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Veröffentlicht am 18.02.2026

Zwischen Traum, Schatten und der Wahrheit

Tale of Sun and Night (Tale of Sun and Night 1)
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„Ich hatte Heimweh, nach einem Ort, an den ich mich nicht erinnern konnte.“
… und den ich als Leserin gerade erst kennenlernen durfte.

Ich bin berauscht, fasziniert und verzaubert - nicht nur von dem ...

„Ich hatte Heimweh, nach einem Ort, an den ich mich nicht erinnern konnte.“
… und den ich als Leserin gerade erst kennenlernen durfte.

Ich bin berauscht, fasziniert und verzaubert - nicht nur von dem Traumstaub, den man zwischen all den schönen Wörtern schweben spürt, sondern erst recht von dem Worldbuilding, den Charakteren, der Atmosphäre, der ganzen Geschichte!

Mich hat das Buch so überrascht. Die Kurzbeschreibung hatte mein Interesse längst geweckt - denn so gut, wie es klang, erhoffte ich mir einiges, wünschte ich mir alles.. Doch ich wollte diese Hoffnung nicht zu groß werden lassen, nicht so laut, dass sie mir die Geschichte vorwegnehmen würde. Ich wollte unvoreingenommen lesen, ohne meine eigenen Vorstellungen über alles zu legen. Und dann, ja dann, wurde ich aber so positiv überrascht!
Bitte, Magdalena Gammel - was hast du hier für eine zauberschöne Geschichte für uns gewoben?! Ich war so gefangen in deinem „Erzähl-Mandala“, das du großzügig über uns ausgebreitet hast, dass ich mich als Teil der Gruppe fühlte. Mit Lio, Izan, Bria, Kasmar und Haze saß ich am Lagerfeuer, war ebenfalls zu „Pferd“ unterwegs, stellte mich dem Training und machte beim herzlichen Geplänkel mit, habe Anjul jedes Mal aufs Neue bewundert und wünsche mir nun, ja ehrlich, ebenfalls einen sarkastischen Nyxan an meiner Seite.

Auch bin ich hin- und hergerissen, welcher Weg der richtige ist und welche Seite gut oder böse sein soll - oder sind beide Wege vielleicht „einfach nur“ grau? Dunkelgrau, Hellgrau..? Einfach beide Wege mit so unterschiedlichen Farbabstufungen, immer mal heller, immer mal dunkler - aber jeder mit ihrer eigenen (selbsterklärten) Daseinsberechtigung?

An manchen Stellen war das Gefühl von „zu viel“ Beschreibung präsent, doch, wenn man sich aber fallen lässt und dem wirklich großartigen Schreibstil erliegt, wirkt alles einfach genau richtig. Der bildhafte Stil trägt die Geschichte mit der passenden Intensität an die richtigen Orte. Er passt, weil alles von Magie durchzogen ist - die Welt, die Magdalena Gammel geschaffen hat, funktioniert genau so und bringt all das glaubhaft rüber. Das gesamte Buch funktioniert genau so - von der Gestaltung, den Illustrationen, Karte, Farbschnitt und Glossar bis hin zu Wörtern, Orten, Kreaturen, Wesen und Charakteren - Alles hält für mich eine wunderschöne Balance - sodass dieses „zu viel“ sich am Ende genau richtig anfühlt.

Die Amnesie von Lio, die uns Stück für Stück durch die Geschichte führt, ihre glaubwürdige Entwicklung, die Dynamik zwischen den einzelnen Figuren, das Machtspiel der unterschiedlichen Parteien, der sich stetig steigernde Spannungsbogen, die Intrigen, das Geheimnisvolle - und Izan, der mehr ist und mehr handeln muss, auch wenn es vielleicht nicht das vermeintlich Richtige ist, sondern das Richtige in diesem Moment. Das Richtige für die Sache. Das Richtige für Alle und Alles..?

Für mich ist die Welt, die Magdalena Gammel geschaffen hat, nicht nur ein Lesehighlight, sondern ein echtes Fantasy-Erlebnis: ein frisches Setting, ein starkes Magiesystem, überzeugende Charaktere, und Wesen, die man fürchten sollte. Und sie lässt mich nicht nur mit großer Vorfreude auf Band 2 zurück, sondern auch mit der Frage:
Stecken wir vielleicht in einer Traumsequenz fest; und wenn ja - wem gehört sie?

