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Veröffentlicht am 10.03.2026

Gute und spannende Fortsetzung - erneut darf Lo Blacklock keinem trauen

The Woman in Suite 11
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Zehn Jahre sind vergangen seit Lo Blacklock auf einem Luxus-Kreuzfahrtschiff einen Mord aufgedeckt hat und gerade so mit ihrem Leben davon gekommen ist. Heute ist sie glücklich verheiratet und hat zwei ...

Zehn Jahre sind vergangen seit Lo Blacklock auf einem Luxus-Kreuzfahrtschiff einen Mord aufgedeckt hat und gerade so mit ihrem Leben davon gekommen ist. Heute ist sie glücklich verheiratet und hat zwei Söhne. Als sie die Einladung zur Neueröffnung eines Luxushotels in der Schweiz erhält, ist sie fest entschlossen, nach jahrelanger Pause als Journalistin damit wieder voll durchzustarten. Doch die Reise dorthin wird sich schnell als Alptraum entpuppen, denn die Geister der Vergangenheit holen sie ein und erneut schwebt sie in tödlicher Gefahr...

Ich war sehr gespannt auf die Fortsetzung von "The Woman in Cabin 10" und sie hat mir noch etwas besser gefallen als der erste Band. Die Geschichte wird erneut in übersichtlich langen Kapiteln aus der Sicht Los erzählt. Sie ist zwar älter geworden und nun Mutter, aber schnell merkt man beim Lesen, dass sie immer noch die gleiche Naivität besitzt wie zehn Jahre zuvor. Auch wenn sie eigentlich weiß, dass sie, gerade wegen der Vorgeschichte, niemandem trauen kann und sollte, konnte ich beim Lesen oftmals nur den Kopf schütteln, wie blauäugig sie handelt. Sie erzählt wie immer chronologisch und lebendig und flüssig.
Die Nebenfiguren sind ebenfalls toll gezeichnet, gerade weil man sie nur aus Los Perspektive kennenlernt, wirken sie geheimnisvoll und schwer durchschaubar. Die Handlung orientiert sich stark am ersten Band, auch einige Charaktere kommen erneut vor und man ist sofort wieder in der Handlung drin. Auch das Setting ist hier wieder toll gewählt, wenngleich es "einfacher" ist, aus einem Hotel zu entkommen als von einem Kreuzfahrtschiff.
Ein Kritikpunkt ist für mich die zweite Hälfte, die für mich an Spannung verloren hat im Gegensatz zur ersten Hälfte. Irgendwann im letzten Drittel hatte ich das Gefühl, dass die Handlung sich im Kreis dreht und die Auflösung kam dann nicht mehr so überraschend, wie ich es erwartet hätte.

"The Woman in Suite 11" ist eine gute Fortsetzung, die man sicherlich ohne den ersten Band lesen kann, aber vieles erschließt sich besser mit dem Vorwissen aus dem ersten Band. Von mir gibt es eine Leseempfehlung mit ein paar kleinen Abzügen.

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Veröffentlicht am 19.02.2026

Gelungener Debütroman vor der Kulisse Alaskas

Alaska Die Fährte der Wölfe
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Helen reist kurz vor Weihnachten alleine nach Alaska um sich den eigenen Traum zu erfüllen, Alaska im Winter zu erleben. Ihr Freund bleibt daheim. Tief im Inneren wünscht sich Helen jedoch mehr als nur ...

Helen reist kurz vor Weihnachten alleine nach Alaska um sich den eigenen Traum zu erfüllen, Alaska im Winter zu erleben. Ihr Freund bleibt daheim. Tief im Inneren wünscht sich Helen jedoch mehr als nur das Wintergefühl: sie möchte ihre Vorstellungen vom Leben und Ansprüche daran finden und erhofft sich mit dieser Auszeit Klarheit. Im Hotel wird sie herzlich begrüßt und direkt gut aufgenommen. Mit der Angestellten Hilda unternimmt sie eine Hundeschlittenfahrt - was jedoch verbirgt Hilda für ein Geheimnis? Helen kommt während ihres Aufenthalts auch den Wölfen, die ungewöhnlich nahe an das Dorf kommen, gefährlich nahe.

