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Veröffentlicht am 16.02.2026

Packender und atmosphärisch dichter Thriller von der Insel Neuwerk

Fünf Fremde
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Mit diesem Buch legt die Autorin Romy Fölck, die ich bislang in erster Linie durch die Elbmarsch-Krimis um die Ermittler Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn kannte, einen spannenden Thriller vor und konnte ...

Mit diesem Buch legt die Autorin Romy Fölck, die ich bislang in erster Linie durch die Elbmarsch-Krimis um die Ermittler Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn kannte, einen spannenden Thriller vor und konnte mich auch in diesem Genre überzeugen.

Als sich an einem stürmischen Oktobertag eine Fähre auf den Weg zur Insel Neuwerk macht, befinden sich an Bord auch fünf Passagiere, die alle in Verbindung zu einem 30 Jahre alten Vermisstenfall stehen, der bis heute nicht aufgeklärt werden konnte. Während sich ihre Wege auf der Insel immer wieder kreuzen, zieht ein Orkan auf, der es unmöglich macht, die Insel wieder zu verlassen. Und die fünf Fremden müssen feststellen, dass sie keineswegs zufällig zusammentreffen, sondern längst Teil eines perfiden Plans sind, in dem es um lang gehütete Geheimnisse und die Begleichung einer alten Schuld geht.

Mit einem spannenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt Romy Fölck ihre gut aufgebaute Geschichte voran und schafft es mit bildhaften Beschreibungen, die das Kopfkino ordentlich ankurbeln, eine düstere Atmosphäre zu erschaffen, die mich schnell in ihren Bann ziehen konnte. Durch immer wieder eingestreute Rückblenden entfaltet sich das Geschehen auf zwei Zeitebenen und das Puzzle setzt sich nach und zusammen, bis schlussendlich das erschreckende Gesamtbild enthüllt wird. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Charakteren in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Und auch wenn sich hier der eine oder andere kleine Logikfehler eingeschlichen hat, bietet dieser Thriller unter dem Strich doch einen hohen Unterhaltungswert.

Wer auf spannende und atmosphärisch dichte Thriller in stürmischer Umgebung steht, wird hier sehr gut bedient und unterhalten.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 22.01.2026

Western meets Horror - Gelungener Auftakt einer neuen Serie mit Potential

Nighthunter 1 – Die Nacht der Ghule
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Mit diesem Buch liefert der Autor Anton Serkalow den gelungenen Auftakt einer neuen Serie mit einem wilden Mix aus Western und Horror bzw. Mystery ab, der mich insgesamt überzeugen und gut unterhalten ...

Mit diesem Buch liefert der Autor Anton Serkalow den gelungenen Auftakt einer neuen Serie mit einem wilden Mix aus Western und Horror bzw. Mystery ab, der mich insgesamt überzeugen und gut unterhalten konnte, für die weiteren Bände aber auch noch ein wenig Luft nach oben lässt.

Im Mittelpunkt der Serie stehen der adlige Vampir Louis Royaume und sein indianischer Gefährte, der Gestaltwandler Geistwolf, die bei ihrem ersten Abenteuer auf einen Zug mit einer gefährlichen Fracht stoßen, die niemals hätte geweckt werden dürfen.

Den typischen Spagat eines Serienauftaktes, bei dem nicht nur eine spannende Geschichte erzählt werden muss, die Lust auf weitere Bände macht, sondern darüber hinaus auch noch interessante Charaktere eingeführt werden müssen, die diese Serie dann auch noch über die weiteren Bände tragen können, absolviert der Autor hier auf überzeugende Art und Weise.
Auch wenn die Geschichte grundsätzlich in sich abgeschlossen ist, werden dennoch bereits ein paar Fäden gespannt, die dann in den Fortsetzungen weitergesponnen werden können bzw. müssen.

Vom Umfang her entspricht das Buch in etwa dem eines handelsüblichen Heftromans und kommt dementsprechend auch schnell zur Sache, ohne sich mit langen Vorreden aufzuhalten. Ein packender Schreibstil und ein hohes Erzähltempo sorgen dann dafür, das man beim Lesen kaum zum Luftholen kommt und dem wilden Treiben gebannt folgt. Es bleibt aber auch noch Raum für fein dosierten Humor, der den eher düsteren Grundtenor immer wieder auflockert.

