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Veröffentlicht am 18.10.2024

Spannende Fortsetzung in einer komplexen und sehr interessanten Fantasy-Welt

Die Verzauberung der Schatten
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Nachdem mir kürzlich der Auftakt der Weltenwanderer Trilogie – Vier Farben der Magie - so gut gefiel, dauerte es gar nicht lange, bis ich die Fortsetzung – Die Verzauberung der Schatten – las.

Auch vier ...

Nachdem mir kürzlich der Auftakt der Weltenwanderer Trilogie – Vier Farben der Magie - so gut gefiel, dauerte es gar nicht lange, bis ich die Fortsetzung – Die Verzauberung der Schatten – las.

Auch vier Monate nach dem Kampf gegen die dunkle Magie leidet der Antari Kell unter Albträumen und er fühlt sich immer mehr als ein Gefangener. Die frühere Bewunderung der Bewohner des Roten Londons ist in Angst oder gar Verachtung umgeschlagen, das Verhältnis zu seinen Zieheltern, dem Königspaar, ist deutlich kühler geworden und auch seine brüderliche Beziehung zu Rhy hat sich verändert. Außerdem geht ihm Delilah Bard nicht aus dem Kopf. Diese hat sich inzwischen einen Traum erfüllt und segelt mit der „Nachtfalke“ über die Meere der Welt.

Nun laufen im Roten London die Vorbereitungen für das magische Essen Tasch Turnier (Spiel der Elemente) auf Hochtouren. Bei diesem Turnier treten 36 Magier aus allen drei Königreichen der Roten Welt an, um ihre Kräfte zu messen. Auch Kell soll inkognito daran teilnehmen. Während zahlreiche Gäste in die Stadt kommen, unter anderem auch der berüchtigte Freibeuter Alucard Emery, bemerkt niemand, wie und warum ein anderes London aus seinem düsteren Schlaf erwacht…

Auch diesen zweiten Teil habe ich wieder sehr gern gelesen. Der flüssige und bildhafte Schreibstil der Autorin gefällt mir nach wie vor sehr gut. Nach einem aufregenden Prolog geht es zwar erst einmal eher gemächlich weiter, dennoch sind die Informationen darüber, was Lila und Kell in den letzten Monaten so erlebt haben und die unterschiedlichen Arten, wie die verschiedenen Figuren mit den Vorbereitungen auf das große Turnier umgehen, sehr interessant. Zudem kam mit Alucard Emery ein weiterer, für mich sehr interessanter Charakter dazu.

Der Spannungsbogen wurde für mich als Leserin durch die sich abwechselnden Handlungsstränge aus den jeweiligen Perspektiven der Beiden gut gehalten. Zu diesen gesellte sich noch ein Weiterer, in dem ich nach und nach erfuhr was in einem der anderen Londons vor sich geht. Längen empfand ich beim Lesen auch diesmal nicht. Allerdings fiel es mir in der ersten Hälfte des Buches noch deutlich leichter, das Buch für notwendige Unterbrechungen im realen Leben zur Seite zu legen, als es in der zweiten Hälfte der Fall war. Letztere hätte ich am liebsten in einem Rutsch weg geschnurpst.

Es passierte in diesem Buch unheimlich viel. Die Figuren entwickelten sich gut weiter und es gab so einige Wendungen, die für mich überraschend kamen. Doch, wie es meistens bei Mittelteilen von Trilogien der Fall ist, blieben am Ende noch jede Menge Fragen offen. Daher bin ich sehr froh, dass der dritte Teil „Die Beschwörung des Lichts“ auch sofort verfügbar ist. Ich werde in Kürze damit beginnen und freue mich schon sehr darauf.

