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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.03.2026

Ostermord

Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl
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Commissario Gaetano will eigentlich die Feiertage bei seiner Familie verbringen. Doch seine junge Kollegin Beppa Bellucci fischt einen toten Mann aus dem Hafenbecken. Anstatt ihr die Ermittlungen zu überlassen, ...

Commissario Gaetano will eigentlich die Feiertage bei seiner Familie verbringen. Doch seine junge Kollegin Beppa Bellucci fischt einen toten Mann aus dem Hafenbecken. Anstatt ihr die Ermittlungen zu überlassen, kehrt er zurück nach Neapel und muss die Sache selbst in die Hand nehmen.

Der regionale Krimi beschränkt sich auf Neapel und Umgebung. Man erfährt viel über die Traditionen und Bräuche dort, aber auch über die Fischerei. Das italienische Flair wurde gut eingefangen. Ich tat mir beim lesen unheimlich schwer, weil ich den Schreibstil als sehr sperrig empfand. Gaetano erinnert irgendwie an Commissario Brunetti. Es gibt leider so einige Längen in der Geschichte und bei mir hat sich nicht die erhoffte Spannung eingestellt. Wirkliche Sympathieträger habe ich nicht gefunden, einzig die Tochter des Toten tat mir sehr leid. Zeitweise geht es auch viel um die Familie von Gaetano. Insgesamt fand ich den Krimi sehr langweilig und da es schon der zweite Band ist, der mich nicht so richtig gefesselt hat, werde ich die Reihe nicht mehr weiterverfolgen.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Die verlassene Tankstelle

Giftiger Grund
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Joran begeht in seiner Jugend einen schweren Fehler und kommt nun nach sieben Jahren endlich aus dem Knast. Er ist fest entschlossen ein neues, sauberes Leben zu beginnen. Doch schnell merkt er, dass ihm ...

Joran begeht in seiner Jugend einen schweren Fehler und kommt nun nach sieben Jahren endlich aus dem Knast. Er ist fest entschlossen ein neues, sauberes Leben zu beginnen. Doch schnell merkt er, dass ihm immer nur Steine in den Weg gelegt werden, obwohl er es mit allen und allem ehrlich meint. Er kehrt zum damaligen Tatort, einer Tankstelle, zurück, die mittlerweile geschlossen ist. Dort hofft er, die damalige Beute noch zu finden. Stattdessen stößt er auf seinen ehemaligen Komplizen Aras, der tot in einem Schacht liegt. Leider ist er nicht alleine auf dem Gelände. Was haben die anderen Personen gesehen oder damit zu tun?

In Vorfreude auf einen spannenden Krimi fing ich an zu lesen. Es ist von Anfang an spannend und mich hat die Geschichte auch bis zum Ende mitgerissen. Einen klassischen Krimi darf man hier allerdings nicht erwarten. Es wird eher eine gesellschaftskritische Geschichte erzählt, die drei unterschiedliche Charaktere betrifft. Alle sind sie auf der Suche nach der richtigen Art zu leben. In Erwartung, dass die Drei irgendwann zusammenfinden und gemeinsam den Mord aufklären, war ich irgendwann am Ende des Buches angelangt. Zusammengefunden haben sie nie richtig. Einige Fragen wurden beantwortet, dafür haben sich jedoch neue Fragen ergeben, die offen blieben. Das Ende war mir zu sehr konstruiert und irgendwie hat man das Gefühl, die Geschichte ist noch nicht fertig erzählt. Ich hatte die Vermutung, dass es sich hier um ein Debüt handelt, dem ist aber gar nicht so. Von daher blieb die Geschichte sehr hinter meinen Erwartungen zurück. Der Autor hätte das Buch vielleicht nicht als Kriminalroman anpreisen sollen, sondern als gesellschaftskritischen Roman. Mich lässt das Buch sehr zwiegespalten zurück.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Herkunft

Das schönste aller Leben
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Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Einmal ist da Vio, die als Kind mit ihren Eltern aus Rumänien nach Deutschland flieht. Dann wird aus Vios Sicht erzählt, als sie erwachsen ist und ...

Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Einmal ist da Vio, die als Kind mit ihren Eltern aus Rumänien nach Deutschland flieht. Dann wird aus Vios Sicht erzählt, als sie erwachsen ist und es geht um Theresia, eine Vorfahrin von Vio, die schon im 18. Jahrhundert selbstbestimmt leben wollte.