Ein Auftaktband, der viel Spaß macht und zudem reichlich Potential für die weiteren Bände andeutet. Ob dieses Potential dann auch ausgeschöpft werden kann, werden die weiteren Bände, auf die ich schon sehr gespannt bin, zeigen.
Eine gewissen Suchtfaktor kann man dieser Serie aber schon jetzt nicht absprechen.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.01.2026

Abgedrehte Horrorsatire mit expliziten Sex- und Gewaltszenen

Feuchte Monster
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Mit diesem Buch legt der Autor Matthias Krause eine ziemlich abgedrehte Horror-Satire mit expliziten Gewalt- und Sexszenen vor. Für Zartbesaitete ist dieses Buch daher eher weniger geeignet.

Auch wenn ...

Mit diesem Buch legt der Autor Matthias Krause eine ziemlich abgedrehte Horror-Satire mit expliziten Gewalt- und Sexszenen vor. Für Zartbesaitete ist dieses Buch daher eher weniger geeignet.

Auch wenn hier mehrmals Bezug auf das Buch „Feuchte Beute“ genommen wird und zudem auch einige Protagonisten aus diesem Buch hier mitwirken, braucht man für das Verständnis keine Vorkenntnisse. Allerdings wird man dann vielleicht nicht jede der zahlreichen Anspielungen nachvollziehen können, die der Autor in die Geschichte einbaut. Dazu zählt unter anderem, dass hier sein Alter Ego Frank J. Freibrodt, der zudem als Autor von „Feuchte Beute“ aufgeführt ist, als einer der Hauptprotagonisten mitwirkt und auch Matthias Krause selbst an einigen Stellen zumindest namentlich auftaucht.

Der egozentrische und ziemlich erfolglose Autor Frank J. Freibrodt braucht dringend eine gutbetuchte Gönnerin, da ihm ein übler Kredithai im Nacken sitzt. Bei einem mehrtägigen Speeddatingevent hofft er fündig zu werden. Dort finden sich neben hoffnungsvollen Singles aber auch Fetischisten, parasitäre Monster und der Sensitivity Reader Mortimer Wissmann ein, an dem Franks letzte Buchveröffentlichung kläglich gescheitert ist. Mortimer ist inzwischen von der klebrigen Brut eines riesigen Meerwurms aus dem Bermuda-Dreieck befallen und hat mit seinem roten Füller einen blutigen Rachefeldzug gestartet. Und auch Frank steht auf seiner Liste.

Mit einem lockeren Schreibstil, viel Einfallsreichtum und einer ordentlichen Prise schwarzem Humor, der auch schon mal ziemlich derbe ausfallen kann, entwirft der Autor eine bunte Welt voller unerwarteter Wendungen, gelungener Anspielungen und abgedrehter Momente mit reichlich Situationskomik, durch die er seine gut gezeichneten und durchaus vielschichtig angelegten Protagonisten stolpern lässt. Auch wenn es zwischendurch schon ziemlich wild zugeht und es dadurch ab und an etwas unübersichtlich wird, fügt sich schlussendlich alles wunderbar zusammen und es ergibt sich ein schlüssiges Gesamtbild, bei dem keine wesentlichen Fragen offenbleiben.

Wer Spaß an abgedrehten Horrorromanen findet und auch keine Probleme mit derbem Humor und Beschreibungen, die sich hart an der Ekelgrenze entlanghangeln, hat, wird hier insgesamt gut bedient und unterhalten.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.01.2026

Wenn sich das gelobte Land als ultimativer Ort des Schreckens entpuppt ...

Regnum
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Mit diesem Buch legt der Autor Armands A. Asimov den zweiten Band seiner Reihe „Animals Lane“ vor, in der er in sich abgeschlossene Geschichten erzählt, in denen Tiere im Mittelpunkt stehen. Auch dieser ...

Mit diesem Buch legt der Autor Armands A. Asimov den zweiten Band seiner Reihe „Animals Lane“ vor, in der er in sich abgeschlossene Geschichten erzählt, in denen Tiere im Mittelpunkt stehen. Auch dieser Band konnte mich wieder gut und spannend unterhalten, lässt für die weiteren Bände aber weiterhin noch etwas Luft nach oben.

Im Schweinemastbetrieb Macellum herrschen unsägliche Bedingungen, die von Gestank, Enge und Angst geprägt sind. Der einzige Hoffnungsschimmer sind die Archen, die die auserwählten Schweine regelmäßig ins Königreich Regnum bringen. Zweifel an dieser Verheißung werden ignoriert und gnadenlos unterdrückt. Doch als sich ein tödlicher Virus unter den Schweinen ausbreitet, bricht das Lügengebilde endgültig in sich zusammen.

