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Veröffentlicht am 11.02.2026

Du suchst eine sommerliche Fake-Dating-Romance an der wunderschönen Côte d’Azur? Dann könnte The French Escape – Love & Lavender, Band 1 genau das Richtige sein.

The French Escape - Love & Lavender, Band 1
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Du suchst eine sommerliche Fake-Dating-Romance an der wunderschönen Côte d’Azur? Dann könnte The French Escape – Love & Lavender, Band 1 genau das Richtige sein.

Worum geht es:

Timothée Colinard, Erbe ...

Du suchst eine sommerliche Fake-Dating-Romance an der wunderschönen Côte d’Azur? Dann könnte The French Escape – Love & Lavender, Band 1 genau das Richtige sein.

Worum geht es:

Timothée Colinard, Erbe einer Parfümdynastie, hat alles, wovon man träumt: Vermögen, eine Villa an der Côte d’Azur, den perfekten Geruchssinn. Doch dann scheitert er an der Prüfung zum Parfümeur und flieht nach Cannes. Amber Green, Hollywoods neuer Shootingstar, lebt im Rampenlicht – und ist doch oft einsam. Als sie bei den Filmfestspielen in Cannes mit Timothée tanzt, fasziniert der Parfümerbe sie sofort. Und sie weckt in Timothée etwas, das er verloren glaubte: die Inspiration zu einem Duft.

Sarah Fleury hat die Charaktere mit Ecken und Kanten so schön beschrieben, dass ich sie einfach mögen musste.

Timothée, der sich von seiner Familie lossagen will und sein eigenes Ding machen und sein Leben leben möchte, wie er es möchte, ohne den Druck. Timothée, der mit seinen familiären Problemen zu kämpfen hat. Timothée, der den Luxus von klein auf kennt.

Amber, die immer ihren Ex nicht loswird und in der Beziehung viel durchgemacht hat, was sie geprägt hat. Amber, die erst den Luxus so wirklich kennengelernt hat, als sie entdeckt wurde.

Beide sind in manchen Dingen so verschieden und doch so ähnlich. Sie ergänzen sich perfekt, geben einander Halt und sind von Beginn an auf einer Wellenlänge. Man merkt immer mehr, wie die Grenzen zwischen Fake und Realität immer mehr verschwimmen.
Und die erste Begegnung der Beiden habe ich so nicht erwartet, aber absolut geliebt.

Auch hat mir sehr gut gefallen, dass man viel Einblick in die Vergangenheit der beiden bekommt und sie somit noch besser versteht. Man bekommt auch Einblick in Düfte und Parfüms, was mir sehr gut gefallen hat, da ich bis dahin noch nicht dergleichen gelesen und auch nicht wirklich Wissen und Erfahrung hatte, was das angeht. Im Vordergrund steht auch die Selbstfindung, was wie ich finde, sehr wichtig ist.

Gefallen hat mir ebenso der Schreibstil und das Cover. Es ist schön locker und leicht geschrieben, aber nicht weniger fesselnd. Der Roman ist lustig, traurig, berührend und gleichzeitig leicht, und ich freue mich schon sehr auf The French Affair – Love & Lavender, Band 2.

Wer eine Fake-Dating-Romance mit sommerlichem Setting an der Côte d’Azur sucht, die gleichzeitig locker ist und Tiefgang hat, für den ist The French Escape genau das Richtige.

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Veröffentlicht am 27.01.2026

The Ordeals von Rachel Greenlaw thematisiert in einer fantastischen Handlung Mut, Freiheit und den Kampf ums Überleben.

The Ordeals
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Sophia ist seit ihrer Kindheit an ihren grausamen Onkel, den Sammler, gebunden, nachdem er einen Blutsbund von ihr gefordert hat. Als sie von Killmarth erfährt, einer Elite-Akademie für Magiebegabte außerhalb ...

