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Veröffentlicht am 28.02.2026

Hat mich gut unterhalten

How to Fight Fate: Ist es wahre Liebe, wenn das Schicksal den Seelenpartner vorherbestimmt? Enemies-to-Lovers-Romantasy Young Adult Buch ab 14 Jahren mit Farbschnitt nur in der 1. Auflage (Fate Dilogie, Bd. 1)
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Pazan, der Liebesgott, und Moyra, die Schicksalsgöttin, sind nicht nur ein Paar, sondern liegen auch seit 300 Jahren mit ihrer Schwester, der Kriegsgöttin Martia, im Krieg. Unter den Menschen gibt es einige, ...

Pazan, der Liebesgott, und Moyra, die Schicksalsgöttin, sind nicht nur ein Paar, sondern liegen auch seit 300 Jahren mit ihrer Schwester, der Kriegsgöttin Martia, im Krieg. Unter den Menschen gibt es einige, die göttliche Kräfte haben, und so zu Schicksal-, Liebes- und Kriegsnovizen werden. Wem zudem das Schicksal einen Seelenverwandten zuordnet, bekommt dadurch die Möglichkeit, seine Kräfte zu steigern, wer ohne Seelenverwandten bleibt, wird zum Kriegsdienst herangezogen.

Kiana ist eine Schicksalsnovin mit starken Kräften, doch ihr Seelenverwandter stirbt vor der offiziellen Vermählung, und so gilt sie als Verlorene, und soll an die Front. Doch es kommt anders, und Kiana landet mit einem Kriegs- und einem Liebesnovizen auf der Flucht, und stellt bald ihr ganzes bisheriges Wissen in Frage.

Die drei, die hier mehr oder weniger unfreiwillig zu Gefährten werden, gefallen mit sehr gut, und zwei von ihnen erinnerten mich schnell an die beiden Hauptcharaktere aus Saskia Louis‘ Mordsmäßig-Reihe, der Vibe zwischen ihnen ist sehr ähnlich, es gibt schlagfertige Dialoge, aber auch Gefühle, die zunächst nicht akzeptiert, die aber auch nicht geleugnet werden können. Die Geschichte hier wird aus diesen beiden Perspektiven jeweils in Ich-Form erzählt, wobei Kiana den umfangreicheren Part erhält. Der dritte im Bund ist freundlich, ein bisschen tollpatschig, und wirkt oft regulierend, ihn muss man einfach mögen. Zusätzlich gibt es noch einen tierischen Begleiter.

Erzählt wird in lockerem Tonfall, es gibt aber auch immer wieder ernste Töne. Die Gruppe ist auf der Flucht, was bedeutet, dass ihr Leben in ständiger Gefahr ist, so dass sich auch viele spannende Szenen ergeben. Es schwingt immer wieder Humor mit, unterm Strich ist der Roman sehr unterhaltsam.

Mir hat der Roman gut gefallen, es gibt eine glaubhaft gestaltete Welt, interessante Charaktere, deren Beziehungen untereinander nachvollziehbar sind, einiges an Humor, und eine spannende Geschichte, die mich gut unterhalten hat. Ich freue mich auf den zweiten Band der Dilogie.

Veröffentlicht am 22.02.2026

Hat mich gut unterhalten

Monsieur Lucile und die Suche nach dem Glück
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Luisa erhält einen Anruf ihrer Schwester, die Oma sei weg, und Luisa solle esie suchen. Luisa hat auch gleich eine Idee, wo sie suchen kann. Wenig später steht ein Rollstuhltaxi vor der Tür, Oma Elsa, ...

Luisa erhält einen Anruf ihrer Schwester, die Oma sei weg, und Luisa solle esie suchen. Luisa hat auch gleich eine Idee, wo sie suchen kann. Wenig später steht ein Rollstuhltaxi vor der Tür, Oma Elsa, die nach einem Oberschenkelhalsbruch nicht nur im Rollstuhl, sondern auch im Heim gelandet war, hatte keine Lust mehr, dort die Zeit zu vertrödeln, und wollte lieber ihren alten Freund Jean Baptiste Lucile wiedersehen. Luisa soll sie, neben dem Altrocker Fiete, der auch das Taxi fährt, und dem Lehrer und erfolglosen Schriftsteller Frederic, begleiten. Dass die Reise nicht nur durch verschiedene Länder, sondern auch Zeiten gehen würde, glaubt Elsa aber zunächst niemand.

Ich mochte die A. S. Tory-Romane der Autorin sehr, und war natürlich auf diesen Roman gespannt, endlich bin ich nun auch dazu gekommen, ihn zu lesen. In manchem hat er mich an die oben erwähnten Romane erinnert, jedoch bringt er seine ganz eigenen Geschichte mit.

Ich konnte mir die Reisenden alle gut vorstellen, bis auf Luisa, die kam mir, warum auch immer, nicht wirklich nahe, vielleicht, weil sie im Gegensatz zu den anderen, ein bisschen blass bleibt. Lucile selbst ist schwer zu greifen, aber das soll wohl auch so sein, denn er ist jemand besonderes.

Gut gefallen hat mir die Auswahl der Orte und Zeiten, in die gereist wird, wobei beides jeweils eine Einheit bildet, jede einzelne hätte mich auch interessiert. Während es den größten Teil des Romans eine zwar interessante, aber eher gemütliche Reise ist, wird es gegen Ende richtig spannend, denn jemand meint es nicht so gut mit der Gruppe.

Ein bisschen schade finde ich, dass der VW-Bus vom Cover nicht in den Roman Einzug gehalen hat, aber so ein Rollstuhltaxi hätte halt nicht so viel hergemacht ...

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, Orte und Zeiten finde ich passend gewählt, und am Ende wird es noch richtig spannend. Insgesamt wurde ich gut unterhalten.

Veröffentlicht am 18.02.2026

Unterhaltsam und amüsant

König Ludwig und der verschwundene Mops
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Dieses Mal erwischt es König Ludwig II von Bayern besonders schlimm, sein Mops Sigi wird entführt und Ludwig damit erpresst. Ludwig ist wütend, traurig und absolut entschlossen. sich Sigi wiederzuholen ...

Dieses Mal erwischt es König Ludwig II von Bayern besonders schlimm, sein Mops Sigi wird entführt und Ludwig damit erpresst. Ludwig ist wütend, traurig und absolut entschlossen. sich Sigi wiederzuholen und den Entführer leiden zu lassen.

Ludwigs Cousine, Herzogin Sophie, hat ganz andere Probleme, sie soll heiraten. Dazu hat sie zwar keine Lust, aber ihre Eltern haben sich schon einen passenden Schwiegersohn ausgesucht.

Der dritte Band der Reihe ist wieder sehr humorvoll, vor allem Ludwig lässt sich wieder allerhand einfallen, unter anderem ist er incognito als Pralinenverkäufer unterwegs, um einen Briefkasten zu beobachten. Dass das zu witzigen Szenen führt, kann man sich vorstellen. Gerade gegen Ende, als der Entführer gestellt werden soll, kommt es zu regelrecht slapstickartigen Szenen. Mir macht diese Reihe nach wie vor Spaß, auch wenn ich immer das reale Schicksal Ludwigs und Sophies im Hinterkopf habe.

Die Auflösung passt, als Leser:in kann man zwar nicht unbedingt mitraten, das ist aber nicht weiter schlimm, denn der Kriminalfall ist zwar immer präsent, tritt aber doch ziemlich in den Hintergrund, bei all den wahnwitzigen Ideen und Vorstellungen Ludwigs, die oft auch seine Bediensteten fast in den Wahnsinn treiben. Sophie ist der ruhigere Pol, der Ludwig auch einmal bremst, beide zusammen ein wirklich originelles Ermittlerteam.

Dieser dritte Band ist wieder unterhaltsam und humorvoll, wenn auch nicht unbedingt historisch korrekt. Wessen Krimi auch mal humorvoll und der Ermittler ein gekröntes Haupt sein darf, sollte zugreifen.

Veröffentlicht am 08.02.2026

Es bleibt spannend

Irida 2. Irida und das Rätsel der Ruine
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Irida und ihre Freund:innen wissen nun, was sie ist, und nicht nur das, sie wissen, dass und von wem die Anderswelt bedroht wird, und versuchen alles, um zu verhindern, dass diese Erfolg haben.

Die Fronten ...

Irida und ihre Freund:innen wissen nun, was sie ist, und nicht nur das, sie wissen, dass und von wem die Anderswelt bedroht wird, und versuchen alles, um zu verhindern, dass diese Erfolg haben.