Das Cover versprüht direkt ein Wintergefühl und ist toll gestaltet mit dem Hundeschlitten, der Landschaft und dem Wolf als zentralen Element. Das Büchlein ist mit knapp 140 Seiten recht dünn, man kann es gut an einem Nachmittag beenden. Meine Empfehlung ist, es im Winter zu lesen, während es draußen eisig kalt ist und man selbst zu Hause :)
Man ist direkt im Geschehen als Helen sich zunächst mit ihrer Freundin vor ihrem Abflug trifft. Der sehr bildhafte Schreibstil passt hervorragend zur Geschichte, man kann sich die Umgebung und Details sehr gut vorstellen. Gerade die Landschaft Alaskas bringt die Autorin hier gut zum Ausdruck. Ich hätte mir etwas mehr von Helens Gefühlswelt gewünscht, wie sie zu sich selbst findet, das kam mir persönlich an einigen Stellen zu kurz. Die Nebenfiguren werden toll gezeichnet, gerade die geheimnisvolle Hilda weckt das Interesse beim Lesen. Und natürlich dürfen auch die Huskys nicht unerwähnt bleiben, in die man sich bereits beim Lesen sofort verliebt.
Beim Lesen sind mir einige Rechtschreibfehler aufgefallen, im gedruckten Buch sind die Seitenzahlen zudem verschoben, was aber Kleinigkeiten sind, die beim Lesen nicht stören.

Mit ein paar mehr Seiten, mehr Beschreibungen und einen detaillierteren Einblick in Helens Gefühlswelt wäre der Roman für mich noch runder geworden. Ein toller Debütroman über Alaska, Geheimnisse und die Suche nach sich selbst.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Guter Abschluss mit einigen Längen in der ersten Hälfte

Sie wird dich finden
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Millie scheint endlich das Leben zu führen, das sie sich immer gewünscht hat: gemeinsam mit ihrem Mann Enzo ist sie glücklich seit elf Jahren verheiratet und mit ihren beiden Kindern Ada und Nico beziehen ...

Millie scheint endlich das Leben zu führen, das sie sich immer gewünscht hat: gemeinsam mit ihrem Mann Enzo ist sie glücklich seit elf Jahren verheiratet und mit ihren beiden Kindern Ada und Nico beziehen sie zu Beginn der Handlung ein tolles Haus in einer ruhigen Wohnsiedlung. Alles könnte perfekt sein, aber die Nachbarn benehmen sich reichlich merkwürdig und als sich auch Enzo zunehmend seltsam verhält und auffällig oft im Garten der Nachbarin hilft, fragt Millie sich, wem sie noch trauen kann. Auch Nico verschließt sich immer mehr. Millie beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen - nichtsahnend, dass sie sich und ihre Familie damit in große Gefahr bringen wird.

Nachdem ich die ersten beiden Bände der "Housemaid"-Reihe sehr gut fand, war ich gespannt auf den letzten Teil der Reihe auch wegen des großen Zeitsprungs von über elf Jahren.
Gleich bleibt im dritten Band Millie als Ich-Erzählerin mit ihrem sachlichen Schreibstil. Auch die Gliederung in drei Teile ist gleich zu den anderen Bänden. Die Kapitel sind angenehm kurz und die Geschichte liest wie immer gespannt.
Millie als Mutter und Ehefrau hat sich im Vergleich zu den ersten Büchern verändert, natürlich trägt der Alltag und die Rolle als Mutter dazu bei, aber ich habe bei ihr das gewisse Etwas vermisst, was sie immer so selbstsicher und überzeugend erscheinen ließ. Auch bei Enzo als Charakter bin ich zwiegespalten, bei ihm kommt noch der Stress einer selbstständigen Arbeit als Gärtner hinzu.
Ein großer Kritikpunkt ist für mich die Langatmigkeit der ersten Hälfte. Die Atmosphäre wird immer angespannter, man liest gebannt weiter, aber vieles wiederholt sich und wird in die Länge gezogen. Dafür werden die Nachbarn toll und detailliert beschrieben, sodass man sich bald selbst wie Millie fragt, wem man noch trauen kann. Das Ende und der Plottwist kamen unerwartet, auch wenn ich mir öfters etwas in die Richtung gedacht habe. Trotzdem war der Aufbau und das große Finale spannend und packend, die zweite Hälfte und gerade das letzte Drittel haben mich dann nochmal in seinen Bann gezogen.

