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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.02.2026

Wieder sehr gelungen

Tod zur Teestunde
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Bei Anthony Horowitz weiß man, dass man einen soliden Krimi bekommen wird, der mit Handlung überzeugt und nicht nur auf blutrünstige Details setzt. Bei "Mord zur Teestunde" sind es sogar eigentlich zwei ...

Bei Anthony Horowitz weiß man, dass man einen soliden Krimi bekommen wird, der mit Handlung überzeugt und nicht nur auf blutrünstige Details setzt. Bei "Mord zur Teestunde" sind es sogar eigentlich zwei ;-D

Man sollte auf jeden Fall sehr aufmerksam an der Geschichte dranbleiben, um keines der später wichtigen Details zu verpassen - also es ist keine reine Berieselung.
In diesem Krimi stecken nämlich wie schon eingangs erwähnt zwei Kriminalfälle, wobei einer ein Buch im Buch ist und zur Aufklärung des "echten" Verbrechens herangezogen wird.
So macht das Miträtseln auf jeden Fall Spaß, aber ich würde es nicht als Einstieg in das Genre empfehlen! Zumal es ja auch der dritte Band einer Reihe ist und ich es beim Lesen sehr angenehm fand, dass ich das Vorwissen aus den anderen beiden Bände hatte. Man könnte diesen Band zwar theoretisch auch für sich lesen, da der Fall etwas extra ist, vermisst dann aber evtl. Vorwissen über die Figuren, das nur angedeutet wird.

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Veröffentlicht am 19.11.2025

Nicht nur für den Winter

Drei Tage im Schnee
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"Drei Tage im Schnee" ist einerseits das perfekte Winterbuch. Bei dem beschriebenen Häuschen im Schnee wird wahrscheinlich noch der größte Wintermuffel sich denken: Ach, wie gemütlich, da wäre ich jetzt ...

"Drei Tage im Schnee" ist einerseits das perfekte Winterbuch. Bei dem beschriebenen Häuschen im Schnee wird wahrscheinlich noch der größte Wintermuffel sich denken: Ach, wie gemütlich, da wäre ich jetzt gerne! Und wenn ich schonmal da bin, hätte ich auch gerne einen Kakao!

Andererseits ist es genau die Art von Buch mit Botschaft, die die Leserschaft von Stephan Schäfer, Ewald Arenz, Sergio Bambaren oder auch John Strelecky anspricht und bei der es mehr um den zu übermittelnden Inhalt geht als um das Setting.
Die Botschaft selber ist zeitlos und passt genauso gut in den Sommer - während "25 letzte Sommer" im Sommer spielt, aber von der Botschaft her im Winter genauso aktuell ist.
Ich denke, mit diesem Buch kann man die Leseefahrung auch am ehesten vergleichen, wenn auch mit einer anderen Thematik.

Ein kleines Büchlein, das man schnell gelesen hat, das aber noch lange nachklingt.

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Veröffentlicht am 19.11.2025

Beängstigend

Heimat
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"Heimat" ist ein ziemlich ruhiger, fast stiller Roman, in dem das meiste zwischen den Zeilen passiert. Beängstigend ist dabei, wie normal sich alles - am Anfang - anfühlt. Die Gespräche zwischen den Müttern, ...

"Heimat" ist ein ziemlich ruhiger, fast stiller Roman, in dem das meiste zwischen den Zeilen passiert. Beängstigend ist dabei, wie normal sich alles - am Anfang - anfühlt. Die Gespräche zwischen den Müttern, die Treffen der Kinder, alles wirkt so vertraut. Kleinstädtisch, irgendwie schon fast gemütlich. Und dann entgleiten die Normalitäten ganz leise. Die Denkweisen verändern sich. Der Frust auf den Partner wird mit Ablehnung seiner Freunde gleichgesetzt und mit deren Weltanschauung begründet. Man hält sich immer enger an die Menschen, die doch so nett sind, obwohl sie einen immer mehr von einem selbst entfremden. Und plötzlich ist man mittendrin im Wahlkampf der AfD, obwohl man doch eigentlich nur mit der netten Nachbarin Kaffeetrinken war und Rezepte ausgetauscht hat.
Das fand ich an dem Buch wirklich gut gemacht, wie es unaufdringlich wirkt. Man fühlt sich tatsächlich so, als würde es einem selber passieren und das obwohl es immer wieder auch Momente des Zweifelns gibt.
Und dann ... kommt das Ende. Dieses typische und für mich frustrierende "Hanserende". Denn das Buch hört auf an einer Stelle, an der die Geschichte eigentlich doch erst so richtig spannend wird und damit wird man dann alleingelassen. Mittlerweile weiß ich das und rechne bei dem Verlag damit und trotzdem hat es mich bei diesem Roman wieder kalt erwischt. Da muss doch noch was kommen. Nein. Frustration. Es passt zu diesem Buch, fühlt sich aber trotzdem unbefriedigend an.
Aber wer gerne hochaktuelle, gesellschaftskritische Romane liest, die sehr literarisch sein dürfen: Hier zugreifen!!!

