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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.02.2026

Ein Comic voller Witz, Rätsel und tierischer Charaktere

Sherlock Holmes & Dr. Watson. Der Monsterhund vom Dark Moor (Band 2)
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Comics sind bei meinen Kindern sehr beliebt. Gerade erst haben wir "Sherlock Holmes & Dr. Watson. Der Monsterhund vom Dark Moor" von Judith Weber gelesen. Ein Krimi-Rätsel-Fall, der in ein düsteres, verregnetes ...

Comics sind bei meinen Kindern sehr beliebt. Gerade erst haben wir "Sherlock Holmes & Dr. Watson. Der Monsterhund vom Dark Moor" von Judith Weber gelesen. Ein Krimi-Rätsel-Fall, der in ein düsteres, verregnetes Moor führt und neben ein bisschen Grusel aber ganz viel Spaß bringt.
Alle Figuren werden in dieser Comic-Reihe durch Tiere dargestellt. So ist Sherlock Holmes ein schlauer Hund und Dr. Watson ein Schwein mit einer Vorliebe für Pommes und Blumen. Dazu kommen noch weitere interessante Charaktere, wie die Starreporterin Rosa Sau oder Lady Agatha, eine abergläubische Pandabärin.
Der Fall ist absolut kindgerecht, mit vielen lustigen Details und einigen verrückten Ideen, die meinen 8-jährigen Sohn zum Lachen gebracht haben. Gleichzeitig geht es sogar um ein wichtiges Umweltthema, nämlich die Trockenlegung des Dark Moors, das Kinder dafür sensibilisiert, wie wichtig Moore für die Natur sind.
Die Illustrationen von Christian und Fabian Jeremies zeigen die tierischen Charaktere sehr ausdrucksstark. Dabei sind die Seiten teilweise ein wenig überladen und unübersichtlich, was das Verfolgen des Comics etwas herausfordernd macht. Mein Sohn hatte bei einigen Seiten Probleme herauszufinden, an welcher Stelle er weiterlesen muss.
Gleichzeitig haben uns die vielen Details aber auch sehr gefallen. Sie regen dazu an, alles ganz genau zu betrachten. Das ist auch notwendig, denn für die Rätsel, die in jedem Kapitel enthalten sind, muss man ganz genau beobachten. Das hat meinem Sohn und mir sehr gut gefallen.
Wer Kinder ab acht Jahren zu Hause hat, die gerne lustige Comics mögen, mit außergewöhnlichen Charakteren, vielen witzigen Details und einem verzwickten Kriminalfall, der sollte Sherlock Holmes & Dr. Watson zum Monsterhund vom Dark Moor begleiten.

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Veröffentlicht am 19.02.2026

Breit aufgestelltes Wissensbuch, das Neugier weckt

Wo ist denn da der Unterschied?
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Sachbücher werden von meinen Kindern immer und überall gerne gelesen. Deshalb können wir gar nicht genug davon haben. Neu eingezogen ist bei uns "Wo ist denn da der Unterschied?" von Jane Wilsher und Liz ...

Sachbücher werden von meinen Kindern immer und überall gerne gelesen. Deshalb können wir gar nicht genug davon haben. Neu eingezogen ist bei uns "Wo ist denn da der Unterschied?" von Jane Wilsher und Liz Kay.
Thematisch ist das Buch sehr breit aufgestellt, was meine Kinder sehr gerne mögen, denn sie können genau den Bereich auswählen, der sie gerade am meisten interessiert. Vom Weltall über Tiere und Pflanzen bis hin zum Menschen und seinen Erfindungen ist wirklich alles dabei. Es geht um Wortpaare, die sich ähneln, sowie Dinge und Lebewesen, die sich ähnlich sehen oder in einem gewissen Zusammenhang stehen.
Einige Wortpaare sind wirklich sehr simpel, wie Pfeffer und Salz oder Einrad und Fahrrad. Es gibt aber auch sehr interessante Pärchen wie Affen und Menschenaffen, bei denen die Unterschiede gut gegenübergestellt werden. Besonders gut gefallen haben uns zum Beispiel auch die Erklärungen zu den verschiedenen Tiergruppen, die man mit einfachen Fragen herausfinden kann. So verstehen Kinder leicht den Unterschied zwischen einem Reptil und einer Amphibie.
Die meisten Themen werden sehr gut in aller Kürze erklärt, sodass Kinder sie alleine problemlos verstehen können. Dabei bleiben manche aber etwas oberflächlich, sodass eventuell Nachfragen kommen, die das Buch leider nicht mehr beantwortet. Dafür schafft es aber, Neugier zu wecken und die Kinder dazu anzuregen, noch mehr lesen zu wollen.
Die Illustrationen zu den verschiedenen Themen sind sehr klar und auf die wichtigsten Details begrenzt. Die ruhigen Hintergründe lenken nicht ab, und die Struktur der Seiten ist so übersichtlich, dass Kinder problemlos alleine stöbern können.
Wer ein Buch für neugierige Kinder im Vorschul- oder Grundschulalter sucht, sollte auf jeden Fall in "Wo ist denn da der Unterschied?" reinschauen. Am besten entdeckt man es gemeinsam mit Kindern. Denn es macht besonders viel Spaß, vorher zusammen zu überlegen, ob man selbst die Unterschiede oder Gemeinsamkeiten kennt.

