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Wolkenspiel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.09.2025

Fesselnd, heftig und mit vielen Wendungen

Das Haus am Ende der Welt
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Ein Reitunfall reißt Mai aus ihrem Alltag heraus und lässt in ihr Fragen nach der eigenen Vergangenheit aufkommen. In Finnland macht sie sich auf die Suche nach ihrer Herkunft, nach Geborgenheit, Angenommensein ...

Ein Reitunfall reißt Mai aus ihrem Alltag heraus und lässt in ihr Fragen nach der eigenen Vergangenheit aufkommen. In Finnland macht sie sich auf die Suche nach ihrer Herkunft, nach Geborgenheit, Angenommensein und sich selbst. Ihr Vater Henning reist hinterher und versucht wieder an sie heranzukommen. Aber Mai rebelliert, ist innerlich zerrissen. Und doch scheint alles in ihr nach Hilfe zu schreien, eine Lösung und inneren Frieden zu finden.

Die Handlung ist vielschichtig und vor allem zu Beginn gilt es die zunächst scheinbar vielen Figuren für sich zu sortieren. Einige finnische Vokabeln habe ich während des Lesens nachgeschlagen, was mir zum Verständnis sehr geholfen hat. Da hätte ich mich über einen kleinen Glossar im Anhang gefreut. Aber die Geschichte fesselt, will gelesen werden und zieht in ihren Bann.

Der Roman handelt größtenteils in der Gegenwart und wird im Wechsel aus den beiden Sichten der Hauptprotagonisten erzählt. Immer wieder gibt es Rückblicke, die dankenswerterweise in einer anderen Schriftart geschrieben sind. Dadurch ist es leichter einzuordnen. Katrin Faludi schafft es perfekt, dass diese Rückblicke und die Gegenwart einander ergänzen und unterstützen. Auch der Schreibstil ist packend und als Leser will man einfach zügig weiterlesen, um zu erfahren, wie die Situation so verfahren werden konnte. Was ist im Leben dieser Menschen so schiefgelaufen? Wo sind die Verbindungen? Immer wieder gibt es unverhergesehene Wendungen und an manchen Stellen hat es mich innerlich zerrissen, was einige Menschen ertragen müssen.
In all dem gibt es aber auch die Frage nach der eigenen Schuld und der Möglichkeit der Vergebung.

Meine heimliche Lieblingsperson ist Janne, eine Pastorin, die immer wieder mal kurz in Erscheinung tritt und mir unglaublich gut gefällt. Über sie und ihre Geschichte würde ich gerne noch mehr lesen.
Auch ihren Humor bringt Katrin Faludi in einzelnen Formulierungen ein, z.B. in der Beschreibung der Kardashian-Villa, dem Hühnerstall oder der „optischen Messerstecherei“, wenn Blicke töten könnten.

„Das Haus am Ende der Welt“ ist ein komplexer und fesselnder Roman, der heftige Themen anpackt und auch nach dem Lesen noch nachhallt.

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Veröffentlicht am 25.07.2025

Wer würde nicht gerne nach Hope Harbor?

Eine Pension zum Verlieben
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Zum zehnten Mal dürfen wir Leser besondere Menschen nach Hope Harbor begleiten. Obwohl es für mich erst der zweite Band der Reihe war, ist es schon wie heimkommen. Hope Harbor ist einfach ein Ort, in dem ...

Zum zehnten Mal dürfen wir Leser besondere Menschen nach Hope Harbor begleiten. Obwohl es für mich erst der zweite Band der Reihe war, ist es schon wie heimkommen. Hope Harbor ist einfach ein Ort, in dem man gerne wohnen oder zumindest mal hinreisen möchte. Man kann die Geschichten problemlos einzeln lesen, wobei es immer wieder kurze Wiedersehen mit Personen gibt, die man aus früheren Bänden kennt.
Ein Highlight ist für mich Fish-Taco-Verkäufer Charley, der mit seinen weisen Ratschlägen immer wieder so genau den Punkt trifft. Amüsiert habe ich mich über die Möwen Floyd und Gladys, deren Geschichte auch mal als Wegweiser für die Protagonisten eingebaut wird. Ebensowenig möchte ich die beiden Pastoren mit ihren unterhaltsamen Dialogen missen. Es würde mir etwas fehlen, wenn diese Figuren keinen Platz in der Geschichte finden würden.
Mit Matt und Vienna kommen wieder zwei Menschen nach Hope Harbor, die aus unterschiedlichen Gründen hier eine Auszeit nehmen, um wieder zurück in die Spur ihres Lebens zu finden. Dass der Aufenthalt in Hope Harbor vielleicht die Richtung dieser Spur ändert, liegt durchaus im Bereich des Möglichen. Erfrischend fand ich Viennas Mutter Bev, die wohl einen rechten Wandel durchgemacht hat. Zumindest Vienna bekommt einen ganz anderen Blick auf ihre Mutter.
Zitat Bev: „Ich habe im wörtlichen und im übertragenen Sinn Inventur in meinem Leben gemacht und viele Dinge losgelassen, die ich viel zu lange festgehalten habe.“ (S. 18)
Andrew und Paige sind ein junges Ehepaar, deren Firma Pleite gegangen ist. Mich hat beeindruckt, wie beide aus Liebe für den anderen nur das Beste wollen und dafür bereit sind auch einiges aufzugeben.
Wer einmal Hope Harbor Luft geschnuppert hat wird Wiederholungstäter. Es ist für mich einfach ein Wohlfühlort mit liebenswerten Menschen, die im Vertrauen auf Gott ihren Weg gehen und ein Garant für wunderschöne Lesestunden. Wenn du Hope Harbor noch nicht kennst, hast du auf jeden Fall etwas verpasst und solltste dich schleunigst auf den Weg dorthin machen. Du wirst es nicht bereuen.
Lieblingszitat: „ Wenn wir zu sehr an unseren Plänen festhalten, besteht die Gefahr, dass wir achtlos an Weggabelungen vorbeirasen, die zu einem noch besseren Ziel führen könnten als der Weg, den wir ursprüngelich eingeschlagen hatten.“

