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Veröffentlicht am 13.03.2026

Kindheit zwischen Dorfidylle und Krieg

Vergiss nicht zu tanzen, Hanna
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Vergiss nicht zu tanzen Hanna erzählt uns die Geschichte von Hanna und Ihrer Familie in Zeiten des Krieges. Sicherlich gibt es schon einige Bücher die sich mit dieser Zeit und Familien- bzw. Fluchtgeschichten ...

Vergiss nicht zu tanzen Hanna erzählt uns die Geschichte von Hanna und Ihrer Familie in Zeiten des Krieges. Sicherlich gibt es schon einige Bücher die sich mit dieser Zeit und Familien- bzw. Fluchtgeschichten aus Westpommern befassen. Doch dieses Buch ist anders. Die Geschichte wird uns aus den kindlichen Augen der kleinen Hanna erzählt. Wir begleiten sie auf ihrem Weg erwachsen zu werden. Erfahren von Problemen mit den Lehrern, Sorgen um die Brüder an der Front, aber auch von ihrem ersten Kuss, dem ersten Besuch in einem Lichtspielhaus und den Abenden mit Ihrem Opa am Dorfteich.

Ich habe dieses Buch regelrecht verschlugen weil es einfach so gut geschrieben ist. Besonders gut gefallen hat mir der Handlungsstrang um Hannas kleine Schwester Rosa, die mit einer Hasenscharte geboren wurde und ein sehr ruhiges Kind ist. Was zur damaligen Zeit natürlich nicht der Norm entsprach und die Eltern so, fast schon, schikaniert wurden von den Ärzten.

Einziger ganz kleiner Kritikpunkt. Nachdem Hannas Kindheit sehr detailliert beschrieben wurde, kam mir die Flucht der Familie ein wenig zu kurz, man hatte das Gefühl da nur so durch zu hasten. Hier hätte ich mich über 2-3 weitere Kapitel gefreut.

Alles in allem habe ich das Buch jedoch sehr gern gelesen, da Mareike Busch trotz des schweren Themas eine sehr angenehme Atmosphäre geschaffen hat.

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Eine Frau so stark und rau wie die See

Der Gesang der See
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In ihrem Debütroman nimmt Trude Teige uns mit an die raue Küste Norwegens, auf den Lotsenhof von Kristianes Familie. Ihrem Vater gab Sie das versprechen den Lotsenposten der Familie zu erhalten. Doch ahnte ...

In ihrem Debütroman nimmt Trude Teige uns mit an die raue Küste Norwegens, auf den Lotsenhof von Kristianes Familie. Ihrem Vater gab Sie das versprechen den Lotsenposten der Familie zu erhalten. Doch ahnte sie zu dieser Zeit sicherlich nicht wie schwierig es wird dieses Versprechen auch zu halten. In Ihrem Leben musste sie viele Rückschläge verkraften und doch hat sie sich nie unterkriegen lassen und in einer Männer geprägten Welt immer wieder aufs neue versucht durchzusetzen.

"Der Gesang der See" ist kein lauter Roman in dem viel passiert und doch hat er mich sehr berührt und begeistert. Nicht zuletzt da die Autorin eine ganz besondere Atmosphäre geschaffen hat und die Landschaft/Natur Norwegens sehr detailliert darstellt. Bereits ab dem ersten Kapitel bekam ich selbst Sehnsucht wieder einmal nach Norwegen zu Reisen.

Wer bereits Bücher von Trude Teige kennt wird sicherlich merken das dies eins ihrer ersten, bzw. ihr erstes Werk ist, wirkt der Schreibstil an einigen stellen doch noch nicht ganz so rund wie in anderen Büchern. Für einen Debütroman ist der Gesang der See dennoch sehr stark!

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Ausweg aus dem Chaos?

Mit beiden Händen den Himmel stützen
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Zu aller erst muss gesagt werden: Dieses Buch ist keine leichte Kost! Besonders unter dem Aspekt betrachtet das es sich um keine fiktive Geschichte, sondern teils realen Ereignissen handelt.
Dennoch habe ...

Zu aller erst muss gesagt werden: Dieses Buch ist keine leichte Kost! Besonders unter dem Aspekt betrachtet das es sich um keine fiktive Geschichte, sondern teils realen Ereignissen handelt.
Dennoch habe ich das Buch regelrecht verschlungen. Lilli Tollkien hat eine ganz besondere Art zu schreiben. Auf der einen Seite wirkt es sehr distanziert und doch spürt man den Schmerz und ist tief berührt.