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Aufbruch in eine unbekannte Welt voller Wunder und Gefahren

Erde 13
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Einmal einen fremden Planeten erkunden - normalerweise unmöglich. Aber zum Glück gibt es Bücher, die uns Leserinnen und Leser auf so ein unglaubliches Abenteuer mitnehmen. "Erde 13: Aufbruch ins Ungewisse" ...

Einmal einen fremden Planeten erkunden - normalerweise unmöglich. Aber zum Glück gibt es Bücher, die uns Leserinnen und Leser auf so ein unglaubliches Abenteuer mitnehmen. "Erde 13: Aufbruch ins Ungewisse" von Andreas Langer entführt uns in eine andere Welt, die 92 Jahre mit dem Raumschiff entfernt ist.
Levi unternimmt diese aufregende Expedition mit seiner Mutter, einer Forscherin, die mit ihm der nicht mehr bewohnbaren Erde entkommen ist. Doch nach dem Erwachen aus dem Kälteschlaf geht die Landung auf dem erdähnlichen Planeten "Terra Ny" schief. Levi landet mit seiner Mutter und zwei weiteren Passagieren in einer Rettungskapsel irgendwo auf Erde 13 und muss den Weg zur restlichen Besatzung finden.
Beim Lesen der Geschichte hat man tatsächlich das Gefühl, einen unbekannten Planeten zu erkunden. Diese faszinierende, neue Welt voller unbekannter Lebewesen entsteht ganz klar vor dem inneren Auge. Andreas Langer schafft es, Fernweh nach weit entfernten Planeten zu wecken. Die Illustrationen dazu von Alina Brost sind, genau wie das Cover, sehr gelungen und passend.
Das Abenteuer, das Levi und die anderen erleben, ist voll spannender Momente mit unbekannten Gefahren und Geheimnissen aber auch schönen Erfahrungen wie dem Aufeinandertreffen mit einem sehr freundlichen Tierwesen. So fliegt man ganz schnell durch dieses Buch, das sich durch die etwas größere Schrift sehr leicht lesen lässt.
Die Geschichte wird komplett aus Levis Sicht geschildert, sodass man sehr gut an seinen Überlegungen und Gefühlen teilhaben kann. Die Aufregung bei der Landung, ein rasender Herzschlag, aber eben auch interessante Gedankengänge wie: Bin ich noch immer 11 Jahre oder nicht schon 103 Jahre alt?
Kinder im gleichen Alter werden sich durch die Erzählperspektive gut mit Levi identifizieren können. Gleichzeitig hätte die Grundspannung für diese Altersgruppe gerne noch ein wenig höher sein können. So hüpft man von einem spannenden Erlebnis zum nächsten, aber am Ende des Buches ist noch gar nicht so viel erreicht. Das macht allerdings auch große Lust, noch mehr über Levis Erlebnisse auf Terra Ny zu erfahren und den nächsten Band zu lesen.
Deshalb an alle Kinder, die von weit entfernten Planeten und unbekannten Galaxien träumen: Dieses Buch ist genau das Richtige für euch!

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Veröffentlicht am 01.01.2026

Brutale Dystopie mit einer beeindruckend starken Heldin

To Cage a Wild Bird
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Dystopien habe ich schon immer gerne gelesen. Deshalb konnte ich an "To Cage a Wild Bird - Verlier dein Leben. Oder dein Herz." von Brooke Fast nicht vorbeigehen.
In Dividium wird jedes kleine Verbrechen ...

