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Veröffentlicht am 14.05.2026

Gelungene Neuinterpretation

West of Wicked. Folge deinem Verlangen
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Den Zauberer von Oz kennen wohl die meisten aus ihrer Kindheit. Mit „West of Wicked“ von Nikki St. Crowe ist nun eine etwas düstere und fantastische Neuinterpretation der Geschichte erschienen. Bei dem ...

Den Zauberer von Oz kennen wohl die meisten aus ihrer Kindheit. Mit „West of Wicked“ von Nikki St. Crowe ist nun eine etwas düstere und fantastische Neuinterpretation der Geschichte erschienen. Bei dem vorliegenden Roman handelt es sich um Band 1 der Reihe.
Dorothy Gale wurde als kleines Mädchen in Kansas bei Pflegeeltern abgegeben. Über ihre Vergangenheit und ihre Herkunft weiß sie nichts. Eines Tages wird sie in einem Wirbelsturm samt ihrem Haus und ihrem Hund Toto weit weggetragen und landet im magischen Land Oz – genau auf dem Kopf der Hexe des Ostens.
Um wieder nach Hause zu finden, wendet sie sich Richtung Smaragdstadt über den gelben Ziegelweg, um den Zauberer von Oz um Hilfe zu bitten. Auf ihrem Weg begegnet sie einer attraktiven Vogelscheuche, den Hexen von Oz, dem Blechmann, der als Auftragskiller nach ihr sucht und zahlreiche weitere Einwohner des magischen Landes.
Das Cover des Buches ist sehr gut gelungen. Mit seiner dunkelgrünen Farbe und den Mohnblumen hat es mich sofort fasziniert.
Die Neuadaption der magischen Geschichte rund um Dorothy und ihrem kleinen Hund Toto hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Die Schreibweise der Autorin ist dabei flüssig und bildreich, sodass ich mich selber den gelben Ziegelsteinweg habe entlanglaufen sehen. Die Geschichte wird dabei aus wechselnden Perspektiven erzählt.
Die Düsternis, die in der Geschichte offeriert wurde, habe ich leider etwas vermisst. Dass Oz von dunklen Wolken überschattet ist, hat mir hierbei nicht ausgereicht.
Die bekannten Figuren haben ihre ganz eigenen Rollen, welche mich überrascht haben.
Dorothy sucht ihren eigenen Weg. Will sie tatsächlich zu Hause in Kansas sesshaft werden mit Ehemann und Kindern auf einer Farm oder ist sie zu viel Größerem bestimmt? Sie sucht nach dem richtigen Funken, der ein Feuer in ihr entbrennt.
Grundsätzlich empfand ich diese Herangehensweise als sehr positiv; Dorothys Einstellung zu den Männern fand ich jedoch weniger fortschrittlich und hat mich tatsächlich auch etwas gestört beim Lesen.
Die Geschichte baut sich langsam auf, wurde im Mittelteil für mein Empfinden etwas zu langsam, hat aber zum Ende hin wieder Fahrt aufgenommen. Das Ende war überraschend und lässt viel Raum für die Fortsetzung, die ich auf jeden Fall lesen werde.
Somit war diese Neuinterpretation weniger düster, aber dafür geheimnisvoll.
Aufgrund kleinerer Feinheiten vergebe ich 4 von 5 Sternen und kann das Buch jedem Freund vom Zauberer von Oz ans Herz legen.

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Veröffentlicht am 14.02.2026

Ideen sind stärker als Erinnerungen!

Das unsichtbare Leben der Addie LaRue
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"Das unsichtbare Leben der Addie LaRue" von V.E. Schwab ist mein erstes Buch der Autorin.

Adeline LaRue soll im Jahre 1714 einen Mann heiraten, den sie nicht will. Sie kann sich ein Leben im kleinen Örtchen ...

"Das unsichtbare Leben der Addie LaRue" von V.E. Schwab ist mein erstes Buch der Autorin.

