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Chiralu

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.02.2026

Spannender Auftakt einer interessanten Fantasywelt - Empfehlung für alle Drachenfans

A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1
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Auf dieses Buch bin ich aufgrund des Covers gestoßen, das mir einfach ins Auge gestochen ist und nicht nur wunderschön ist, sondern auch absolut stimmig zu der Geschichte ist. Doch viel wichtiger als die ...

Auf dieses Buch bin ich aufgrund des Covers gestoßen, das mir einfach ins Auge gestochen ist und nicht nur wunderschön ist, sondern auch absolut stimmig zu der Geschichte ist. Doch viel wichtiger als die Optik ist natürlich der Inhalt dieses Buches.

Die Romantasy handelt von Tamsyn, dem Prügelmädchen am Hof. Sie wächst gemeinsam mit den Prinzessinnen auf, doch für jedes Fehlverhalten der Königstöchter muss sie die Strafe stellvertretend erdulden. Wann immer eine der Prinzessinnen sich etwas zuschulden kommen lässt, ist es Tamsyn, die dafür büßt - als abschreckendes Beispiel, damit die Mädchen lernen, sich angemessen zu benehmen.

So sieht das Leben eines Prügelkindes aus. Als die Prinzessinnen schließlich das heiratsfähige Alter erreichen, rückt für Tamsyn eigentlich die lang ersehnte Freiheit in greifbare Nähe. Denn sobald alle verheiratet sind, darf das Prügelkind den Hof verlassen und in eine selbstbestimmte Zukunft starten, zumindest normalerweise. Tamsyn jedoch bleibt dieses Schicksal verwehrt: Sie wird gezwungen den Krieger Fell zu heiraten, der auch als das Biest bekannt ist.

Sagen wir so: Das war ein spannender Einstieg! Generell schreibt die Autorin sehr flüssig und absolut mitreißend. Bereits nach den ersten Seiten war meine Sympathie mit der Protagonistin groß und als sie erfuhr, dass sie zu der Hochzeit mit dem Biest gezwungen wird, war das (allein schon aufgrund des Klappentextes) natürlich keine wirkliche Überraschung, doch meine Entrüstung war dennoch enorm.

Doch damit nicht genug: Mit Fell, dem gefürchteten Biest, und Stig, Tamsyns bestem Freund, treten zwei weitere zentrale Figuren auf den Plan. Damit ist die Grundlage für eine Dreiecksbeziehung gelegt und die Autorin schafft es, dass man zwischenzeitlich gar nicht wusste, auf welcher Seite man eigentlich stand. Die drei Charaktere, aber auch die Nebencharaktere, sind toll ausgearbeitet und greifbar, sodass die Entwicklung der Beziehungen nicht erzwungen, sondern absolut authentisch waren und zum Mitfiebern einluden. Besonders toll fand ich hierbei, dass immer wieder die Erzählperspektive geändert wurde - das schafft einfach noch einmal auf eine andere Art und Weise Nähe zu den Charakteren.

Ich habe dieses Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen und hätte ich nicht arbeiten und schlafen müssen, hätte ich dieses Buch wohl vermutlich gar nicht aus den Händen gelegt.

Da es sich um eine Romantasy handelt, gibt es natürlich auch einen Fantasyteil. Wir haben hier allerdings kein großes Worldbuilding, was ich aber überraschenderweise nicht wirklich störend fand, da es dennoch in sich stimmig war. Und auch zu unserer Protagonistin Tamsyn passte, die die Welt außerhalb des sicheren Königreiches nicht kannte.

Im Verlauf der Geschichte erfährt man, dass es vor vielen, vielen Jahren Drachen gab, die jedoch vollständig ausgelöscht wurden. Auch gegen die Hexen wurde Krieg geführt, denn alles, was mit Magie zu tun hatte, galt als Bedrohung.

Doch im Verlauf der Geschichte wird klar: Zum einen war die Magie nie weg, zum anderen ist Tamsyn viel mehr als nur ein Prügelmädchen.

Neben vorhersehbaren Momenten hielt die Geschichte auch einige unerwartete Twists bereit. Insgesamt hat mich die Handlung also definitiv in ihren Bann gezogen und der Cliffhanger am Ende ließ mich mit offenem Mund und unzähligen Fragezeichen zurück.

Es steht also außer Frage, dass ich auch den zweiten Teil definitiv lesen werde und ich freue mich schon sehr darauf, mehr von dieser Welt, den Drachen und der Magie zu erfahren.

Und trotz all meiner Euphorie und Begeisterung ziehe ich dennoch einen Punkt ab, da mir der Spice-Anteil leider deutlich zu hoch war und es die eigentliche Handlung nicht wirklich vorangebracht hat.

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Veröffentlicht am 13.01.2026

Romance trifft Suspense - etwas fürs Herz mit Nervenkitzel

The Jewel Secrets (1). Um dieses Spiel zu gewinnen, musst du dich in deinen größten Feind verlieben
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Das Cover sieht super hübsch aus, der Klappentext klang vielversprechend - und dann strauchelte ich die ersten Seiten, bis ich endlich so richtig in die Geschichte hineingekommen bin.

Es hat also ein ...

Das Cover sieht super hübsch aus, der Klappentext klang vielversprechend - und dann strauchelte ich die ersten Seiten, bis ich endlich so richtig in die Geschichte hineingekommen bin.

Es hat also ein klitzekleines bisschen gedauert, bis ich wirklich in diesen Liebesroman eintauchen konnte, doch dann fesselte er mich so sehr, dass ich das Buch gar nicht mehr zur Seite legen wollte.

Darcy ist eine intelligente, starke junge Frau, die viel Gepäck emotional mit sich trägt und gleichzeitig gar kein Gepäck hat, als sie zu diesem mysteriösen Erbschaftsspiel aufbricht. Umgeben von den anderen Anwärtern, die reich und berühmt waren, sticht sie dort aus der Menge heraus und man muss einfach mit ihr sympathisieren.

Mit Dorian wurde ich anfangs nicht warm, da ich ihn einfach nicht einschätzen konnte. Kein Wunder, dass es Darcy da ähnlich ging. Im Verlauf der Geschichte schafft die Autorin es aber auf eine unfassbar gute Art eine Beziehung zwischen den beiden aufzubauen, die nahezu greifbar ist. Ich sage es, wie es ist: Ich würde mein Herz wohl auch an ihn verlieren.

Doch neben der Romance mangelt es dem Buch auch absolut nicht an Spannung und Aufregung. Ich wollte gemeinsam mit Darcy unbedingt die nächsten Hinweise finden und war wirklich gebannt von der Geschichte. Und obwohl es schon super spannend war, hätte es ruhig noch einen Tick mehr Nervenkitzel geben können.

Dafür holt die Autorin am Ende noch einmal alles raus und beendet diesen Teil mit einem absolut großartigen Cliffhanger, der gleichzeitig furchtbar gemein ist, denn: Ich will nun unbedingt weiterlesen und muss jetzt erst auf den nächsten Teil warten. Gemeinheit!

Fassen wir es zusammen: Große Empfehlung mit einem klitzekleinen Abzug, da ich mich zu Beginn etwas schwergetan habe mit dem Einstieg und weil es noch etwas spannender sein könnte.

Veröffentlicht am 04.01.2026

Gemütliche, vorhersehbare Weihnachtsgeschichte für entspannte Lesestunden

Schneeflockenfunkeln
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Um es direkt vorwegzunehmen: Ich habe eine leichte Liebesgeschichte mit Weihnachtsstimmung gesucht - und gefunden. Wer eine anspruchsvolle Story sucht oder gar auf überraschende Wendungen hofft, wird mit ...

Um es direkt vorwegzunehmen: Ich habe eine leichte Liebesgeschichte mit Weihnachtsstimmung gesucht - und gefunden. Wer eine anspruchsvolle Story sucht oder gar auf überraschende Wendungen hofft, wird mit diesem Buch jedoch nicht glücklich. Für mich war die Geschichte jedoch perfekt um mich in Weihnachtsstimmung zu bringen.

