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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.02.2026

Erwachsenwerden

Schwarzer September
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„Schwarzer September“ ist ein wunderschöner italienischer Roman über das Erwachsenwerden zu Beginn der 70er Jahre, während der Zeit des Attentates auf Teilnehmer der damaligen olympischen Spiele, der Schachweltmeisterschaft ...

„Schwarzer September“ ist ein wunderschöner italienischer Roman über das Erwachsenwerden zu Beginn der 70er Jahre, während der Zeit des Attentates auf Teilnehmer der damaligen olympischen Spiele, der Schachweltmeisterschaft zwischen Bobby Fischer und Boris Spasski und eine Geschichte über die erste Liebe vor dem wunderschönen Setting der ligurischen Küste. Der junge zwölfjährige Protagonist Gigio steht im Mittelpunkt dieses ruhigen und dennoch spannend geschriebenen Romans. Gigio lernt in diesem besagten Sommer die Anfänge der Liebe kennen. Am Strand neben ihm ist eine äthiopische Familie mit einer lesefixierten dreizehnjährigen Tochter, namens Astel. Giogio freundet sich mit Astel an und die beiden Jugendlichen übersetzen Songtexte von Cat Stevens, David Bowie und anderen, zu der Zeit bekannten Sängern. Es herrscht eine entspannte Zeit für die beiden bis Astels Vater ermordet wird. Verdächtigt wird ihre Mutter und Giogios Vater, ein Rechtsanwalt übernimmt die Verteidigung. Der Roman beginnt mit einer Leichtigkeit und Unbeschwertheit und endet mit einer Tragödie.

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Veröffentlicht am 28.12.2025

Besonders

Ruf der Leere
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Der großartig geschriebene, psychologisch in die Tiefe gehende Roman "Ruf der Leere" von Daniel Alvarenga hat mich von Anfang an begeistert . Es handelt sich nicht nur um einen Thriller oder Krimi, sondern ...

Der großartig geschriebene, psychologisch in die Tiefe gehende Roman "Ruf der Leere" von Daniel Alvarenga hat mich von Anfang an begeistert . Es handelt sich nicht nur um einen Thriller oder Krimi, sondern geht ziemlich in die Tiefe der menschlichen Seele. Protagonist Felix freut sich auf ein Wochenende mit seinen Freunden Ben und Laura, das sie zusammen in einer Waldhütte verbringen möchten.
Die beiden bringen jedoch noch andere Gäste mit, was Felix überhaupt nicht behagt.Die Situation verschlimmert sich noch, als plötzlich ein Mann an der Hütte klopft und ihnen mitteilt, dass eine Person aus der Hütte die folgende Nacht nicht überleben wird und die Hüttenbewohner entscheiden sollen, wer diese Person sein soll. In dieser Situation offenbaren sich die unterschiedlichsten Charaktere und Eigenschaften kommen zutage, die keiner dem anderen zugetraut hätte.
Daniel Alvarenga gelingt es, mit seinem starken, detaillierten Schreibstil eine düstere Atmosphäre zu schaffen, die kraftvoll herüberkommt. Die Spannung wird langsam aufgebaut und der Spannungsbogen bleibt während der kompletten Handlung konstant.Ein besonderer Roman, der mir gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 14.11.2025

Verlorene Freundschaft

Lass uns noch bleiben
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Der Roman „Lass uns noch bleiben“ von Saskia Lau fällt durch sein farbenfrohes Cover sofort ins Auge und hat mich auch mit seiner Handlung überzeugt. Eine Ode an das Leben, wie es auf dem Cover steht ist ...