Auch dieses Buch kann ich guten Gewissens Liebhabern komplexer Fantasy-Welten weiterempfehlen. Und wer gleich alle 3 Teile in einem Buch haben möchte, am 30.10.2024 erscheint unter dem Titel „Shades of Magic“ ein Sammelband mit der kompletten Weltenwanderer-Trilogie, der noch Einiges an Bonusmaterial enthält. Die gebundene Ausgabe ist sogar mit einem auf den Fotos sehr schick aussehenden Farbschnitt versehen.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Bravouröser Auftakt in einer komplexen und sehr interessanten Fantasy-Welt

Vier Farben der Magie
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Voriges Jahr entdeckte ich „Threads of Power: Die feinen Fäden der Magie“ als Auftakt einer neuen Fantasy Trilogie der mir bis dato unbekannten Autorin V. E. Schwab. Erst beim Lesen stellte ich dann fest, ...

Voriges Jahr entdeckte ich „Threads of Power: Die feinen Fäden der Magie“ als Auftakt einer neuen Fantasy Trilogie der mir bis dato unbekannten Autorin V. E. Schwab. Erst beim Lesen stellte ich dann fest, dass es ein direkter Nachfolger der Weltenwanderer Trilogie ist, hatte jedoch keinerlei Verständnisprobleme, war begeistert und wollte unbedingt auch noch die Vorgänger lesen. Nun habe ich den ersten Teil „Vier Farben der Magie“ beendet und bin erneut äußerst angetan.

Die Stadt London gibt es viermal. Allerdings sind die Städte, obwohl sie den gleichen Namen tragen, mehr als unterschiedlich und der Antari (Blutmagier) Kell hat sie nach Farben benannt. Im Grauen London gibt es kaum Magie und es riecht nach Rauch. Das Rote London – Kells Heimat – duftet nach Blumen, es sprüht vor Magie und Lebenslust. Im Weißen London ist alles wie ausgebleicht, die Magie stirbt langsam aber sicher aus und was von ihr noch übrig ist wird von den dort Herrschenden versklavt. Im Schwarzen London hat die Magie alles Leben vor langer Zeit selbst vertilgt.

Vor langer Zeit wurden die Tore zwischen den Welten versiegelt. Von den Antari sind nur noch sehr wenige übrig und diese sind inzwischen auch die Einzigen, die mit ihrer Blutmagie zwischen drei der verschiedenen Londons hin und her reisen können. Dabei fungieren sie als Botschafter für die Königshäuser. Doch Kell führt ein Doppelleben und schmuggelt nebenbei verbotenerweise Gegenstände aus den jeweiligen Welten hin und her. Eines Tages wird ihm als Lohn für das Überbringen eines Briefes aus dem Weißen London ins Rote ein eigenartiger schwarzer Stein zugesteckt.

Zu spät merkt Kell, dass es sich dabei um ein mächtiges Artefakt aus dem Schwarzen London handelt, welches es eigentlich gar nicht mehr geben dürfte und er in eine Falle gelockt wurde. Um das Gleichgewicht in seiner Heimat zu wahren, muss er die Sache in Ordnung bringen. Allerdings sitzen ihm dabei mächtige Feinde im Nacken, die den Stein für sich beanspruchen und dabei vor keinem Mittel zurückschrecken. Auf seiner Flucht vor ihnen trifft Kell die Diebin Delilah Bard, die ihn zuerst beraubt, ihm dann aber doch hilfreich zur Seite steht. Wird es ihnen gemeinsam gelingen, eine magische Apokalypse zu verhindern?

Leicht und flüssig konnte ich dieses Buch innerhalb einer recht kurzen Zeit lesen. Der Schreibstil mit der einfachen, aber dennoch schönen und bildhaften Sprache gefiel mir auch hier wieder ausgesprochen gut. Erzählt wird die Geschichte in der dritten Person mit wechselnden Perspektiven und an verschiedenen Schauplätzen. Obwohl die Autorin die Charaktere situationsbezogen und ohne weitschweifende Erklärungen einführte, war ich ruckzuck in der Geschichte drin und empfand auch im weiteren Verlauf keinerlei Längen. Selbst mein leichter Informationsvorsprung aus dem zuerst von mir gelesenen Auftakt der Nachfolger Trilogie stand mir dabei nicht im Weg.

