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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.02.2026

Aufbruch in eine unbekannte Welt voller Wunder und Gefahren

Erde 13
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Einmal einen fremden Planeten erkunden - normalerweise unmöglich. Aber zum Glück gibt es Bücher, die uns Leserinnen und Leser auf so ein unglaubliches Abenteuer mitnehmen. "Erde 13: Aufbruch ins Ungewisse" ...

Einmal einen fremden Planeten erkunden - normalerweise unmöglich. Aber zum Glück gibt es Bücher, die uns Leserinnen und Leser auf so ein unglaubliches Abenteuer mitnehmen. "Erde 13: Aufbruch ins Ungewisse" von Andreas Langer entführt uns in eine andere Welt, die 92 Jahre mit dem Raumschiff entfernt ist.
Levi unternimmt diese aufregende Expedition mit seiner Mutter, einer Forscherin, die mit ihm der nicht mehr bewohnbaren Erde entkommen ist. Doch nach dem Erwachen aus dem Kälteschlaf geht die Landung auf dem erdähnlichen Planeten "Terra Ny" schief. Levi landet mit seiner Mutter und zwei weiteren Passagieren in einer Rettungskapsel irgendwo auf Erde 13 und muss den Weg zur restlichen Besatzung finden.
Beim Lesen der Geschichte hat man tatsächlich das Gefühl, einen unbekannten Planeten zu erkunden. Diese faszinierende, neue Welt voller unbekannter Lebewesen entsteht ganz klar vor dem inneren Auge. Andreas Langer schafft es, Fernweh nach weit entfernten Planeten zu wecken. Die Illustrationen dazu von Alina Brost sind, genau wie das Cover, sehr gelungen und passend.
Das Abenteuer, das Levi und die anderen erleben, ist voll spannender Momente mit unbekannten Gefahren und Geheimnissen aber auch schönen Erfahrungen wie dem Aufeinandertreffen mit einem sehr freundlichen Tierwesen. So fliegt man ganz schnell durch dieses Buch, das sich durch die etwas größere Schrift sehr leicht lesen lässt.
Die Geschichte wird komplett aus Levis Sicht geschildert, sodass man sehr gut an seinen Überlegungen und Gefühlen teilhaben kann. Die Aufregung bei der Landung, ein rasender Herzschlag, aber eben auch interessante Gedankengänge wie: Bin ich noch immer 11 Jahre oder nicht schon 103 Jahre alt?
Kinder im gleichen Alter werden sich durch die Erzählperspektive gut mit Levi identifizieren können. Gleichzeitig hätte die Grundspannung für diese Altersgruppe gerne noch ein wenig höher sein können. So hüpft man von einem spannenden Erlebnis zum nächsten, aber am Ende des Buches ist noch gar nicht so viel erreicht. Das macht allerdings auch große Lust, noch mehr über Levis Erlebnisse auf Terra Ny zu erfahren und den nächsten Band zu lesen.
Deshalb an alle Kinder, die von weit entfernten Planeten und unbekannten Galaxien träumen: Dieses Buch ist genau das Richtige für euch!

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Veröffentlicht am 01.01.2026

Brutale Dystopie mit einer beeindruckend starken Heldin

To Cage a Wild Bird
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Dystopien habe ich schon immer gerne gelesen. Deshalb konnte ich an "To Cage a Wild Bird - Verlier dein Leben. Oder dein Herz." von Brooke Fast nicht vorbeigehen.
In Dividium wird jedes kleine Verbrechen ...

Dystopien habe ich schon immer gerne gelesen. Deshalb konnte ich an "To Cage a Wild Bird - Verlier dein Leben. Oder dein Herz." von Brooke Fast nicht vorbeigehen.
In Dividium wird jedes kleine Verbrechen mit lebenslanger Haft vergolten. Doch meist endet diese schon nach kurzer Zeit mit dem Tod, da Menschen für viel Geld Jagd auf die Gefangenen machen dürfen. Klingt brutal, aber auch sehr spannend, vor allem, da mit Raven eine ganz besondere Figur im Gefängnis landet. Eine erfolgreiche Kopfgeldjägerin, die etliche Menschen diesem tödliche Schicksal zugeführt hat, setzt alles daran ihren kleinen Bruder von dort zu befreien.
Die persönliche Ebene von "To Cage a Wild Bird" hat mir in weiten Teilen richtig gut gefallen. Ich mochte Raven trotz ihrer düsteren Vergangenheit sehr gerne und konnte mich gut in ihre Gefühlswelt hineinfinden. Ihre Sorge um ihren Bruder, die schwierigen Beziehungen zu den anderen Insassen, aber auch die Freundschaften, die sie schließt, haben mich alle überzeugt. Lediglich mit der Liebesgeschichte habe ich ein wenig gehadert. Vor allem, da mir im Angesicht der Gefahren, die Raven im Gefängnis begegnen, die körperliche Nähe einfach zu viel war.
Die gesellschaftliche Ebene der Geschichte, die mir bei Dystopien immer sehr wichtig ist, hätte für meinen Geschmack noch etwas stärker herausgearbeitet werden können. Es ist sehr deutlich, dass der Konflikt vor allem zwischen Arm und Reich stattfindet und bewusst am Leben gehalten wird. Über die politischen Intrigen, die dahinterstecken, erfährt man im Laufe der Geschichte immer mehr. Allerdings liegt der Fokus sehr oft einfach nur auf dem brutalen Geschehen im Gefängnis, sodass man über die großen Hintergründe noch nicht viel erfährt. Da kommt hoffentlich im nächsten Band noch mehr.
Den möchte ich unbedingt lesen, denn trotz der kleinen Kritikpunkte hat mich "To Cage a Wild Bird" gepackt und Raven als starke Hauptfigur überzeugt. Ich mochte ihre persönliche Entwicklung sehr und sehe hier die Stärke der Geschichte. Wem also bei Dystopien die gesellschaftliche Ebene nicht ganz so wichtig ist, dem kann ich das Buch absolut empfehlen. Allen anderen auch, wenn sie wie ich kein Problem damit haben, auf den nächsten Band für mehr Hintergründe zu warten.