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Veröffentlicht am 10.03.2025

Sehr unterhaltsam mit etwas Spannung

Was es zu beschützen gilt
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Im 5. Teil der „Neuanfang in Colorado“-Reihe von Jody Hedlund geht es um Dylan McQuaid. Lange Zeit war er das „schwarze Schaf“ der Familie und in schlechten Kreisen in Chicago unterwegs. Nun versucht Dylan ...

Im 5. Teil der „Neuanfang in Colorado“-Reihe von Jody Hedlund geht es um Dylan McQuaid. Lange Zeit war er das „schwarze Schaf“ der Familie und in schlechten Kreisen in Chicago unterwegs. Nun versucht Dylan sich ein ehrbares Leben als Sheriff in Fairplay aufzubauen.
Catherine, eine jugen Hebamme, hat derweil in Chicago eine komplizierte Geburt im Rotlichviertel betreut. Bevor die Mutter stirbt, informiert sie Catherine noch über den Kindsvater Dylan McQuaid und nimmt ihr das Versprechen ab, das Kind zu ihm zu bringen. Als Zeugin eines Mordes gerät Catherine plötzlich selbst unter Mordverdacht und muss fliehen.
Eigentlich wollte Catherine das Baby nur an Dylan übergeben. Aber die Umstände und Missverständnisse führen dazu, dass die beiden heiraten.
Die Geschichte, wie Dylan und Catherine mit dieser Situation und den Geheimnissen umgehen, ist unterhaltsam und zum Teil auch spannend. Beide waren mir sofort sympathisch. Als Leser darf man sowohl an Dylans, als auch an Catherines Gedanken teilhaben. Bei beiden fließt der christliche Glaube in ihre Handlungsweisen ein und die Themen Vergebung und Hilfsbereitschaft haben einen wichtigen Stellenwert in der Entwicklung der Geschichte.
Dies ist der fünfte, in sich geschlossene Band einer Reihe. Obwohl ich bisher nur den ersten Band kannte, konnte ich der Handlung problemlos folgen und werde auch die restlichen Bände noch liebend gerne lesen. Denn in jedem Band wird die Geschichte eines der McQuaid-Geschwister erzählt.
Ich fühlte mich zu jederzeit sehr gut unterhalten und kann disen Band und die komplette Reihe „Neuanfang in Colorado“ von Herzen weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Rotkäppchen im 19. Jahrhundert: romantisch und spannend

Sag, wo mag die Erbin sein?
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Karen Witemeyer ist einfach ein Garant für schöne Lesestunden. Wenn man denkt, man wäre dem Märchenalter entwachsen wird man bei ihr schnell erkennen, dass dem nicht so ist. Denn ihre Märchenadaptionen ...

Karen Witemeyer ist einfach ein Garant für schöne Lesestunden. Wenn man denkt, man wäre dem Märchenalter entwachsen wird man bei ihr schnell erkennen, dass dem nicht so ist. Denn ihre Märchenadaptionen ins Texas des 19. Jahrhunderts sind unglaublich humorvoll, romantisch und spannend geschrieben. Nach Schneewittchen (Sieben Helden für Penelope) und Cinderella (Ein Stiefel kommt selten allein) begeistert nun Rotkäppchens Abenteuer.
Das Cover ist wieder wunderschön passend und spiegelt sowohl das Märchen, als auch den Roman perfekt wider. Ein großes Lob an dieser Stelle an den Francke-Verlag für all die schönen und passenden Cover.
Inhalt:
Letty Hood wurden zu ihrem eigenen Schutz von ihrer Mutter in die Obhut der Großmutter gegeben, die diese in der Abgeschiedenheit großzog. Nach dem Tod des Vaters wollte ihre böser Onkel Drake sie umbringen, um an das Erbe zu kommen. Nun steht mit ihrem 21. Geburtstag die Volljährigkeit bevor und mit einer Testamentsänderung könnte Letty ihren Onkel vom Erbe ausschließen und damit wieder sicher und frei leben.
Der Detektiv Philip Carmichael wurde von der Mutter beauftragt Letty zu finden und auf geheimen Wegen sicher nach Hause zu bringen. Diese Reise birgt einige Gefahren, denn Onkel Drake hat noch lange nicht aufgegeben.
Beide Protagonisten sind sehr sympathisch. Sie zeigen beide auf ihre Art Stärke, Einsatz und einen tiefen Glauben. Auf dem Weg wächst das gegenseitige Vertrauen und die Gefühle füreinander. Aber kann das gut gehen, eine reiche Erbin und ein einfacher Detektiv?

