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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.02.2026

Still und tief berührend

Wo das Schweigen wohnt
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Wo das Schweigen wohnt ist ein ruhiges, aber sehr berührendes Buch. Schon am Anfang merkt man, dass es nicht nur um die äußere Handlung geht, sondern vor allem um die Gefühle der Figuren. Das Schweigen ...

Wo das Schweigen wohnt ist ein ruhiges, aber sehr berührendes Buch. Schon am Anfang merkt man, dass es nicht nur um die äußere Handlung geht, sondern vor allem um die Gefühle der Figuren. Das Schweigen spielt dabei eine große Rolle – es steht für all das, was nicht gesagt wird oder nicht gesagt werden kann.

Der Schreibstil ist einfühlsam und manchmal leicht poetisch. Er passt gut zur Stimmung des Buches und transportiert viele Gefühle. Besonders Margrets Geschichte hat mich sehr bewegt. Aber auch Bernd hat viel Schlimmes erlebt, und man erkennt immer wieder Parallelen zwischen den Generationen.

Im Mittelpunkt stehen Alma und Bernd. Alma kämpft noch mit dem Suizid ihrer Mutter und versucht, den Nachlass zu regeln. Dann taucht plötzlich ein Bruder auf, von dem sie nichts wusste. Anfangs ist sie misstrauisch, doch nach und nach nähern sich die beiden an. In ihren Gesprächen öffnen sie sich langsam und entdecken, wie viel Schmerz und ungelöste Themen in ihrer Familiengeschichte stecken.

Das Buch zeigt sehr eindrücklich, wie traumatische Erfahrungen von einer Generation zur nächsten weitergegeben werden können. Manche Szenen sind schwer auszuhalten, weil sie so deutlich zeigen, wie sehr Gewalt, emotionale Kälte und Schweigen ein Leben prägen können. Gleichzeitig versteht man immer besser, warum die Mutter so gehandelt hat und wie ihre eigene Kindheit sie beeinflusst hat.

Die Handlung ist eher langsam, aber das passt gut. Dadurch bekommt die Geschichte Raum, um Gefühle und innere Entwicklungen zu zeigen. Viele Bilder bleiben lange im Kopf und regen zum Nachdenken an – auch über die eigene Familiengeschichte und darüber, wie viel unausgesprochen bleibt.

Insgesamt ist es ein stilles, aber sehr starkes Buch, das zeigt, wie wichtig es ist, miteinander zu sprechen und sich den eigenen Verletzungen zu stellen.

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Veröffentlicht am 06.02.2026

Fesselnd

The Poet Empress
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The Poets Empress hat mich wirklich gefesselt, schockiert und fasziniert.
Spannend das das als Jugendbuch läuft, denn es gibt wirklich recht viel Gewalt, Missbrauch, Folter.
Das asiatische Setting ...

The Poets Empress hat mich wirklich gefesselt, schockiert und fasziniert.
Spannend das das als Jugendbuch läuft, denn es gibt wirklich recht viel Gewalt, Missbrauch, Folter.
Das asiatische Setting wird sowohl in Bezug auf das Verhalten der Protagonisten, als auch den Lebensstil und die Umstände dort detailreich und lebendig vermittelt.
Wei lebt in einem armen Dorf und lässt sich zur Konkubine auserwählen obwohl sie weiß wie grausam der Kaiserssohn ist. Und die Gerüchte darüber das er seine Angestellten foltert, für Nichtigkeiten tötet und gnadenlos ist stimmen definitiv. Das Leben als Konkubine ist auch total interessant und Wei muss wirklich viel schreckliches Erdulden. Es fließt oft Blut und Wei wird häufig verletzt. Dabei behält sie immer ihren Mut und ihr Ziel vor Augen das ihre Familie nicht mehr verarmt leben muss und sie Prinz Terren umbringen will.
So grausam er auch ist, so nimmt seine Kindheit mich schon mit und ich hoffe immer er ändert sich zum Guten.
Das Ende ist überraschend, aber absolut perfekt und ich will dazu ja nichts verraten, denn dieses Lesehighlight muss man einfach selbst erleben.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Farbenfroh, kinderfreundlich

Willkommen beim Kinderarzt
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Dieses stabile, farbenfrohe Buch über den Kids.Doc fällt schnell ins Auge. Die dicken Pappseiten halten kleinen Kinderhänden gut stand. Die Texte sind kurz genug um nicht zu überfordern und in ...