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Veröffentlicht am 16.12.2025

Für unerschrockene Spürnasen und Comicfans

Manhwa für Kids: Sherlock Holmes (Band 1) - Eine Studie in Scharlachrot
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"Manhwa für Kids: Sherlock Holmes - Eine Studie in Scharlachrot" von Yeon-Jong Kim zeigt, wie man Klassiker für Kinder spannend neu erzählen kann - als Manhwa, also koreanische Comics, die übrigens in ...

"Manhwa für Kids: Sherlock Holmes - Eine Studie in Scharlachrot" von Yeon-Jong Kim zeigt, wie man Klassiker für Kinder spannend neu erzählen kann - als Manhwa, also koreanische Comics, die übrigens in unserer gewohnten Leserichtung gelesen werden.
Enthalten sind drei bekannte Fälle von Sherlock Holmes: Eine Studie in Scharlachrot, Das gefleckte Band und Die Liga der Rotschöpfe. Dabei halten sich alle recht nah an das Original. Die Texte sind jedoch so leicht zu verstehen und die Geschichten so verkürzt, dass sie sehr gut für Kinder ab etwa neun Jahren geeignet sind.
Da es jedoch in zwei Fällen um Morde geht und diese auch in den Bildern zu sehen sind, ist das Buch vor allem für Kinder geeignet, die mit dem Thema Tod gut umgehen können und für die es gar nicht spannend genug sein kann.
Die Ermittlungen von Sherlock Holmes und Dr. Watson sind auf jeden Fall sehr verzwickt und gerade der zweite Fall ist besonders dramatisch. Toll ist dabei auch, dass es in jedem Abschnitt Rätsel für Kinder gibt, die teilweise recht knifflig sind.
Die Zeichnungen von Woobin Choi sind typisch für Manhwa komplett farbig, mit überzeichneten Emotionen und ausdrucksstarken Figuren. Gerade Sherlocks Überheblichkeit und Genialität kommen in diesem Band sehr gut heraus. Darüber hinaus sorgen einige humorvolle Momente dafür, dass eine gewisse Leichtigkeit mitschwingt und selbst unheimliche Szenen nicht mehr ganz so düster wirken.
Es gibt lediglich ein paar kleine Details bei der zeichnerischen Gestaltung, die uns nicht ganz so gut gefallen haben. So werden an einigen Stellen Elemente genutzt werden, die nicht in Sherlocks Zeit passen und manche Details, die für die Fallauflösung wichtig sind, sind in den Bildern erst bei der Auflösung zu sehen.
Trotz dieser kleinen Kritikpunkte ist dieser Band absolut empfehlenswert für alle Kinder ab etwa neun Jahren, die gerne spannende Comics und Detektivgeschichten mögen und sich von Mordfällen in der Handlung nicht abschrecken lassen.

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Veröffentlicht am 20.11.2025

Spannende Fakten über Supertiere - klasse Buch zum Lesenlernen

Dein Lesestart: Weißt du schon alles über Supertiere? Ab 1. Klasse
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Mit Sachbüchern lesen lernen war für meine Kinder immer genau das Richtige. Mit der Duden Lesestart-Reihe haben wir da bisher sehr gute Erfahrungen gemacht. "Weißt du schon alles über Supertiere?" hat ...

