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Veröffentlicht am 09.01.2026

spannendes Finale mit etwas langgezogenem Ende

Ever & After, Band 3 - Die letzte Stunde
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Band 3 der Ever & After-Reihe von Stella Tack bringt Rain in die Vergangenheit, zu den alten Göttern. Dort muss sie bestehen und versuchen ihre Welt zu retten. Leider kann sich Cole aus der Vergangenheit ...

Band 3 der Ever & After-Reihe von Stella Tack bringt Rain in die Vergangenheit, zu den alten Göttern. Dort muss sie bestehen und versuchen ihre Welt zu retten. Leider kann sich Cole aus der Vergangenheit nicht an sie erinnern. Wird sie es trotzdem schaffen?

Ich muss ehrlich sagen, dass ich das Hörbuch gehört habe. Die Stimmen von Pia-Rhona Saxe, Jonas Minthe und Mio Lechenmayr waren sehr gut. Lediglich bei Avery habe ich mir irgendwie eine andere Stimme vorgestellt.
Es hat mir sehr gefallen, dass das Buch aus mehreren Perspektiven erzählt wurde. Das gibt immer etwas Schwung rein und mehrere Eindrücke werden deutlich.

Mir hat der doch recht andere Verlauf der Handlung gefallen. Rain ist in der Vergangenheit und lernt Cole neu kennen. Das hat mir richtig gut gefallen. Die Andeutungen und sich entwickelnden Gefühle (bei ihm) waren richtig süß. Es hat Spaß gemacht den gemeinsamen Dialogen und Gedanken zu folgen. Das Einzige, was mich irritiert hat, war, dass ich irgendwie den Punkt nicht mitbekommen habe, an dem Rain und Cole normal miteinander umgegangen sind. Konnte er sich plötzlich erinnern?

Es war großartig, dass auf Überlieferungen und die Geschichten aus den ersten Büchern zu den Göttern eingegangen wurde. Da wurde deutlich, wie viel über die Jahrhunderte verloren gehen kann bzw. anders erzählt wird. Das war echt cool. Das hat den Bogen auch nochmal gut zu den ersten beiden Büchern gespannt.

Die Handlung war insgesamt spannend. Lediglich das Ende zog sich etwas. Ich hatte dann doch öfters Phasen, in denen nicht so genau zugehört habe. Ich fand es etwas komisch, dass [SPOILER] Rain und Cole scheinbar neue Körper bekommen haben? Welche waren das? Die seiner Eltern? Das wäre doch etwas creepy. Auch der Epilog hätte, meiner Meinung nach, nicht unbedingt sein müssen. Einiges hat im Epilog auch nicht ganz gepasst und ich hatte ein paar Fragezeichen, die leider nicht geklärt wurden.


Fazit: Definitiv ein schönes Finale der Reihe. :)

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Veröffentlicht am 31.12.2025

Regency-Lovestory mit starkem Frauencharakter

Wer braucht schon einen Earl zum Glück?
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Mein erster Roman von Jenni Fletcher war ein Weihnachtsgeschenk. Der Text auf dem Buchrücken hat mir unwahrscheinlich gut gefallen und so habe ich das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen.

Essie ...

Mein erster Roman von Jenni Fletcher war ein Weihnachtsgeschenk. Der Text auf dem Buchrücken hat mir unwahrscheinlich gut gefallen und so habe ich das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen.

Essie Craven hat einen Verlobten, doch diesen konnte sie nicht frei wählen. Ihr Vater hat die Verlobung arrangiert als sie ein Kind war. Sie möchte aber viel lieber Schauspielerin werden, ein Leben frei und selbst bestimmt genießen. Ihr Ziel ist es, die Verlobung zu lösen, sie will alles dafür tun. Doch dann lernt sie ihren Zukünftigen Aidan, den Earl of Denholm, kennen. Will sie ihn vielleicht doch?

Das Buch beginnt mit einem Brief und jedes neue, größere Kapitel startet ebenfalls mit einem Brief. Das finde ich ganz schön, obwohl der Anfang etwas verwirrend ist. Erst am Ende wurde für mich deutlich, was der Anfang bedeutete. Die einzelnen Kapitel haben eine schöne Länge und sind durch viele Abschnitte gut unterteilt, sodass man das Buch auch zwischendurch gut weglegen kann.

Die Handlung erinnerte mich schon von Anfang an an Bridgerton, was für mich aber kein Nachteil ist. Essie wird als eine starke und selbstbewusste junge Frau beschrieben, die den gesellschaftlichen Konventionen entfliehen will. Das finde ich sehr erfrischend, allerdings hat mich am Ende ihr Hin und Her sowie das ewige Nicht-Eingestehen ihrer Gefühle etwas genervt. Das passte aber zu ihrem Alter. Ansonsten mochte ich den Charakter Essie sehr. Sie hatte viel Witz und war einfach unkonventionell. Aidan als männlicher Hauptcharakter hat mir sehr gut gefallen. Er wirkte sehr sympathisch und zugewandt. Schnell war mir klar, dass er Gefühle für Essie hatte. Diese kleinen Andeutungen und Annäherungsversuche haben mir gut gefallen.