Adeline LaRue soll im Jahre 1714 einen Mann heiraten, den sie nicht will. Sie kann sich ein Leben im kleinen Örtchen Villon in Frankreich nicht für immer vorstellen und begeht einen großen Fehler - sie bittet die Götter um Hilfe. Jedoch ist die Nacht bereits hereingebrochen und die Hilfe, die ihr von einem Fremden angeboten wird, hat ihren Preis: Adeline lebt fortan in vollkommener Unabhängigkeit und Freiheit, aber kein Mensch kann sich an sie erinnern. Eine zugeschlagene Tür, eine Nacht und Adeline verschwindet aus den Köpfen der Menschen. So lebt Adeline 300 Jahre, hinterlässt ihre Spuren durch die Ideen, die sie in die Köpfe von Künstlern einpflanzt, kann jedoch nie wirklich ankommen oder sich ein Zuhause schaffen. Bis sie Henry begegnet - dem einzigen Mann, der sich an sie erinnern kann. Doch was ist besonders an Henry?

Die Grundidee des Romans finde ich sehr spannend. Was ist die Freiheit wert, wenn man dafür keine Freundschaften, Beziehungen und Liebe festhalten kann?
Es wird in zwei Zeitebenen erzählt - so begegnet man Adeline, genannt Addie, zunächst 1714 und es zeigt sich Stück für Stück, was damals passiert ist. Auch die folgenden Jahre und Begegnungen mit dem Fremden erfährt der Leser mit Blick auf die Vergangenheit.

Die zweite Zeitebene spielt 2014, als Addie Henry begegnet und endlich jemanden findet, bei dem sie sich fallen lassen kann.

Addie LaRue ist für mich eine sehr interessante Protagonistin - sie kämpft sich trotz ihres Schicksals durch die Jahrhunderte, lernt immer neue Dinge kennen, erkennt trotz der langen Zeit die Schönheit in der Welt und versucht, ihre Spuren zu hinterlassen - eine Möglichkeit, die der Fluch ihr eigentlich genommen hat.

Der schattenhafte Fremde, den Addie Luc nennt, ist ebenfalls ein spannender Charakter - ein Gott der Dunkelheit oder der Teufel höchstpersönlich? Seine Emotionen und Verhaltensweisen habe ich gern durch Addies Augen miterlebt.

Generell habe ich diesen Roman sehr gern gelesen. Er war eher ruhig, aber die Sprache in Bildern sehr poetisch. Mit Addie habe ich mich sehr wohl gefühlt.

An manchen Stellen hat sich die Geschichte etwas gezogen, aber im letzten Drittel hat der Spannungsbogen deutlich angezogen.
Das Ende hat mir richtig gut gefallen und passt perfekt zur Lebensgeschichte von Addie LaRue.

So kann ich diesen Roman wirklich an diejenigen weiterempfehlen, die eine magisch-poetische Geschichte lesen wollen und dabei auf sinnlosen Spice oder extreme Spannungsmomente verzichten können.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 23.01.2026

Kleopatra - Herrscherin zwischen Liebe und Verrat

Kleopatra
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Kleopatra VII. – Herrscherin über Ägypten, Pharaonin, Ehefrau, Geliebte und Mutter. All das verbindet diese sagenumwobene Königin in sich, doch ich musste bei der Lektüre von „Kleopatra – Roman einer Königin“ ...