Die Autorin hat sich hier eine komplexe und für mich sehr interessante Fantasiewelt ausgedacht. Die Hauptfiguren waren mir sehr sympathisch und entwickelten sich im Laufe der Geschichte stetig weiter. Aber auch ihre Gegenspieler hatten ihren Reiz. Je tiefer ich in die Handlung eintauchte, umso schwerer fiel es mir, das Buch für notwendige Unterbrechungen zur Seite zu legen. Die Spannung baute sich kontinuierlich auf, steigerte sich allmählich, bis sie sich dann in einem aufregenden Showdown entlud. Das Ende war dann eher gefällig. Einen echten Cliffhanger gab es dort zwar nicht, aber es waren bei Weitem noch nicht alle Fragen beantwortet, die sich mir beim Lesen auftaten, so, dass ich auf die Fortsetzung weiterhin gespannt war.

Wie bereits oben erwähnt, hat mir auch dieses Buch richtig gut gefallen und ich bin sehr froh, dass die Folgebücher Teil 2 „Die Verzauberung der Schatten“ und Teil 3 „Die Beschwörung des Lichts“ bereits verfügbar sind und ich fürs Weiterlesen keine langen Wartezeiten mehr in Kauf nehmen muss. Und wer gleich alle 3 Teile in einem Buch haben möchte, am 30.10.2024 erscheint ein Sammelband mit der kompletten Weltenwanderer-Trilogie, der noch Einiges an Bonusmaterial enthält. Die gebundene Ausgabe ist sogar mit einem auf den Fotos sehr schick aussehenden Farbschnitt versehen.

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Veröffentlicht am 08.06.2024

Fesselnder Reihenauftakt, am liebsten hätte ich sofort weitergelesen

Kings of Cypress Pointe - Sweet Revenge
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Kürzlich entdeckte ich diesen Liebesroman für junge Erwachsene bei NetGalley. Es ist der Auftakt zu einer Reihe, von der im Original bereits 6 Bände erschienen sind. Der Klappentext, der so absolut nichts ...

Kürzlich entdeckte ich diesen Liebesroman für junge Erwachsene bei NetGalley. Es ist der Auftakt zu einer Reihe, von der im Original bereits 6 Bände erschienen sind. Der Klappentext, der so absolut nichts mit meinem eigenen Leben zu tun hat, sprach mich an. Obwohl ich der Zielgruppe längst entwachsen bin, lese ich solche Geschichten hin und wieder gern. Daher fragte ich ein Rezensionsexemplar an und freute mich, es kurze Zeit später auf meinen Kindle laden zu können.

Die 18-jährige Blue Riley hat für ihr letztes Highschooljahr ein Stipendium an der Eliteschule Cypress Prep im Privilegiertenviertel der Stadt erhalten. Ein Abschluss dort würde ihre weiteren Bildungschancen erheblich steigern. Ansonsten hat sie es nicht leicht. Ihre Mutter ist vor einigen Monaten einfach abgehauen und hat sie und ihre Geschwister mit dem alkoholabhängigen Vater, der sich um nichts kümmert, einfach zurückgelassen. Nun ist auch noch ihr älterer Bruder Hunter weg und die Deckung der Lebenshaltungskosten sowie die Verantwortung für ihre 14-jährige Schwester Scarlett lasten ganz allein auf ihren Schultern.

West Golden, Star des Footballteams und der unangefochtene König der Cypress Prep, hat im Safe seines Vaters ein Handy gefunden, auf dem sich anrüchige Fotos der Neuen aus seinem Jahrgang – Blue Riley - befinden. Mit seinem Vater kann und will er sich aus Rücksicht auf seine Mutter deswegen nicht anlegen. Daher beschließt er, Blue das Leben zur Hölle zu machen und sie so aus seinem Leben zu vertreiben. Anfangs gelingt ihm das Mobbing ganz gut, doch die junge Frau, die ihm durchaus die Stirn bietet, geht ihm unter die Haut und er entwickelt ungewollte Gefühle für sie…

Dank des sehr flüssigen Schreibstils mit einfacher, aber bildhafter Sprache, interessanten Hauptfiguren und Nebencharakteren, spannender Dramatik und fühlbarer Erotik konnte ich diesen Reihenauftakt innerhalb einer sehr kurzen Zeit lesen. Es fiel mir auch jedes Mal ziemlich schwer, das Buch für im realen Leben notwendige Dinge aus der Hand zu legen. Geschrieben ist es in der ersten Person. Meistens erzählen die Geschichte Blue oder West, es kommt aber regelmäßig auch eine anonym bleibende Klatsch-Influenzerin der Highschool mit dem Usernamen QweenPandora zu Wort und auch der Vater von West redet mit.