Der Roman „Lass uns noch bleiben“ von Saskia Lau fällt durch sein farbenfrohes Cover sofort ins Auge und hat mich auch mit seiner Handlung überzeugt. Eine Ode an das Leben, wie es auf dem Cover steht ist es meines Erachtens nicht, aber dennoch ein Roman mit Herz. Protagonistin Anna ist die Inhaberin eines keinen Pflanzen- und Kunstateliers und wurde von ihrer Freundin Vinka von einem Tag auf den anderen verlassen. Anna leidet sehr darunter, erhält aber große Unterstützung von Henning, der einen Buchladen neben ihrem Geschäft hat. Auch Alex, ein lebenslustiger Barbesitzer , der auf Wohnungssuche einen Zettel mit Aushang in ihrem Geschäft abgegeben hat, versucht sie mental zu unterstützen,sie aufzuheitern und begibt sich mir ihr sogar auf die Suche nach Vinka. Der Roman handelt von Liebe, Verlust und dem Wiederaufstehen, wenn man meint, es geht nicht mehr in seinem Leben.

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Veröffentlicht am 07.11.2025

Männerfreundschaft

Dius
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"Dius" von Stefan Hertman ist ein hervorragend geschriebener Roman mit den beiden Protagonisten Egidius De Blaeser, genannt Dius und seinem zehn Jahre älteren Dozenten Dozenten Anton. Die beiden unterschiedlichen ...

"Dius" von Stefan Hertman ist ein hervorragend geschriebener Roman mit den beiden Protagonisten Egidius De Blaeser, genannt Dius und seinem zehn Jahre älteren Dozenten Dozenten Anton. Die beiden unterschiedlichen Männer, Dius ist offen und weltgewandt, Anton sehr introvertiert, sind miteinander befreundet. Beide vereint jedoch die große Leidenschaft für Musik und Kunst. Anton bietet Dius an, in seinem Haus in Ganzevliet in Belgien, in Ruhe an seiner Dissertation zu arbeiten.Dius nimmt das Angebot an und in seiner schreibfreien Zeit unternehmen die beiden viel miteinander. Die Freundschaft zerbricht jedoch aufgrund einer Lüge Dius`. Jahre später steht Dius auf einmal wieder in Begleitung eines Mädchens vor Antons Tür. Ein Aufleben der Freundschaft ist aber nicht mehr möglich. Stefan Hertman schreibt aus Sicht Antons sehr intensiv über diese ungleiche Männerfreundschaft. Über die Gemeinsamkeiten, aber auch über die Differenzen in dieser Freundschaft und auch die Musik spielt eine große Rolle. Ein Roman mit einigen Längen, aber dennoch schön.

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Veröffentlicht am 04.10.2025

Eine etwas andere Prinzessin

Prinzessin Alice
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Irene Dische erzählt in ihrem unkompliziert und gut lesbaren Roman "Prinzessin Alice" aus dem Leben der Prinzessin Alice von Battenberg, der Mutter des verstorbenen Prinzgemahls Prinz Philip und Ehefrau ...

Irene Dische erzählt in ihrem unkompliziert und gut lesbaren Roman "Prinzessin Alice" aus dem Leben der Prinzessin Alice von Battenberg, der Mutter des verstorbenen Prinzgemahls Prinz Philip und Ehefrau des Prinzen Andreas von Griechenland. Alice war immer besonders. Sie ist gehörlos zur Welt gekommen, war aber so intelligent, dass sie den Menschen in fünf verschiedenen Sprachen von den Lippen ablesen konnte. Zu ihrem Nachteil geriet ihr ihre große sexuelle Lust und ihre überbordende Liebe zu Gott. Dinge, die überhaupt nicht in Königskreise passten. Sie wurde, trotz ihrer vielen Kinder, in eine Psychatrie eingewiesen, aus der sie einen gefährlichen Fluchtversuch unternahm. Sie zog nach Griechenland, wo sie bis Ende der 60er Jahre blieb und sich um arme Menschen und Waisen kümmerte. Irene Dische hat ein vielseitiges Bild auf die Prinzessin und ihr Leben geschaffen. Das Buch ist sehr interessant und hat mich gut unterhalten.

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