"Sie wird dich finden" reicht für mich nicht an an den ersten Band heran, wenn man die erste Hälfte geschafft hat, steigert sich die Spannung jedoch von Seite zu Seite.

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Veröffentlicht am 16.01.2026

Spannender und fesselnder Thriller über Vertrauen und Traumata mit ein paar Abzügen

Das Paket
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Dr. Emma Stein ist Psychiaterin und zu Beginn der Geschichte auf einer Tagung in einem Hotel, wo sie selbst einen Vortrag hält. In ihrem Hotelzimmer wird sie vergewaltigt, sie sieht den Täter nicht, lediglich ...

Dr. Emma Stein ist Psychiaterin und zu Beginn der Geschichte auf einer Tagung in einem Hotel, wo sie selbst einen Vortrag hält. In ihrem Hotelzimmer wird sie vergewaltigt, sie sieht den Täter nicht, lediglich ihre Haare rasiert er vom Kopf. Seitdem verlässt sie ihr Haus im Grunewald nicht mehr, wo sie mit ihrem Mann lebt. Der Täter ist als "Friseur" bekannt, denn er rasiert seinen Opfern den Kopf und tötet sie danach. Emma blieb als Einzige am Leben. Eines Tages bittet sie der Postbote, ein Paket für einen ihr unbekannten Nachbarn anzunehmen. Sie ahnt nicht, dass das eine Reihe von Ereignissen in Gang setzt, die sie in große Gefahr bringen werden.

"Das Paket" ist mein zweiter Thriller des Autors. Das Cover ist natürlich ein Hingucker und vor allem die Thematik der Psychiatrie und Psychologie und ihre Kehrseiten hat mich interessiert. Die Geschichte wird in mehreren Zeitebenen erzählt, was dem Aufbau auch zugute kommt. Die Kapitel sind recht kurz und enden oft mit einem Cliffhanger und als Leser liest man so natürlich gespannt weiter. Der Schreibstil ist erneut einlänglich und einfach, aber er lässt einen ebenso durch die Seiten fliegen.

Emma als Protagonistin ist eine vielschichtige Figur: man lernt sie als erfolgreiche Psychiaterin kennen, erlebt ihren Bruch, aber auch ihren Kämpfergeist, sie meistert den Alltag zu Hause irgendwie und auf ihre Weise - wie es mit Angststörungen, Depressionen und Medikamenten eben möglich ist. Zu Beginn der Geschichte wird klar, dass sie keine einfache Kindheit hatte, was sich wie ein roter Faden durch die Handlung zieht. Etwas blass blieben für mich die Nebencharaktere, ich hätte mir da tiefere Einblicke gewünscht.
Die erste Hälfte war unglaublich spannend und fesselnd geschrieben, in der zweiten Hälfte wurden jedoch einige Details vorweg genommen. Ich habe an jeder Stelle mitgefiebert, aber die große Enthüllung am Schluss war nicht so erschreckend und überrumpelnd, wie ich es erwartet hätte. Es hätte noch spannender sein dürfen.

Die Thematik von Psychiatrie und Psychologie hat mir gut gefallen, es ist spannend zu lesen, wie schnell ein traumatisches Erlebnis das Leben von einer Sekunde auf die andere verändern - und was für Konsequenzen hat, egal wie erfolgreich und gestärkt man zuvor war. Emmas Alltag, ihre Angststörungen und Depressionen werden toll geschildert. "Das Paket" ist ein spannender und fesselnder Thriller mit ein paar Abzügen.

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Veröffentlicht am 10.01.2026

Gelungener Auftakt einer Young-Adult-Mystery-Reihe - geheimnisvoll, spannungsgeladen und mitreißend

Maskenmeer
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Lucy, Richard, Marco und Marlene gehen im fiktiven Königreich von Wellenland auf ein Elite-Internat und sind beste Freunde. Das normale Leben der Jugendlichen wird allerdings durcheinander geworfen ls ...