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Veröffentlicht am 07.01.2026

Zwischen Sturm, Wind und Wandel

The Wind Weaver (Wind Weaver 1)
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“The Wind Weaver - Sturmverführt“ ist eines dieser Bücher, bei denen ich auch mit etwas Abstand noch genau weiß, wie sehr es mich gepackt hat. Ich war verliebt, bin es immer noch - in die Atmosphäre, in ...

“The Wind Weaver - Sturmverführt“ ist eines dieser Bücher, bei denen ich auch mit etwas Abstand noch genau weiß, wie sehr es mich gepackt hat. Ich war verliebt, bin es immer noch - in die Atmosphäre, in die Dynamiken, in dieses unterschwellige Gefühl, dass unter der Oberfläche ständig etwas brodelt.

Schon früh hatte ich bei Scythe dieses seltsame Gefühl. Etwas stimmt nicht. Und dieses Gefühl hat mich bis zum Ende nicht mehr losgelassen… Irgendwie bleibt er teils undurchschaubar, unheimlich ruhig in dem, was er sagt (oder eben nicht sagt). Aber genau das hat für mich unglaublich gut funktioniert, weil man ständig zwischen Vertrauen, Zweifel und Neugier schwankt. Gerade wenn wir dann auf die eine andere männliche Person treffen und ihre gemeinsame Vergangenheit ansatzweise erfahren, hat mich das extrem neugierig gemacht - da liegen Geheimnisse und Konflikte im Verborgenem, die noch richtig spannend werden können.

Rhya als Protagonistin hat mich doch sehr positiv überrascht. Ihre Entwicklung wirkt greifbar und ehrlich, nicht überhastet, nicht künstlich dramatisch. Man merkt schon, wie sie wächst - mit der Welt, mit den Erkenntnissen, mit den Entscheidungen, die sie treffen muss.
Oh, und was mir ebenfalls sehr gefallen hat, war der Umgang und vorrangig das Kennenlernen mit den Nebenfiguren. Das Kennenlernen fühlt sich gut an, viele Charaktere sind mit spürbarer Liebe ausgearbeitet, und gerade diese leise entstehende “Found Family“-Dynamik gibt der Geschichte eine gewisse Wärme, ohne ihr die Spannung zu nehmen und künstlich zu wirken.

Der Schreibstil passt perfekt zum Vibe des Buches - flüssig, atmosphärisch, gut zu lesen. Das Tempo ist angenehm ausbalanciert: weder gehetzt noch zäh. Die Geschichte wirkt weder überladen noch unnötig kompliziert, sondern findet eine sehr gute Mischung. Persönlich hoffe ich sogar, dass sich der zweite Band noch mehr Zeit für die Welt nimmt - ich mag es, wenn Dinge erklärt werden dürfen und auch mal „Längen“ entstehen, die Tiefe schaffen.

Und noch etwas: die äußere Gestaltung ist ja wirklich ein absolutes Highlight. Cover, Farbschnitt, Farben - alles wirkt unglaublich stimmig und hochwertig. Es ist so ein Buch, das man gerne ansieht, gerne in die Hand nimmt und das im Regal einfach wunderschön aussieht.

Alles in allem ist “The Wind Weaver - Sturmverführt“ für mich ein Fantasy-Auftakt mit Atmosphäre, Geheimnissen und glaubwürdiger Charakterentwicklung - ein Buch, bei dem ich beim Lesen eine richtig schöne Zeit hatte. Besonders zum Ende hin entfaltet die Geschichte wieder die Wucht, die schon der Anfang hatte, und der Cliffhanger ist… fies. Wirklich fies. Aber auf die beste Art. Er verspricht viel für Band zwei.

Ich freue mich daher umso mehr auf den zweiten Band - vor allem auf mehr Tiefe, gerade in Bezug auf die Welt, auf mehr Antworten (oder neue Fragen) und darauf, Scythe noch ein Stück besser zu verstehen… oder ihm vielleicht doch noch weniger zu trauen.

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Veröffentlicht am 06.01.2026

Teufelsspiele & Mohnblumenblut

Devil's Deal
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„Der Teufel ist ein Lügner.“ So heißt es in fast jeder Geschichte, die existiert. In jeder Legende, jeder Warnung. Aber was, wenn er es nicht tut - oder zumindest nicht so, wie wir glauben?

>Sei mein ...

„Der Teufel ist ein Lügner.“ So heißt es in fast jeder Geschichte, die existiert. In jeder Legende, jeder Warnung. Aber was, wenn er es nicht tut - oder zumindest nicht so, wie wir glauben?

>Sei mein Feind, so wie es sein sollte!<
>Aber ich wollte nie dein Feind sein, sagt er, und seine Mundwinkel verziehen sich zu einem Schmunzeln.<

„Devil‘s Deal“ war für mich nicht nur ein Highlight, sondern mein absolutes Jahreshighlight 2025. Ein Buch, das mich so sehr gepackt hat, dass ich die letzten Seiten direkt noch einmal lesen musste, weil ich den Titel unbedingt mit ins neue Jahr nehmen wollte - dieses Gefühl, diese Geschichte, diese dunkle, bittersüße Verführung.

Hervorheben möchte ich unbedingt den Schreibstil - zauberhaft, präzise, elegant und gleichzeitig roh - und somit auch die großartige Arbeit der Übersetzerin Nora Petroll. Allgemein hat das Buch für mich eine wunderschöne Bildsprache, einen durchdachten Satzbau, einen außergewöhnlich starken Erzählstil. Worte, die wirken. Sätze, die bleiben. Zitate, die nochmal nachklingen. Es ist eines dieser Bücher, bei denen man merkt, wie viel Bedeutung in Sprache liegen kann - und wie gefährlich Worte sein können, wenn man weiß, wie man sie benutzt und wie sie umso gefährlicher sind, wenn man nur denkt, sie verstanden zu haben – und genau das wird Jaga öfter bewusst...

>Und plötzlich frage ich mich, ob Chors mir tatsächlich helfen wollte oder ob ich nur Teil eines göttlichen Spiels bin, das ich nicht verstehe.<

Auch die Tropes sind hier genau nach meinem Geschmack: Morally Grey Love Interest, Possessive Love Interest und dazu keine klassische Enemies-to-Lovers-Geschichte. Es ist Enemies to Lovers to Haters to was-zur-Hölle-passiert-hier-eigentlich-was-ist-das-bitte-gerade-alles-&-wieso-fühlt-es-sich-falsch-und-richtig-zu-gleich-an?!

Alles scheint durchschaubar - und ist es doch nicht.

Ja, der Teufel gilt als Lügner - doch Woland ist mehr als das. Er ist ein Meister der Worte, der Auslegungen, der Andeutungen. Er sagt viel. Vielleicht sogar alles. Ich bin mir sicher, dass ich beim Re-Read unzählige Antworten entdecken werde, die ich zuvor überlesen habe.
Jaga weiß, dass sie Teil eines Spiels ist. Und sie spielt es mit - auf ihre Weise.
Der Teufel ist ein Gott, der seit Jahrhunderten lebt. Jaga glaubt, sie durchschaut ihn. Und vielleicht tut sie das auch - auf ihre Weise.
Doch wie soll ein junges Menschenleben einen Gott durchschauen, der so viele Jahre durchlebt hat und für den Spiele, Abmachungen, Manipulation und Pakte so selbstverständlich und das Gewinnen dieser so sicher sind, wie die Sterblichkeit der Menschen?

Zwischen Woland und Jaga entsteht ein permanenter Schlagabtausch - ein vermeintliches Durchschauen, ein sich sicher sein, nur um im nächsten Moment wieder komplett umgeworfen zu werden. Es ist elektrisierend, bitter, schmerzhaft. Dieses permanente Gegeneinander und gegenseitige Antasten transportiert diese verdrehte Dynamik aus Macht, Spott und Nähe für mich perfekt, aber auf teils verwerfliche Art und zeigt auch auf, wie unbesonnen Gedanken gedacht werden können.
Genau diese Dynamik hat mich vollkommen fasziniert und immer wieder dieses Gefühl, dass alles durchschaubar scheint … bis es das plötzlich nicht mehr ist.

