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Veröffentlicht am 17.02.2026

süße Crime-Lovestory

Agency for Scandal
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Agency for Scandal habe ich spontan begonnen. Es ist ein schöner Wohlfühlroman mit einer seichten Liebesgeschichte und Detektivarbeit.

Izzy Stanhope widersprich allen gesellschaftlichen Konventionen, ...

Agency for Scandal habe ich spontan begonnen. Es ist ein schöner Wohlfühlroman mit einer seichten Liebesgeschichte und Detektivarbeit.

Izzy Stanhope widersprich allen gesellschaftlichen Konventionen, verkleidet sich als Junge und versucht Geheimnisse zu lösen. Gemeinsam mit anderen jungen Frauen versucht sie vor allem verheirateten Frauen zu helfen. Durch Zufall begegnet sie ihrer großen und unerreichbaren Liebe Max. Findet er heraus, wer sie ist und wird er sie unterstützen?

Ich habe das Hörbuch gehört und muss sagen, dass ich die Stimme von Nora Schulte sehr angenehm fand. Es hat Spaß gemacht ihr zu lauschen.

Die Handlung war von Beginn an spannend. Die Detektivarbeit war mal was anderes und hat viel Schwung in die Handlung gebraucht. Besonders die Dialoge zwischen Izzy und Max haben mir gut gefallen. Sie waren so erfrischend. Die anbahnende Liebesgeschichte war authentisch und schnulzig-romantisch. Für mich persönlich hätte das "Spiel", dass er nicht weiß, dass sie sich als Junge verkleidet, länger gehen können. Das hätte die romantische Stimmung noch länger aufrechterhalten.
Vieles war vorhersehbar, aber dennoch schön.

Vor allem der Charakter Izzy hat mit gut gefallen. Sie wurde als eine junge, starke und selbstbewusste Frau beschrieben - in der Zeit doch eher selten. Sie wollte ihr Leben nach ihren Regeln und Wünschen. Das war toll. Auch, dass sie zum Ende hin ins Grübeln kam, ob sie so starr an ihren Überlegungen festhalten muss, oder ob es doch einen Kompromiss gibt, fand ich gut. Nur das ewige Hin und Her, ob er sie liebt und ob er der Richtige für sie ist, war doch etwas langatmig.
Das Ende war extrem schnulzig, aber ich habe auch nichts anderes erwartet.

Fazit: Es ist eine süße Lovestory für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 15.01.2026

packender Psychothriller mit komischem Ende

Der Nachbar
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Der neuste Roman von Sebastian Fitzek beschreibt Sarahs Leben in Berlin - ein Neuanfang, weit weg von ihrem verurteilten Ex-Mann. Doch sie ist nicht allein. Ein unbekannter Schutzengel hilft ihr - bis ...

Der neuste Roman von Sebastian Fitzek beschreibt Sarahs Leben in Berlin - ein Neuanfang, weit weg von ihrem verurteilten Ex-Mann. Doch sie ist nicht allein. Ein unbekannter Schutzengel hilft ihr - bis er Leute aus ihrer Vergangenheit anfängt zu töten. Sind auch bald ihre Tochter und sie dran?

Ich habe das Buch von einer Kollegin als Empfehlung bekommen und von Anfang an hat es mich gefesselt. Die Kapitel sind sehr kurz, sodass ich immer und immer weiterlesen wollte. Am Anfang gibt es drei Erzählstränge - Vergangenheit und Gegenwart von verschiedenen Personen. Dann wird die Handlung größtenteils aus Sarahs Blickwinkel erzählt (aus der eher neutralen Erzählperspektive). Im Verlauf gibt es einige Kapitel vom Nachbarn und anderen Personen. So kriegt man noch mehr vom Drumherum mit.

Die Handlung ist genau das, was ein Psychothriller für mich aus macht. Es ist spannend, verworren - jeder könnte mit drinstecken oder der Täter sein - und vor allem hat es der Autor gut hinbekommen, an Sarahs Verstand zu zweifeln. Bildet sie sich vielleicht nur alles ein? Alle Erklärungsversuche von Bekannten und Freunden können hinterfragt werden und wirken eher gekünstelt. Da bin ich auch selbst ins Hinterfragen und Mutmaßen gekommen. Bis zum Ende war mir nicht klar, wer nun "der Nachbar" ist und ich lag mit meinen Vermutungen auch komplett falsch.

Wie ich es bei Sebastian Fitzek schon mitbekommen habe, sind die Morde extrem eklig und ich habe mich wieder gefragt: Wie kommt er nur auf solche Ideen? Die Opfer tun mir schon sehr leid, weil die Methoden einfach grausam sind.

Immer wieder gab es Wendungen, die wirklich unerwartet gewesen sind. War ich mir in einem Moment sicher, wer "der Nachbar" ist, war es eine Seite später komplett offen. Das hat beim Lesen viel Spaß gemacht.