Dystopien habe ich schon immer gerne gelesen. Deshalb konnte ich an "To Cage a Wild Bird - Verlier dein Leben. Oder dein Herz." von Brooke Fast nicht vorbeigehen.
In Dividium wird jedes kleine Verbrechen mit lebenslanger Haft vergolten. Doch meist endet diese schon nach kurzer Zeit mit dem Tod, da Menschen für viel Geld Jagd auf die Gefangenen machen dürfen. Klingt brutal, aber auch sehr spannend, vor allem, da mit Raven eine ganz besondere Figur im Gefängnis landet. Eine erfolgreiche Kopfgeldjägerin, die etliche Menschen diesem tödliche Schicksal zugeführt hat, setzt alles daran ihren kleinen Bruder von dort zu befreien.
Die persönliche Ebene von "To Cage a Wild Bird" hat mir in weiten Teilen richtig gut gefallen. Ich mochte Raven trotz ihrer düsteren Vergangenheit sehr gerne und konnte mich gut in ihre Gefühlswelt hineinfinden. Ihre Sorge um ihren Bruder, die schwierigen Beziehungen zu den anderen Insassen, aber auch die Freundschaften, die sie schließt, haben mich alle überzeugt. Lediglich mit der Liebesgeschichte habe ich ein wenig gehadert. Vor allem, da mir im Angesicht der Gefahren, die Raven im Gefängnis begegnen, die körperliche Nähe einfach zu viel war.
Die gesellschaftliche Ebene der Geschichte, die mir bei Dystopien immer sehr wichtig ist, hätte für meinen Geschmack noch etwas stärker herausgearbeitet werden können. Es ist sehr deutlich, dass der Konflikt vor allem zwischen Arm und Reich stattfindet und bewusst am Leben gehalten wird. Über die politischen Intrigen, die dahinterstecken, erfährt man im Laufe der Geschichte immer mehr. Allerdings liegt der Fokus sehr oft einfach nur auf dem brutalen Geschehen im Gefängnis, sodass man über die großen Hintergründe noch nicht viel erfährt. Da kommt hoffentlich im nächsten Band noch mehr.
Den möchte ich unbedingt lesen, denn trotz der kleinen Kritikpunkte hat mich "To Cage a Wild Bird" gepackt und Raven als starke Hauptfigur überzeugt. Ich mochte ihre persönliche Entwicklung sehr und sehe hier die Stärke der Geschichte. Wem also bei Dystopien die gesellschaftliche Ebene nicht ganz so wichtig ist, dem kann ich das Buch absolut empfehlen. Allen anderen auch, wenn sie wie ich kein Problem damit haben, auf den nächsten Band für mehr Hintergründe zu warten.

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Veröffentlicht am 16.12.2025

Für unerschrockene Spürnasen und Comicfans

Manhwa für Kids: Sherlock Holmes (Band 1) - Eine Studie in Scharlachrot
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"Manhwa für Kids: Sherlock Holmes - Eine Studie in Scharlachrot" von Yeon-Jong Kim zeigt, wie man Klassiker für Kinder spannend neu erzählen kann - als Manhwa, also koreanische Comics, die übrigens in ...

"Manhwa für Kids: Sherlock Holmes - Eine Studie in Scharlachrot" von Yeon-Jong Kim zeigt, wie man Klassiker für Kinder spannend neu erzählen kann - als Manhwa, also koreanische Comics, die übrigens in unserer gewohnten Leserichtung gelesen werden.
Enthalten sind drei bekannte Fälle von Sherlock Holmes: Eine Studie in Scharlachrot, Das gefleckte Band und Die Liga der Rotschöpfe. Dabei halten sich alle recht nah an das Original. Die Texte sind jedoch so leicht zu verstehen und die Geschichten so verkürzt, dass sie sehr gut für Kinder ab etwa neun Jahren geeignet sind.
Da es jedoch in zwei Fällen um Morde geht und diese auch in den Bildern zu sehen sind, ist das Buch vor allem für Kinder geeignet, die mit dem Thema Tod gut umgehen können und für die es gar nicht spannend genug sein kann.
Die Ermittlungen von Sherlock Holmes und Dr. Watson sind auf jeden Fall sehr verzwickt und gerade der zweite Fall ist besonders dramatisch. Toll ist dabei auch, dass es in jedem Abschnitt Rätsel für Kinder gibt, die teilweise recht knifflig sind.
Die Zeichnungen von Woobin Choi sind typisch für Manhwa komplett farbig, mit überzeichneten Emotionen und ausdrucksstarken Figuren. Gerade Sherlocks Überheblichkeit und Genialität kommen in diesem Band sehr gut heraus. Darüber hinaus sorgen einige humorvolle Momente dafür, dass eine gewisse Leichtigkeit mitschwingt und selbst unheimliche Szenen nicht mehr ganz so düster wirken.
Es gibt lediglich ein paar kleine Details bei der zeichnerischen Gestaltung, die uns nicht ganz so gut gefallen haben. So werden an einigen Stellen Elemente genutzt werden, die nicht in Sherlocks Zeit passen und manche Details, die für die Fallauflösung wichtig sind, sind in den Bildern erst bei der Auflösung zu sehen.
Trotz dieser kleinen Kritikpunkte ist dieser Band absolut empfehlenswert für alle Kinder ab etwa neun Jahren, die gerne spannende Comics und Detektivgeschichten mögen und sich von Mordfällen in der Handlung nicht abschrecken lassen.

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