Sophia ist seit ihrer Kindheit an ihren grausamen Onkel, den Sammler, gebunden, nachdem er einen Blutsbund von ihr gefordert hat. Als sie von Killmarth erfährt, einer Elite-Akademie für Magiebegabte außerhalb der Kontrolle des Sammlers, sieht sie darin ihre Chance, sich von ihm zu befreien. Aber um dort aufgenommen zu werden, muss sie in brutalen Prüfungen gegen andere Illusionisten, Maskierer, Botaniker und Alchemisten antreten. Nur die Mächtigsten werden diese »Ordeals« überleben. Sophia weiß, dass ihre Fähigkeiten als Illusionistin zu schwach sind, und tut sich mit dem mächtigen (und unerträglich attraktiven) Botaniker, Alden Locke, zusammen. Um lebend herauszukommen, muss sie ihre Magie stärken und herausfinden, wer Rivale und wer Verbündeter ist. Denn jetzt muss sie nicht nur ihr Herz schützen, sondern auch ihr Leben. Ist Sophia in ihrer Eile, dem Sammler zu entkommen, direkt in eine tödliche Falle geflüchtet?

The Ordeals ist eine Romantasy mit dem klassischen Kampf ums Überleben an einer Akademie für Menschen mit übernatürlichen Kräften. Starke und gefährliche Konkurrenz und ein starker Leistungsdruck sind ebenfalls vorhanden. Sowie die Gefühle, die zwischen den zwei Hauptcharakteren aufkeimen, und der innere Konflikt und die Selbstfindung.
Ich mag Sofias trockene Art und ihren starken Überlebenswillen. Aber auch den Willen, dem Leben zu entfliehen und ein besseres zu haben. Ich mag die Sticheleien zwischen Alden und ihr sehr gerne, die dieser Welt voller Gefahren etwas Leichtes und Normales geben. Sie ist sehr direkt. Sie ist ein kluges Köpfchen, was sie oft unter Beweis stellt. Man merkt auch, wie hingerissen sie ist, wenn es zu den Gefühlen für Alden kommt, die langsam, aber stetig in ihr aufkeimen, und ob sie ihm vertrauen kann.
Auch Alden und die Freundesgruppe haben mir viel Spaß beim Lesen bereitet. Sie waren sehr vielseitig und tiefgründig. Alden, der von der Vergangenheit geprägt ist und eine Last mit sich herumschleppt, die er nur bei Sophia mal in den Hintergrund rücken lässt.
Die Prüfungen sind immer sehr spannend und nervenaufreibend, was mich das Buch kaum aus der Hand legen ließ. Genauso wie die Welt und die Akademie drum herum.
Der Schreibstil war flüssig und mitreißend. Und das Ende absolut schockierend und fesselnd.

Jeder der Romantasy mit Dark-Akademia-Setting mag wird hier auf seine Kosten kommen. Es ist spannend, nervenaufreiben, gefühlvoll und bittersüß. Eine absolute Empfehlung.

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Kingdom of crystal Hearts entführt uns in eine Welt voller Intrigen, Machtmissbrauch, Rache und Gefühlen, die nicht sein dürfen, aber trotzdem da sind.

Kingdom of crystal Hearts
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Auf dem Kontinent Brillant lebt der Adel dank Edelsteinmagie in Reichtum, während Elodie ihre Familie in den Minen verloren hat. Als Diebin und Rebellin sinnt sie auf Rache. Bei einem Turnier am Königshof ...

Auf dem Kontinent Brillant lebt der Adel dank Edelsteinmagie in Reichtum, während Elodie ihre Familie in den Minen verloren hat. Als Diebin und Rebellin sinnt sie auf Rache. Bei einem Turnier am Königshof entdeckt sie unerwartet eigene magische Kräfte, wird enttarnt und von der grausamen Königin gezwungen, ihre Magie als die des magielosen Prinzen Rafe auszugeben. Während die Rebellen ein Attentat auf Rafe planen, kommen Elodie Zweifel – denn zwischen Intrigen, Verrat und Gefahr entwickelt sie Gefühle, die ihr zum Verhängnis werden könnten.

Ich habe das Buch verschlungen. Schon nach dem Prolog konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Es ist spannend und gleichzeitig traurig und hat mich in eine Welt entführt, die grausam ist. Mit zwei Schichten der Gesellschaft. Die Adeligen, die Magie wirken können, und die „Gemeinen“, die Armen, die in die Minen geschickt werden und in Armut leben, abgegrenzt durch Mauern von den anderen.