Kleopatra VII. – Herrscherin über Ägypten, Pharaonin, Ehefrau, Geliebte und Mutter. All das verbindet diese sagenumwobene Königin in sich, doch ich musste bei der Lektüre von „Kleopatra – Roman einer Königin“ von Saara El-Arifi feststellen, dass ich nicht wirklich viel über diese historische Persönlichkeit weiß.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen. Kleopatra erzählt ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive, sodass man als Leser*in nochmal einen ganz anderen Eindruck des damaligen Lebens und Geschehens, ihrer persönlichen Sicht auf die Ereignisse, ihrer Ängste und Empfindungen erhält.
Sehr gut gefallen haben mir die Zitate der Zeitzeugen/Gelehrten am Anfang eines jeden Teils und die Erläuterungen von Kleopatra selbst. Es verdeutlicht sehr anschaulich, dass die Überlieferungen immer so aussehen, wie sie die Sieger geschrieben haben oder in Kleopatras´ Fall die Männer um sie herum.
Kleopatra erzählt nicht nur aus ihrer Jugend und der Übernahme der Herrschaft, die eigentlich gar nicht für sie bestimmt war. Sie erzählt auch vom Glauben an die Götter und deren Gunst sowie von Liebe und Verrat.
So war dieses Buch eine perfekte Mischung und hat mich gut unterhalten.
Zwischenzeitlich empfand ich die Erzählung etwas langatmig und die Spannung war nicht immer gegeben.
Das Ende hat mich jedoch überrascht und mir im Kontext der damaligen Götterverehrung sehr gut gefallen.
Insgesamt gebe ich diesem Buch 4 von 5 Sternen, da ich die Geschichte von Kleopatra sehr gern gelesen habe und trotz dichterischer Freiheiten historische Überlieferungen perfekt in die Handlung eingebaut sind.

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Der Stitcher - Mensch oder Monster?

Where He Can't Find You
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„Where he can´t find you“ ist ein Horror-Thriller aus der Feder von Darcy Coates.

In der Kleinstadt Doubtful geht seit Jahren die Angst um. Menschen werden entführt und tauchen Wochen oder Monate später ...

„Where he can´t find you“ ist ein Horror-Thriller aus der Feder von Darcy Coates.

In der Kleinstadt Doubtful geht seit Jahren die Angst um. Menschen werden entführt und tauchen Wochen oder Monate später wieder auf, aber sie sind nicht mehr so wie zuvor, sondern Körperteile und Hautpartien sind willkürlich auseinandergerissen und mit rotem Faden wieder zusammengefügt worden. Teilweise wurden Körperteile von mehreren Personen aneinandergenäht. Schuld ist der Stitcher, der immer wieder auf die Jagd nach seinen Opfern geht. Doch ist der Täter wirklich ein Mensch oder eher ein Monster? Und warum scheinen die Erwachsenen ihn zu ignorieren und jegliche Fragen zu ihm zu unterbinden?
Die Freundesgruppe Abby, Riya, Connor und Rhys haben klare Regeln – keiner darf allein sein, Fenster und Türen bleiben verriegelt und bei Einbruch der Dämmerung darf man nicht mehr draußen sein. Doch als Hope, die Schwester von Abby, trotz aller Vorsichtsmaßnahmen entführt wird, macht sich die Clique auf die gefährliche Suche und setzt dabei ihre eigenen Leben aufs Spiel.

Das Cover des Horror-Thrillers ist sehr anschaulich gestaltet – passend zum Genre und der makabren Geschichte.

Unterteilt ist das Buch in 4 Abschnitte, denen jeweils ein Comic vorangeht. Dieser lässt bereits erahnen, was im kommenden Abschnitt passiert und ist in meinen Augen ein gut gewähltes Stilmittel.

Der Schreibstil hat mich direkt gepackt. Man spürt die Trost- und Hoffnungslosigkeit der Menschen in Doubtful. Gleichzeitig die Angst, die allgegenwärtig ist, aber auch die Tatenlosigkeit, dem Ganzen ein Ende zu setzen.

Die Freundesgruppe rund um Abby sind typische Teenager, doch mit ganz anderen Problemen. Sie halten zusammen und stehen füreinander ein. Ich habe sie sehr gern begleitet und mit ihnen mitgefiebert.

Die Spannung war durchgehend greifbar, jedoch fehlte mir der Thrill. Klar waren einige unheimliche/gruselige Momente dabei, aber so richtig konnte es mich nicht packen. Zwischenzeitlich zog es sich auch etwas in die Länge.

Das Ende passt zum Genre.

Fazit:
In meinen Augen handelt es sich hier eher um einen Jugend-Horro-Thriller, den Anfänger in diesem Genre gut lesen können und der ihnen sicher Gänsehaut und Grauen bereitet. Wer jedoch in diesem Genre schon einiges gelesen hat, wird nicht ganz so geschockt sein über das Geschehen.
Mir hat die Geschichte und deren Aufmachung jedoch gut gefallen und daher bekommt dieses Buch 4 von 5 Sternen von mir.

