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Veröffentlicht am 12.12.2024

Eine wundervolle Fortsetzung mit wichtiger Gesellschaftskritik

Jenseits des Ozeans
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Jenseits des Ozeans“ ist die überraschende Fortsetzung eines meiner Lebenshighlights: „Mr. Parnassus‘ Heim für magisch Begabte“. Überraschend deswegen, weil der erste Band jahrelang als Einzelband galt. ...

Jenseits des Ozeans“ ist die überraschende Fortsetzung eines meiner Lebenshighlights: „Mr. Parnassus‘ Heim für magisch Begabte“. Überraschend deswegen, weil der erste Band jahrelang als Einzelband galt. Ihr könnt euch sicherlich meine Begeisterung und Vorfreude vorstellen, als vier Jahre nach der ersten Veröffentlichung ein Folgeband angekündigt wurde. Diese Begeisterung hielt zum Glück während eines Großteils des Buchs an! Die Charaktere sind detailliert, einzigartig und voller Liebe ausgearbeitet, sodass ich am liebsten durch die Buchseiten geklettert und sie tief in meine Arme geschlossen hätte.Dabei handelt es sich fast ausschließlich um Charaktere, die man bereits kannte, sodass es sich angefühlt hat wie ein nach Hause kommen. Unterstrichen wurde dieses Gefühl durch den atmosphärischen Schreibstil T.J. Klunes, der mich lachen und weinen lassen hat. Doch auch die Bekanntschaft mit den neuen fiktiven Bekanntschaften hat viele Gefühle in mir geweckt: Es gibt ein neues magisches Kind, an das ich mein Herz verloren habe, und zwei Antagonistinnen. Letztere repräsentierten Diskriminierung und Machtmissbrauch, wodurch „Jenseits des Ozeans“ nicht nur wholesome, sondern vor allem gesellschaftskritisch ist. Durch kleine und große Weisheiten ist der Roman sehr lehrreich – weswegen ich mir auch gewünscht hätte, dass die Verwendung des Wortes „Flittchen“ reflektiert geschehen wäre. Leider wurde es kommentarlos verwendet, was meiner Liebe zu dem Buch leider einen Dämpfer verpasst hat, die abgesehen davon sehr groß war. Mit Arthur, Linus, den Kindern & Co. hatte ich wundervoll magische Lesestunden, die mich nachdenklich gestimmt haben, jedoch nicht ganz an „Mr. Parnassus‘ Heim für magisch Begabte“ herankamen. Dennoch gibt es eine große Leseempfehlung für beide Bände der Dilogie, da es sich auch bei „Jenseits des Ozeans“ um einen klassisch genialen Klune-Roman handelt, der sich mit großen Gefühlen zwischen Found Family und Gesellschaftskritik bewegt.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Ein bildgewaltiges Greek Retelling

His Monstrous Heart
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Lara Große hat wieder gezaubert - diesmal nicht mit einem Einzelband, sondern einem Auftakt einer vielversprechenden Dilogie. Darin erwartet uns ein spannendes Greek-Retelling der Prinzessin Andromeda, ...

Lara Große hat wieder gezaubert - diesmal nicht mit einem Einzelband, sondern einem Auftakt einer vielversprechenden Dilogie. Darin erwartet uns ein spannendes Greek-Retelling der Prinzessin Andromeda, die für das Überleben ihres Volks einem Seeungeheuer geopfert wird.

Obwohl ich zuvor schon einige Bücher über griechische Mythologie gelesen hatte, kannte ich Andromedas Geschichte noch nicht. Im Laufe des Romans war ich aber so fasziniert davon, dass ich sie nachlesen musste.

Der Schreibstil der Autorin ist dabei perfekt an die Geschichte und Stimmung angepasst. Leider habe ich etwas gebraucht, um mich in diese reinzufinden. Das lag daran, dass ich die Anziehung zwischen den Protagonist:innen anfangs nicht nachvollziehen konnte. Ein Crush auf den gestaltwandelnden Entführer? Fand ich erst schwierig, hab ich aber im Laufe des Buchs verstanden.

Irgendwann wollte ich es gar nicht mehr aus der Hand legen, war gefangen von der Spannung und neugierig auf die bevorstehenden Ereignisse. Dass mich das Ende dann aber nochmal so schockieren könnte, hätte ich nicht gedacht!

Am liebsten hätte ich direkt zum zweiten Band gegriffen! Bis dahin müssen wir uns aber leider noch etwas gedulden - in der Zwischenzeit (und allgemein) kann ich euch den ersten nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Ein vielversprechender Auftakt voller Geheimnisse

Where the Night Falls (School of Darkness 1)
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"Where The Night Falls" war mein erstes Buch von Beril Kehribar. Ich hatte zuvor viel Positives über ihre Werke gelesen und kann den Hype nun total nachvollziehen! 🥹🙏

Anfangs hatte ich zwar ein paar Schwierigkeiten, ...

