Platzhalter für Profilbild

sophsoph1995

Lesejury Profi
offline

sophsoph1995 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit sophsoph1995 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.03.2026

Vorhersehbar, aber solide

Remain – Was von uns bleibt
0

„Remain – Was von uns bleibt“ von Nicholas Sparks hat mich mit seiner typischen Mischung aus Romantik und Mysterium angesprochen, aber insgesamt hat es mich nicht ganz überzeugt. Ich habe mitgefiebert, ...

„Remain – Was von uns bleibt“ von Nicholas Sparks hat mich mit seiner typischen Mischung aus Romantik und Mysterium angesprochen, aber insgesamt hat es mich nicht ganz überzeugt. Ich habe mitgefiebert, wie der Architekt Tate Donovan nach dem Verlust seiner Schwester auf Cape Cod landet und dort Wren begegnet, der charmanten Besitzerin eines Bed & Breakfast. Ihre Liebesgeschichte knistert richtig, besonders mit all den Geheimnissen und Gefahren im Hintergrund. Allerdings auch vorhersehbar und mit ein paar Klischees. Die Figuren fühlen sich nahbar an, Tates Trauer hat mich echt berührt, und Wrens Rätsel hat mich neugierig gemacht.

Der Schreibstil fließt schön, Cape Cod wird so lebendig beschrieben, dass ich fast den Meereswind gerochen habe, und die Themen um Verlust und zweite Chancen gehen unter die Haut – genau das, was ich an Sparks mag. Aber ehrlich, die Handlung war leider viel zu vorhersehbar; ich habe die großen Twists schon von Weitem kommen sehen. Und dann war es auch noch zu viel auf einmal: Tod, Hass, übernatürliche Andeutungen und Drama ohne Ende. Das hat die Spannung irgendwann erdrückt und mich genervt.

Trotzdem war es eine solide Lektüre für gemütliche Abende, die mich emotional aber nicht soooo gepackt hat (3 von 5 Sternen).

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.02.2026

Ernüchternd

How to Talk to Yourself
0

Ich finde das Buch etwas ernüchternd. Insgesamt wirkt es auf mich zwar reflektiert und an vielen Stellen wirklich gut gemeint, aber es gibt auch Passagen, die mich stark gestört haben. Besonders, wie die ...

Ich finde das Buch etwas ernüchternd. Insgesamt wirkt es auf mich zwar reflektiert und an vielen Stellen wirklich gut gemeint, aber es gibt auch Passagen, die mich stark gestört haben. Besonders, wie die Autorin über ihre Essstörung spricht und darüber, dass sie irgendwann keinen Lebenswillen mehr hatte und wie sie daraus ihre Strategie entwickelt hat, „alles wieder gut“ zu machen. So, als wäre es im Grunde für jeden Menschen erreichbar, wenn man nur „besser zu sich selbst ist“. Damit kann ich zwar in der Grundidee mitgehen, aber es erscheint mir auch schwer nachvollziehbar und in seiner Vereinfachung problematisch.

Solche Momente tauchen für mich immer wieder im Buch auf: Einerseits kritisiert sie sehr treffend, wie wir in unserer Gesellschaft zur ständigen Selbstoptimierung getrieben werden und dass genau das zu negativen Selbstgesprächen führt. Andererseits lesen sich viele ihrer Lösungsvorschläge selbst wieder wie eine Form der Optimierung, nur eben mit einem positiven Spin. Für mich ist das eine ambivalente Mischung, die ich nicht immer glaubhaft oder stimmig fand. Ich schreibe nicht gerne eine schlechte Rezension, aber das Buch hat mir leider gar nicht gefallen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere