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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.02.2026

Ein Lese-Dufterlebnis

The French Escape - Love & Lavender, Band 1
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Ich habe mich so sehr auf auf das Buch gefreut und ich bin absolut verzaubert. Schon die ersten Seiten haben mich direkt an die Côte d’Azur entführt: die Sonne, das Meer, die Düfte – man fühlt sich sofort ...

Ich habe mich so sehr auf auf das Buch gefreut und ich bin absolut verzaubert. Schon die ersten Seiten haben mich direkt an die Côte d’Azur entführt: die Sonne, das Meer, die Düfte – man fühlt sich sofort wie mitten in der Geschichte. Sarah Fleurys Schreibstil ist so warm und flüssig, dass man beim Lesen förmlich die französische Luft riecht und die kleinen Details um sich herum wahrnimmt.
Besonders fasziniert war ich von der Entwicklung der beiden Hauptfiguren, Timothée und Amber. Ich habe richtig mit ihnen mitgefiebert, wie sie sich ihren Ängsten und Zweifeln stellen, wie sie einander Inspiration und Hoffnung schenken und dabei langsam lernen, sich selbst wieder zu vertrauen. Es ist eine Geschichte über Mut, Selbstfindung und die kleinen Momente des Glücks, die uns das Leben schenkt.
Natürlich ist es eine romantische Geschichte, aber ich habe beim Lesen immer wieder über die feinen Nuancen der Gefühle nachgedacht. Darüber, wie wichtig es ist, sich selbst treu zu bleiben, und dass wahre Begegnungen oft dann passieren, wenn man es am wenigsten erwartet. Ich hatte beim Lesen die ganze Zeit ein Lächeln auf den Lippen, so schön ist es geschrieben.
Fazit: Wer Lust auf eine sommerliche, gefühlvolle Romance mit französischem Flair hat, wird es definitiv lieben. Ich habe jede Seite genossen und kann es nur von Herzen weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 18.02.2026

Freundschaft und Einsamkeit

Vom Gespenst, das nicht allein sein wollte
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Wer hätte gedacht, dass mich ein Kinderbuch schon auf der ersten Seite berühren kann? Ich mochte von Anfang an, wie liebevoll das kleine Gespenst dargestellt wird. Hier geht es nicht um Grusel, sondern ...

Wer hätte gedacht, dass mich ein Kinderbuch schon auf der ersten Seite berühren kann? Ich mochte von Anfang an, wie liebevoll das kleine Gespenst dargestellt wird. Hier geht es nicht um Grusel, sondern um ein Gefühl, das so viele kennen: das Alleinsein. Dass es sich danach sehnt, Freunde zu finden und eine Übernachtungsparty zu feiern, macht es sofort sympathisch und zugänglich auch für ganz junge Zuhörer.
Ich fand es besonders schön, wie die Geschichte zeigt, dass es in Ordnung ist, sich manchmal ängstlich oder unsicher zu fühlen, und dass Freundschaft Zeit und Mut braucht. Die Suche nach Gesellschaft wird nicht als Drama erzählt, sondern als ein kleines Abenteuer mit Hoffnung und Freude am Ende. Die Figuren – sei es das Gespenst oder die Tiere, die es trifft – sind so herzlich beschrieben, dass man sie direkt ins Herz schließt.
Die Illustrationen von Gareth Ryans tragen unglaublich viel zur Stimmung bei. Sie wirken warm und einladend, sie spiegeln sowohl die Dunkelheit des Schlosses als auch die Lichtblicke des Abends wider. Gerade für Kinder ab drei Jahren eignet sich das Buch wunderbar zum Vorlesen, weil es genug Text und Bilder bietet, um gemeinsam in die Welt einzutauchen.
Was mich besonders beeindruckt hat, ist die Botschaft auf subtile Weise: Alleinsein ist kein Makel, sondern ein Gefühl, das gehört und verstanden werden darf, und Freundschaft ist etwas Wertvolles, das sich entwickelt. Für mich ist Vom Gespenst, das nicht allein sein wollte ein liebevoller, tröstlicher Begleiter für kleine Leser und ihre Familien.

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Veröffentlicht am 18.02.2026

Viel Gefühl

Fine und die Linden
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In Fine und die Linden von Karl-Heinz Nebel steht nicht das Spektakuläre im Mittelpunkt, sondern das, was sich langsam entwickelt: Erinnerungen, Bindungen, das Gefühl von Heimat. Fine wächst in einer Umgebung ...

In Fine und die Linden von Karl-Heinz Nebel steht nicht das Spektakuläre im Mittelpunkt, sondern das, was sich langsam entwickelt: Erinnerungen, Bindungen, das Gefühl von Heimat. Fine wächst in einer Umgebung auf, die stark von Natur und Dorfleben geprägt ist. Besonders die Linden ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Sie sind Treffpunkt, Orientierung, Konstante und irgendwann auch Symbol für das, was vergeht oder sich verändert.
Die Handlung begleitet Fine durch prägende Momente ihres Aufwachsens. Es geht um Nähe, um kleine Verschiebungen im Leben, um Erfahrungen, die einen leise, aber dauerhaft prägen. Vieles wird nicht groß erklärt, sondern zeigt sich in Stimmungen und Begegnungen. Gerade dadurch wirkt die Geschichte glaubwürdig und nahbar.
Was berührt, ist dieses Gefühl von Verwurzelung und gleichzeitig die Erkenntnis, dass nichts für immer bleibt. Orte verändern sich, Menschen auch. Trotzdem tragen wir bestimmte Bilder und Gerüche, bestimmte Plätze im Herzen weiter. Genau dieses Spannungsfeld fängt der Roman ein.
Wer Geschichten mag, die sich Zeit für Atmosphäre nehmen und in denen Natur und Erinnerungen eng miteinander verwoben sind, wird hier viel finden. Es ist ein Buch, das weniger durch große Wendungen wirkt, sondern durch das, was man beim Lesen spürt.

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Veröffentlicht am 18.02.2026

märchenhaft schön

Mentha
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Mit Mentha ist Iva Procházková ein märchenhaftes, warmes und zugleich nachdenkliches Kinderbuch gelungen, das weit über ein klassisches Abenteuer hinausgeht. Schon die ersten Seiten entfalten eine sanfte, ...

Mit Mentha ist Iva Procházková ein märchenhaftes, warmes und zugleich nachdenkliches Kinderbuch gelungen, das weit über ein klassisches Abenteuer hinausgeht. Schon die ersten Seiten entfalten eine sanfte, beinahe poetische Atmosphäre, die zum Innehalten einlädt. Die Geschichte nimmt sich Zeit für ihre Figuren, für leise Zwischentöne und für eine Welt, in der Magie ganz selbstverständlich neben dem Alltäglichen existiert.
Mentha ist eine besondere Heldin. Sie besitzt außergewöhnliche Fähigkeiten, doch im Mittelpunkt steht nicht das Spektakuläre, sondern ihre Haltung zur Welt. Ihre Offenheit, ihre Verbindung zur Natur und ihr Gespür für das, was zwischen den Zeilen liegt, machen sie zu einer Figur, mit der sich junge Leserinnen und Leser leicht identifizieren können. Sie wirkt stark, ohne laut zu sein, mutig, ohne überhöht zu erscheinen.
Die Geschichte verbindet Fantasie mit einer feinen Botschaft. Es geht um Aufmerksamkeit, um das Wahrnehmen der kleinen Dinge und um die Frage, was wir vielleicht verlernen, wenn wir nur funktionieren. Dabei bleibt der Ton stets kindgerecht, ohne belehrend zu wirken. Gerade diese Balance macht das Buch so besonders. Es schenkt Abenteuer und regt gleichzeitig zum Nachdenken an.
Auch die Illustrationen von Su Ehlers tragen wesentlich zur Atmosphäre bei. Sie ergänzen den Text auf eine ruhige, stimmige Weise und lassen genug Raum für eigene Vorstellungen. Das Zusammenspiel aus Sprache und Bild wirkt harmonisch und liebevoll gestaltet.
Mentha ist damit nicht nur eine fantasievolle Geschichte für Kinder, sondern auch ein Buch, das Erwachsene berührt. Es erinnert daran, wie wertvoll Empathie, Neugier und Mut sind und dass manchmal gerade die leisen Heldinnen die stärksten sind.

