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Claudia_41

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.12.2024

Geheimnisse auf Eris Island

Die blaue Stunde
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„Die blaue Stunde“ von Paula Hawkins ist ein kunstvoller Roman über besondere Kunst und düstere Geheimnisse.

Im Zentrum des Romans steht das Leben von Vanessa Chapman, eine geheimnisvolle und sehr eigenwillige ...

„Die blaue Stunde“ von Paula Hawkins ist ein kunstvoller Roman über besondere Kunst und düstere Geheimnisse.

Im Zentrum des Romans steht das Leben von Vanessa Chapman, eine geheimnisvolle und sehr eigenwillige Künstlerin. Auch nach ihrem Tod sind ihre besonderen, faszinierenden Werke bekannter denn je.

James Becker, Kurator des Museums, ist Spezialist und großer Fan von Vanessa Chapman. Er kennt sich aus mit ihrer Kunst und ihrem Leben, ist fast ein wenig besessen, hat sogar seine Abschlussarbeit über diese Künstlerin geschrieben. Nach dem spektakulären Fund eines menschlichen Knochens in Chapmanns Werk, begibt sich Becker auf die Suche und findet Antworten auf der verlassenen Insel Eris Island. Dort lebt nur eine Person, einsam und allein, umgeben von Geheimnissen.

Paula Hawkins ist ein besonderer Roman gelungen. Durch den Wechsel der Erzählperspektiven, zeitlichen Rückblenden und Tagebucheinträgen wird die Geschichte um Vanessa Chapmann spannend aufgebaut und erhält Tiefe. Die Charaktere werden anschaulich und tiefgründig gezeichnet, man möchte stets mehr über die Personen erfahren. Die Sprache ist klar, nachdrücklich und genau. Die detaillierten Naturbeschreibungen sind sehr gelungen und erzeugen eine besondere Atmosphäre. Die Übersetzung von Birgit Schmitz ist sehr gelungen. Das Buchcover ist eher schlicht in dunklen, blauen Farben gestaltet. Das geöffnete Fenster zum Meer verleiht dem Cover eine besondere Wirkung.

„Die blaue Stunde“ von Paula Hawkins ist ein besonderer Roman, der auch als Kriminalroman durchgehen könnte und eine klare Empfehlung, nicht nur für Kunstliebhaber.

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Veröffentlicht am 14.02.2026

Gedankenwelt

Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen
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„Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen“ von Christien Brinkgreve ist ein anspruchsvoller, autobiografischer Roman über das Leben und die Ehe mit all seinen Facetten.
Christien Brinkgreve ist eine niederländische ...

„Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen“ von Christien Brinkgreve ist ein anspruchsvoller, autobiografischer Roman über das Leben und die Ehe mit all seinen Facetten.
Christien Brinkgreve ist eine niederländische emeritierte Professorin für Soziologie. Neben der Forschung publizierte sie u.a. zu den Beziehungen zwischen Männern und Frauen. Besonders die Themen Soziologie der Frau, ihre Stellung in der Gesellschaft sowie die Zusammenhänge in Beziehungen finden sich in dem Roman wieder.
Nach dem Tod ihres Mannes räumt Christien Brinkgreve ihr Leben und im wahrsten Sinne des Wortes „ihr Haus voller gemeinsamer Erinnerungen“ aus. In diesem Prozess des Auf- und Ausräumens begleiten wir die Autorin in ihre Vergangenheit und werfen einen Blick das Hier und Jetzt.
Auf der einen Seite gefällt mir die gewählte Ich-Perfektive gut. Auch die beschriebenen Emotionen und Gedankengänge, die wissenschaftlichen Zusammenhänge und Gesellschaftlichen Zwänge werden klar formuliert und sprechen mich an. Auf der anderen Seite fällt es mir schwer durch die Anonymität der Personen und die immer wiederkehrenden Gedankenschleifen, einen guten Zugang zu dem Buch zu finden. Die Personen in ihrem Leben bleiben mir fern, eine Identifikation kann ich so leider nicht erleben.
Das Buchcover ist mir gleich aufgefallen. Die verschieden farbigen und auch in Form unterschiedlichen Blumen sind sehr ansprechend gestaltet. Auch die Gestaltung der Innenseiten ist sehr gelungen.
Abschließend lässt sich sagen:
„Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen“ von Christien Brinkgreve ist ein besonderes Buch für eine besondere Zeit im Leben. Für mich ist es nicht das richtige Buch zur richtigen Zeit.

