Ich liebe das Setting sehr - aber leider endet das Buch zu abrupt
Harper Green – Be Brave. Be Angry. Be the Storm.Wenn ihr euch eine Superkraft aussuchen könntet: Welches wäre das?
Als die 16-jährige Harper eines Tages bei einem Debattierwettbewerb mitmachen soll, bekommt sie plötzlich starke Kopfschmerzen und kann ...
Wenn ihr euch eine Superkraft aussuchen könntet: Welches wäre das?
Als die 16-jährige Harper eines Tages bei einem Debattierwettbewerb mitmachen soll, bekommt sie plötzlich starke Kopfschmerzen und kann die Gedanken ihrer Mitmenschen hören. Was auf den ersten Blick als bloße Einbildung erscheint, wird bald darauf zur Realität und nicht nur ihr, sondern auch den Menschen in ihrer Umgebung zum Verhängnis.
Die Geschichte spielt in den USA in den 80er Jahren, wo es sehr starke gesellschaftliche Unterschiede gibt. So gibt es die Reichen, welche in stark überwachten Gated Communities leben oder die Ärmeren, die weiter Außerhalb zu finden sind und ihren Lebensunterhalt mit harter Arbeit verdienen. Außerdem gibt es Besserungsanstalten, wo jugendliche Straftäter hingebracht werden oder Menschen, die bestimmte Auffälligkeiten besitzen.
Das Setting allein finde ich recht spannend, da die Unterschiede hier sehr stark hervorgehoben werden. Auch wird schnell klar, dass diese Anstalten nicht unbedingt das sind, was sie zu sein scheinen. Was mir hier allerdings besonders gefehlt hatte, waren die Elemente der 80er Jahre, da die Story auch in jedem anderen Jahrhundert hätte spielen können.
Die Erlebnisse werden aus der Sicht von Harper berichtet, die oftmals entscheiden muss, wem sie Glauben schenkt und wem sie vertrauen kann. Das fand ich wirklich gut dargestellt, da sie anfangs noch recht naiv scheint und mit voranschreiten der Story immer mehr hinter die Fassaden blickt und sich ihre eigenen Urteile bildet.
Für mich waren die Geschehnisse durchgehend spannend dargestellt, da es hier so vieles zu entdecken gibt. Doch leider lag genau hier auch das Problem. Denn am Ende bleiben zu viele Fragen offen, viel zu viel ungeklärt und leider war es zu abrupt und wenig durchdacht. Hier hätte ich mir eine Fortsetzung sehr gut vorstellen können, um die Geschichte noch besser abzurunden und diese nicht mit wenigen Sätzen enden zu lassen.