Ich hätte mir gewünscht, dass Theresias Geschichte viel mehr Platz bekommen hätte, da diese mich sehr interessiert hat. Meiner Meinung nach wurde Vios Leben viel zu ausführlich betrachtet. Insgesamt hat mich das ganze Buch aber nicht so ganz überzeugen können. Ich konnte mich in Vio nicht hineinversetzen. Warum war es für sie so unheimlich schlimm, dass ihre Tochter nach ihrem Unfall nicht mehr schön ist. Klar, sie hat den Unfall verschuldet und macht sich Vorwürfe. Aber Unfälle passieren halt und Personen, die auf das Innere eines Menschen achten, denen ist das Äußere egal. An diese Personen sollte man sich halten und nicht an das, was einem als Perfekt vorgegaukelt wird. Da hatte Theresia mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Sprachlich fand ich die Geschichte schön zu lesen, aber inhaltlich war sie für mich nicht wirklich greifbar, ich konnte mit Vios Einstellung nicht viel anfangen.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Spion

Die Reise ans Ende der Geschichte
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Die kurzweilige Spionagegeschichte besticht durch nur wenige Akteure. Dieter Germeshausen ist Doppelagent und stolpert in Rom bei einer Gartenparty über den jungen Dichter Jakob Dreiser. Er ködert ihn ...

Die kurzweilige Spionagegeschichte besticht durch nur wenige Akteure. Dieter Germeshausen ist Doppelagent und stolpert in Rom bei einer Gartenparty über den jungen Dichter Jakob Dreiser. Er ködert ihn damit, dass er auch mal Spion spielen darf und zieht mit ihm einen großen Coup in Kasachstan auf. Es läuft aber nicht alles so, wie er sich das ausgemalt hatte. Die politische Lage zur handelnden Zeit, fand ich sehr gut dargestellt. Für mich hat sich der Beginn sehr lange gezogen und ich wusste nicht, in welche Richtung es gehen soll. So richtig spannend und interessant wurde es erst ganz am Schluss, wo sich die Ereignisse dann aber regelrecht überschlagen. Man sollte den Roman als Spionagegeschichte nicht so ganz ernst nehmen, denn vieles wirkte auf mich eher improvisiert und überstürzt, wie in einem Klamauk. Meinen Humor hat die Geschichte leider nicht so ganz getroffen. Insgesamt ist es eine unterhaltsame Geschichte, in der in verschiedene Länder gereist wird und die Charaktere auch so einiges erleben. Mir blieb das Geschehen aber zu sehr an der Oberfläche. Insgesamt wird mir die Geschichte nicht lange in Erinnerung bleiben.

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Veröffentlicht am 26.01.2026

Industriearbeiter

Glimmende Himmel
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In der Fortsetzung des ersten Bandes befindet sich June nun in Bradford, wo sie in einer Spinnerei arbeitet. Mit dem verdienten Geld will sie ihren Vater unterstützen, der mit ihrer Schwester an der Küste ...

In der Fortsetzung des ersten Bandes befindet sich June nun in Bradford, wo sie in einer Spinnerei arbeitet. Mit dem verdienten Geld will sie ihren Vater unterstützen, der mit ihrer Schwester an der Küste verweilt, damit sie wieder gesund wird. Die Lebensumstände in der Stadt sind für die ganzen Arbeiterfamilien furchtbar und oftmals geht es um Leben und Tod. June versucht zu helfen, wo sie kann, denn in ihrer Heimat hat ihr ihre Tante vieles über Naturheilmittel beigebracht. In der Spinnerei läuft sie Franky über den Weg, der von den Craven Dales verschwand, als seine Frau starb. Man spürt eine Anziehung zwischen den beiden. Jedoch bleibt vieles unausgesprochen und Franky kann sich June gegenüber nicht öffnen. Die Verhältnisse in der Industriestadt wurden gut dargestellt, aber das Geschehen geht kaum vorwärts. Ohne die Vorkenntnisse des ersten Bandes, hätte ich vieles nicht verstanden. Die Geschichte plätschert so vor sich hin. Am Ende blieb alles sehr vage und ich vermute mal, dass es einen weiteren Band geben wird, denn sonst macht dieser Band überhaupt keinen Sinn. Ich fand diesen Teil um einiges schwächer als den ersten Band.

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