Eine wundervolle Fortsetzung mit wichtiger Gesellschaftskritik
Jenseits des OzeansJenseits des Ozeans“ ist die überraschende Fortsetzung eines meiner Lebenshighlights: „Mr. Parnassus‘ Heim für magisch Begabte“. Überraschend deswegen, weil der erste Band jahrelang als Einzelband galt. ...
Jenseits des Ozeans“ ist die überraschende Fortsetzung eines meiner Lebenshighlights: „Mr. Parnassus‘ Heim für magisch Begabte“. Überraschend deswegen, weil der erste Band jahrelang als Einzelband galt. Ihr könnt euch sicherlich meine Begeisterung und Vorfreude vorstellen, als vier Jahre nach der ersten Veröffentlichung ein Folgeband angekündigt wurde. Diese Begeisterung hielt zum Glück während eines Großteils des Buchs an! Die Charaktere sind detailliert, einzigartig und voller Liebe ausgearbeitet, sodass ich am liebsten durch die Buchseiten geklettert und sie tief in meine Arme geschlossen hätte.Dabei handelt es sich fast ausschließlich um Charaktere, die man bereits kannte, sodass es sich angefühlt hat wie ein nach Hause kommen. Unterstrichen wurde dieses Gefühl durch den atmosphärischen Schreibstil T.J. Klunes, der mich lachen und weinen lassen hat. Doch auch die Bekanntschaft mit den neuen fiktiven Bekanntschaften hat viele Gefühle in mir geweckt: Es gibt ein neues magisches Kind, an das ich mein Herz verloren habe, und zwei Antagonistinnen. Letztere repräsentierten Diskriminierung und Machtmissbrauch, wodurch „Jenseits des Ozeans“ nicht nur wholesome, sondern vor allem gesellschaftskritisch ist. Durch kleine und große Weisheiten ist der Roman sehr lehrreich – weswegen ich mir auch gewünscht hätte, dass die Verwendung des Wortes „Flittchen“ reflektiert geschehen wäre. Leider wurde es kommentarlos verwendet, was meiner Liebe zu dem Buch leider einen Dämpfer verpasst hat, die abgesehen davon sehr groß war. Mit Arthur, Linus, den Kindern & Co. hatte ich wundervoll magische Lesestunden, die mich nachdenklich gestimmt haben, jedoch nicht ganz an „Mr. Parnassus‘ Heim für magisch Begabte“ herankamen. Dennoch gibt es eine große Leseempfehlung für beide Bände der Dilogie, da es sich auch bei „Jenseits des Ozeans“ um einen klassisch genialen Klune-Roman handelt, der sich mit großen Gefühlen zwischen Found Family und Gesellschaftskritik bewegt.