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Veröffentlicht am 01.10.2025

Mini-Ratgeber gegen mentale Erschöpfung

Die 1-Minuten-Strategie gegen mentale Erschöpfung
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„Die 1 – Minuten Strategie gegen mentale Erschöpfung“ von Cordula Nussbaum ist ein Achtsamkeitsbuch im Miniformat für die Tasche.
Das Buch oder auch der Ratgeber von Cordula Nussbaum stellt in acht Kapitel ...

„Die 1 – Minuten Strategie gegen mentale Erschöpfung“ von Cordula Nussbaum ist ein Achtsamkeitsbuch im Miniformat für die Tasche.
Das Buch oder auch der Ratgeber von Cordula Nussbaum stellt in acht Kapitel mit Vorwort allgemein bekannte Methoden und Möglichkeit zur Erhaltung der mentalen Gesundheit dar. Von „Sei gut zu dir“ über „Lass mal alles aus“ bis hin zu „Machen ist wie wollen, nur krasser“ ist alles dabei, was man für mentale Ausgeglichenheit und Ruhe im Alltag mit der 1 – Minuten - Strategie braucht. Das handliche Format und die kurzen Textelemente gespickt mit anschaulichen Grafiken ist kurzweilig und ansprechend. Ob es im Alltag so spontan funktioniert, kann ich nicht beurteilen, da es für mich wenig neue Inputs gab. Manchmal war es mir ein bisschen zu viel „Tschakka, wir schaffen das“, aber das ist sicher Geschmackssache.
Das handliche, sehr besondere Format mit dem Kartonumschlag ist ein echter Blickfang. Auch das Buchcover, die Gestaltung der Innenseiten und der einzelnen Kapitel sind sehr ansprechend gestaltet. Besonders das Hervorheben der Zitate auf den einzelnen Seiten hat mir sehr gut gefallen.
„Die 1 – Minuten Strategie gegen mentale Erschöpfung“ von Cordula Nussbaum ist ein Mini -Guide für einen schnellen Einblick in den großen Bereich der Achtsamkeit und mentale Gesundheit.

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Veröffentlicht am 30.06.2025

Die Kriminalistinnen – Ende einer spannenden Romantrilogie

Die Kriminalistinnen. Der stumme Zeuge
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„Die Kriminalistinnen – Der stumme Zeuge“ von Mathias Berg ist der dritte und letzte Fall um Lucia Specht als Anwärterin zur Kriminalbeamtin und das Ende einer Retro – Krimi – Reihe.
Lucia Specht, ehemalige ...

