Kindheit zwischen Dorfidylle und Krieg
Vergiss nicht zu tanzen, HannaVergiss nicht zu tanzen Hanna erzählt uns die Geschichte von Hanna und Ihrer Familie in Zeiten des Krieges. Sicherlich gibt es schon einige Bücher die sich mit dieser Zeit und Familien- bzw. Fluchtgeschichten ...
Vergiss nicht zu tanzen Hanna erzählt uns die Geschichte von Hanna und Ihrer Familie in Zeiten des Krieges. Sicherlich gibt es schon einige Bücher die sich mit dieser Zeit und Familien- bzw. Fluchtgeschichten aus Westpommern befassen. Doch dieses Buch ist anders. Die Geschichte wird uns aus den kindlichen Augen der kleinen Hanna erzählt. Wir begleiten sie auf ihrem Weg erwachsen zu werden. Erfahren von Problemen mit den Lehrern, Sorgen um die Brüder an der Front, aber auch von ihrem ersten Kuss, dem ersten Besuch in einem Lichtspielhaus und den Abenden mit Ihrem Opa am Dorfteich.
Ich habe dieses Buch regelrecht verschlugen weil es einfach so gut geschrieben ist. Besonders gut gefallen hat mir der Handlungsstrang um Hannas kleine Schwester Rosa, die mit einer Hasenscharte geboren wurde und ein sehr ruhiges Kind ist. Was zur damaligen Zeit natürlich nicht der Norm entsprach und die Eltern so, fast schon, schikaniert wurden von den Ärzten.
Einziger ganz kleiner Kritikpunkt. Nachdem Hannas Kindheit sehr detailliert beschrieben wurde, kam mir die Flucht der Familie ein wenig zu kurz, man hatte das Gefühl da nur so durch zu hasten. Hier hätte ich mich über 2-3 weitere Kapitel gefreut.
Alles in allem habe ich das Buch jedoch sehr gern gelesen, da Mareike Busch trotz des schweren Themas eine sehr angenehme Atmosphäre geschaffen hat.