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Veröffentlicht am 20.02.2026

Elsie und Samantha

Das Versprechen von Cornwall
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Der Roman "Das Versprechen von Cornwall" bildet den zweiten Band aus der Reihe "Zwischen Liebe und Erinnerung". Vorkenntnisse sind nicht erforderlich; er erzählt eine in sich abgeschlossene Geschichte, ...

Der Roman "Das Versprechen von Cornwall" bildet den zweiten Band aus der Reihe "Zwischen Liebe und Erinnerung". Vorkenntnisse sind nicht erforderlich; er erzählt eine in sich abgeschlossene Geschichte, die völlig unabhängig von dem ersten Band gelesen werden kann, auch wenn hin und wieder dezente Anspielungen auf den ersten Band auftauchen.


Das Cover ist in zarten Farben gehalten; es zeigt einen malerischen Ort und vermittelt eine stimmungsvolle Atmosphäre. Der Titel ist gut gewählt; er macht auf die Geschichte neugierig und weckt eine gewisse Erwartungshaltung.


Das Setting ist sehr stimmig, es handelt sich einerseits um die Metropole London und andererseits um die malerischen Grafschaft Cornwall an der rauen südwestlichen Spitze Englands. Zeitlich gesehen, spielt der Roman auf zwei zeitlichen Ebenen, nämlich in der Vergangenheit, gegen Ende der 1930er Jahre, sowie in der aktuellen Gegenwart. Im Fokus stehen zwei starke Frauengestalten, die tüchtige Sekretärin Elsie, die wichtige Arbeiten in der Redaktion der Times übernimmt, und um die Digitalforensikerin Samantha, die sich einen guten Ruf in Scotland Yard erarbeitet hat - bis sie aufgrund von schwerwiegenden Vorwürfen von ihrem Dienst suspendiert wird. Wichtige männliche Protagonistin sind der charismatische Aristokrat Sir Hugo Trevenian, der sich über die geltenden Konventionen hinwegsetzt und das Herz der klugen Elsie im Sturm erobert, sowie der störrische Fischer Lowen, den Samantha während ihrer erzwungenen Auszeit in Cornwall kennen- und lieben lernt.


Wie immer hat mich der neue Roman von Karin Lindberg sehr schnell in seinen Bann geschlagen. Mit angehaltenem Atem habe ich das packende Geschehen verfolgt, Vor allem das Schicksal von Elsie hat mich sehr berührt. Denn sie sieht sich mit falschen Verdächtigungen und bösen Vorurteilen konfrontiert, sie kämpft um ihre Ehre - und die Reputation von Hugo - und zahlt einen hohen Preis. Ausdrückliche Empfehlung!

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Ally

Körbchen mit Bergblick
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Dieses Buch hat mir sehr gefallen. Es ist keine typische "Heile-Welt-Geschichte", sondern ein lebendig geschriebener Roman, der das echte Leben mit allen Höhen und Tiefen spiegelt. Das ländliche Setting ...

Dieses Buch hat mir sehr gefallen. Es ist keine typische "Heile-Welt-Geschichte", sondern ein lebendig geschriebener Roman, der das echte Leben mit allen Höhen und Tiefen spiegelt. Das ländliche Setting in der kleinen Gemeinde ist gut gewählt, man erlebt das ruhige Leben auf dem Dorf mit, darüber hinaus gibt es kleine Einblicke in das aufregende Leben an Bord eines Kreuzfahrtschiffes und in einer munteren Mädels-WG in Hamburg. Alle Charaktere sind gut ausgearbeitet, man kann sie ins Herz schließen, weil sie mit ihren Stärken und Schwächen nahbar und "normal" sind. Vor allem Ally, weil sie sich im Laufe der Geschichte weiterentwickelt. Das gesamte Buch ist aus ihrer Perspektive geschrieben, man kann sich in sie hineinversetzen und ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehen. Eine schöne Lektüre für Menschen, die eine literarische Auszeit in den Bergen verbringen wollen.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Gärtnern auf wenig Raum

Hochbeet für Ahnungslose
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Einen grünen Daumen habe ich nicht. Dafür aber einen großen Traum. Denn ich möchte den Balkon meiner Studenten-Bude zu einer grünen Oase machen. Mit Hilfe eines praktischen Hochbeetes, das ich dort aufstellen ...

Einen grünen Daumen habe ich nicht. Dafür aber einen großen Traum. Denn ich möchte den Balkon meiner Studenten-Bude zu einer grünen Oase machen. Mit Hilfe eines praktischen Hochbeetes, das ich dort aufstellen will. Deshalb fühlte ich mich von dem Ratgeber "Hochbeet für Ahnungslose" von Anja Klein und Vero Mischitz angesprochen. Ich musste dieses Buch unbedingt lesen!