„Die Kriminalistinnen – Der stumme Zeuge“ von Mathias Berg ist der dritte und letzte Fall um Lucia Specht als Anwärterin zur Kriminalbeamtin und das Ende einer Retro – Krimi – Reihe.
Lucia Specht, ehemalige Sekretärin befindet sich in der Ausbildung als Kriminalbeamtin. Trotz zahlreicher Widerstände halten die sechs Frauen an ihrem Traum fest und setzen sich in der männerdominierenden Polizeiarbeit durch. Mit weiblich Intuition und sehr guter Polizeiarbeit finden die Powerfrauen ihren Platz im System.
Der letzte Fall mit schwerwiegenden Verletzungen lässt Lucia nicht los und sie wird von Albträumen geplagt. Nicht nur ihre eigenen endlosen Gedanken, sondern auch die Gesundheit ihres Bruders, der bei einem Grubenunglück verletzt wurde, machen ihr das Leben nicht gerade leicht.
In der Vermisstenstelle, in der Lucia gerade einen Teil ihrer Ausbildung absolviert, kommt ein Anruf rein: ein vierjähriges Mädchen ist am Kinderkarussell spurlos verschwunden. Das Team des Düsseldorfer Polizei mit Lucia und Ruth setzt alles daran, das verschwundene Mädchen und den Täter zu finden. Während der Ermittlungen wird Lucia von oberster Stelle nach Köln abgezogen. Dort soll sie unter ihrem ehemaligen Kollegen Otto im Kölner Ganovenmillieu ermitteln. Lucia hängt sich voll rein und begibt sich auf eine rasante Ermittlungsfahrt durch die Kölner Kneipen- und Verbrecherszene.
Die gewählte Form der Ich- Erzählerin lässt uns die Geschichte sehr nah erleben und direkt an den handelnden Personen bleiben. Die Sprache ist klar und spannungsgeladen, nachdrücklich und genau. Durch das Zusammenspiel der beiden Fälle, in denen Lucia ermittelt, wird der Spannungsbogen im gesamten Roman aufrechterhalten. An der ein oder anderen Stelle kamen mir die Aufklärung und auch die handelnden Personen in den beiden Fällen etwas zu kurz. Ich hätte mir mehr Tiefgang gewünscht. Auch bleiben ein paar offenen Fragen unbeantwortet. Der erzählte Stoff hätte durchaus für zwei Geschichten gereicht.

Die Nahaufnahme einer Frau mit Sonnenbrille, die gewählten Farben und die passende Schrift ergeben ein gelungenes Cover, welches ins Auge fällt.

„Die Kriminalistinnen – Der stumme Zeuge“ von Mathias Berg ist ein gelungener Abschluss der Romantrilogie „Die Kriminalistinnen“.

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Veröffentlicht am 05.05.2025

Spannung am Gardasee

Was am Ufer lauert
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„Was am Ufer lauert“ von Lenz Koppelstätter ist der zweite Fall der Gardasee – Krimi – Reihe um die Polizeireporterin Gianna Pitti.
Eine anstrengende Zeit liegt hinter Gianna. Erst vor wenigen Wochen hat ...

„Was am Ufer lauert“ von Lenz Koppelstätter ist der zweite Fall der Gardasee – Krimi – Reihe um die Polizeireporterin Gianna Pitti.
Eine anstrengende Zeit liegt hinter Gianna. Erst vor wenigen Wochen hat sie gemeinsam mit ihrem Onkel Francesco und ihrer Chefredakteurin Elvira Sondrini ein Verbrechernetz am Gardasee aufgedeckt, schon lauert der nächste spannende Fall am wunderschönen Gardasee. Auch die Heimkehr ihres Vaters, dem Journalisten Arnaldo, geht nicht spurlos an Gianna vorbei.
Was wie ein erster, vermutlich harmloser Auftrag ihres Vaters beginnt, entpuppt sich als Mord, versuchte Entführung und einem großen Geheimnis um Winston Churchill. Gemeinsam begeben sich die Vier auf die Suche und machen die ein oder andere spannende und überraschende Entdeckung, nicht nur in Giannas Familiengeschichte.
Die kurzweiligen Kapitel und die klare Sprache lassen uns nah an die handelnden Personen und ihre ganz persönlichen Geschichten kommen. Die Charaktere werden anschaulich und genau gezeichnet. Immer wieder fließen Erinnerungen aus der Vergangenheit mit ein, die tief in die Geschichte der Familie Pitti eintauchen und dabei viel Raum einnehmen. Leider rückt hierbei die eigentliche Kriminalgeschichte in den Hintergrund.
Das Buchcover mit der Aufnahme vom Gardasee ist ein sehr ansprechendes, gelungenes Cover. Gut gefällt mir auch die Gestaltung der Innenseiten. Durch die gezeigte Karte findet man sich auch geografisch dicht an der Geschichte wieder.

„Was am Ufer lauert“ von Lenz Koppelstätter ist ein gelungener Roman mit besonderer Kulisse am Gardasee. Ich freu mich auf den dritten Teil um die Polizeireporterin Gianna Pitti.

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