Sarah als Charakter war in Ordnung. Sie hat Angst vor dem Alleinsein, traumatische Kindheitserlebnisse gehabt (hier hatte ich in der Auflösung tatsächlich etwas anderes erwartet) und wirkte verloren, stückweit gebrochen und wenig selbstbewusst. Im Verlauf hat sich das etwas geändert, aber meiner Ansicht nach nicht viel. Dass "der Nachbar" sie selbstbewusster machen will, fand ich irgendwie sinnlos. In solch bedrohlichen Situationen, in denen Menschenleben auf dem Spiel stehen, ist ihr Verhalten komplett nachvollziehbar. Daher war sein Verhalten für mich recht unverständlich.

Das Ende fand ich etwas enttäuschend. Mir war klar, dass der Charakter des Täters irgendwie darin verwickelt sein muss, aber so war es doch etwas sehr weit hergeholt. Ansonsten war das Ende cool und hatte nochmal einige Wendungen, die echt gut waren. Der Epilog lässt viel Raum für Diskussionen. Irgendwie befremdlich fand ich es, dass er vom "Fitzek-Fan" gesprochen hat. Für mich ist das Ende sehr offen und ich hoffe, dass es einen zweiten Teil gibt. Sonst gibt es viele Fragen, die noch nicht beantwortet wurden. Vor allem der Epilog hat bei mir nochmal viele aufgewirbelt.

Fazit: Spannendes Buch mit einem sehr offenen Ende, dass viele Fragen aufgebracht hat.

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Veröffentlicht am 09.01.2026

spannendes Finale mit etwas langgezogenem Ende

Ever & After, Band 3 - Die letzte Stunde
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Band 3 der Ever & After-Reihe von Stella Tack bringt Rain in die Vergangenheit, zu den alten Göttern. Dort muss sie bestehen und versuchen ihre Welt zu retten. Leider kann sich Cole aus der Vergangenheit ...

Band 3 der Ever & After-Reihe von Stella Tack bringt Rain in die Vergangenheit, zu den alten Göttern. Dort muss sie bestehen und versuchen ihre Welt zu retten. Leider kann sich Cole aus der Vergangenheit nicht an sie erinnern. Wird sie es trotzdem schaffen?

Ich muss ehrlich sagen, dass ich das Hörbuch gehört habe. Die Stimmen von Pia-Rhona Saxe, Jonas Minthe und Mio Lechenmayr waren sehr gut. Lediglich bei Avery habe ich mir irgendwie eine andere Stimme vorgestellt.
Es hat mir sehr gefallen, dass das Buch aus mehreren Perspektiven erzählt wurde. Das gibt immer etwas Schwung rein und mehrere Eindrücke werden deutlich.

Mir hat der doch recht andere Verlauf der Handlung gefallen. Rain ist in der Vergangenheit und lernt Cole neu kennen. Das hat mir richtig gut gefallen. Die Andeutungen und sich entwickelnden Gefühle (bei ihm) waren richtig süß. Es hat Spaß gemacht den gemeinsamen Dialogen und Gedanken zu folgen. Das Einzige, was mich irritiert hat, war, dass ich irgendwie den Punkt nicht mitbekommen habe, an dem Rain und Cole normal miteinander umgegangen sind. Konnte er sich plötzlich erinnern?

Es war großartig, dass auf Überlieferungen und die Geschichten aus den ersten Büchern zu den Göttern eingegangen wurde. Da wurde deutlich, wie viel über die Jahrhunderte verloren gehen kann bzw. anders erzählt wird. Das war echt cool. Das hat den Bogen auch nochmal gut zu den ersten beiden Büchern gespannt.

Die Handlung war insgesamt spannend. Lediglich das Ende zog sich etwas. Ich hatte dann doch öfters Phasen, in denen nicht so genau zugehört habe. Ich fand es etwas komisch, dass [SPOILER] Rain und Cole scheinbar neue Körper bekommen haben? Welche waren das? Die seiner Eltern? Das wäre doch etwas creepy. Auch der Epilog hätte, meiner Meinung nach, nicht unbedingt sein müssen. Einiges hat im Epilog auch nicht ganz gepasst und ich hatte ein paar Fragezeichen, die leider nicht geklärt wurden.


Fazit: Definitiv ein schönes Finale der Reihe. :)

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Veröffentlicht am 31.12.2025

Regency-Lovestory mit starkem Frauencharakter

Wer braucht schon einen Earl zum Glück?
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Mein erster Roman von Jenni Fletcher war ein Weihnachtsgeschenk. Der Text auf dem Buchrücken hat mir unwahrscheinlich gut gefallen und so habe ich das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen.

Essie ...

Mein erster Roman von Jenni Fletcher war ein Weihnachtsgeschenk. Der Text auf dem Buchrücken hat mir unwahrscheinlich gut gefallen und so habe ich das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen.

