Profilbild von subechto

subechto

Lesejury Star
offline

subechto ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit subechto über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.03.2026

Tatort Fuerteventura

Rote Sonne - Mord auf Fuerteventura
0


„Rote Sonne - Mord auf Fuerteventura“ von Eric Berg ist nach „Roter Sand - Mord auf Gran Canaria“, der zweite Fall für den smarten Ermittler Fabio »Flaco« Lozano. Worum geht es?
Flaco, der eigentlich ...


„Rote Sonne - Mord auf Fuerteventura“ von Eric Berg ist nach „Roter Sand - Mord auf Gran Canaria“, der zweite Fall für den smarten Ermittler Fabio »Flaco« Lozano. Worum geht es?
Flaco, der eigentlich auf Gran Canaria lebt, ermittelt diesmal auf Fuerteventura. Auf einer Feier wird vor seinen Augen eine Frau ermordet. Schnell steht fest, Constanza wurde vergiftet, mit dem Gift des Kugelfischs. Von wem und warum?
Hat es jemand auf Constanzas Geld abgesehen? Ihre Tochter, die Afrikaner? Die Kellner? Zwei in die Jahre gekommene Weltenbummler? Elvira, eine Freundin der Toten? Oder ein Mann, der sich Héctor nennt? Jede Menge Verdächtige, aber kein Motiv.
Flaco ermittelt auf eigene Faust. Kurz darauf gibt es erneut einen Giftanschlag…
„Rote Sonne“ ist spannend und unterhaltsam. Auch der Humor kommt nicht zu kurz. Es geht um komplexe, verzwickte (Familien-)Geschichten. Ja, die Verwandtschaftsverhältnisse/ Beziehungen in diesem Krimi sind mitunter ein wenig kompliziert.
Über das Wiedersehen mit Flaco habe ich mich gefreut. Er kommt sympathisch rüber, selbst wenn er eine große Klappe hat. Aber er ist ein guter Ermittler. Auch Ex-Kollege Carlos ist wieder mit von der Partie. Neu dabei, Coco, beste Freundin oder mehr?
Die Auflösung ist nicht vorhersehbar, wenn auch etwas konstruiert. Und so freue ich mich schon auf die Fortsetzung, so es denn eine geben wird.

Fazit: Fall Nr. 2 für Fabio »Flaco« Lozano. Atmosphärischer Kanaren-Krimi mit viel Humor. Nicht leichenlos, aber unblutig.

Veröffentlicht am 17.03.2026

Gunni Hilding ermittelt

Tatort Trelleborg - Gunni Hilding ermittelt
0


Als Fan der ersten Stunde habe ich alles von Mattias Edvardsson mit Freude gelesen. Er ist ein guter Beobachter und großartiger Erzähler. Auch „Tatort Trelleborg“ überzeugt auf ganzer Linie. Worum geht ...


