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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.02.2026

Rotkäppchen im 19. Jahrhundert: romantisch und spannend

Sag, wo mag die Erbin sein?
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Karen Witemeyer ist einfach ein Garant für schöne Lesestunden. Wenn man denkt, man wäre dem Märchenalter entwachsen wird man bei ihr schnell erkennen, dass dem nicht so ist. Denn ihre Märchenadaptionen ...

Karen Witemeyer ist einfach ein Garant für schöne Lesestunden. Wenn man denkt, man wäre dem Märchenalter entwachsen wird man bei ihr schnell erkennen, dass dem nicht so ist. Denn ihre Märchenadaptionen ins Texas des 19. Jahrhunderts sind unglaublich humorvoll, romantisch und spannend geschrieben. Nach Schneewittchen (Sieben Helden für Penelope) und Cinderella (Ein Stiefel kommt selten allein) begeistert nun Rotkäppchens Abenteuer.
Das Cover ist wieder wunderschön passend und spiegelt sowohl das Märchen, als auch den Roman perfekt wider. Ein großes Lob an dieser Stelle an den Francke-Verlag für all die schönen und passenden Cover.
Inhalt:
Letty Hood wurden zu ihrem eigenen Schutz von ihrer Mutter in die Obhut der Großmutter gegeben, die diese in der Abgeschiedenheit großzog. Nach dem Tod des Vaters wollte ihre böser Onkel Drake sie umbringen, um an das Erbe zu kommen. Nun steht mit ihrem 21. Geburtstag die Volljährigkeit bevor und mit einer Testamentsänderung könnte Letty ihren Onkel vom Erbe ausschließen und damit wieder sicher und frei leben.
Der Detektiv Philip Carmichael wurde von der Mutter beauftragt Letty zu finden und auf geheimen Wegen sicher nach Hause zu bringen. Diese Reise birgt einige Gefahren, denn Onkel Drake hat noch lange nicht aufgegeben.
Beide Protagonisten sind sehr sympathisch. Sie zeigen beide auf ihre Art Stärke, Einsatz und einen tiefen Glauben. Auf dem Weg wächst das gegenseitige Vertrauen und die Gefühle füreinander. Aber kann das gut gehen, eine reiche Erbin und ein einfacher Detektiv?

Meine Lieblingszitate:
„Das, was wir wollen, ist nicht immer das Beste. Gott will, dass wir das tun, was das Beste ist, auch wenn es manchmal wehtut.“ (S. 13)
„Du siehst vielleicht nicht weiter als bis zum jetzigen Moment, aber Gott sieht den ganzen Weg. Vertraue darauf, dass er dich führt und (…) an deiner Seite steht. Du bist nicht allein.“ (S. 118)
„Kein Problem ist größer als unser Gott. Vergiss das nicht.“ (S. 119)

Wer es gerne historisch, romantisch und spannend mag ist hier genau richtig. Wer einmal Karen Witemeyer für sich entdeckt hat, wird immer wieder zu ihren Büchern greifen. Wenn du einen Roman brauchst bei dem du sicher gehen möchtest, dass er dir gefällt: Witemeyer!


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Veröffentlicht am 09.02.2026

Spannende Fortsetzung

I am Chosen
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Fast nahtloser gelingt Annemarie Blenk der Übergang von Band 1, der mit seinem Cliffhanger schon sehr neugierig machte. Maddies beste Freundin Kat und Matts bester Freund Aron fühlen sich sehr zueinander ...

Fast nahtloser gelingt Annemarie Blenk der Übergang von Band 1, der mit seinem Cliffhanger schon sehr neugierig machte. Maddies beste Freundin Kat und Matts bester Freund Aron fühlen sich sehr zueinander hingezogen. Wobei Kat dies zunächst sehr von sich weist, da eine Beziehung ihren Karriereplänen beim FBI entgegensteht. In dieses Gefühlschaos kommt zudem noch eine Verbrechensfall hinzu. Denn in Maddies Hütte vermutet die Polizei Drogen und es kam in der Gegend schon zu mehreren Einbrüchen. Während Kat versucht Aron auf Abstand zu halten, beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln und die eigenen Traumata weiter geheim zu halten. Das erweist sich als gar nicht so einfach und die Gefahr kommt immer näher.

Annemarie Blenk bleibt sich in der Erzählweise treu. Die Kapitel werden meist aus Kats Sicht in der Ich-Perspektive erzählt und ab und zu von Aron in der 3. Person. Auch der Schreibstil ist wieder angenehm flüssig und spannend, so dass ich das Buch irgendwann nicht mehr aus der Hand legen wollte. Jedes Kapitel hat eine passende Überschrift, die jeweils wunderbar auf den Inhalt abgestimmt ist.