Denn für Weihnachtsstimmung wird in diesem Buch ordentlich gesorgt und ich hätte mir ehrlich gesagt auch zu gerne auf der kleinen Farm von Miles Familie einen Tannenbaum ausgesucht. Apropos Miles! Dieser Charakter ist, wie man heutzutage ja sagt, eine absolute Green Flag und während es in Büchern meist von Bad Boys nur so wimmelt, fand ich den Good Guy erfrischend sympathisch. Doch ehrlicherweise war es mir hier und da etwas zu Dick aufgetragen - an dieser Stelle möchte ich nur das Schlagwort "Adventskalender" in den Raum werfen, ohne gleichzeitig zu viel zu verraten. Während man sich streiten kann, ob das eventuell einfach kitschig süß ist, war es mir persönlich einfach zu viel, wenn gleich es zu einer kitschig süßen Weihnachtslovestory irgendwie doch wieder passt. Wie man merkt: Irgendwie passend, irgendwie übertrieben - ich bin zwiegespalten.

Was ich allerdings weiß, ist, dass ich nicht nur Miles sympathisch fand, auch Lynn mochte ich. Doch am meisten habe ich wohl Lynns Tante während der ganzen Geschichte ins Herz geschlossen, obwohl sie nur ein Nebencharakter ist. Doch sie ist so liebevoll und herzlich, dass sie einfach für ein warmes Gefühl beim Lesen sorgte.

Zugegeben, die Story war recht schnell durchschaut und der Verlauf der Geschichte dementsprechend vorhersehbar. Hier und da dümpelte die Geschichte auch etwas vor sich hin und manchmal hätte ich mir ein bisschen mehr Tempo gewünscht, doch gleichzeitig ist es einfach gemütlich und mehr Action und Ereignisse hätten dieses Gefühl gestört.

Aus diesem Grund würde ich das Buch jedem empfehlen, der auf der Suche nach einer herzerwärmenden Geschichte zur Weihnachtszeit ist.

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Veröffentlicht am 30.12.2025

Spannender Auftakt einer Geschichte mit viel Potential

To Cage a Wild Bird
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Die Grundidee bei diesem Buch ist an sich nicht unbedingt neu: Die Bevölkerung wird in drei Gruppen eingeteilt, die Armen werden unterdrückt und es gibt "Spiele" um Leben und Tod, die unter anderem zur ...

Die Grundidee bei diesem Buch ist an sich nicht unbedingt neu: Die Bevölkerung wird in drei Gruppen eingeteilt, die Armen werden unterdrückt und es gibt "Spiele" um Leben und Tod, die unter anderem zur Unterhaltung der Reichen dienen.

Allerdings haben wir bei diesem Buch dieses Mal ein Gefängnis-Setting, denn die kriminell gewordenen Menschen landen in der Haftanstalt Endlock und können dann von der Oberschicht für ein "Spiel" gekauft werden, wo sie von eben jenen gejagt und getötet werden können.

Und genau in diesem Gefängnis landet der Bruder der Hauptprotagonistin Raven, die daraufhin in das Gefängnis eindringen, ihren Bruder finden und gemeinsam mit ihm fliehen will. Etwas, was zuvor noch nie ein Insasse geschafft hat.

Genau diese Idee fand ich super spannend und interessant. Hinzu kommt, dass Raven als Kopfgeldjägerin eine sehr starke, unabhängige und selbstständige Protagonistin ist - sowas liebe ich!

Brooke Fast hat mich mit ihrem Schreibstil wirklich schnell in ihren Bann gezogen - flüssig, spannend und mit hohem Tempo. Sie hat in diesem Buch eine interessante Welt geschaffen, für spannungsreiche sowie bewegende Momente gesorgt und liebenswerte Charaktere entwickelt, was auch die Nebencharaktere betrifft.

Als ich auf der letzten Seite ankam, war ich etwas traurig, dass es schon vorbei ist. Und hier kommen wir zu meinem Kritikpunkt: Das Buch hat nur 448 Seiten, weshalb man es recht schnell durchgelesen hat. Dieser Seitenumfang kommt bei einem Debütroman nicht selten vor und wird vom Verlag so vorgegeben, aber dementsprechend ist der Umfang zur Ausarbeitung der Geschichte natürlich einfach begrenzt.