Sowohl das Cover als auch der Schreibstil haben mir sehr gut gefallen. Er sehr angenehm zu lesen.

Ich konnte jederzeit mit Elodie mitfühlen. Die Rache, die sie verüben wollte, um ihre Familie zu rächen, und gleichzeitig ein besseres Leben für sich und die anderen in ihrem „Viertel“ haben wollte und langsam herausfindet, dass es nicht immer alles nur schwarz und weiß ist und nicht alle Adeligen und die anderen jenseits der Mauern böse sind. Selbst als verbotene Gefühle in ihr aufkeimen, hält sie anfangs noch an ihren Plänen fest. Sie ist loyal und denkt an die anderen und hat sich damit abgefunden, dass sie sterben könnte.

Rafe, der immer stille Beobachter, der nicht so ist, wie so mancher denkt. Er hat ein gutes Herz und ist selbst stückweit ein Opfer der Monarchie und der Regierung seiner Mutter. Er ist ein vielschichtiger Charakter mit Ecken und Kanten. Er ist magielos und hat dahingehend keine Macht, was er mit seiner Menschlichkeit und Moral jedoch wettmacht.

Der Roman hat mich gefesselt mit einer Welt voller Edelsteinmagie, politischen Intrigen und moralischer Grauzonen. Besonders die Figuren Elodie und Rafe verleihen der Geschichte emotionale Tiefe, indem sie Themen wie Machtmissbrauch, Wut, Loyalität und verbotene Gefühle glaubwürdig verkörpern.

Der Roman handelt von moralischen Grauzonen, politischen Intrigen und Magie, aber auch von Machtmissbrauch, Wut, Rache, Loyalität und verbotenen Gefühlen, die ausweglos erscheinen, aber trotzdem von Hoffnung leben.

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Fantasy mit Enemies-to-Lovers, Intrigen und Geheimnissen, das einen nicht mehr loslässt und Spaß macht zu lesen.

The Dagger and the Flame
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The Dagger and the Flame ist eine Mischung aus Magie, Intrigen und verbotener Nähe.
In der magischen Stadt Fantome regiert die Unterwelt durch zwei verfeindete Gilden: die Cloaks (die Schatten-Diebe) ...

The Dagger and the Flame ist eine Mischung aus Magie, Intrigen und verbotener Nähe.
In der magischen Stadt Fantome regiert die Unterwelt durch zwei verfeindete Gilden: die Cloaks (die Schatten-Diebe) und die Daggers (die tödlichen Assassinen). Seraphine, eine junge Frau, deren Mutter ermordet wurde, flieht in die Stadt – getrieben von Rache und Verzweiflung. Sie sucht Schutz bei den Cloaks, doch plötzlich wird sie selbst zur Zielperson der Daggers.
Vom ersten Kapitel an hat mich The Dagger and the Flame gefesselt.
Seraphine, die gerade ihre Mutter verloren hat und sich irgendwie mit ihrem treuen Wegbegleiter Pippin, ihrem Hund, durchschlagen muss und Unterschlupf bei den Cloaks findet, bei denen sie aber durch eine „Prüfung“ erst beweisen muss, dass sie ein Cloak sein kann.
Sie findet dort schnell Freunde, die sie so nehmen, wie sie ist, und einfach großartig sind.
Auch behauptet sie sich immer wieder gegen Ransom, der immer ein Auge auf sie hat, egal wo sie ist. Ich sag’ nur Brieföffner…
Ransom, der schon in jungen Jahren ein Dagger wurde und sehr von seiner Kindheit geprägt wurde. Er weiß, was er will, stellt aber seinen Willen meist hinten an, entweder um andere zu schützen oder, weil er nicht weiß, wie er es machen soll. Der seine Chance auf Freiheit, die er so sehr will, ziehen lässt.
Mit jeder Information bezüglich Seraphines Vergangenheit oder auch Ransoms hat mich das Buch immer mehr gefesselt und ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Es hat in meinem Kopf irgendwie alles auf den Kopf gestellt, aber so viel Sinn ergeben. Und auch die Kraft, die Seraphine entwickelt hat, hat alles noch mal spannender gemacht, sodass ich den zweiten Teil gar nicht abwarten kann, damit ich weiß, wie es weitergeht. Für mich ein Highlightbuch
The Dagger and the Flame ist für jeden etwas, der Enemies-to-Lover, Fantasy mit Intrigen und jede Menge Geheimnisse liebt.