Meine Lieblingszitate:
„Das, was wir wollen, ist nicht immer das Beste. Gott will, dass wir das tun, was das Beste ist, auch wenn es manchmal wehtut.“ (S. 13)
„Du siehst vielleicht nicht weiter als bis zum jetzigen Moment, aber Gott sieht den ganzen Weg. Vertraue darauf, dass er dich führt und (…) an deiner Seite steht. Du bist nicht allein.“ (S. 118)
„Kein Problem ist größer als unser Gott. Vergiss das nicht.“ (S. 119)

Wer es gerne historisch, romantisch und spannend mag ist hier genau richtig. Wer einmal Karen Witemeyer für sich entdeckt hat, wird immer wieder zu ihren Büchern greifen. Wenn du einen Roman brauchst bei dem du sicher gehen möchtest, dass er dir gefällt: Witemeyer!


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Veröffentlicht am 09.02.2026

Spannende Fortsetzung

I am Chosen
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Fast nahtloser gelingt Annemarie Blenk der Übergang von Band 1, der mit seinem Cliffhanger schon sehr neugierig machte. Maddies beste Freundin Kat und Matts bester Freund Aron fühlen sich sehr zueinander ...

Fast nahtloser gelingt Annemarie Blenk der Übergang von Band 1, der mit seinem Cliffhanger schon sehr neugierig machte. Maddies beste Freundin Kat und Matts bester Freund Aron fühlen sich sehr zueinander hingezogen. Wobei Kat dies zunächst sehr von sich weist, da eine Beziehung ihren Karriereplänen beim FBI entgegensteht. In dieses Gefühlschaos kommt zudem noch eine Verbrechensfall hinzu. Denn in Maddies Hütte vermutet die Polizei Drogen und es kam in der Gegend schon zu mehreren Einbrüchen. Während Kat versucht Aron auf Abstand zu halten, beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln und die eigenen Traumata weiter geheim zu halten. Das erweist sich als gar nicht so einfach und die Gefahr kommt immer näher.

Annemarie Blenk bleibt sich in der Erzählweise treu. Die Kapitel werden meist aus Kats Sicht in der Ich-Perspektive erzählt und ab und zu von Aron in der 3. Person. Auch der Schreibstil ist wieder angenehm flüssig und spannend, so dass ich das Buch irgendwann nicht mehr aus der Hand legen wollte. Jedes Kapitel hat eine passende Überschrift, die jeweils wunderbar auf den Inhalt abgestimmt ist.

Während ich Kat im ersten Teil als tolle Freundin empfand, wurde ich hier leider gar nicht mit ihr warm. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie kam ich nicht an sie ran, konnte manche ihrer Verhaltensweisen schlichtweg nicht nachvollziehen. Dennoch ist ihr Weg bis zur Erkenntnis „I am chosen“ sehr interessant. Im Laufe der Zeit hinterfragt Kat sogar ihren Lebenstraum FBI. Hat Gott im Bezug auf ihre Lebenspläne vielleicht auch etwas zu sagen?

Deutlich besser als noch in Band 1 hat mir Aron gefallen. Seine tiefgehenden Glaubensaussagen und die Verbindungen zwischen Astronomie und Bibelstellen faszinierten mich. Er lebt seinen Glauben konsequent und zeigt auf, dass Wissenschaft und christlicher Glaube sich nicht widersprechen.
„Und ausgerechnet ich werde belächelt, weil ich sage, dass die Existenz eines Schöpfers viel wahrscheinlicher ist, als dass sich aus dem absoluten Nichts plötzlich Materie erschaffen hat.“ (S. 124)
„Ich kann nur nicht verstehen, wie man in den Nachthimmel sehen und darin nicht Gottes Handschrift erkennen kann.“ (S. 124) Einzig sein Spitzname für Kat „Kätzchen“ war mir zu kitschig.

Fazit: Ein spannender Roman, in dem klar wird:
• dass Traumata nicht einfach verschwinden
• wie wichtig Ehrlichkeit und offene Gespräche sind
• der Glaube an Gott seinen Platz im Alltag hat
• Gott einen guten Plan hat, auch wenn wir manchmal noch in andere Richtungen unterwegs sind
• jede Liebesgeschichte ganz individuell ist
• Wissenschaft und Schöpfung sich nicht widersprechen

„Manchmal müssen sich erst Türen schließen, damit wir erkennen, dass wir nie hindurchgehen wollten.“ (S. 332)

Ein absolut lesenswerter und spannender Roman mit sehr interessanten Fakten zum Thema Astronomie.

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