Blue war mir von Anfang an sehr sympathisch. Sie trägt für ihr junges Alter eine viel zu große Last und arbeitet hart daran, alles – Schule, Arbeit zur Sicherung des Lebensunterhalts und die Verantwortung, dass ihre kleine Schwester nicht vom rechten Weg abkommt – unter einen Hut zu bringen. Nach allem, was ich über sie durch ihre Schilderungen erfahre, kann ich mir die Fotos, die West auf dem Handy im Safe des Vaters gefunden hat, überhaupt nicht erklären.

Trotz der Tatsache, dass West das Mobbing gegen Blue böse weit treibt, ist auch er mir nicht unsympathisch. Obwohl mit einem goldenen Löffel im Mund geboren, hat er etwas erlebt, was ihm Narben zugefügt hat und mit dem er, durch den Vater geschickt manipuliert, ganz alleine klarkommen musste. Dass er seinen Vater inzwischen hasst, konnte ich ziemlich gut nachvollziehen. Wegen des Mobbings gegen Blue hätte ich ihn mir natürlich am liebsten zur Brust genommen und ordentlich durchgeschüttelt, aber durch die Gefühle, die er für sie entwickelte, je mehr er von ihr erfuhr, lernte ich eben auch seine verletzliche Seite kennen und diese mochte ich sehr.

Hauptsächlich dreht sich dieser Reihenauftakt zwar um die Bully Romance zwischen West und Blue, die in einem ziemlich bösen Cliffhanger am Ende gipfelt. Es sind aber auch die Geschichten von Blues Bruder Hunter, ihrem Ex-Freund Ricky, ihren Eltern, Wests beiden Brüdern und seinem Vater noch nicht zu Ende erzählt. Auch die Identität von QweenPandora wurde noch nicht enthüllt. Am Ende des Buches hätte ich aufgrund der vielen offen gebliebenen Fragen am liebsten sofort weitergelesen. Leider ist mir das im Original aufgrund meiner grottenschlechten Englisch-Kenntnisse nicht möglich. So muss ich wohl oder übel auf die deutschen Übersetzungen warten. Teil 2 soll am 25.10.2024 erscheinen, Teil 3 am 25.03.2025.

Das Einzige, was mich an diesem Buch störte war, dass die Ausführungen der Klatsch-Influencerin als Bilder eingefügt waren und ich das Vergrößern – ohne war die Schrift für mich nicht lesbar – auf meinem ca. 4 Jahre alten Kindle Paperwhite als sehr umständlich empfand. Hier hätte mir normale Schrift, mit entsprechender Kennzeichnung vorher, deutlich besser gefallen.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Durchaus spannend, aber…

The Puppet Master
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… mir sind dadurch jetzt schon sehr viele Details zum eigentlichen Reihenauftakt bekannt, der in deutscher Übersetzung erst im Herbst erscheinen soll.

Ein Mann wird zur Rushhour am Bahnsteig vom Zug erfasst. ...

… mir sind dadurch jetzt schon sehr viele Details zum eigentlichen Reihenauftakt bekannt, der in deutscher Übersetzung erst im Herbst erscheinen soll.

Ein Mann wird zur Rushhour am Bahnsteig vom Zug erfasst. Im ersten Moment denkt jeder an Selbstmord. Doch es gibt ein paar Details die absolut nicht dazu passen und auch ihr Bauchgefühl sagt DCI Cara Elliot, die als leitende Ermittlerin den Fall untersucht, dass hier etwas überhaupt nicht stimmt. Das Gefühl wird zur Gewissheit, als sich vermeintliche Suizide in kürzester Zeit häufen, doch nach wirklichen Beweisen dafür suchen sie und ihr Team, trotz unermüdlicher Arbeit, lange Zeit vergeblich. Und auch als ihnen diese endlich vorliegen, scheint es so, dass ihnen der Täter immer noch mehr als einen Schritt voraus ist. Wird es ihnen gelingen, ihn zu stoppen, ohne, dass wieder Leute aus den eigenen Reihen oder deren Familien den Preis dafür zahlen müssen?