Lucy, Richard, Marco und Marlene gehen im fiktiven Königreich von Wellenland auf ein Elite-Internat und sind beste Freunde. Das normale Leben der Jugendlichen wird allerdings durcheinander geworfen ls unbekannte und maskierte Männer Angst und Schrecken verbreiten und immer mehr Angestellte aus dem Schloss entführen. Bald sind sie selbst Zielscheibe der maskierten Männer, die stets mit einer unheimlichen weißen Maske auftreten. Doch was wollen die Männer von den Freunden? Und was haben die Zeichen damit zu tun, die eine verstorbene Person schickt und die eigentlich nichts den Freunden zu tun hat?

"Maskenmeer" ist ein toller Auftakt der "Wellenland"-Reihe und auch ich als weniger eingefleischte Mystery- und Fantasy-Leserin bin hier auf meine Kosten gekommen!
Die Geschichte ist mit knapp 640 Seiten ziemlich umfangreich - nach ein paar Startschwierigkeiten nimmt die Handlung aber immer mehr an Fahrt auf. Die Kapitel sind recht lang und aus drei unterschiedlichen Perspektiven geschrieben, wobei die Ich-Perspektiven von Lucy und Richard den größten Teil einnehmen. Man ist auch sofort mitten im Geschehen und lernt die vier Freunde mit ihren Charaktereigenschaften besser kennen. Vor allem Lucy und Richard sind dabei stets präsent und man fühlt sich sofort mit einer oder mehrerer Personen verbunden. Oft dachte ich beim Lesen, dass ich mich in meiner Jugend auch direkt mit der Clique verstanden hätte.
Die vielen Namen zu Beginn der Handlung waren für mich ziemlich verwirrend, auch die Beziehungen zueinander konnte ich zunächst nicht einordnen. Vielleicht wäre hier ein Personenverzeichnis oder -diagramm hilfreich gewesen. Auch eine Karte mit wichtigen Punkten und Orten von Wellenland könnte ich mir gut vorstellen. Die Geschichte hat generell ihre Längen und einige Situationen und Beschreibungen ziehen sich für meinen Geschmack zu sehr in die Länge, dadurch wurde der Lesefluss, gerade am Anfang, etwas gebremst.
Nicht nur die Charaktere sondern vor allem Wellenland an sich, Wellenstadt und das Internat werden toll und detailreich beschrieben. Gerade das altehrwürdige Internatsgebäude konnte ich mir beim Lesen sofort vorstellen, es hat mich in seinen Bann gezogen und auch die Lehrer dort runden das Bild eines prächtigen Internats in dem Königreich ab. Ebenso detailreich wird beispielsweise auch das Schloss samt Königspaar beschrieben.
Von Beginn an herrscht eine bedrohliche, nicht ganz greifbare Atmosphäre, die sich durch die gesamte Handlung zieht. Immer weiter baut sich die Spannung auf, die dritte Erzählperspektive trägt dazu bei. Beim Lesen merkt man schnell, dass man niemandem so wirklich trauen kann - wer spielt ein falsches Spiel und wer hängt in den Entführungen mit drin? Die Lage in Wellenland spitzt sich immer weiter zu und die Entführungen finden bald nicht mehr nur im Schloss statt. Niemand ist mehr sicher. Über allem steht stets die Frage: wer sind die Maskierten und welche Rolle hat dabei die Clique? Nur häppchenweise setzt sich das Puzzle zusammen, die Hinweise werden nur nach und nach gestreut. Bis zum Schluss wartet man auf den großen Knall, der sich im Laufe der Handlung immer weiter abzeichnet. Der Knall kommt dann auch - aber in Form eines großen, bitterbösen Cliffhangers, der mich fast verzweifeln lässt, weil ich unbedingt wissen will, wie es weitergeht.

"Maskenmeer" ist ein gelungener Auftakt einer Young Adult-Mystery-Fantasy-Reihe, der nicht nur Jugendliche in seinen Bann zieht. Mit ein paar kleinen Kritikpunkten kann ich das Buch jedem empfehlen. Auf jeden Fall verdient das Buch mehr Aufmerksamkeit und Beachtung!

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