Essie Craven hat einen Verlobten, doch diesen konnte sie nicht frei wählen. Ihr Vater hat die Verlobung arrangiert als sie ein Kind war. Sie möchte aber viel lieber Schauspielerin werden, ein Leben frei und selbst bestimmt genießen. Ihr Ziel ist es, die Verlobung zu lösen, sie will alles dafür tun. Doch dann lernt sie ihren Zukünftigen Aidan, den Earl of Denholm, kennen. Will sie ihn vielleicht doch?

Das Buch beginnt mit einem Brief und jedes neue, größere Kapitel startet ebenfalls mit einem Brief. Das finde ich ganz schön, obwohl der Anfang etwas verwirrend ist. Erst am Ende wurde für mich deutlich, was der Anfang bedeutete. Die einzelnen Kapitel haben eine schöne Länge und sind durch viele Abschnitte gut unterteilt, sodass man das Buch auch zwischendurch gut weglegen kann.

Die Handlung erinnerte mich schon von Anfang an an Bridgerton, was für mich aber kein Nachteil ist. Essie wird als eine starke und selbstbewusste junge Frau beschrieben, die den gesellschaftlichen Konventionen entfliehen will. Das finde ich sehr erfrischend, allerdings hat mich am Ende ihr Hin und Her sowie das ewige Nicht-Eingestehen ihrer Gefühle etwas genervt. Das passte aber zu ihrem Alter. Ansonsten mochte ich den Charakter Essie sehr. Sie hatte viel Witz und war einfach unkonventionell. Aidan als männlicher Hauptcharakter hat mir sehr gut gefallen. Er wirkte sehr sympathisch und zugewandt. Schnell war mir klar, dass er Gefühle für Essie hatte. Diese kleinen Andeutungen und Annäherungsversuche haben mir gut gefallen.

Insgesamt war die Handlung witzig, romantisch und auch im Rahmen einer Regency-Lovestory spannend. Caro als Charakter mochte ich irgendwie nicht so sehr. Ihre Handlungen waren für mich komplett vorhersehbar. Dennoch las es sich gut. Gern hätte die Suche nach einer neuen Frau länger andauern können. Der Teil des Buches hat mir besonders gut gefallen.

Das Ende war unglaublich schnulzig. Das war etwas viel, aber noch ok. Da es als Jugendbuch ausgeschrieben ist, fand ich die Liebesszene doch recht unpassend - aber das ist meine persönliche Meinung.

Was mich richtig gestört hat war, dass Aidans Schwester unterschiedlich benannt wurde: Sophie oder Sophia. Da mich das unglaublich aufgeregt hat, habe ich dann auch noch den ein oder anderen Rechtschreibfehler gefunden.

Alles in allem ist es eine sehr schöne Liebeskomödie, die schnulzig und romantisch ist. Band 2 werde ich mir sicherlich auch noch holen.

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Veröffentlicht am 29.12.2025

liebenswerter Rückblick auf das bisherige Leben

Das Fest
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Lucy Frickes Roman "Das Fest" lädt ein, Jakob an seinem 50. Geburtstag zu begleiten. Irgendwie hat er seinen Lebenssinn verloren, lässt sich gehen und hat keine Ideen für die Zukunft. Seine beste Freundin ...

Lucy Frickes Roman "Das Fest" lädt ein, Jakob an seinem 50. Geburtstag zu begleiten. Irgendwie hat er seinen Lebenssinn verloren, lässt sich gehen und hat keine Ideen für die Zukunft. Seine beste Freundin Ellen hat sich da etwas überlegt: Sie lässt ihn in Erinnerungen schwelgen und Menschen wiedersehen, die ihn in seinem Leben begleitet haben.

Dies ist mein erster Roman von der Autorin gewesen und es hat mir ganz gut gefallen. Mit gerade einmal 138 ist es ein kurzweiliges Buch für den Urlaub oder einfach mal Zwischendurch. Es ist super geschrieben, sodass es mir viel Spaß gemacht hat, dem Protagonisten in seine Erinnerungen zu folgen.

Die Kapitel sind recht lang, aber durch Absätze kann man gute Pausen einlegen. Es ist toll, dass jeder Bekannte ein Kapitel erhält. Die Übergänge sind sehr gut gelungen. Stück für Stück kommen Jakobs Lebensgeister wieder zurück. So eine Reflexion vom bisherigen Leben kann sehr positiv sein. Am Ende kann er sogar wieder in die Zukunft schauen und diese ist nicht mehr grau.

Als Liebesroman würde ich das Buch nicht unbedingt beschrieben. Das war für mich doch eher untergeordnet. Das Ende war auch etwas komisch. Es war ein leiser Abgang, aber genauso war das Buch: leise, lieb und ein Stück tiefgründig.

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