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Veröffentlicht am 09.01.2026

Jasper Ffordes Roman ist eine Satire über Xenophobie, Rassismus, die Macht des Stärkeren und Machtmissbrauch, welcher zu Zeiten des Brexits geschrieben wurde.

Wie die Karnickel
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Die Geschichte spielt in Großbritannien auf dem Land. In dem kleinen, noch heimeligen Dorf Much Hemlock ist es mit der Ruhe vorbei, als eine Kaninchenfamilie dort sesshaft wird, die außerhalb einer Kaninchenkolonie ...


Die Geschichte spielt in Großbritannien auf dem Land. In dem kleinen, noch heimeligen Dorf Much Hemlock ist es mit der Ruhe vorbei, als eine Kaninchenfamilie dort sesshaft wird, die außerhalb einer Kaninchenkolonie leben darf.
1965 fand in Großbritannien das Spontane Anthropomorphe Ereignis statt, bei dem u.a. 18 Kaninchen (Wildkaninchen, Laborkaninchen, Hauskaninchen), 6 Wiesel, 3 Füchse teil vermenschlicht worden waren.
Entsprechend ihrer Natur haben sich die Kaninchen mittlerweile derart vermehrt, dass mehr als 1 Million anthropomorphe Kaninchen in Großbritannien leben.
Peter Knox, Nachbar der neuen Dorfbewohner Connie und Doc Rabbit, früherer Studienfreund von Connie und Spotter bei RabCoT, werden von unterschiedlichen Seiten verschiedene Aufgaben auferlegt. Zum einen wollen die Dorfbewohner nicht von den Kaninchen unterwandert werden und wünschen sich ein kaninchenfreies Dorf, weshalb er diese, ggf. mithilfe einer Provision, zum Wegzug bewegen soll. Zum anderen erwartet sein Arbeitgeber RabCoT, Rabbit Compliance Taskforce, die Beobachtung der Kaninchen, in der Hoffnung, so den Untergrund der Kaninchenbewegung ausfindig machen zu können, der nicht nur eine angekündigte Zwangsumsiedlung aller Kaninchen an die walisische Grenze verhindern möchte.
Peter Knox ist ein zurückhaltender und nachgiebiger Zeitgenosse. Ihm sind Falschverdächtigungen und Denunziation zuwider. Er möchte eigentlich nur in Ruhe seiner Arbeit, die ihm ein gutes, auskömmliches Leben ermöglicht, nachgehen.
Durch die unterschiedlichen Erwartungshaltungen seiner Umgebung und der wieder aufkommenden Zuneigung zu seiner früheren Studienfreundin, wird er aus seiner Komfortzone gerissen.
Verrichtet er weiterhin gewissenhaft seine erfolgreiche Arbeit als Kaninchen-Identifikationsagent, die eine „ungesunde positive Haltung gegenüber Kaninchen“ untersagt, und unterstützt er die systematische Diskriminierung und Ausgrenzung der Kaninchen durch die Regierung und Teile der Bevölkerung? Oder soll er den neuen, liebgewonnenen Nachbarn Connie und Doc beistehen, den veganen, friedfertigen und freundlichen Kaninchen, die sich selbstverständlich gut in die Gesellschaft integrieren möchten?