Insgesamt war die Handlung witzig, romantisch und auch im Rahmen einer Regency-Lovestory spannend. Caro als Charakter mochte ich irgendwie nicht so sehr. Ihre Handlungen waren für mich komplett vorhersehbar. Dennoch las es sich gut. Gern hätte die Suche nach einer neuen Frau länger andauern können. Der Teil des Buches hat mir besonders gut gefallen.

Das Ende war unglaublich schnulzig. Das war etwas viel, aber noch ok. Da es als Jugendbuch ausgeschrieben ist, fand ich die Liebesszene doch recht unpassend - aber das ist meine persönliche Meinung.

Was mich richtig gestört hat war, dass Aidans Schwester unterschiedlich benannt wurde: Sophie oder Sophia. Da mich das unglaublich aufgeregt hat, habe ich dann auch noch den ein oder anderen Rechtschreibfehler gefunden.

Alles in allem ist es eine sehr schöne Liebeskomödie, die schnulzig und romantisch ist. Band 2 werde ich mir sicherlich auch noch holen.

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Veröffentlicht am 29.12.2025

liebenswerter Rückblick auf das bisherige Leben

Das Fest
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Lucy Frickes Roman "Das Fest" lädt ein, Jakob an seinem 50. Geburtstag zu begleiten. Irgendwie hat er seinen Lebenssinn verloren, lässt sich gehen und hat keine Ideen für die Zukunft. Seine beste Freundin ...

Lucy Frickes Roman "Das Fest" lädt ein, Jakob an seinem 50. Geburtstag zu begleiten. Irgendwie hat er seinen Lebenssinn verloren, lässt sich gehen und hat keine Ideen für die Zukunft. Seine beste Freundin Ellen hat sich da etwas überlegt: Sie lässt ihn in Erinnerungen schwelgen und Menschen wiedersehen, die ihn in seinem Leben begleitet haben.

Dies ist mein erster Roman von der Autorin gewesen und es hat mir ganz gut gefallen. Mit gerade einmal 138 ist es ein kurzweiliges Buch für den Urlaub oder einfach mal Zwischendurch. Es ist super geschrieben, sodass es mir viel Spaß gemacht hat, dem Protagonisten in seine Erinnerungen zu folgen.

Die Kapitel sind recht lang, aber durch Absätze kann man gute Pausen einlegen. Es ist toll, dass jeder Bekannte ein Kapitel erhält. Die Übergänge sind sehr gut gelungen. Stück für Stück kommen Jakobs Lebensgeister wieder zurück. So eine Reflexion vom bisherigen Leben kann sehr positiv sein. Am Ende kann er sogar wieder in die Zukunft schauen und diese ist nicht mehr grau.

Als Liebesroman würde ich das Buch nicht unbedingt beschrieben. Das war für mich doch eher untergeordnet. Das Ende war auch etwas komisch. Es war ein leiser Abgang, aber genauso war das Buch: leise, lieb und ein Stück tiefgründig.

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Veröffentlicht am 11.12.2025

Eintauchen in die Psyche einer ganzen Familie

Botanik des Wahnsinns
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Beim Stöbern bin ich auf das Buch von Leon Engler gestoßen - Profession hat hier Profession angezogen. Der Autor nimmt einen mit in den Rückblick einer ganzen Familiengeschichte an psychischen Erkrankungen ...

Beim Stöbern bin ich auf das Buch von Leon Engler gestoßen - Profession hat hier Profession angezogen. Der Autor nimmt einen mit in den Rückblick einer ganzen Familiengeschichte an psychischen Erkrankungen und psychiatrischen Aufenthalten. Ganz eindrücklich beschreibt er das Leben eines jungen Mannes, der Angst davor hat, wie seine Eltern und Großeltern zu werden und doch wird er als seltsam beschrieben. Er ist ruhe- und rastlos, kann schlecht Beziehungen eingehen, zieht "komische" Menschen an, schafft es als Psychologe Fuß zu fassen und versuchte Menschen zu verstehen, hinter die Diagnose zu schauen.

Das Buch ist schon recht "harte Kost". Einfach schnell lesen, funktioniert hier nicht. Ich habe Abschnitte teilweise mehrfach gelesen, um den Sinn zu verstehen, es auf mich einwirken zu lassen. Einige Aussagen haben in mir etwas bewegt und ich dachte "das stimmt". Ich fand es großartig, wie sehr der Mensch in den Mittelpunkt gerückt wurde. Dennoch war es für mich manchmal schwierig der Handlung zu folgen.