Woland ist eine der eindrucksvollsten Figuren, die mir seit Langem begegnet sind. Der Gott. Der Teufel. Ein Wesen, das fasziniert und fesselt und wütend macht und so verständlich ist - in seinen Handlungen, seinen Androhungen, seinem gesamten Sein. (Ich erwarte in Band 2 noch so viel mehr von ihm, so viel mehr Teufelswesen). Ist er ein Charakter mit zwei Gesichtern? Oder vielleicht nur einem, wenn man sich daran erinnert, was er ist. Oder doch unzählige, die Jaga nicht einmal ansatzweise erfassen kann - auch wenn sie glaubt, es zu tun.

>Ich halte mich an ihm fest, diesem Teufel, diesem Mann, der das Zentrum von allem ist. Er ist das Geheimnis und der Schlüssel, die Frage und die Antwort.<

Die slawische Mythologie ist unglaublich fesselnd eingebaut. Besonders positiv hervorheben möchte ich hier auch das Glossar – sowohl zur Aussprache als auch zu weiterführenden Informationen. Das ist nicht nur hilfreich, sondern zeigt auch, wie viel Liebe und Sorgfalt in dieses Buch geflossen sind.

„Devil‘s Deal“ ist düster, böse, widerwillig, eigen, schmerzhaft, erschreckend - und gleichzeitig faszinierend. Die Triggerwarnungen sollten beachtet werden, denn dieses Buch scheut sich nicht davor, genau dorthin zu gehen, wo es weh tut. Auch wenn der Schmerz des Öfteren schnell verdrängt wird, aber die Gedanken von Jaga oft sehr gut nachzuvollziehen sind.

>Seine Stimme ist wie eine kühle Decke, die den Schmerz meiner geschundenen Haut lindert.<

Ich freue mich unendlich auf Band zwei (und darauf, dass es offenbar sogar einen dritten geben soll). Ich will mehr von Woland. Mehr von Jaga. Mehr von dieser Welt, diesen Machtspielen, dieser Ernüchterung, Verwirrung und Wut. Mehr von der Sprache. Mehr von den Momenten, die einen am Ende einer Szene gnadenlos zurück auf den Boden der Tatsachen holen.

„Devil´s Deal“ ist für mich eine Geschichte wie ein erster, fast verblasster Albtraum von der Hölle, die man als Sterblicher nur kurz erahnen kann. Es ist kein Buch, das man einfach liest. Es ist ein Buch, das bleibt - und das bei mir zumindest nicht nur in meinem Regal.

>Warum lässt du mich nicht einfach allein?<

>Kann ich nicht, sagt Woland schlicht. So viele Dinge, von denen du nichts weißt, Mohnblumenhexe. So viele Wendungen des Schicksals. Du bist eingewebt in den Stoff, aus dem alles gemacht ist, ob es dir gefällt oder nicht.<

… des Mohnblumenmädchens Hand - für das Werk des Teufels.

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Veröffentlicht am 26.05.2025

Düstere Faszination zwischen Leben, Liebe und Tod

Phantasma – Spiel um dein Leben, fürchte die Liebe
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Cover? Definitiv ein Pluspunkt! Die Farben, die Gestaltung – einfach ein Hingucker im Regal. Und genau da wird das Buch auch bleiben, denn es ist eins dieser Werke, die ich mit Freude mindestens noch ein ...

Cover? Definitiv ein Pluspunkt! Die Farben, die Gestaltung – einfach ein Hingucker im Regal. Und genau da wird das Buch auch bleiben, denn es ist eins dieser Werke, die ich mit Freude mindestens noch ein zweites Mal lesen werde.

Der Einstieg fiel mir zwar ein wenig schwer, da der Schreibstil mich anfangs nicht sofort abgeholt hatte, aber das änderte sich dann doch schnell. Auch das direkte Reingeworfenwerden in die Welt hat erstmal nach Orientierung verlangt – aber genau das empfand ich dann doch als angenehm anders – kein typischer Einstieg, wo alles in den „ersten drei kurzen Kapiteln“ passiert. :D

Zwar war für mich manches vorhersehbar und nicht immer so überraschend, wie ich es mir vielleicht gewünscht hätte – aber das hat meinem Lesespaß absolut keinen Abbruch getan! Wenn ich mir etwas gewünscht hätte, dann, dass es ein bisschen länger geht. Denn an manchen Stellen wirkte es fast etwas zu schnell ... bis einem dann wieder einfällt, dass Ophelia nur wenige Tage bleiben. Also ein klar gesetzter Rahmen, der zwar keine Längen zulässt, aber dadurch eben auch Grenzen setzt.

