Weg mit der To-Do-Liste!
Wiedersehen mit mir selbst zwischen Pasta und LimoncelloDas Buch habe ich aufgrund der Parallelen zwischen der Protagonistin und mir selbst gewählt. Und während des Lesens haben sich da definitiv mehr als nur ein paar Ähnlichkeiten gezeigt. Durch das Thema ...
Das Buch habe ich aufgrund der Parallelen zwischen der Protagonistin und mir selbst gewählt. Und während des Lesens haben sich da definitiv mehr als nur ein paar Ähnlichkeiten gezeigt. Durch das Thema des Buches treten die Charaktere sehr durchdacht auf. Besonders Protagonistin Lena zeigt sich äußerst vielschichtig und tiefgreifend.
Schon der Klappentext besagt, dass sich die Geschichte an jeden richte, die zu viel geben und sich selbst wiederfinden wollen. Diese Problematik des Überarbeitens, des Prefektionismus, der tausend To-Do-Listen etc. zeigt sich in der Protagonistin, die sich in einer malerischen Kleinstaft in Italien wiederfinden zu versucht. Zuerst strandet sie dort widerwillig (ihre Pläne werden schließlich durchkreuzt), und doch gibt ihr genau dieses 'Missgeschick' die Chance, sich mit sich selbst zu beschäftigen und zu erkennen, dass sie sich eigentlich etwas anderes für ihr Leben wünscht als den ständigen Druck, funktionieren und leisten zu müssen.
Der Aufbau des Buches gefällt mir in der Hinsicht sehr gut. Ich war vorbereitet auf einen fortlaufenden Roman mit dem Thema, sich selbst wiederzufinden. Jedoch beginnen Kapitel zusätzlich mit wunderschönen Gemälden und werden mit Affirmationen beendet. Ersteres setzt zusätzlich den italienischen Flair frei, während die Affirmationen die Hauptbotschaften der Kapitel zusammenfassen. Dies finde ich eine schöne Möglichkeit, um mit sich selbst und seinem positiven Mindset arbeiten zu können. Wobei für mich persönlich vor allem die Geschichte selbst sehr viel ausgemacht hat und bewirken konnte. Dadurch, dass ich mich selbst in der Geschichte und Lena schnell wiederfinden konnte, hat dies einige Gedankengänge angeregt. Dazu trägt auch der Schreibstil bei. Dieser ist sehr angenehm und beteiligt sich zudem am flüssigen Lesefluss. Schön ist vor allem auch, dass die Geschichte nicht einfach nur erzählt wird, sondern dass ganz viele Gedankengänge Lenas niedergeschrieben wurden. Auch der "innere Kritiker" kommt hier für Lena häufig zu Wort, und äußert an passender Stelle Zweifel.