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Veröffentlicht am 20.12.2022

Die Geschichte eines Wolfes

Wolfsblut (Klassiker der Weltliteratur in gekürzter Fassung, Bd.)
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Jack London erzählt in seinem Roman von dem Leben eines Wolfes, der in der Wildnis Kanadas geboren wurde und dann durch verschieden Umstände nach San Franzisko kommt.

Ich muss ehrlich sagen: Ich bin von ...

Jack London erzählt in seinem Roman von dem Leben eines Wolfes, der in der Wildnis Kanadas geboren wurde und dann durch verschieden Umstände nach San Franzisko kommt.

Ich muss ehrlich sagen: Ich bin von dem Buch begeistert. Es war ein Geschenk zum E-Book Reader und ich dachte schon "naja, wird nicht so gut sein." Das muss ich aber echt revidieren.

Zu Beginn geht es um zwei Menschen, die mit ihrem Hundeschlitten in der Wildnis unterwegs sind und auf Wölfe treffen. Am Anfang habe ich mich gefragt, worauf der Autor hinaus will, aber recht schnell war mir bewusst, dass er von Beginn an die Geschichte des Wolfes erzählt.

Während der ganzen Handlung konnte ich die Verhaltensweisen des Wolfes nachvollziehen und förmlich die unterschiedlichen Gefühle in ihm nachfühlen.

Die Geschichte ist die ganze Zeit wahnsinnig spannend. Es passieren so viele unterschiedliche Dinge. Mal fiebert man mit, mal ist man bestürzt über die menschlichen Verhaltensweisen und ein anderes Mal freut man sich über die Liebe zwischen Wolf und Mensch.

Da das Buch aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist, ist es natürlich selbstverständlich, dass einige Ansichten und Beschreibungen nicht mehr zeitgemäß sind. Mit diesem Hintergrundwissen lässt sich das Buch aber, meiner Meinung nach, sehr gut lesen. Ich kann es nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Haymitch im Fokus - ein brutales Jubeljubiläum

Die Tribute von Panem L. Der Tag bricht an
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Nach dem Einzelband zu President Snow gibt es nun die Geschichte zu Haymith Abernathy und dem 50. Jubeljubiläum der Hungerspiele.

Ein Großteil der Handlung spielt in District 12. Bis die eigentlichen ...

Nach dem Einzelband zu President Snow gibt es nun die Geschichte zu Haymith Abernathy und dem 50. Jubeljubiläum der Hungerspiele.

Ein Großteil der Handlung spielt in District 12. Bis die eigentlichen Hungerspiele losgehen, vergeht viel Lesezeit. Das ist grundlegend ok, wobei mich die Zeit in der Arena am meisten gefesselt hat. Die Spiele nehmen, meiner Meinung nach, einen geringen Anteil ein.
Es werden viele Verbindung zur Geschichte rund um Katniss, aber auch zum vorherigen Buch aufgezeigt. Das fand ich ganz schön.

Haymitch wird als sehr gutmütiger, junger Mann dargestellt, welcher einfach Pech hatte. Charakterlich hat mir die Figur wahnsinnig gut gefallen und die meiste Zeit konnte ich seine Verhaltensweisen auch nachvollziehen. Es gab viele Parallelen zu Katniss. Das war super. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wie er so werden konnte, wie er später beschrieben wurde. Diese wurde mir dann erst am Ende klar. Da überschlugen sich die Ereignisse und Haymitch war alles andere als selbstbewusst und charakterstark. Das hat mir nicht ganz so gut gefallen, es war einfach enttäuschend.

Die Spiele waren sehr spannend, allerdings sind, für mich, viele Charaktere sehr plötzlich gestorben. Einiges war für mich auch wenig nachvollziehbar. Achtung Spoiler: Wieso wurde Haymitch verschont, obwohl er so gegen das System gearbeitet hat? Das habe ich einfach nicht verstanden.

Insgesamt fand ich das Buch spannend, mit einer kleinen Portion Liebe. Wie gewohnt war es brutal und erschreckend. Für alle Tribute-Fans ist das Buch eine Empfehlung und ich bin auf den Film gespannt.

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Veröffentlicht am 17.02.2026

süße Crime-Lovestory

Agency for Scandal
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Agency for Scandal habe ich spontan begonnen. Es ist ein schöner Wohlfühlroman mit einer seichten Liebesgeschichte und Detektivarbeit.

Izzy Stanhope widersprich allen gesellschaftlichen Konventionen, ...