Während ich Kat im ersten Teil als tolle Freundin empfand, wurde ich hier leider gar nicht mit ihr warm. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie kam ich nicht an sie ran, konnte manche ihrer Verhaltensweisen schlichtweg nicht nachvollziehen. Dennoch ist ihr Weg bis zur Erkenntnis „I am chosen“ sehr interessant. Im Laufe der Zeit hinterfragt Kat sogar ihren Lebenstraum FBI. Hat Gott im Bezug auf ihre Lebenspläne vielleicht auch etwas zu sagen?

Deutlich besser als noch in Band 1 hat mir Aron gefallen. Seine tiefgehenden Glaubensaussagen und die Verbindungen zwischen Astronomie und Bibelstellen faszinierten mich. Er lebt seinen Glauben konsequent und zeigt auf, dass Wissenschaft und christlicher Glaube sich nicht widersprechen.
„Und ausgerechnet ich werde belächelt, weil ich sage, dass die Existenz eines Schöpfers viel wahrscheinlicher ist, als dass sich aus dem absoluten Nichts plötzlich Materie erschaffen hat.“ (S. 124)
„Ich kann nur nicht verstehen, wie man in den Nachthimmel sehen und darin nicht Gottes Handschrift erkennen kann.“ (S. 124) Einzig sein Spitzname für Kat „Kätzchen“ war mir zu kitschig.

Fazit: Ein spannender Roman, in dem klar wird:
• dass Traumata nicht einfach verschwinden
• wie wichtig Ehrlichkeit und offene Gespräche sind
• der Glaube an Gott seinen Platz im Alltag hat
• Gott einen guten Plan hat, auch wenn wir manchmal noch in andere Richtungen unterwegs sind
• jede Liebesgeschichte ganz individuell ist
• Wissenschaft und Schöpfung sich nicht widersprechen

„Manchmal müssen sich erst Türen schließen, damit wir erkennen, dass wir nie hindurchgehen wollten.“ (S. 332)

Ein absolut lesenswerter und spannender Roman mit sehr interessanten Fakten zum Thema Astronomie.

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Veröffentlicht am 13.07.2025

Gelungener Abschluss der Trilogie

Der Weg der Frauen
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Noch einmal nimmt Marie Pierre die Leser mit ins Mädchenpensionat nach Thionville 1912. Neben einigen „alten Bekannten“ aus Band 1 und 2 gibt es mit der neuen Lehrkraft auch wieder neue Entwicklungen in ...

Noch einmal nimmt Marie Pierre die Leser mit ins Mädchenpensionat nach Thionville 1912. Neben einigen „alten Bekannten“ aus Band 1 und 2 gibt es mit der neuen Lehrkraft auch wieder neue Entwicklungen in der Schule. Und auch die Schülerinnen halten Pauline auf Trab. Nicht zuletzt Sophie, die aufgrund einer Frauenrechtskundgebung gleich zu Beginn verhaftet wird. Pauline setzt sich wie gewohnt für ihre Schülerinnen ein und muss in so mancher Situation Mut zeigen.
Mit ihrem früheren Verlobten Roland Dulange tritt neben Erich nun ein weiterer Mann in Paulines Leben. Wird sie sich für ihr Pensionat oder für einen der Männer entscheiden?
Neben dem Thema Frauenrechte werden auch gesundheitliche und gesellschaftliche Themen der damaligen Zeit aufgenommen und kritisch betrachtet. Aber nie hat man das Gefühl des erhobenen Zeigefingers oder einer Belehrung. Alles ist geschickt in die Handlung miteingebunden.
Viele sprachliche Formulieren und Ausdrücke sind von Marie Pierre so geschickt gewählt, dass sie zur Zeit der Handlung perfekt passen und dennoch sehr gut verständlich sind. Auch dadurch werden die Leser in die damalige Zeit zurückversetzt.
Im Anhang findet sich noch eine Karte vom damaligen Thionville und ein Glossar mit Fachbegriffen und französischen Begriffen. Im Nachwort erläutert die Autorin noch geschichtliche Hintergründe der Region Lothringen.
Insgesamt empfinde ich es als einen gelungenen Abschluss der Trilogie, der trotz seiner gut 520 Seiten nicht langatmig wurde. Die Autorin versteht es immer wieder Wendungen einzubauen, die die Spannung aufrechterhalten und liebenswerte Charaktere einzubinden, die man sehr gerne über 500 Seiten begleitet.

