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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.03.2026

Von Träumen und harten Realitäten

Die Legende von Frostherz 2. Flucht aus Aurora
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Ash kommt voller Hoffnung nach Aurora. Wird er hier eine Spur zu seinem Vater finden?
Doch in Aurora herrscht eine aufgeladene Stimmung gegen die Klangweber. Niemand traut ihnen, schon gar nicht die legendäre ...

Ash kommt voller Hoffnung nach Aurora. Wird er hier eine Spur zu seinem Vater finden?
Doch in Aurora herrscht eine aufgeladene Stimmung gegen die Klangweber. Niemand traut ihnen, schon gar nicht die legendäre Kapitänin Sturmbändigerin. Sie setzt alle Hoffnung in Waffen aus der alten Welt, die nur von Klangwebern benutzt werden können, um die empfundene Gefahr durch die Leviathane, als auch die Dämonen zu bannen. Deshalb werden alle Klangweber Auroras zwangsweise zusammengetrieben und zur Arbeit an den Waffen verpflichtet.
Ash muss begreifen, dass die Suche nach seinem Vater, nach einer Suche des geheimnisvollen Ortes „Sonnenwende“ wird. Und die Suche wird gefährlich, denn sowohl Kapitänin Sturmbändigerin, als auch die Dämonen um Shaard haben eigene Absichten mit diesem Ort.

„Flucht aus Aurora“ ist genauso genial wie der erste Band. Die gesamte Crew um Ash herum muss man einfach mögen, denn nicht nur Tobu und Lunah stehen Ash immer hilfreich zur Seite.
Zugleich verdichten sich auch alle Informationen über die Geschichte dieser Welt und das Schicksal von Ash’s Familie. Der Zwiespalt in Ash um seine Klangweberkräfte und wie er sie einsetzen kann wird durch den Autor zum Teil sehr ergreifend beschrieben und hat mich tief beeindruckt.
Für mich ist es deshalb nach wie vor keine reine Kinderbuchreihe, sondern sollte auch ruhig von Erwachsenen gelesen werden.

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Veröffentlicht am 13.02.2026

Gar nicht schlecht

The Games Gods Play – Schattenverführt
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Eigentlich wollte ich den ganzen Hype um das Buch ja gar nicht mitmachen. Ein Romance Roman, von daher für mich doch zumeist ein wenig zu kitschig.
Doch als ich erst einmal zu Lesen begonnen hatte, konnte ...

Eigentlich wollte ich den ganzen Hype um das Buch ja gar nicht mitmachen. Ein Romance Roman, von daher für mich doch zumeist ein wenig zu kitschig.
Doch als ich erst einmal zu Lesen begonnen hatte, konnte ich das Buch erst wieder zur Seite legen, als die Story beendet war.
Was gefiel mir denn nun an dem Buch eigentlich so?
Bei Lyra, der Heldin der Geschichte bin ich mir immer wieder nicht sicher, ob ich sie wirklich so sehr ins Herz geschlossen habe, da sie zum Teil ein wenig stereotyp daher kam – eigenwillig, darauf bedacht immer die Oberhand zu haben, große Klappe (und zum Teil nichts dahinter) und selbstverständlich innerlich zerbrechlich und zweifelnd. Also fast noch ein wenig „postpubertär“.
Und Hades, tja, der ist eben Hades, der sexy Typ von Nebenan – unabhängig, unbeugsam, sein eigenes Ding machend. Nach innen aber sucht auch er nach Liebe.
Die ab und an bis auf die Spitze getriebenen Dialoge erinnerten mich immer wieder einmal an die eigenen ersten romantischen Erfahrungen. Vielleicht ist es das, was den Charme des Romans für mich ausgemacht hat.
Davon unabhängig fand ich das Setting um den Olymp richtig gut und auch anders umgesetzt, als in bisher von mir gelesener Literatur, in der auf die griechische Mythologie zurück gegriffen wurde. Und die Spiele, die ja den Großteil der Rahmenhandlung ausmachen sind fantasievoll ausgedacht und mitunter spannend. Das Lesen hat eben Spaß gemacht.

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Ein Reihenbeginn, von dem ich mehr möchte

Irida 1. Irida und die Stadt der Geheimnisse
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Irida und ihre drei Freunde sind die „Furchtlosen“. Jugendliche die sich bisweilen durch ihre Handicaps etwas ausgegrenzt fühlen, sich in der Gruppe aber Verständnis entgegenbringen und Zusammenhalt. Das ...

Irida und ihre drei Freunde sind die „Furchtlosen“. Jugendliche die sich bisweilen durch ihre Handicaps etwas ausgegrenzt fühlen, sich in der Gruppe aber Verständnis entgegenbringen und Zusammenhalt. Das kleine und zumeist ruhige Städtchen Hohenburg, das die Gruppe ihr Zuhause nennt hat erstaunlich viel zu bieten – Sagen und Legenden zum Teil mit keltischem Hintergrund, zum Teil aus dem Mittelalter, eine Burg, Höhlen. Da wundert es nicht, dass es anscheinend Geister und andere Wesen doch nicht nur in den Sagen und Legenden gibt?

Auf jeden Fall hat Markus Heitz eine recht fantastische Hintergrundgeschichte innerhalb unserer alltäglichen Lebenswelt erschaffen, in der sich die Furchtlosen mit anderen bisweilen recht mystischen Gruppierungen auseinandersetzen müssen. Dabei kommen immer wieder die individuellen Talente der Jugendlichen zum Einsatz, so dass der Leserschaft vermittelt wird, das „Handicaps“ nichts sind, was man verbergen sollte, denn sie können durchaus individuelle Stärken sein.