Agency for Scandal habe ich spontan begonnen. Es ist ein schöner Wohlfühlroman mit einer seichten Liebesgeschichte und Detektivarbeit.

Izzy Stanhope widersprich allen gesellschaftlichen Konventionen, verkleidet sich als Junge und versucht Geheimnisse zu lösen. Gemeinsam mit anderen jungen Frauen versucht sie vor allem verheirateten Frauen zu helfen. Durch Zufall begegnet sie ihrer großen und unerreichbaren Liebe Max. Findet er heraus, wer sie ist und wird er sie unterstützen?

Ich habe das Hörbuch gehört und muss sagen, dass ich die Stimme von Nora Schulte sehr angenehm fand. Es hat Spaß gemacht ihr zu lauschen.

Die Handlung war von Beginn an spannend. Die Detektivarbeit war mal was anderes und hat viel Schwung in die Handlung gebraucht. Besonders die Dialoge zwischen Izzy und Max haben mir gut gefallen. Sie waren so erfrischend. Die anbahnende Liebesgeschichte war authentisch und schnulzig-romantisch. Für mich persönlich hätte das "Spiel", dass er nicht weiß, dass sie sich als Junge verkleidet, länger gehen können. Das hätte die romantische Stimmung noch länger aufrechterhalten.
Vieles war vorhersehbar, aber dennoch schön.

Vor allem der Charakter Izzy hat mit gut gefallen. Sie wurde als eine junge, starke und selbstbewusste Frau beschrieben - in der Zeit doch eher selten. Sie wollte ihr Leben nach ihren Regeln und Wünschen. Das war toll. Auch, dass sie zum Ende hin ins Grübeln kam, ob sie so starr an ihren Überlegungen festhalten muss, oder ob es doch einen Kompromiss gibt, fand ich gut. Nur das ewige Hin und Her, ob er sie liebt und ob er der Richtige für sie ist, war doch etwas langatmig.
Das Ende war extrem schnulzig, aber ich habe auch nichts anderes erwartet.

Fazit: Es ist eine süße Lovestory für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 15.01.2026

packender Psychothriller mit komischem Ende

Der Nachbar
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Der neuste Roman von Sebastian Fitzek beschreibt Sarahs Leben in Berlin - ein Neuanfang, weit weg von ihrem verurteilten Ex-Mann. Doch sie ist nicht allein. Ein unbekannter Schutzengel hilft ihr - bis ...

Der neuste Roman von Sebastian Fitzek beschreibt Sarahs Leben in Berlin - ein Neuanfang, weit weg von ihrem verurteilten Ex-Mann. Doch sie ist nicht allein. Ein unbekannter Schutzengel hilft ihr - bis er Leute aus ihrer Vergangenheit anfängt zu töten. Sind auch bald ihre Tochter und sie dran?

Ich habe das Buch von einer Kollegin als Empfehlung bekommen und von Anfang an hat es mich gefesselt. Die Kapitel sind sehr kurz, sodass ich immer und immer weiterlesen wollte. Am Anfang gibt es drei Erzählstränge - Vergangenheit und Gegenwart von verschiedenen Personen. Dann wird die Handlung größtenteils aus Sarahs Blickwinkel erzählt (aus der eher neutralen Erzählperspektive). Im Verlauf gibt es einige Kapitel vom Nachbarn und anderen Personen. So kriegt man noch mehr vom Drumherum mit.

Die Handlung ist genau das, was ein Psychothriller für mich aus macht. Es ist spannend, verworren - jeder könnte mit drinstecken oder der Täter sein - und vor allem hat es der Autor gut hinbekommen, an Sarahs Verstand zu zweifeln. Bildet sie sich vielleicht nur alles ein? Alle Erklärungsversuche von Bekannten und Freunden können hinterfragt werden und wirken eher gekünstelt. Da bin ich auch selbst ins Hinterfragen und Mutmaßen gekommen. Bis zum Ende war mir nicht klar, wer nun "der Nachbar" ist und ich lag mit meinen Vermutungen auch komplett falsch.

Wie ich es bei Sebastian Fitzek schon mitbekommen habe, sind die Morde extrem eklig und ich habe mich wieder gefragt: Wie kommt er nur auf solche Ideen? Die Opfer tun mir schon sehr leid, weil die Methoden einfach grausam sind.