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Veröffentlicht am 19.03.2025

Wiedergutmachung vor stimmungsvoller Kulisse

Die Tochter des Leuchtturmwächters
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Josephina, kurz Joey, bleibt als letztes Familienmitglied noch in Copper Creek, um den guten Ruf der Familie wiederherzustellen. Aufgrund einer beruflichen Flaute nimmt sie einen zeitlich begrenzten Auftrag ...

Josephina, kurz Joey, bleibt als letztes Familienmitglied noch in Copper Creek, um den guten Ruf der Familie wiederherzustellen. Aufgrund einer beruflichen Flaute nimmt sie einen zeitlich begrenzten Auftrag als Bauleiterin in der Nähe von Ocracoke an. Joey soll für den über 80-jährigen Walt einen stillgelegten Leuchtturm sanieren. Damit möchte er einen Fehler seiner Jugend wiedergutmachen. Sein Enkel Finn ist zunächst gar nicht glücklich über Joey als Projektleiterin. Aber Walt sieht mehr in Joey. Im Zuge der Sanierung findet Joey alte Tagebuchseiten im Gemäuer des Leuchtturms versteckt. Wer hat sie geschrieben? Warum wurden sie versteckt? Und welche Verbindung hat Walt zu diesem Leuchtturm? Die Handlung hat noch einige spannende Momente parat und der Leser kann sehr gut miträtseln, was es mit dem Leuchtturm und Walts Jugendgeschichte auf sich hat.
Den Erzählstil empfand ich als eher ruhig. Die Liebesgeschichte entwickelte sich langsam, sanft und „nebenher“. Walt war mir sehr schnell sympathisch. Und auch wenn Finns erster Auftritt nicht so freundlich erschien, wandelte sich das Bild von ihm relativ schnell und man konnte den fürsorglichen Enkel erkennen. Joey fand ich durchweg nett, wobei ich das Charismatische und Besondere, das Walt sofort in ihr sah, nicht so offensichtlich fand und auch nicht so stark nachempfinden konnte.
Der christliche Glaube kommt immer wieder angenehm vor, ohne aufdringlich zu sein. Das Cover ist wunderschön und die Kulisse der Handlung traumhaft schön.
Insgesamt hat die Geschichte großes Potenzial, konnte mich jedoch nicht so fesseln und mitreißen, wie es die vorherigen Romane von Amanda Cox taten.
Lieblingszitage: „Ich glaube, jetzt bin ich endlich so weit, dass ich mich nicht mehr für die Fehler bestrafe, die ich als Teenager gemacht habe. Dass ich mir Dinge vergebe, die Gott mir längst vergeben hat.“ (S. 216)
„Weil Gott uns genau da begegnet, wo wir sind. Und vielleicht zerbrechen Dinge in unserem Leben auf dem Weg. Die gute Nachricht ist, dass Gott gewissermaßen Sanierungsprofi ist.“ (S. 285)

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Veröffentlicht am 27.02.2025

Kurze Einblicke in das Leben von 24 Menschen

Fearless
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Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit sind Begriffe, die gerade viele Menschen beschäftigen. Dieses Buch gibt Einblicke in die Leben von 24 zumeist jungen Menschen, die Nachhaltigkeit und/oder soziale ...

Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit sind Begriffe, die gerade viele Menschen beschäftigen. Dieses Buch gibt Einblicke in die Leben von 24 zumeist jungen Menschen, die Nachhaltigkeit und/oder soziale Gerechtigkeit mit ihrem christlichen Glauben zusammenbringen wollten. Mit Franziskus von Assisi und Hildegard von Bingen befinden sich zwei historische Personen unter den Lebensberichten. Dabei geht es nicht um klassische Lebensbilder, also eine Schilderung des ganzen Lebens einer Person. Vielmehr erhalten wir einen zeitlich begrenzten Einblick in den Wunsch dieser Menschen ihren christlichen Glauben mit dem Thema Nachhaltigkeit oder sozialer Gerechtigkeit in Einklang zu bringen und darin ganz praktisch zu werden.
Es ist interessant zu lesen, wie verschieden Gott geführt hat und so unterschiedliche Ideen entstanden sind. Aber eins haben alle gemeinsam: „Zusammen kann man so viel erreichen und echte Hoffnung bringen. Man muss nur machen.“ (S. 21)
Die meisten Namen kannte ich zuvor nicht. Aber ich bin beeindruckt, wie viel im Vertrauen auf Gott durch diese 24 Menschen erreicht wurde. Ein Gedanke hat mich besonders erreicht: Wir sollten nicht abwarten bis alle Umstände passen, sondern im Vertrauen auf Gott Dinge angehen und ewas bewirken. Und das geht auch im kleinen, in unserem direkten Umfeld.
Fazit: Ein inspirirendes Buch über Menschen, die mit Gott konkret für Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit unterwegs sind.

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