"Where The Night Falls" war mein erstes Buch von Beril Kehribar. Ich hatte zuvor viel Positives über ihre Werke gelesen und kann den Hype nun total nachvollziehen! 🥹🙏

Anfangs hatte ich zwar ein paar Schwierigkeiten, in die Welt zu finden, was aber vor allem an dem Alter der Protagonist:innen lag, das mit 17 Jahren einfach etwas von meinem entfernt ist. Außerdem geschah der Handlungsaufbau langsam und brachte viele Fragezeichen mit sich - zu der Welt und den offenen Fällen der verschwundenen Schülerinnen 💭

Diese Punkte lösten sich in Laufe der Geschichte auf, ich wurde immer mehr in ihren Bann und die Recherchen hineingesogen und habe total mit der Protagonistin Auri gerätselt und gefiebert! Die Ansätze, Details und das Magiesystem mochte ich total gern 😍✨️

Das fand sowohl auf emotionaler Ebene (Nate 😮‍💨) als auch auf der überlebenswichtigen statt - schließlich gibt es in dem düsteren Dark Academia Setting voller Fairies und Werwölfen zahlreiche Geheimnisse, die über Leben und Tod entscheiden 🤫

Der Schreibstil hat perfekt dazu gepasst, ist ebenso politisch wie poetisch. Überzeugen konnten mich dann vor allem die letzten Kapitel! In diesen haben sich die Ereignisse nur so überschlagen haben, man wusste gar nicht mehr, wem man trauen kann und how the hell (iykyk) man die Wartezeit bis zum Folgeband überbrücken soll 🤯

Insgesamt hat mir der Auftakt trotz anfänglicher Schwierigkeiten wahnsinnig gut gefallen, neugierig auf mehr gemacht und mich davon überzeugt, dass ich mehr von der Autorin lesen muss 🥹📚

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Ein beeindruckendes High Fantasy Debüt

Das Erbe der Yroma
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“Das Erbe der Yroma” ist ein geniales Fantasydebüt mit komplexem Magiesystem und Worldbuilding. Darin begleiten wir die starke, kämpferische Halen, deren Welt innerhalb kürzester Zeit auf den Kopf gestellt ...

“Das Erbe der Yroma” ist ein geniales Fantasydebüt mit komplexem Magiesystem und Worldbuilding. Darin begleiten wir die starke, kämpferische Halen, deren Welt innerhalb kürzester Zeit auf den Kopf gestellt wird. Sie erfährt nicht nur, dass Magie existiert, sondern noch so viel mehr, was damit zusammenhängt. Es verändert alles, woran sie bisher geglaubt hat!

Ich hatte eine großartige Zeit dabei, all das gemeinsam mit ihr herauszufinden und einen Plottwist nach dem anderen zu durchleben. Vor allem zu Beginn haben sich die Ereignisse nur so überschlagen und ich hätte mir an der ein oder anderen Stelle eine Verschnaufpause gewünscht - genau wie ein paar Erklärungen mehr.

Halen ist leider selbst oft im Dunkeln getappt, was sich logischerweise auf die Leser:innen übertragen hat. Dadurch hatte ich das Gefühl, dass das Potenzial des Buchs noch nicht vollständig ausgeschöpft wurde. Es blieben noch viele Fragen offen, auf deren Beantwortung ich mich im zweiten Band sehr freue.

Denn dass ich nach Merrell zurückkehren muss, ist eine ganz klare Sache! Die Charaktere, magischen Wesen und angeschnittenen Themen haben es mir total angetan. Vor allem mochte ich es, dass Charlene Seebe nicht davor zurückgeschreckt ist, Charaktere sterben zu lassen - und ihren Schreibstil! Dieser hat die Storyline perfekt untermalt und stimmungsvoll in meinen Kopf projiziert.

Insgesamt ist “Das Erbe der Yroma” ein beeindruckendes Debüt aus dem Selfpublishing, das in manchen Bereichen noch Luft nach oben hat, die es mit Sicherheit im Folgeband einnehmen wird. Es ist eine klare Leseempfehlung für alle High Fantasy Fans!

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Eine cozy Small Town Romance mit wichtigen Themen

Unpredictable
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Unpredicatable entführt seine Leser:innen in die idyllische Kleinstadt Yellow Creek, was für die Protagonistin Olivia allerdings sehr überraschend kommt - oder wie der Titel sagt: unvorhersehbar. Das bildet ...

Unpredicatable entführt seine Leser:innen in die idyllische Kleinstadt Yellow Creek, was für die Protagonistin Olivia allerdings sehr überraschend kommt - oder wie der Titel sagt: unvorhersehbar. Das bildet einen starken Kontrast zu New York City, wo sie eigentlich hinziehen wollte. Doch ich muss sagen: Als Setting der Geschichte hat mir Yellow Creek deutlich besser gefallen! Hier lernt Olivia viel über Vorurteile, aber leider auch darüber, was es heißt, sich als Frau in einer männerdominierten Branche durchzusetzen. Die ernsteren Themen des Buchs haben mir dabei genauso gut gefallen wie die verträumten und aufregenden Szenen. Ich mochte die Chemie zwischen den Protagonist:innen trotz all der Hinderungsgründe für ihre Beziehung extrem gern! Auch die Nebencharaktere haben mich mit ihrer Individualität und Lebendigkeit total begeistert. Lediglich eine Kleinigkeit hätte für meinen persönlichen Geschmack optimiert werden können: In der zweiten Hälfte fehlte mir teilweise die Kommunikation zwischen den Protas, durch die viele Konflikte sicherlich schneller hätten gelöst werden können. Dieser Punkt ändert aber nichts daran, dass sich hinter dem schönen Cover dieser Small Town Romance eine wundervolle Geschichte über Selbstfindung, Feminismus, Freundschaft und natürlich Liebe verbirgt, die ich vor allem für verschneite Wintertage empfehlen kann!

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