Das gesamte Buch hindurch habe ich mit der Hauptprotagonistin mitgelitten, und hätte Sie am liebsten immer wieder in den Arm genommen. Bereits Lales Start ins Leben war eine regelrechte Katastrophe die Mutter Drogenabhängig, der Vater im Knast. Man könnte meinen der Weg dieses Kindes ist bereits vorbestimmt und trotzdem hofft man das Sie es anders macht. Ein geordnetes Leben führt, doch wie soll man das wenn niemand einem zeigt wie es geht? Niemand einem Grenzen setzt?

Mit beiden Händen den Himmel stützen zeigt eindrucksvoll wie sehr Umgang, bzw. das Umfeld in dem wir aufwachsen uns prägt. Aber es zeigt auch das es ein Happy End geben kann, auch wenn dieses manchmal lange auf sich warten lässt.

Ich habe ohne große Erwartungen angefangen dieses Buch zu lesen und wurde wurde sehr positiv überrascht! Ich kann dieses Buch von ganzem Herzen empfehlen! Mir hat dieses Buch wieder vor Augen geführt was für eine behütete schöne Kindheit ich hatte, wofür ich nun noch Dankbarer bin.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Die Schönheit der Frau

Das schönste aller Leben
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Das schönste aller Leben erzählt uns die Geschichte von zwei Frauen in ganz und gar unterschiedlichen Zeiten. Die eine wird nach Rumänien genauer gesagt ins Banat geschickt, die andere verlässt Rumänien ...

Das schönste aller Leben erzählt uns die Geschichte von zwei Frauen in ganz und gar unterschiedlichen Zeiten. Die eine wird nach Rumänien genauer gesagt ins Banat geschickt, die andere verlässt Rumänien in ihrer Kindheit. Das Buch handelt von Migration, dem Gefühl nirgends richtig Zuhause zu sein, aber auch von Schuld, Schmerz und Schönheitsidealen.

Die Sprache in der die Autorin uns die Geschichte von Vio, Theresa und der Banater Erde erzählt ist klar und stark, zugleich aber auch sehr zart und berührend. Ich habe mich direkt in der geschaffenen Atmosphäre wohl gefühlt, obwohl ich zu vor kaum Berührungspunkte mit dem Banat oder Rumänien hatte.

Für mich ein mehr als gelungener und vor allem fesselnder Debütroman der noch lange nachhallen wird! Hier passt einfach alles zusammen Cover, Geschichte, Schreibstil. Ich hoffe sehr das wir noch einiges von Betty Boras zu lesen bekommen.

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Mein Haus ist da, wohin die Liebe dringt

Zugwind
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In einer sehr ehrlichen, ungeschönen und trotzdem so ruhigen Sprache nimmt Iryna Fingerova uns mit in das Leben von Mira. Ursprünglich aus Odessa lebte sie mit ihrer Familie bereits vor dem Krieg in Deutschland ...

In einer sehr ehrlichen, ungeschönen und trotzdem so ruhigen Sprache nimmt Iryna Fingerova uns mit in das Leben von Mira. Ursprünglich aus Odessa lebte sie mit ihrer Familie bereits vor dem Krieg in Deutschland und arbeitet hier als Ärztin. Immer mehr geflüchtete Menschen aus ihrer Heimat finden nach und nach den Weg in ihre Sprechstunde. Jedoch oft nicht weil sie wirklich krank sind, sondern viel mehr weil sie jemanden suchen der ihnen zuhört, sie versteht und vielleicht auch weil sie bei ihr ein klein wenig das Gefühl ihrer Heimat spüren.

Immer wieder spürt man eine Zerrissenheit und es wird die Frage gestellt darf ich ein sicheres „normales“ Leben führen während meine Freunde und ein Teil der Familie Tag täglich direkt mit dem Krieg konfrontiert werden. Besonders berührt haben mich aber auch die unterschiedlichen Schicksale von Miras Patienten.

Am Ende lässt diese Buch mich sehr nachdenklich zurück. Wie würde es mir gehen müsste ich meine Heimat verlassen, in ein mir fremdes Land und in eine ungewisse Zukunft? Was mir an diesem Buch besonders gut gefallen hat, neben dem wunderschön warmen Schreibstil, ist das es deutlich aufzeigt das viele Ukrainer so gern in ihre Heimat zurückkehren wollen und sie nicht als Wirtschaftsflüchtling hierher gekommen sind.

„…Blumen verwelken. Steine sind für die Ewigkeit“ ein bewegendes und so wichtiges Buch! Iryna Fingerova gibt ihren Landsleuten mit diesem Buch eine Stimme und ich hoffe das es möglichst viele Menschen lesen werden…

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