Als Fan der ersten Stunde habe ich alles von Mattias Edvardsson mit Freude gelesen. Er ist ein guter Beobachter und großartiger Erzähler. Auch „Tatort Trelleborg“ überzeugt auf ganzer Linie. Worum geht es?
Trelleborg, Südschweden, Mai 1989: Wir lernen Lola und ihren Sohn Robin kennen. Er will mit den beiden Nachbarsjungen Daniel und Dennis im Wald spielen - und verschwindet. Kurz darauf wird er tot aufgefunden. Schnell steht fest, Robin wurde ermordet.
Gabeljung, eine verschworene Gemeinde. Immer mehr Personen kommen als Täter in Frage: Allan, Andres, Stefan oder Ekel-Bengt? Und dann sind da noch Tony, Lolas neuer Partner und Leif, der Vater von Daniel und Dennis sowie Kristian „Krille“, Robins leiblicher Vater. Fast jeder hat etwas zu verbergen.
Gunni Hilding und ihre Kollegin Inga ermitteln. Ein Tatverdächtiger wird zwar verhaftet, aber ist er auch der Richtige? Und wo liegt sein Motiv? Doch dann gibt es eine dramatische Wende. Der Verdächtige wird entlassen, die Ermittlungen abgeschlossen.
Fünf Jahre später, Juni 1994: Wieder wird ein totes Kind gefunden und Gunni zurück in die Vergangenheit katapultiert.
„Tatort Trelleborg“ ist spannend und unterhaltsam. Kurze Kapitel und wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Falsche Fährten und überraschende Wendungen bereichern die Geschichte. Was ist wahr, was ist Lüge?
Die Figurenzeichnung ist gut gelungen. Inga und Gunni sind mir sofort ans Herz gewachsen, ein Team, das sich perfekt ergänzt: Fachkenntnis und Lebenserfahrung gepaart mit Jugend und Neugier. Auch ihr Kollege Hasse und ihr Chef Valter kommen sympathisch rüber.
Gunni ist ein interessanter Charakter, der mit den Dämonen der Vergangenheit zu kämpfen hat. Sie ist bei den Zeugen Jehovas aufgewachsen. Das hat Spuren hinterlassen. Aber sie ist hartnäckig und verbeißt sich in den Fall.
Das Buch endet mit einem fiesen Cliffhanger. Ich kann es kaum erwarten, dass Band 2 erscheint.

Fazit: Packender Auftakt einer neuen Krimireihe mit einer ungewöhnlichen Heldin. Unbedingt Lesen!

Veröffentlicht am 11.03.2026

Ein Horrortrip

Kalt wie die Luft
0


„Kalt wie die Luft - Jakob Webers erster Fall“ von Orjan N. Karlsson überzeugt auf ganzer Linie. Den Autor kannte ich bisher nicht. Eine echte Entdeckung! Worum geht es?
In Bodø, nördlich des Polarkreises, ...


„Kalt wie die Luft - Jakob Webers erster Fall“ von Orjan N. Karlsson überzeugt auf ganzer Linie. Den Autor kannte ich bisher nicht. Eine echte Entdeckung! Worum geht es?
In Bodø, nördlich des Polarkreises, kehrt die 19-jährige Iselin Hanssen von ihrer Joggingrunde nicht zurück. Kriminalkommissar Jakob Weber und seine neue Kollegin Noora Yun Sande übernehmen den Fall. Später wird in einem Wandergebiet ein blutiges T-Shirt gefunden. Iselins?
Kurz darauf verschwindet auf einer einsamen Insel eine weitere junge Frau, Marte Moi, eine Influencerin, besser bekannt als „NatureLady“. Insgesamt vier junge Frauen. Vier Vermisstenfälle, die 29 Jahre auseinanderliegen. Ist ein Serienkiller am Polarkreis unterwegs?
„Kalt wie die Luft“ ist ein fesselnder Thriller. Es geht hart zur Sache. Wechselnde Perspektiven, auch aus Tätersicht, sorgen für Dynamik. Falsche Fährten und überraschende Wendungen bereichern die Geschichte.
Jakob und Noora kommen sympathisch rüber. Jakob ist frisch verwitwet und kümmert sich rührend um seinen Halbbruder. Noora ist auf der Flucht aus einer toxischen Beziehung.
Da ich schon oft in Norwegen war, auch in Narvik und auf den Lofoten, musste ich dieses Buch unbedingt lesen und wurde nicht enttäuscht.
Ein Cliffhanger macht Lust auf die Fortsetzung, „Dunkel wie die Nacht“, die im Herbst erscheinen soll.

Fazit: Gelungener Auftakt einer neuen Nordland-Reihe. Spannung pur!

Veröffentlicht am 21.02.2026

Wer bist du?

Moorland. Die Zwillinge
0

„Moorland. Die Zwillinge“ ist der Auftakt einer neuen Thriller-Reihe von Andreas Winkelmann, einem meiner Lieblingsautoren und hat mir wieder richtig gut gefallen. Im Mittelpunkt steht die Polizistin Malia ...

