Spannung pur
Anne Munk und der geraubte WindErnest Nyborg hat in seinem neuen Krimi Anne Munk und der geraubte Wind eine aktuelle Thematik verarbeitet. In seinem ersten Krimi ging es um Wasser, hier geht es um Windenergie, um die Vergabe von Meeresflächen ...
Ernest Nyborg hat in seinem neuen Krimi Anne Munk und der geraubte Wind eine aktuelle Thematik verarbeitet. In seinem ersten Krimi ging es um Wasser, hier geht es um Windenergie, um die Vergabe von Meeresflächen für Offshore-Windparks. Der Anfang ist schon fesselnd, denn die Journalistin Lisbeth recherchiert in Finnland auf einem Firmengelände und verschwindet spurlos. Kurz danach findet sich auch noch die Leiche eines Umweltsprechers der gegen die Vergabe war.
Hier findet sich eigentlich alles was mit Macht und Gier zu tun hat. Ein Gewissen findet sich da nicht, sondern nur der eigene Vorteil. Die Ortschaften sind sehr detailhaft geschildert. Die Charaktere sind lebhaft dargestellt und man fühlt sich schon fast wie reell dabei. Anne Munk von der Kripo Aarhus kennt sich eigentlich mit der Thematik nicht gut aus, erhält aber von ihrem Freund erste Informationen. Die Ermittlungen gestalten sich nicht ganz einfach, denn auch hier wird gelogen, beschuldigt und bestochen. Nyborg hat die Szenarien gut beschrieben und so nach und nach einen hochspannenden aktuellen Krimi kreiert. Einmal angefangen hört man nicht mehr auf.
Der Schluss ist soweit befriedigend, da logisch. Ich hoffe auf ein Wiedersehen mit Anne Munk, denn sonst wäre Vivian nicht aufgetaucht. Gut gefallen haben mir die informativen Facts am Ende. Bitte mehr davon.