Immer wieder gab es Wendungen, die wirklich unerwartet gewesen sind. War ich mir in einem Moment sicher, wer "der Nachbar" ist, war es eine Seite später komplett offen. Das hat beim Lesen viel Spaß gemacht.

Sarah als Charakter war in Ordnung. Sie hat Angst vor dem Alleinsein, traumatische Kindheitserlebnisse gehabt (hier hatte ich in der Auflösung tatsächlich etwas anderes erwartet) und wirkte verloren, stückweit gebrochen und wenig selbstbewusst. Im Verlauf hat sich das etwas geändert, aber meiner Ansicht nach nicht viel. Dass "der Nachbar" sie selbstbewusster machen will, fand ich irgendwie sinnlos. In solch bedrohlichen Situationen, in denen Menschenleben auf dem Spiel stehen, ist ihr Verhalten komplett nachvollziehbar. Daher war sein Verhalten für mich recht unverständlich.

Das Ende fand ich etwas enttäuschend. Mir war klar, dass der Charakter des Täters irgendwie darin verwickelt sein muss, aber so war es doch etwas sehr weit hergeholt. Ansonsten war das Ende cool und hatte nochmal einige Wendungen, die echt gut waren. Der Epilog lässt viel Raum für Diskussionen. Irgendwie befremdlich fand ich es, dass er vom "Fitzek-Fan" gesprochen hat. Für mich ist das Ende sehr offen und ich hoffe, dass es einen zweiten Teil gibt. Sonst gibt es viele Fragen, die noch nicht beantwortet wurden. Vor allem der Epilog hat bei mir nochmal viele aufgewirbelt.

Fazit: Spannendes Buch mit einem sehr offenen Ende, dass viele Fragen aufgebracht hat.

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Veröffentlicht am 09.01.2026

spannendes Finale mit etwas langgezogenem Ende

Ever & After, Band 3 - Die letzte Stunde
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Band 3 der Ever & After-Reihe von Stella Tack bringt Rain in die Vergangenheit, zu den alten Göttern. Dort muss sie bestehen und versuchen ihre Welt zu retten. Leider kann sich Cole aus der Vergangenheit ...

Band 3 der Ever & After-Reihe von Stella Tack bringt Rain in die Vergangenheit, zu den alten Göttern. Dort muss sie bestehen und versuchen ihre Welt zu retten. Leider kann sich Cole aus der Vergangenheit nicht an sie erinnern. Wird sie es trotzdem schaffen?

Ich muss ehrlich sagen, dass ich das Hörbuch gehört habe. Die Stimmen von Pia-Rhona Saxe, Jonas Minthe und Mio Lechenmayr waren sehr gut. Lediglich bei Avery habe ich mir irgendwie eine andere Stimme vorgestellt.
Es hat mir sehr gefallen, dass das Buch aus mehreren Perspektiven erzählt wurde. Das gibt immer etwas Schwung rein und mehrere Eindrücke werden deutlich.

Mir hat der doch recht andere Verlauf der Handlung gefallen. Rain ist in der Vergangenheit und lernt Cole neu kennen. Das hat mir richtig gut gefallen. Die Andeutungen und sich entwickelnden Gefühle (bei ihm) waren richtig süß. Es hat Spaß gemacht den gemeinsamen Dialogen und Gedanken zu folgen. Das Einzige, was mich irritiert hat, war, dass ich irgendwie den Punkt nicht mitbekommen habe, an dem Rain und Cole normal miteinander umgegangen sind. Konnte er sich plötzlich erinnern?

Es war großartig, dass auf Überlieferungen und die Geschichten aus den ersten Büchern zu den Göttern eingegangen wurde. Da wurde deutlich, wie viel über die Jahrhunderte verloren gehen kann bzw. anders erzählt wird. Das war echt cool. Das hat den Bogen auch nochmal gut zu den ersten beiden Büchern gespannt.

Die Handlung war insgesamt spannend. Lediglich das Ende zog sich etwas. Ich hatte dann doch öfters Phasen, in denen nicht so genau zugehört habe. Ich fand es etwas komisch, dass [SPOILER] Rain und Cole scheinbar neue Körper bekommen haben? Welche waren das? Die seiner Eltern? Das wäre doch etwas creepy. Auch der Epilog hätte, meiner Meinung nach, nicht unbedingt sein müssen. Einiges hat im Epilog auch nicht ganz gepasst und ich hatte ein paar Fragezeichen, die leider nicht geklärt wurden.


Fazit: Definitiv ein schönes Finale der Reihe. :)

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