„Moorland. Die Zwillinge“ ist der Auftakt einer neuen Thriller-Reihe von Andreas Winkelmann, einem meiner Lieblingsautoren und hat mir wieder richtig gut gefallen. Im Mittelpunkt steht die Polizistin Malia Gold. Sie ist nach 15 Jahren in ihre Heimatstadt Riedberg zurückgekehrt.
Dichter Nebel hängt über dem Moor. Toma ist mit dem Fahrrad unterwegs, wird von einem Auto erfasst, stürzt ins Moor - und überlebt. Was hat dieses Auto im Moor zu suchen?
Danach lernen wir Malias Mutter Ruth Sichler und Polizist Sven Sellmann sowie Hans Mertens kennen. Er meldet seine 18-jährigen Zwillingstöchter Nike und Jana als vermisst. Sie wollten im Moor ein Video für ihren TikTok-Kanal Moormaid drehen. Eine groß angelegte Suche startet. Gefunden wird nur ein Damenrad - und eine Kamera.
Am nächsten Tag wird Nike desorientiert und verwirrt aufgefunden. Sie kann sich an nichts erinnern…
„Moorland“ ist spannend und unterhaltsam. Der Autor hat seine Geschichte unheimlich gruselig in Szene gesetzt. Die einzigartige, mystische Atmosphäre hat mich sofort gefesselt. Das Namenlose Moor, ein Ort voller Geheimnisse und Gefahren.
Dazu ein Heer von Protagonisten. Riedberg, wo die Menschen eine verschworene Gemeinschaft bilden. Fast jeder hat etwas zu verbergen.
Es geht um Familie. Und um die Gefahren der Sozialen Medien: Sucht und Manipulation. Neid und Angst. Last but least Fake News.
Am Ende ist der Kriminalfall gelöst. Aber das Schicksal von Malias Vater nicht. Mehr werden wir wohl erst im nächsten oder übernächsten Band erfahren. Ich freu mich drauf!

Fazit: Gelungener Start einer neuen Thriller-Reihe. Düster und beklemmend!

Veröffentlicht am 13.02.2026

Danish Dynamite

Dunkelmann
0


Um es gleich zu sagen, „Dunkelmann“ von Lars Findsen und Jacob Weinreich hat mich begeistert. Spannung pur aus Dänemark: Geheimdienst, Grönland und die Chinesen.
Eine chinesische Delegation ist auf dem ...


Um es gleich zu sagen, „Dunkelmann“ von Lars Findsen und Jacob Weinreich hat mich begeistert. Spannung pur aus Dänemark: Geheimdienst, Grönland und die Chinesen.
Eine chinesische Delegation ist auf dem Weg nach Dänemark, als Daniel Hartmann, Analyst beim dänischen Geheimdienst, entdeckt, dass sich einer der Teilnehmer hinter einer falschen Identität verbirgt. Agentin Maja Birk wird mit dem Fall betraut, während Daniel versucht, die chinesische Studentin Jia Ling für die Infiltration der Gruppe zu gewinnen.
„Dunkelmann“ ist ein rasanter, actionreicher Agententhriller. Autor Lars Findsen war jahrelang Chef des dänischen Nachrichtendienstes. Das Buch gliedert sich in drei Teile. Wobei die ersten Kapitel in der Türkei verortet sind. Teil 2 spielt hauptsächlich in Dänemark, Teil 3 in Grönland, das dramatische Finale.
Es geht um die neue Seidenstraße, deren Aufbau die Chinesen mit Nachdruck verfolgen. Ein Fall, der völlig unvorhersehbar und äußerst gewaltsam verläuft. Eine Geschichte, die in diesen Tagen von der Realität eingeholt zu werden scheint.
Die Figurenzeichnung ist gut gelungen. Maja und Daniel kommen sympathisch rüber. Spione mit Privatleben. Beide haben ihr Päckchen zu tragen, weil sie ihren Partnern nichts über ihre Einsätze erzählen dürfen. Gerne mehr davon!

Fazit: Ein hochaktueller, fesselnder Spionagethriller über die Interessen der Großmächte an der arktischen Seidenstraße.