Mit einem packenden Schreibstil treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und baut dabei schnell Spannung und eine bedrückende Atmosphäre auf, die in einem konsequenten und ziemlich harten Finale mündet. Erzählt wird das Ganze aus der Sicht eines namenlosen Schweines, das hier auch als Ich-Erzähler fungiert und uns hautnah an seinen Ängsten und Zweifeln an der versprochenen Verheißung teilhaben lässt. So bietet das Buch neben spannender Unterhaltung auch noch eine ordentliche Portion Gesellschaftskritik an unserem Umgang mit den sogenannten Nutztieren.

Wer auf spannende Tierfabeln steht, wird hier gut bedient und unterhalten. Darüber hinaus bietet das Buch auch durchaus Stoff zum Nachdenken.

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Veröffentlicht am 07.01.2026

Gelungene Fortsetzung der Thriller-Reihe um den charismatischen Killer Francis Ackerman jr.

Im Labyrinth der Furcht
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Mit diesem Thriller setzt der Autor Ethan Cross seine inzwischen dritte Reihe, in der der charismatische Serienkiller Francis Ackerman jr. im Mittelpunkt des Geschehens steht, fort. Nach sechs Bänden der ...

Mit diesem Thriller setzt der Autor Ethan Cross seine inzwischen dritte Reihe, in der der charismatische Serienkiller Francis Ackerman jr. im Mittelpunkt des Geschehens steht, fort. Nach sechs Bänden der Shepherd-Reihe und vier Bänden, in denen Francis an der Seite von Nadia Sharizi als Sonderermittler des FBI seine besonderen Fähigkeiten zeigen konnte, bekommt er es hier nun mit dem Hüter zu tun, der dieser Reihe auch seinen Namen gibt.

Der zweite Band schließt direkt an die Geschehnisse im Auftaktband an, so dass es sich schon empfiehlt, zumindest diesen Band bereits zu kennen. Darüber hinaus braucht man hier aber keine Vorkenntnisse aus den vorherigen Bänden der beiden ersten Reihen, um die Geschichte lesen und nachvollziehen zu können. Alle hierfür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören.

Nach den dramatischen Ereignissen in Glasgow sind Francis Ackerman jr, sein Bruder Marcus Williams, seine Schwester Annabelle und sein Schützling Jesse Gibson in der Gewalt des mysteriösen Hüters, der ganz besondere Pläne mit seinen Gefangenen hat. Hat Francis in diesem skrupellosen Gegner seinen Meister gefunden oder gibt es noch einen Ausweg aus der verzweifelten Lage ? Parallel sucht Nadia Scharizi verzweifelt nach einem Hinweis auf den Aufenthaltsort des Hüters. Kann ihr der Bewahrer, der in Besitz von Demons Liste ist, weiterhelfen ? Doch dazu muss sie erst einmal wissen, wer sich hinter diesem Namen verbirgt.

Mit einem packenden Schreibstil, einigen überraschenden Wendungen und einem hohen Erzähltempo, dass einem beim Lesen kaum Zeit zum Luftholen lässt, treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und lässt sie schlussendlich in einen fulminanten und zweigeteilten Showdown münden. Dabei wechselt das Geschehen immer wieder zwischen den beiden parallelen Handlungsstränge um Francis und Nadia, die jeweils einen ungefähr gleich großen Anteil bekommen. Und obwohl wir Francis lange Zeit in einer ungewohnt defensiven Rolle erleben, spendiert ihm der Autor doch wieder ein paar ziemlich denkwürdige Auftritte. Dabei muss man sich aber auf die fast schon comichafte Überhöhung des ehemaligen Serienkillers einlassen, um das wilde Treiben in Gänze genießen zu können. Aber auch Nadia, Marcus und die weiteren Nebenfiguren bekommen hier durchaus Raum zur Entfaltung, den sie auch nutzen können. Nach dem krachenden Showdown bringt Ethan Cross die Geschichte allerdings nur zu einem vorläufigen Ende, der Konflikt zwischen Francis und dem Hüter ist aber noch längst nicht entschieden.

Wer Gefallen an actionreichen Thrillern mit ungewöhnlichen Protagonisten findet, wird hier daher sehr gut bedient und spannend unterhalten. Nicht das beste Buch mit Francis Ackerman jr. in der Hauptrolle, unter dem Strich aber doch gute Thrillerkost.

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