Das ist wirklich schade, denn das Buch hat meiner Meinung nach nicht sein komplettes Potenzial ausgeschöpft. Ich hätte mir noch etwas mehr Tiefe bei den Charakteren gewünscht und vor allem einen langsameren, etwas nachvollziehbareren Beziehungsaufbau zwischen Raven und dem Wachmann Vale. Das war für mich zu "holter di polter" und die Spice Szenen, von denen es einige gab, waren deshalb nicht unbedingt überzeugend. Ich würde sogar so weit gehen, dass sie meiner Meinung nach sogar zum Teil etwas überflüssig waren. Hier hätte man ruhig einige Szenen streichen und dafür der eigentlichen Handlung, dem Beziehungsaufbau aber auch der Entwicklung der Beziehung zu den Nebencharakteren mehr Raum geben können.

Trotzdem bin ich von diesem Buch begeistert und freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung! Gerne hätte ich diesem Buch die volle Punktzahl gegeben, denn, auch wenn ich mich wiederhole: Die Idee war super und der Schreibstil hat mir unfassbar gut gefallen. Doch meine Kritik muss natürlich auch bei der Bewertung berücksichtigt werden, sodass ich hier leider einen Stern abziehen muss. Dennoch würde ich dieses Buch aber definitiv weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 29.12.2025

Berührender, emotionaler Roman über Verluste, Hoffnung und Wunder

Das Jahr voller Bücher und Wunder
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Wenn ich dieses Buch mit drei Worten beschreiben müsste, würde ich die Worte berührend, zauberhaft und leise wählen. Und damit ist das Buch irgendwie ganz anders, als ich erwartet habe. Es hat mein Inneres ...

Wenn ich dieses Buch mit drei Worten beschreiben müsste, würde ich die Worte berührend, zauberhaft und leise wählen. Und damit ist das Buch irgendwie ganz anders, als ich erwartet habe. Es hat mein Inneres wirklich berührt und das auf eine ganz ruhige Art und Weise.

Es gibt kein großes Tamtam und man jagt auch nicht durch eine Geschichte mit hoher Geschwindigkeit, sondern erlebt jeden Monat des Jahres voller Bücher und Wunder ganz bewusst und intensiv. Dieses langsame Tempo war aber genau passend, denn es sorgt dafür, dass man die Momente viel mehr bemerkt. Und dabei geht es um die kleinen Momente und Veränderungen, die in der Summe doch plötzlich das ganze Leben verändern können.

Aber man muss sich darauf einlassen, denn ich vermute, dass dieses langsame Tempo ansonsten auch langwierig oder gar langweilig wirken könnte.

Mir hat es jedoch ausgesprochen gut gefallen und ich mochte die Veränderung, die unsere Hauptprotagonistin Tilly Monat für Monat machte. Es war realistisch, authentisch und fühlbar - der Verlust ihres geliebten Ehemannes, das anschließende Einigeln und irgendwie auf der Stelle treten und dann der "Kampf" zurück ins Leben. Aber nicht nur das, sondern auch zu lernen, wer man eigentlich wirklich ist - das hat mich sehr berührt.

Dass ihr dabei eine kleine Buchhandlung hilft, die so zauberhaft und charmant beschrieben wird, war herzerwärmend - genauso wie alle Personen, oder sollte ich eher Lebewesen sagen, schließlich gibt es da ja noch die Katze, die zu eben jener Buchhandlung gehören.

Es ist ein Ort wie in einer Filmkulisse, nur bin ich mir sicher, dass es noch immer diese ganz besonderen Buchhandlungen mit dem einmaligen Charme unter uns gibt. Wir sollten sie einfach viel öfters aufsuchen! Diesen Appell nehme ich mir nach diesem Buch auf jeden Fall zu Herzen.

Ich mochte die Geschichte auf jeden Fall sehr, genauso wie die Kulisse, die von der Autorin geschaffen wurde. Der Schreibstil war absolut angenehm zu lesen, berührend und herzerwärmend zugleich.

Allerdings ziehe ich einen Punkt ab, da ich mit dem Buchhändler Alfie leider nicht ganz so warm geworden bin beim Lesen. Er klingt nach einem wundervollen, aufopferungsvollen Menschen, aber mir fehlte hier trotz allem mehr Tiefe. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass er "zu perfekt" ist? Mir fehlen diese kleinen Makel oder Eigenheiten, die eine Persönlichkeit ausmachen.

Zusammenfassend kann ich aber das Buch einfach nur loben und würde es definitiv weiterempfehlen