Die Fronten sind nun klar, es geht jetzt darum, Schlimmes zu verhüten und Klarheiten zu schaffen. Es stellt sich zudem auch weiterhin heraus, dass Sagen und Legenden manchmal realer sind, als gedacht. So müssen sich die Furchtlosen erneut Wesen stellen, die ziemlich gefährlich sind, erhalten aber auch Unterstützung, mit der sie nicht gerechnet haben. Die Geschichte bleibt spannend.

Dieses Mal bleibt man nicht in Hohenburg und Umgebung, es steht ein interessante Reise an, die viele neue Informationen, aber auch weitere Gefahren mit sich bringt, und eine Auflösung, die ich hier noch gar nicht erwartet habe. Zudem muss sich Irida, und nicht nur sie, mehr mit ihrer wahren Natur auseinandersetzen.

Im zweiten Band der Reihe werden einige Fäden zusammengebracht, einige Fragen geklärt, aber auch neue gestellt. Ich war überrascht, dass sich hier schon so viel aufgelöst wird, aber tatsächlich gibt es noch genug Material, um einen weiteren Band zu füllen. Ich bin gespannt.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Komplex und spannend

Waldmann
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Nachdem seine Ehefrau während eines Urlaubs in Nigeria vor sieben Jahren spurlos verschwunden ist, leidet Kommissar Johannes Waldmann immer noch unter dem Trauma. Während eines Einsatzes, bei dem der Verdächtige ...

Nachdem seine Ehefrau während eines Urlaubs in Nigeria vor sieben Jahren spurlos verschwunden ist, leidet Kommissar Johannes Waldmann immer noch unter dem Trauma. Während eines Einsatzes, bei dem der Verdächtige entkommen kann, wird er gegen einen Kollegen gewalttätig, und muss sich einer Therapie unterziehen. Eigentlich will ihn sein Vorgesetzter danach einem anderen Kommissariat zuordnen, doch der Zufall will es, dass er bei einem Mordfall als erster am Tatort ist, und somit zunächst weiter daran arbeiten kann. Wie sich herausstellt, bleibt es nicht bei dem Mordfall, der Fall ist deutlich komplexer.

Der Roman ist sehr spannend. Ein traumatisierter Kommissar, eine Journalistin, die geheimnisvolle Susanna und mehrere ukrainische Zwangsprostituierte, dazu eine länderübergreifende Ermittlung, ergeben eine Melange, die es in sich hat.

Erzählt wird aus mehreren Perspekiven, neben Waldmann zum Beispiel auch die Susannas und die der Journalistin Pia Ludinger, so dass man einen größeren Überblick über das Geschehen hat, als es eine reine Erzählung der Ermittlungsarbeit hätte. Auch die Antagonisten kommen dabei zu Wort. Gestört hat mich die sich andeutende Liebesgeschichte, die ich überhaupt nicht passend finde.

Thomas Ziebula hat es schnell geschafft, mich in seinen Roman zu ziehen, ich konnte mit den Protagonist:innen mitfühlen, und meine Abneigung gegen die Antagonisten war stark. Ich habe Daumen gedrückt und gehofft. Nicht jede Handlung der Protagonist:innen konnte ich nachvollziehen, dazu lag ihre Lebenswelt vielleicht zu weit von meiner entfernt. Susanna zum Beispiel, aber auch Waldmann, taten mitunter Dinge, die auf mich undurchdacht, manchmal fast naiv wirkten, in der Logik der beiden aber wohl richtig schienen. Susannas Hintergrund hat man erst nach und nach erfahren, wodurch manches verständlicher wurde. Beide sind gebrochene Individuen, haben ihre ganz eigenen Päckchen zu tragen.

Dazu passt dann auch das Ende. Es bleiben Fragen offen, was eine Fortsetzung möglich macht, aber, es könnte auch hiermit enden. Ein nicht alltäglicher Kriminalroman, der eher ein Thriller ist, benötigt kein übliches Ende.

Für mich ist dieser, als Kriminalroman betitelte, Roman eher ein Thriller. Die Geschichte ist komplex und spannend, die Charaktere haben Kanten und Probleme. Für mich war der Roman ein packender Pageturner, den ich gerne weiterempfehle.