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Veröffentlicht am 01.10.2025

Solider Reihenauftakt

Ein Mord im November - Ein Fall für DI Wilkins
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"Ein Mord im November" scheint der Auftaktband einer neuen Krimireihe zu sein - wobei man sagen muss, dass man ihn auch gut einzeln lesen kann. Der Fall wird rund abgeschlossen, sodass man nicht das Gefühl ...

"Ein Mord im November" scheint der Auftaktband einer neuen Krimireihe zu sein - wobei man sagen muss, dass man ihn auch gut einzeln lesen kann. Der Fall wird rund abgeschlossen, sodass man nicht das Gefühl hat, dass man gezwungen ist, weiterzulesen.
Da die Geschichte aber durchaus interessant und spannend war, könnte ich mir vorstellen, dass man gerne weiterlesen möchte.
Im Buch gibt es übrigens 2 Detective Inspectors namens Wilkins, sodass der Reihentitel "Ein Fall für DI Wilikins" ziemlich doppeldeutig ist. Ich hoffe ja, dass beide in Zukunft eine Rolle spielen werden, denn es sind beide sehr interessante Charaktere mit einigen Ecken und Kanten.
Das einzige Manko war für mich, dass es sehr viele Fachbegriffe aus dem Englischen gibt, die unerklärt stehengelassen werden. Vor allem die Berufsbezeichnungen aus dem Universitätsmilieu fand ich ziemlich verwirrend - und das, obwohl ich Englisch kann. Da werden Lesende ohne Englischkenntnisse vermutlich noch mehr dran zu kauen haben. Da die meisten für die Geschichte an sich aber irrelevant sind, ist es wirklich nur ein kleiner Kritikpunkt.

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Veröffentlicht am 14.08.2025

Etwas schwächer als die Vorgänger

Erebos 3
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Teil 3 der Erebos-Reihe ist für mich leider der bisher schwächste - wobei das ein Jammern auf sehr hohem Niveau ist. Für einen Jugendthriller ist die Qualität immer noch überdurchschnittlich hoch, allerdings ...

Teil 3 der Erebos-Reihe ist für mich leider der bisher schwächste - wobei das ein Jammern auf sehr hohem Niveau ist. Für einen Jugendthriller ist die Qualität immer noch überdurchschnittlich hoch, allerdings fand ich, dass man merkt, dass es diesen Teil für die Reihe nicht mehr gebraucht hätte. Band 2 war schon eine (positive) Überraschung, bei Band 3 ist das Ende jetzt so gestaltet, dass es definitiv wieder weitergehen könnte und ich bin mir nicht sicher, ob ich das mag.

Die Geschichte, um die es bei Erebos 3 geht, fand ich sehr gut gemacht. Die Verknüpfung von Spiel und Realität finde ich wieder sehr gelungen und auch super aktuell von der Thematik. Allerdings fand ich die Art, die Nick wieder ins Spiel findet und vor allem, wie schnell er sich damit abfindet, ein bisschen weit hergeholt. Vielleicht hat er nach den letzten beiden Malen einfach aufgegeben, sich wehren zu wollen? Trotzdem passte es für mich nicht ganz zu dem Charakter, wie ich mich an ihn erinnere.

Fazit: Die Reihe an sich liebe ich sehr und würde sie auch uneingeschränkt weiterempfehlen. Selbst wer keine Beziehung zu Computerspielen hat, findet gut in die Thematik hinein und die behandelten Themen sind auch nach den vielen Jahren, die Erebos nun schon am Markt ist, immer noch topaktuell. Allerdings habe ich die Befürchtung, dass die Reihe sich ab dem dritten Band jetzt totläuft...

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