdings auch vorhersehbar und mit ein paar Klischees. Die Figuren fühlen sich nahbar an, Tates Trauer hat mich echt berührt, und Wrens Rätsel hat mich neugierig gemacht.
Der Schreibstil fließt schön, Cape Cod wird so lebendig beschrieben, dass ich fast den Meereswind gerochen habe, und die Themen um Verlust und zweite Chancen gehen unter die Haut – genau das, was ich an Sparks mag. Aber ehrlich, die Handlung war leider viel zu vorhersehbar; ich habe die großen Twists schon von Weitem kommen sehen. Und dann war es auch noch zu viel auf einmal: Tod, Hass, übernatürliche Andeutungen und Drama ohne Ende. Das hat die Spannung irgendwann erdrückt und mich genervt.
Trotzdem war es eine solide Lektüre für gemütliche Abende, die mich emotional aber nicht soooo gepackt hat (3 von 5 Sternen).