Dieses stabile, farbenfrohe Buch über den Kids.Doc fällt schnell ins Auge. Die dicken Pappseiten halten kleinen Kinderhänden gut stand. Die Texte sind kurz genug um nicht zu überfordern und in einfachen Worten gewählt, aber vermitteln trotzdem guten Inhalt.
Die Bilder sind wirklich schön bunt und laden zum Verweilen ein. Allein bei der Doppelseite vom Wartezimmer schauen mein Kind und ich immer sehr lange alles an. Überall entdeckt sie etwas von dem sie mir erzählt.
Dann folgen Doppelseiten zu einzelnen Kindern die ins Behandlungszimmer gerufen werden. Ich finde es toll das das so vielseitig ist und es einmal um eine U-Untersuchung geht, eine Krankheit, Verletzung oder Impfung. So ist von allem etwas dabei was jedes Kind auch selbst erleben kann. Es gibt auch Elterntipps im Buch. Dinge die man nicht sagen sollte, oder wie man es dem Kind leichter macht. Finde ich super!
Das Buch ist empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 27.01.2026

Absolutes Highlight

Royal Clair Club 1: Her First Hunt
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„Her First Hunt“ war für mich ein echtes Highlight. Ich war so gefesselt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Fast jedes Kapitel endet mit einem Cliffhanger, sodass man automatisch weiterliest. ...

„Her First Hunt“ war für mich ein echtes Highlight. Ich war so gefesselt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Fast jedes Kapitel endet mit einem Cliffhanger, sodass man automatisch weiterliest. Es fühlt sich ein bisschen wie eine Sucht an.

Die Empfehlung ab 18 passt absolut. Manche Szenen – vor allem die sexuellen – sind wirklich heftig. Die Buchgestaltung ist wunderschön: Umschlag, Deckel, Innendruck – alles total hochwertig. Nur schade, dass sich die Golddruck-Buchstaben auf dem Deckel beim Lesen gelöst haben.

Die Story selbst ist mega spannend. Die Xboys sind oft richtig grausam, aber gleichzeitig versteht man total, warum sie so eine Anziehungskraft haben. Ich glaube, ich wäre an Inez’ Stelle nicht viel anders. Sie ist ein starkes, mutiges Mädchen, und das Geheimnis um ihre Großmutter macht alles noch aufregender.

Ich mag Calix sehr, und auch Hendrix hat was. Nur Brix ist mir unheimlich. Bella wirkt dagegen richtig sympathisch.

Die Prüfungen und Spiele sind teilweise echt krass, aber genau das macht es so aufregend. Die Spannung zwischen Calix und Inez wird immer stärker, und sein Beschützerinstinkt gefällt mir total. Dieser Mix aus Hass und Begehren ist stark.

Das Ende kam für mich etwas plötzlich. Ich hätte gern mehr Zeit im Schloss des Königs verbracht, um ein besseres Bild davon zu bekommen. Jetzt bleiben viele Fragen offen – man muss einfach Band 2 lesen.

Insgesamt hat mir das Buch super gut gefallen.

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Veröffentlicht am 26.01.2026

Ein Blick auf eine besondere Zeit

Die Reise ans Ende der Geschichte
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Die Reise ans Ende der Geschichte von Kristof Magnusson hat mir gut gefallen. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, wirklich in die Zeit der frühen 90er Jahre einzutauchen. Alles wirkt neu, unsicher ...

Die Reise ans Ende der Geschichte von Kristof Magnusson hat mir gut gefallen. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, wirklich in die Zeit der frühen 90er Jahre einzutauchen. Alles wirkt neu, unsicher und ein bisschen chaotisch – politisch wie auch im Leben der Figuren.

Die Hauptfiguren sind sehr unterschiedlich:
Dieter Germeshausen ist ein eher unauffälliger Geheimdienstmann, der plötzlich Angst hat, als Doppelagent aufzufliegen. Jakob Dreiser ist ein junger Dichter, der zwar Erfolg hat, sich aber langweilt und etwas Spannendes erleben will. Wie die beiden zusammenkommen, ist witzig und überraschend.

Auch die anderen Figuren sind interessant und oft ein bisschen schräg. Sie haben alle ihre Probleme, Wünsche und Unsicherheiten. Genau das macht sie glaubwürdig und sympathisch.

Der Roman wirkt wie eine Mischung aus Spionagegeschichte, Abenteuer und Gesellschaftssatire. Obwohl es um Geheimdienste geht, gibt es kaum Gewalt. Stattdessen lebt die Geschichte von Missverständnissen, Zufällen und den kleinen Schwächen der Menschen. Das macht das Buch leicht, humorvoll und trotzdem spannend.

Magnussons Sprache ist klar und gut lesbar. Viele Gedanken bleiben im Kopf, weil sie klug, aber nicht kompliziert sind. Der Roman zeigt eine Zeit, in der viele glaubten, dass nun alles besser wird – und gleichzeitig merkt man, wie naiv diese Hoffnung war.

Für mich ist das Buch unterhaltsam, warmherzig und manchmal richtig lustig. Es erzählt von einer besonderen Zeit und von Menschen, die versuchen, ihren Platz darin zu finden.

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