Dies ist ein kurzweiliger, in feinster Satire geschriebener, hochaktueller gesellschaftskritischer Roman.
Angesiedelt in Großbritannien, könnte sich die Geschichte ebenso auf dem Kontinent oder über dem großen Teich ereignen. Sie ist gespickt mit einer Fülle von Anspielungen an die reale Gegenwart. Der Umstand, dass einem zuweilen das herzhafte Lachen im Hals stecken bleiben mag, ist den Parallelen zu den derzeitigen, sich überschlagenden politischen Entwicklungen in der realen Welt geschuldet, insbesondere jenen nach Veröffentlichung des Romans.
Die rasante Vermehrung der Kaninchen steht der sich ebenso rasant entwickelnde Angst und Abwehr gepaart mit wachsender Aggression und Hass allem Fremden und Neuem gegenüber.
Für seine manchmal herzerfrischend überbordende und sehr zugespitzte Satire bedient sich der Autor der Welt der Fabeln.
Auf der eine Seite stehen die liebenswürdigen, friedlichen Kaninchen, die aufgrund ihrer kurzen Lebenszeit ein fröhliches, hedonistisches Lebensziel verfolgen. Sie gehen sehr aufrecht, ehrlich, direkt und ihre Umgebung genau einschätzend durchs Leben. Sie sind die moralische Instanz. Sie sind diejenigen, die zwar selbst Teil einer Nahrungskette sind, sich dies aber nicht zu eigen machen, sondern sich für ein veganes, friedvolles und rücksichtsvolles Leben entscheiden. Was keineswegs bedeutet, dass sie sich ihren ausgefuchsten, gewalttätigen Feinden einfach ausliefern.
Auf der anderen Seite steht eine große Zahl Menschen, unterstützt von den Füchsen an vorderster Front und den Geheimagenten, den Wieseln. Für sie bedeuten die Kaninchen mit ihrer anderen Lebensweise und -einstellung und ihrer raschen Vermehrung eine Gefahr für ihre Gesellschaft, die mit allen Regeln und Mitteln der Macht und Gewalt bekämpft werden muss. Andersdenkende in eigenen Reihen trifft dasselbe Schicksal.
Doch der Widerstand der Kaninchen wird stets aufs Neue intelligent geplant und ausgeführt, mit den überraschendsten Wendungen, ganz im Sinne Haken schlagender Kaninchen.
Dies wiederum führt zu sich überschlagender diskriminierender und fremdenfeindlicher Rhetorik, die immer mehr das Unsagbare nicht nur sagbar macht, sondern auch danach handeln lässt. Immer das Ziel vor Augen, den Widerstand der Kaninchen zu vernichten, oder auch mehr…
Es bleibt spannend bis zum Schluss.
Mit Begeisterung habe ich den Roman gelesen. Man taucht sofort ohne Einleitung in die Geschehnisse ein. Dies fand ich anfangs etwas schwer ob der Vielzahl der Personen und des Umstands, dass manche von ihnen teil vermenschlicht sind, was nicht immer gleich erkennbar ist. Hinzu kommt, dass der Roman nicht zu 100 Prozent in unserer Welt noch in einer Parallelwelt spielt. Doch der flüssige Schreibstil und die lockere Erzählweise des Peter Knox mit seinem trockenen britischen Humor fangen dies leicht wieder auf. Man merkt dem Autor an, dass ihm Peter Knox mit seiner Tochter und die Kaninchen sehr ans Herz gewachsen sind.
Äußerst gelungen finde ich auch die gewählte Erzählform sowie die Wahl Jasper Ffordes, einen „Kaninchen-Identifikationsagenten“ als Protagonisten zu wählen, der diesen Beruf nur ergriffen hat, weil er ein sehr guter Beobachter ist. Gerade die Erzählform des erlebenden Ichs kombiniert mit der überdurchschnittlichen Beobachtungsgabe des Peter Knox, die zuweilen den Eindruck eines auktorialen Erzählers vermittelt, hat mich gefühlt stärker in den Entwicklungsprozess des Peter Knox mit einbezogen und mich bei der Auseinandersetzung der Thematik nicht von der Leine gelassen.
Hier sei noch auf den deutschen Buchtitel bzw. Cover in Perfektion hingewiesen. Der Steckbrief eines „Karnickels“ lässt einen an die alte Redensart „Karnickel hat angefangen“ denken.
Der Autor führt uns erbarmungslos vor Augen, dass eine noch so tolerante und friedfertige Gesinnung allein nicht ausreicht, um gegen hasserfüllte Rhetorik und Taten bestehen, vielleicht auch überleben zu können. Wem trotz oder gerade in der heutigen Zeit dieses Thema am Herzen liegt und britischen Humor und Satire (as it‘s best) liebt, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen. Humor ist, wenn man trotzdem lacht…

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