Mein persönliches Fazit fällt positiv aus. Alle Texte sind locker-leicht geschrieben, mit guten Tipps, schönen Bildern und verständlichen Anleitungen, die Schritt für Schritt erklärt werden. Genau das Richtige für Menschen, die ohne Vorkenntnisse durchstarten wollen. Wenn man sich an die Bepflanzungsvorschläge hält, kann man nichts mehr falsch machen (hoffentlich). Auf jeden Fall hat mir diese Lektüre viel Spaß gemacht. Bald heißt es für mich: Ärmel hochkrempeln und loslegen!

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Familienleben

Alle glücklich
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In ihrem neuen Roman "Alle glücklich" lässt Kira Mohn uns hinter die glänzende Fassade einer Familie wie aus dem Bilderbuch schauen. Auf den ersten Blick sieht es nach einer heilen Welt aus. Der Vater ...

In ihrem neuen Roman "Alle glücklich" lässt Kira Mohn uns hinter die glänzende Fassade einer Familie wie aus dem Bilderbuch schauen. Auf den ersten Blick sieht es nach einer heilen Welt aus. Der Vater Alex ist Arzt, die Mutter Nina MTA, der Sohn Ben Student, die Tochter Emilia Schülerin. Sie leben in guten Verhältnissen und müssten glücklich und zufrieden sein, aber sie sind es nicht. Im Gegenteil: Jede Person hat Probleme, die sie vor den anderen verbirgt. In seiner Funktion als Oberarzt steht Alex unter allgegenwärtigen Stress, er hat kaum Zeit für seine Familie. Nina fühlt sich nicht wertgeschätzt, sie ist in ihrer Teilzeit-Rolle (Mama/Angestellte) gefangen und leidet unter Kontrollzwang. Ben steht unter Leistungsdruck in seinem Studium, er ist unglücklich verliebt und flüchtet sich in Online-Gaming. Emilia erlebt die erste Liebe, sie lässt sich auf einen Jungen ein (und viel zu gefallen).

Mich hat dieses Buch sehr beeindruckt. Das aus mehreren Perspektiven vermittelte Geschehen erscheint sehr glaubwürdig, die Protagonisten könnten dem echten Leben entnommen sein. Wir leben unter einem Dach, sind aber meilenweit voneinander entfernt. Reden wir wirklich nur noch übereinander statt miteinander?

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Geheimnisse

Das Signal
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Ich liebe alle Bücher von Ursula Poznanski. Für mich ist sie eine Klasse für sich, wenn es um emotional aufwühlende, intelligente Psychothriller für junge (und jung gebliebene) Menschen geht. Deshalb konnte ...

Ich liebe alle Bücher von Ursula Poznanski. Für mich ist sie eine Klasse für sich, wenn es um emotional aufwühlende, intelligente Psychothriller für junge (und jung gebliebene) Menschen geht. Deshalb konnte ich mir ihren neuen Roman "Das Signal" nicht entgehen lassen.

Wenn man so will, hat mich das in leuchtenden Farben gehaltene Cover gleich in seinen Bann geschlagen. Für mich spiegelte es die besondere Situation von Viola, die durch einen schrecklichen Unfall aus ihren normalen Leben gerissen worden ist und sich selbst als von der Außenwelt gänzlich isoliert erlebt.

Das Geschehen wird aus der Perspektive von Viola geschildert. Nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus muss sie sich in ihrem Alltag zurechtfinden, sie ist in ihren vier Wänden gefangen und kann sich nicht über ihre Gedanken und Gefühle mit Dritten austauschen. Sie selbst ist sich nicht sicher, ob sie ihren Wahrnehmungen trauen darf oder nicht, sie kann diesbezüglich nur Vermutungen anstellen, aber keine eigenen Recherchen in die Wege leiten. Deshalb ist sie auf den Einsatz von moderner Technik in Form von GPS-Trackern angewiesen, die ihr Misstrauen gegenüber anderen Menschen schüren. Dabei ist sie selbst alles andere als unschuldig, auch sie hat ein Geheimnis, das nicht ans Tageslicht gelangen soll.

Für mich wirkte dieser mit einer klaustrophobischen Atmosphäre punktende Psychothriller geradezu erschreckend realistisch. Hier ist nichts so wie es scheint. Meine Lektüre hat mich stundenlang gefesselt, sie ging mir richtig unter die Haut.

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