Nachdem mir, nach kleinen Startschwierigkeiten, vor etwas mehr als einem Jahr der Thriller „The Twenty“ von Sam Holland in deutscher Übersetzung doch sehr gut gefiel, freute ich mich, als ich Ende letzten Jahres bei NetGalley das Buch „The Puppet Master“ dieser Autorin entdeckte. Nun habe ich auch dieses Buch gelesen und es hat mir durchaus auch gut gefallen. Allerdings merkte ich beim Lesen diesmal viel deutlicher als beim Vorgänger, dass mir der Reihenauftakt fehlt.

Im englischen Original ist „The Twenty nämlich schon der zweite Teil und „The Puppet Master“ der Dritte. Warum man in Deutschland nicht mit dem ersten Teil „The Echo Man“ startete, fragte ich mich bereits nach „The Twenty“ und jetzt nach „The Puppet Master“ noch viel mehr. Während in „The Twenty“ die Ereignisse aus „The Echo Man“ wirklich nur sehr kurz erwähnt wurden und auch die Hauptfigur aus dem Reihenauftakt und diesem Buch hier – DCI Cara Elliot – nur eine ganz kleine Nebenrolle spielte, geschieht das in „The Puppet Master“ sehr häufig und es wird nicht nur vage daran erinnert, sondern ich erfahre etliche Details, die mir einen höchstwahrscheinlich spannungsmindernden Informationsvorsprung für das Lesen von „The Echo Man“ verschaffen.

Am Ende von „The Puppet Master“ wird nämlich angekündigt, dass „The Echo Man“ in deutscher Übersetzung im Herbst 2026 erscheinen soll und es gibt auch eine Leseprobe. Ich hätte es deutlich besser gefunden, wenn „The Echo Man“ noch vor „The Puppet Master“ erschienen wäre. Lesen möchte ich den eigentlichen Reihenauftakt in deutscher Übersetzung zwar trotzdem noch. Das liegt aber daran, dass ich etliche Charaktere aus „The Twenty“ und „The Puppet Master“ inzwischen so liebgewonnen habe, dass ich jetzt auch alle bislang veröffentlichten Informationen zu ihnen kennen möchte.

Allerdings hatte ich, obwohl ich eben den eigentlichen Reihenauftakt noch nicht kenne, durch die vielen Erwähnungen der Details daraus, bei diesem Buch hier auch keinerlei Verständnisprobleme und konnte dadurch Caras persönliche Situation und die ihres Bruders Nate Griffin gut einordnen, obwohl ich selbst, als Mutter, Caras Entscheidungen im Privatleben teilweise nicht in Ordnung fand und selbst definitiv anders gehandelt hätte.

Den Schreibstil empfand ich wieder als sehr flüssig und die Handlung spannend. Geschrieben ist es wieder in der dritten Person, abwechselnd aus den Perspektiven verschiedener Protagonisten. Mir gefiel, dass der Fokus nicht nur auf den Ermittlungen lag, sondern auch auf dem Privatleben der Hauptfiguren. Dadurch werden sie für mich immer menschlicher und ich kann viel besser mit ihnen fühlen. Wer letztendlich der kranke Strippenzieher im Hintergrund war, hatte ich bis kurz vor der Auflösung durch die Autorin tatsächlich gar nicht auf dem Schirm.

Insgesamt kann ich auch für dieses Buch Thrillerfreunden durchaus wieder eine Leseempfehlung mitgeben. Für mich selbst hoffe ich jetzt allerdings ein bisschen, dass ich bis zum Herbst einen Großteil des hier zu „The Echo Man“ Gelesenen wieder vergessen habe.