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Veröffentlicht am 12.02.2026

gesellschaftlich stark

Die Namen
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Die Namen hat mich auf eine stille, aber nachhaltige Weise beschäftigt. Die Grundidee klingt zunächst schlicht: Eine Entscheidung über einen Namen, und daraus entwickeln sich unterschiedliche Lebenswege. ...

Die Namen hat mich auf eine stille, aber nachhaltige Weise beschäftigt. Die Grundidee klingt zunächst schlicht: Eine Entscheidung über einen Namen, und daraus entwickeln sich unterschiedliche Lebenswege. Doch was Florence Knapp daraus macht, ist viel größer. Sie erzählt nicht nur drei Varianten einer Biografie, sondern zeigt, wie sehr Identität von äußeren Umständen, familiären Strukturen und gesellschaftlichen Erwartungen geprägt wird.
Die Konstruktion mit den parallelen Lebensverläufen ist anspruchsvoll, aber genau darin liegt ihr Reiz. Man liest aufmerksam, vergleicht unweigerlich, erkennt Muster. Es ist faszinierend zu sehen, wie sich Charakterzüge unter anderen Voraussetzungen verschieben. Manche Entwicklungen wirken zart und hoffnungsvoll, andere schmerzhaft und einengend. Immer wieder stellt sich die Frage, wie viel wirklich in uns selbst angelegt ist und wie viel durch unser Umfeld entsteht.
Emotional geht das Buch sanft vor. Es gibt keine überdrehten Dramen, sondern Situationen, die gerade deshalb treffen, weil sie so real wirken. Besonders eindrücklich sind die familiären Dynamiken. Wie subtil Erwartungen ausgesprochen oder eben nicht ausgesprochen werden. Wie Liebe Halt geben, aber auch Druck erzeugen kann. Wie schwer es ist, sich von Zuschreibungen zu lösen, die man seit der Kindheit mit sich trägt.
Auch gesellschaftlich steckt viel zwischen den Zeilen. Ein Name ist nicht nur Klang, sondern Projektionsfläche. Er weckt Assoziationen, öffnet Türen oder lässt sie verschlossen. Das Buch macht deutlich, wie schnell Menschen in Schubladen gesteckt werden und wie stark solche Zuschreibungen Lebenswege beeinflussen können. Dabei wird nichts belehrend formuliert, sondern über die Figuren erfahrbar gemacht.
Was mir besonders gefallen hat, ist die Vielschichtigkeit der Charaktere. Niemand ist nur Opfer oder nur stark. Entscheidungen entstehen aus Angst, aus Hoffnung, aus Anpassung oder aus dem Wunsch, endlich selbstbestimmt zu leben. Genau diese Ambivalenz macht alles so glaubwürdig. Manche Passagen haben mich innerlich richtig unruhig gemacht, weil man spürt, wie sehr kleine Weichenstellungen langfristige Folgen haben können.
Die Struktur verlangt Aufmerksamkeit. Aber es fühlte sich passend an für ein Buch, das sich mit Identität und möglichen Lebensrealitäten beschäftigt. Es geht hier nicht um Tempo, sondern um Inhalt.
Für mich ist Die Namen ein Roman über Selbstfindung, Prägung und die leise, aber kraftvolle Frage: Wer wäre ich geworden, wenn nur ein Detail anders gewesen wäre? Er regt zum Nachdenken an, und bleibt vor allem wegen seiner emotionalen Ehrlichkeit im Gedächtnis.

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