Die Prüfungen, durch die unsere Protagonistin Ophelia musste, fand ich spannend – allerdings hätte ich mir da auch ein klein wenig mehr Tiefe oder Ausschmückung gewünscht.

Besonders gut gelungen fand ich die Darstellung von Blackwell – ich musste ehrlich gesagt immer ein bisschen an Danny Phantom denken (aber nur im besten Sinne).
Und Blackwell hätte für meinen Geschmack ruhig noch mehr Szenen haben dürfen. ;)

Ophelias Schwester Genevieve war für mich etwas... anstrengend. Sie erinnerte mich ein wenig an die Schwester aus „Das wandelnde Schloss“. Vermutlich wurde sie jedoch bewusst so dargestellt, um den Kontrast zwischen den beiden deutlich zu machen. Unterschiedliche Lebensrealitäten, unterschiedliche Päckchen, die sie tragen.

Trotz meiner kleinen Kritikpunkte hat mich das Buch wirklich überrascht. Ich hatte am Anfang ein bisschen die Sorge, dass die Figuren bei der Seitenanzahl etwas zu blass bleiben würden – aber dem war nicht so. Ich fand die Charakterentwicklung gelungen, gerade weil sie trotz der Kürze funktioniert hat.
Ob ich den zweiten Band lesen werde? Ja! Schon allein, weil ich Stil, Thema und die Entwicklung der Figuren spannend finde – und gespannt bin, wie sich die Welt aus Genevieves Perspektive anfühlt.

Besonders hervorheben möchte ich noch(mal):

~ die tolle Darstellung von OCD
~ das düstere, leicht gothic-angehauchte Setting
~ das gut beschriebene Haus, das wirklich Atmosphäre schafft
~ die schlagfertigen Dialoge, die ich beim Lesen einfach gefeiert habe :D
~ die romantischen Szenen (erst dachte ich, es wird ein Slow Burn – was ich nicht schlecht gefunden hätte – aber es wurde intensiver und sehr angenehm zu lesen)

Das Buch war stimmungsvoll, schnell gelesen (an einem Tag beendet – ich konnte es wirklich nicht aus der Hand legen!) und hat mich einfach nicht mehr losgelassen.
Es bietet eine gelungene Mischung, die Handlung wird nie langweilig, bleibt lebendig und – was ich besonders wichtig finde – ist dabei gut nachvollziehbar. Der Schreibstil? Flüssig, einfach und trotzdem atmosphärisch. Auch das Nachwort der Autorin fand ich wirklich interessant.

Die Triggerwarnungen sollte man sich vorab anschauen – das Buch ist sicher nicht für alle geeignet. Wer sich auf das Buch einlässt, bekommt hier eine fesselnde Story mit vielen spannenden Elementen, die nicht zu lang ist und Lust auf mehr macht. Für mich: absolut lesenswert!

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Veröffentlicht am 28.06.2024

Zauberhaft!

Das Mädchen, das in den Wellen verschwand
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Eine Story, die durch ihren Verlauf und ihrem Setting irgendwie selber zum Teil eines Märchens oder einer Legende wird und in deren Wörter ich sehr gerne verschwunden bin. 

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt ...

Eine Story, die durch ihren Verlauf und ihrem Setting irgendwie selber zum Teil eines Märchens oder einer Legende wird und in deren Wörter ich sehr gerne verschwunden bin. 

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht, aber es ist eine angenehme Geschwindigkeit, mit der man durch die Geschichte geführt wird und zu einem Ende gelangt, dass mir positiv zugesagt hat.

Im Laufe der Erzählung bekommt man eine kleine, gewisse Ahnung, wie die Auflösung ausfallen könnte, aber das mindert nicht das Lesegefühl, ganz im Gegenteil!
Innerhalb weniger Stunden habe ich das Buch durchgelesen und war doch sehr betrübt, dass es nicht noch mehr zu lesen gab, denn es fühlt sie wie ein Bruchstück einer Sammlung von zauberhaften Geschichten an, die noch weiter erzählt werden wollen.♡

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