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Veröffentlicht am 13.02.2026

Hin und wieder war ich ein bisschen genervt, insgesamt hat mir das Buch jedoch wieder gefallen

Kein Kuchen für Vampire
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Mit ihrer im Original derzeit achtteiligen Reihe – The Guild Codex: Spellbound – von der ich alle fünf bislang in deutscher Übersetzung bereits gelesen habe, hatte sich die kanadische Autorin Annette Marie ...

Mit ihrer im Original derzeit achtteiligen Reihe – The Guild Codex: Spellbound – von der ich alle fünf bislang in deutscher Übersetzung bereits gelesen habe, hatte sich die kanadische Autorin Annette Marie bereits einen Platz bei meinen Lieblingsautorinnen gesichert.

Als dann im vorigen Jahr der erste Teil ihrer im Original bislang vier Teile umfassenden Spinoff Reihe – The Guild Codex: Demonized – in deutscher Übersetzung veröffentlicht wurde, gefiel mir auch dieser sehr gut und ich wollte auch diese Reihe unbedingt weiterverfolgen. Kein Kuchen für Vampire ist nun der zweite Teil davon und jetzt, wo ich ihn ausgelesen habe, hoffe ich sehr, dass auch der nächste Teil in deutscher Übersetzung nicht allzu lange auf sich warten lässt.

Seit den dramatischen Ereignissen im Haus von Robins Onkels sind einige Wochen vergangen. Seitdem ist dieser spurlos verschwunden und mit ihm auch der wichtigste Teil ihres Erbes - das Grimoire ihrer Familie. Robin ist sich sicher, dass sie nur damit ihren Vertrag mit dem Dämonen Zylas erfüllen kann. Daher sucht sie zusammen mit ihm und ihrer Cousine Amalia nach Onkel Jacks Aufenthaltsort und stößt dabei immer wieder auf Vampire sowie auf ein Team ihrer neuen Gilde, welches von der jungen Magierin Zora angeführt wird.

Letztere gibt Robin einen Crashkurs über die Blutsauger und lädt sie sogar ein, sich an der Jagd auf diese zu beteiligen. Da sie das nicht ausschlagen kann, macht Robin mit. Doch die Vampire verhalten sich definitiv anders, als Zora es ihr erklärte und es gibt plötzlich auch deutlich mehr von ihnen, als bislang angenommen. Doch warum ist das so und was haben sie mit dem Verschwinden ihres Onkels und dem Grimoire ihrer Mutter zu tun?

Zeitlich ist die Handlung von „Kein Kuchen für Vampire“ parallel zum fünften Teil der Spellbound Reihe einzuordnen. Allerdings spielen die mir daraus bekannten Figuren bislang keine oder nur eine sehr untergeordnete Rolle. Die Geschichte wird weiterhin in der ersten Person aus der Perspektive von Robin erzählt. Der Schreibstil ist nach wie vor flüssig und sehr leicht zu lesen. Sehr gut gefielen mir die vielen Kabbeleien zwischen Robin und ihrem Dämonen Zylas. Diese lockerten vorangegangene gefährliche Situationen immer wieder auf, zeigten aber auch, dass sich beide immer weiterentwickelten.

Allerdings hat Robin noch immer sehr wenig Selbstbewusstsein und es gab durchaus Stellen im Buch, in denen sie mir deswegen ein bisschen auf die Nerven ging. Wiederum hat sie sich ihre so liebenswerten mitfühlenden Eigenschaften bewahrt, was u. a. dazu führte, dass es in Amalias kleiner Wohnung jetzt noch einen weiteren Mitbewohner gibt. Und dann gab es auch immer wieder spannungsgeladene Situationen, in denen sie über sich hinauswuchs.

Sehr gut gefiel mir aber auch, dass die Autorin zwar von in einschlägiger Fantasy-Literatur fast überstrapazierten Vampiren schreibt, diese letztendlich aber gänzlich anders sind, als dort schon hunderte Male dargestellt. Interessant fand ich auch die Dinge, die Zylas über Dämonen im Allgemeinen preisgab. Insgesamt war dieses Buch für mich wieder eine spannend unterhaltsame Urbanfantasy Lektüre und am Ende – natürlich mit einem Cliffhanger – hätte ich am liebsten sofort weitergelesen.

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