Dieses erste Buch ist trotz oder gerade wegen der vielen Personen, Fraktionen und Ereignisse in erster Linie ein Reihenauftakt. Das schmälert das Buch aber nicht, da es sich sehr gut liest und viele Handlungsansätze hat, die einem beim Lesen schon ein wenig anteasern.

Qualitativ hat der Oetinger Verlag ein gut gebundenes Buch mit einem schönen Farbschnitt herausgegeben. Die Covergestaltung von Max Meinzold passt optisch sehr gut zum Inhalt und hat zugegebener Maßen mit dafür gesorgt, dass ich unbedingt einmal reinschauen wollte.

Die Altersempfehlung von 11 Jahren ist gut angemessen. Kinder mit gutem Leseverständnis für etwas komplexere Handlungen sollten dem Inhalt auch problemlos folgen können.

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Veröffentlicht am 25.05.2025

Adieu Al

Kerze & Krähe
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Nach mehrjähriger Pause ist endlich der abschließende Band der Trilogie erschienen.
Und da alles einmal ein Ende hat – ich werde die mir lieb gewordenen Charaktere wirklich vermissen.

Den alten Al, der ...

Nach mehrjähriger Pause ist endlich der abschließende Band der Trilogie erschienen.
Und da alles einmal ein Ende hat – ich werde die mir lieb gewordenen Charaktere wirklich vermissen.

Den alten Al, der alles über seinen Doppelfluch erfährt und diesen von sich nehmen kann. Buck Foi, der unbedingt eine Legende unter den Hobgobs werden möchte und im Kern „nur“ sein Trauma zu seinen Vater verarbeitet. Nadia, meine heiß geliebte Kampfseherin mit ihren Gothic Vibes, die sich sehr ernsthaft dem Aufbau eines Kults um den von ihr geschaffenen Gott Lhurnag widmet. Wann kann man schon einmal dem Erwachen eines Gottes beiwohnen? Roxanne – die ja erst im letzten Band dazugestoßene Schlachtengöttin Morrigan – die sich neu erfinden will. Sie möchte mehr als nur die gefürchtete, männermordende Gottheit sein und ihren eigenen Weg finden. Da bleibt nur zu sagen: Aller Anfang ist schwer.
Und schlussendlich Gladis, die viel Schei** erlebt hat. Eindeutig eine Nebenfigur, die mir aber durch ihre Art und Weise so richtig ans Herz gewachsen ist.
Sie alle werden mir fehlen.

Und doch ist es gerade die Auflösung aller mehr oder minder angedeuteten Handlungsstränge, die diesen Roman so rasant machen, dass es ein wirkliches Vergnügen ist ihn zu lesen. Vor allem die Entwicklungen um die Auflösung von Al’s Doppelfluch machen die Geschichte richtig, richtig gut. Denn hier geht es einmal weg von den irisch/keltischen Gottheiten und für die Leser:innen kommt die Tätigkeit als Siegelmagier, der sich mit den Pantheons verschiedener Welten auseinandersetzen muss deutlich mehr zum Tragen.

Al hat seinen Ruhestand mehr redlich verdient, aber ich bedaure es schon dass mir weitere Lesestunden und Geschichten mit ihm damit verwehrt bleiben. Die gesamte Trilogie hat für mich eine absolute Leseempfehlung verdient.

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Veröffentlicht am 20.05.2025

Eine harte Welt voller Blut

Nordnacht
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„Dies ist eine Welt aus Blut.“ So das Cover. Und es stimmt. Der Auftakt der Blutgeschworenen-Reihe führt den Leser in eine überwiegend düstere Welt der Wikinger.
Die Götter existieren nicht mehr, doch ...

„Dies ist eine Welt aus Blut.“ So das Cover. Und es stimmt. Der Auftakt der Blutgeschworenen-Reihe führt den Leser in eine überwiegend düstere Welt der Wikinger.
Die Götter existieren nicht mehr, doch ihre sterblichen Überreste und Hinterlassenschaften liegen am Fuß der Weltenesche. Und man munkelt, dass unter dieser die Drachengöttin Rif-Lika eingekerkert noch existieren soll. All das weckt Begehrlichkeiten, denn die Welt ist hart, grausam, machtorientiert …

Vor diesem Hintergrund entwickelt John Gwynn gekonnt die Geschicke um seine drei Protagonisten Orka, Varg und Elvar. Trotz unterschiedlicher Motivation führen die Wege der Drei am Ende zusammen und lassen die Leser:in voller Erwartungen an den zweiten Teil der Trilogie zurück.

Was möglicherweise den ein oder anderen vor dem 603 Seiten umfassenden Roman zurückschrecken lässt ist die doch sehr, sehr ausführliche Beschreibung der Welt und der Alltagsgebräuche. Man merkt sehr deutlich, dass der Autor eine Faszination für die Welt der Wikinger hat und davon recht viel in seinem Roman wiedergeben möchte. Für mich macht er das gekonnt, für andere möglicherweise jedoch ein wenig zu ausführlich.

Ich kann den Roman alle empfehlen, die Highfantasy, Wikinger und ein durchaus leicht düsteres und raues Setting bevorzugen. Schreibtechnisch einfach gut gemacht.

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