Mit Sachbüchern lesen lernen war für meine Kinder immer genau das Richtige. Mit der Duden Lesestart-Reihe haben wir da bisher sehr gute Erfahrungen gemacht. "Weißt du schon alles über Supertiere?" hat uns thematisch direkt angesprochen.
Das Buch ist sehr klar strukturiert, sodass sich Kinder selbstständig in dem Buch zurechtfinden können. Es gibt Abschnitte zu verschiedenen Tierarten, die sich farblich voneinander abheben. Jedes der fünf Kapitel schließt mit einer Rätseldoppelseite ab, die für Kinder in der ersten Klasse gut lösbar sind.
Die Lesbarkeit ist für Kinder, die gerade lesen lernen, sehr gut, da die Texte aus kurzen Sätzen mit einfachen Wörtern bestehen. Die Schrift ist recht groß und in einer gut lesbaren Schriftart. Durch die farbigen Silben fällt vielen Kindern das Lesen leichter. Toll sind auch die Abschnitte mit dem Profiwissen zum Vorlesen. Hier gibt es etwas schwierigere Texte, die zu Beginn vorgelesen, mit etwas mehr Übung später aber auch selbstständig gelesen werden können.
Auch inhaltlich hat uns das Buch sehr gut gefallen, da viele verschiedene faszinierende Tiere vorgestellt werden, die auf ihre Weise besonders sind. So wird erklärt, warum der Anglerfisch im Dunkeln leuchtet oder dass es ein Tier gibt, das Gift im Fell trägt, das sogar Löwen töten kann.
Leider gibt es allerdings ein paar kleinere Ungenauigkeiten. So sind Ameisen nicht die stärksten Lebewesen der Welt. Da wusste sogar schon mein Jüngster, dass Hornmilben und Mistkäfer viel stärker sind. Auch, dass bei den Igeln Schnecken angeführt werden, ist ein bisschen irreführend, da Igel nur im Notfall Schnecken essen und Insekten bevorzugen. Das sind natürlich nur Kleinigkeiten, aber diese machen das Buch für uns leider nicht ganz perfekt.
Grundsätzlich sind die Informationen über die Tiere aber sehr spannend und man kann beim Lesen viel lernen. Auch die grafische Gestaltung mit Fotos und Zeichnungen ist sehr ansprechend. Wir empfehlen "Weißt du schon alles über Supertiere?" allen Kindern, die sich für Tiere interessieren und gerade lesen lernen, denn der Aufbau und die Lesbarkeit sind für das erste Lesealter sehr gut gewählt.

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Veröffentlicht am 10.11.2025

Kämpfende Katzen als Graphic Novel - packend für Neulinge und Fans

Warrior Cats - Die Prophezeiungen beginnen
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Mein Sohn hat schon einige Bücher der Warrior Cats-Reihe von Erin Hunter gelesen, darunter auch die bisher erschienenen Graphic Novel Bände. Klar, dass er auch die neueste Graphic Novel "Warrior Cats - ...

Mein Sohn hat schon einige Bücher der Warrior Cats-Reihe von Erin Hunter gelesen, darunter auch die bisher erschienenen Graphic Novel Bände. Klar, dass er auch die neueste Graphic Novel "Warrior Cats - Die Prophezeiungen beginnen", gezeichnet von Natalie Riess und Sara Goetter, gerne lesen wollte.
Inhaltlich fasst diese Comic-Version die ersten beiden Bände der ersten Warrior Cats-Staffel zusammen. Die Geschichte zeigt dabei eindrücklich die beginnenden Abenteuer des angehenden Kriegers Feuerpfote im Donnerclan. Es geht um Machtkämpfe zwischen den Katzenclans und den Werdegang dieses eindrucksvollen Katers.
Wer die Warrior Cats Bände bereits kennt, wird natürlich feststellen, dass hier an einigen Stellen gekürzt und die Story zusammengerafft wurde. Die große Kunst dabei ist es, einerseits Fans der Serie zu begeistern und wichtige Szenen zu erhalten, andererseits aber auch neue Leserinnen und Leser zu gewinnen und die Geschichte so zu erzählen, dass man sie auch ohne Hintergrundwissen versteht.
Ich selbst kenne die Reihe bisher nur aus Erzählungen meines Sohnes, habe mich dafür aber mit dieser Graphic Novel erstaunlich gut in der Welt der Katzenclans zurechtgefunden. Manchmal hatte ich Probleme, die Katzen auseinanderzuhalten, besonders wenn viele in einem Bild auftauchen. Das ist mit Sicherheit leichter, wenn man die Reihe gut kennt. Leider gibt es in diesem Band keine Charakterübersicht, die den Einstieg und das Wiedererkennen erleichtert hätten.
Die Zeichnungen haben meinem Sohn nicht ganz so gut gefallen wie die aus den bisher erschienenen Graphic Novels von Dan Jolley. Insbesondere die Darstellung von einzelnen Katzen wie Gelbzahn hat hier nicht seinen Erwartungen entsprochen. Da ich selbst keine große Vorstellung von den Katzen hatte, war das für mich kein Problem. Mir persönlich haben die Bilder sehr gut gefallen, da sie die Stimmungen und Gefühle gut einfangen. Einige Kampfszenen bringen die Brutalität der Geschehnisse sehr stark rüber. Daher ist die Altersempfehlung ab etwa 11 Jahren passend.
Für Fans der Warrior Cats Reihe ist es schön, die ersten Abenteuer mit Bildern erneut zu erleben. Auch wenn hier einige Kürzungen stattgefunden haben, ist es eine schöne Leseerfahrung. Darüber hinaus ist die Graphic Novel ebenso für Neulinge interessant und macht mit diesem spannenden Abenteuer Lust auf die weiteren Geschichten der Warrior Cats.

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