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Veröffentlicht am 19.12.2025

Eine emotionale Reise ins wunderschöne Neuseeland!

Die Magnolientochter (Die Blumentöchter 4)
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„Die Magnolientochter“ ist mittlerweile schon der 4. Teil der Blumentöchter-Reihe aus der Feder von Tessa Collins.

Man begleitet in dieser Geschichte Magnolia auf der Suche nach ihren Wurzeln. Magnolia ...

„Die Magnolientochter“ ist mittlerweile schon der 4. Teil der Blumentöchter-Reihe aus der Feder von Tessa Collins.

Man begleitet in dieser Geschichte Magnolia auf der Suche nach ihren Wurzeln. Magnolia ist als Umwelttechnikerin in London tätig und verfolgt ihre Klima- und Umweltschutzziele sehr eisern und teilweise über die Grenzen der Gesetzmäßigkeit hinaus. Als sie eine geheimnisvolle Quittung von einem Privatdetektiv aus Neuseeland in den Sachen ihrer Großmutter findet, wird sie neugierig, was es damit auf sich hat. Ihre Mutter stammt aus Neuseeland, doch über ihre Vergangenheit ist nichts bekannt. Da es ihrer Mutter gesundheitlich sehr schlecht geht, macht sich Magnolia auf nach Neuseeland, um Licht ins Dunkel der Vergangenheit zu bringen.
Neben der wunderschönen Natur Neuseelands und der Herzlichkeit der Menschen trifft Magnolia auf einen Mann, der ihr Herz höher schlagen lässt.

Das Cover dieses Romans ist einfach wunderschön und passt perfekt in die Reihe. Ich habe mich auf Anhieb in die Gestaltung verliebt.

Der Schreibstil der Autorin ist wie bereits in den letzten Romanen dieser Reihe sehr angenehm und flüssig zu lesen.
Die Geschichte teilt sich wie erwartet in 2 Erzählstränge – die Suche von Magnolia in der Gegenwart und die Vergangenheit, in der wir auf die Maori Amiri treffen.

Zu Beginn dieses Romans war ich mir nicht schlüssig, ob ich die Geschichte von Magnolia wirklich weiterlesen möchte. Sie ging mir als Protagonistin mit ihrer Unnachgiebigkeit in Sachen Tierwohl und Umweltschutz ziemlich auf die Nerven. Mit ihrer belehrenden Art hat sie mich eher abgeschreckt. Doch besonders gefallen hat mir, dass Magnolia sich in ihrer Persönlichkeit weiter entwickelt und ihren Horizont erweitert. So konnte ich mich mit ihr anfreunden.

Amiris Geschichte hat mich sehr berührt und mir hat besonders gefallen, dass die historische Einordnung der Maori und deren gesellschaftliche Probleme in Neuseeland deutlich wurden.

Zu Beginn hat man aus der Vergangenheit immer nur sehr wenig erfahren, doch im Laufe des Lesens zog dieser Teil immer mehr an und so steigerte sich bei mir auch die Spannung und Lesefreude.

Insgesamt war die Geschichte wieder sehr emotional und hat mir zum Schluss ein paar Tränen ins Auge getrieben. Der Abschluss war rund und authentisch und hat mich emotional sehr angesprochen.

Auch über die Großmutter erfährt man wieder ein kleines bisschen mehr, doch immer noch fragt man sich, warum die geliebte Granny so viele Geheimnisse hatte und was sie damit bezweckte, ihren Kindern ihre Vergangenheit vorzuenthalten.

Ein kurzer Ausblick verrät auch schon, wen wir im letzten Teil dieser Reihe begleiten dürfen – Nara. Ich hoffe sehr, dass hier dann auch alle Geheimnisse lückenlos aufgeklärt werden.

Fazit:
Es handelt sich um einen angenehm zu lesenden Wohlfühlroman, den ich jedem ans Herz legen kann, der emotionale Liebesgeschichten liebt.
Von mir gibt es 4 von 4 Sternen!

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