Die Handlung wurde in zwei Erzählsträngen dargestellt: Das Jetzt, in dem der Mann als Psychologe arbeitet und dem Früher, in dem er von seinen Eltern und Großeltern berichtet. So konnte ich ein umfassendes und tiefgreifendes Bild der Familie erhalten. Nur der Bruder war eher Nebensache. Es ist beeindruckend, wie der Protagonist Dinge hinterfragt oder ihm erst beim genaueren Betrachten klar geworden sind. Aber die Quintessenz bleibt: Man kann Menschen nicht ändern, sondern sie nur so akzeptieren wie sie sind.

Mit ist ehrlich nicht klar, ob die Handlung fiktiv oder biografisch ist. Aber genau das macht es auch spannend zu lesen. Auf jeden Fall regt das Buch zu Nachdenken an.

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Veröffentlicht am 14.11.2025

Psychothriller zum Mitfiebern

Der Augensammler
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Unwissentlich habe ich Band 3 der Reihe schon viel eher gelesen und habe mir vorgenommen auch die anderen beiden Bücher zu lesen. Der Augensammler als Band 1 kann ich nun von meiner Liste abhaken.

Der ...

Unwissentlich habe ich Band 3 der Reihe schon viel eher gelesen und habe mir vorgenommen auch die anderen beiden Bücher zu lesen. Der Augensammler als Band 1 kann ich nun von meiner Liste abhaken.

Der ehemalige Polizeipsychologe Alexander Zorbach untersucht als Journalist eine Frauenmord und Kindesentführung. Der "Augensammler" tötet die Mütter und gibt den Vätern und Ermittlern einen Zeitrahmen, um die Kinder lebend zu finden. Läuft die Zeit ab, sind die Kinder tot. Alexander Zorbach erhält vom Augensammler mehr Aufmerksamkeit und zieht in den den Strudel des grausamen Spiels. Unterstützung erhält er von der mysteriösen Blinden, Alina und seinem Praktikanten Frank. Können Sie die Hinweise deuten und die Kinder retten? Eine aufregende und packende Jagd besteht.

Ich habe bisher wenige Bücher von Fitzek gelesen/gehört, bin aber begeistert. Auch dieses Buch hat mir wieder gezeigt, dass er Psychothriller "kann". Es ist beeindruckend und gleichzeitig heftig, welche Grausamkeiten und detaillierten Beschreibungen Taten er in die Handlung einbaut. Allein und im Dunkeln kann ich diese Bücher nur stückchenhaft lesen.

Die Handlung ist von Anfang bis Ende spannend. Immer wieder passiert etwas Neues, oft auch Unerwartetes. Es ist sehr interessant, dass die Kapitelzählung rückwärts ist, sodass mit Kapitel "0" geendet wird. Das hat für mich den Wettlauf gegen die Zeit noch mehr verdeutlicht. Auch sind die Kapitel sehr kurz, was ich persönlich ganz angenehm finde. Teilweise gibt es zwischen den Kapiteln einen recht großen Sprung - besonders in entscheidenden, spannenden Momenten. Die Handlung innerhalb des Sprungs wird in den nachfolgenden Kapitel jedoch gut beschrieben, sodass für mich keine Fragen offen geblieben sind.

Alexander Zorbach als Figur hat mir sehr gut gefallen. Er ist ein gebrochener Mann und man bekommt einen Einblick in seine Vergangenheit. Seine Handlungen sind logisch nachvollziehbar, dennoch habe ich mit ihm mitgelitten. Auch Alina als Figur fand ich gut, wobei sie auch am Ende noch mysteriös wirkte. Über sie habe ich wenig erfahren, viele Fragenzeichen sind noch in meinem Kopf.

Da ich Band 3 kenne und dort viel auf die Handlung der ersten beiden Bücher verwiesen wurde, wusste ich leider im groben, was passiert und vor allem, wie die Geschichte ausgeht. Vielleicht deshalb, war das Ende für mich sehr offensichtlich und wenig überraschend. Trotzdem war es sehr packend.

Das Ende an sich mit dem Brief war ok, aber ich hätte es besser gefunden, wenn man noch mehr im Dunkeln gelassen werden würde. Das große Geheimnis ist gelüftet, jetzt ist klar, mit dem Alexander Zorbach es in Band 2 und 3 zu tun hat (wusste ich leider auch schon). Auch musste ich bei der Rettung überlegen, wie realistisch das denn ist (meiner Meinung nach weniger).

Fazit: Der Psychothriller hat die Einordnung in dieses Genre auf jeden Fall verdient. Ich bin immer noch fasziniert, was sich Sebastian Fitzek hier ausgedacht und aufgeschrieben hat.

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