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Veröffentlicht am 26.02.2026

Luft nach oben

Spielverderberin
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"Spielverderberin" erzählt die Geschichte von Sophie, Lotte und Romy, drei Freundinnen aus Schulzeiten, deren Freundschaft den Übergang ins Erwachsenenleben nur bedingt überstanden hat. Mich hat das Cover ...

"Spielverderberin" erzählt die Geschichte von Sophie, Lotte und Romy, drei Freundinnen aus Schulzeiten, deren Freundschaft den Übergang ins Erwachsenenleben nur bedingt überstanden hat. Mich hat das Cover sehr angesprochen, mich hat es in Verbindung mit dem Klappentext direkt zum Nachdenken angeregt.

Von der ersten Seite an stehen Dinge im Raum, Geschehnisse in der Vergangenheit, an denen die Beziehung zu bröckeln begonnen hat und in verschiedenen Zeitebenen wird dargestellt, wie die drei jungen Frauen vorher und seitdem miteinander umgehen.

Ich persönlich hatte ein paar Probleme mit den Zeitsprüngen, da nicht immer eindeutig ist, in welcher Zeit und Phase der Freundschaft sich die Handlung gerade abspielt.

Generell finde ich, dass die Geschichte noch Luft nach oben gehabt hätte. Sowohl in der Darstellung der Charaktere als auch der Entwicklung der Handlung gibt es meiner Meinung nach Verbesserungsbedarf. Aufgrund des relativ geringen Umfangs haben die Protagonistinnen nicht den Raum, wie dreidimensionale Figuren zu wirken und sind deshalb unnahbar und nicht besonders eingängig.

Gefallen haben mir allerdings die Gedanken zum Thema Dorf/Stadt, den Klischees und Spannungen und der Scham/Wut/Unsicherheit, die damit einhergehen.

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Provokant

Half His Age
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Jennette McCurdys Autobiografie "I'm glad my Mom died" hat mich vor einigen Jahren total umgehauen und komplett mitgenommen. Ich war daher sehr gespannt auf dieses Romandebüt und das provokante Cover sowie ...

Jennette McCurdys Autobiografie "I'm glad my Mom died" hat mich vor einigen Jahren total umgehauen und komplett mitgenommen. Ich war daher sehr gespannt auf dieses Romandebüt und das provokante Cover sowie der Klappentext haben mein Interesse weiter geweckt.

Insgesamt bin ich allerdings unschlüssig, wie ich das Buch einordnen soll und ob es mir überhaupt gefallen hat. Waldos charakterliche Entwicklung über das Buch hinweg war schon interessant, mir am Ende aber zu pathetisch und vorhersehbar.

So richtig habe ich für mich auch nicht erkannt, was die Autorin mir mit dem Buch sagen will. Eine Charakterstudie der amerikanischen weißen Unterschicht? Dass die dargestellte Beziehung mehr als problematisch ist, ist wohl von Anfang an klar.

Ich muss auch sagen, dass mir die vielen Sexszenen einfach zu viel, zu vulgär, zu explizit waren. Sie unterstützen Waldos Erzählstimme in ihrer Abgebrühtheit, aber ich hätte gut mit weniger leben können, vor allem bei dieser Art der Beziehung.

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Intrigante Feiertage

Eisnebel
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Über die Feiertage die Familie seines neuen Partners kennenzulernen, ist selbst unter normalen Umständen nervenaufreibend - wenn man dann aber noch die wohlhabende Familie seines Verlobten davon überzeugen ...

Über die Feiertage die Familie seines neuen Partners kennenzulernen, ist selbst unter normalen Umständen nervenaufreibend - wenn man dann aber noch die wohlhabende Familie seines Verlobten davon überzeugen muss, dass man trotz der übereilten Verlobung nicht hinter dessen Geld her ist, sieht die Sache noch einmal schwieriger aus.
Für Theodora hält der Besuch noch mehr unangenehme Überraschungen bereit: sie erhält anonyme Drohnachrichten und wird von Erinnerungen an ihre schlimme Kindheit gequält. Sie wird das Gefühl nicht los, dass sie schon einmal auf dem Anwesen der Familie gewesen sein muss.

Der Thriller hat mich direkt durch seine frostig-winterliche Atmosphäre eingenommen. Das Setting auf dem eingeschneiten Anwesen einer reichen, aber unnahbaren Familie passt gut in die Vorweihnachtszeit, vor allem, da die Handlung auch um die Feiertage stattfindet.

Was mich leider nicht ganz überzeugen konnte, sind die Charaktere und das Tempo der Handlung. Ich konnte bis zuletzt nicht recht mit der Protagonistin warm werden und auch die vielen Nebencharaktere hatten für mich nicht genug Raum, um richtig herauszustechen.
Die Handlung ist gespickt mit Twists und Wendungen, welche aber nicht reichen, um einen nennenswerten Spannungsbogen aufzubauen. Zwischendrin war ich von der Story fast schon gelangweilt.

Es ist wahrlich kein schlechtes Buch, aber hat eben nicht die rasante Spannung, die man sich bei einem Thriller wünscht.

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Veröffentlicht am 19.02.2026

Furchtbar belanglos

Mathilde und Marie
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Kennt ihr das, wenn ihr schon auf der ersten Seite merkt, dass ein Buch absolut nicht euer Fall sein wird? Ich hatte mich so auf "Mathilde und Marie" gefreut, Cover und Klappentext versprachen ein ruhiges, ...

Kennt ihr das, wenn ihr schon auf der ersten Seite merkt, dass ein Buch absolut nicht euer Fall sein wird? Ich hatte mich so auf "Mathilde und Marie" gefreut, Cover und Klappentext versprachen ein ruhiges, besonnenes Leseerlebnis, aber leider sollte es nicht sein.

Entschleunigung und Bücherliebe in allen Ehren, aber das hier ist einfach nur furchtbar belanglos und ein großer Teil des Problems ist für mich der Schreibstil. Ich habe eigentlich direkt bei den ersten Sätzen gemerkt, dass ich damit nicht warm werde - er ist zu gestelzt, zu ausschweifend, zu pathetisch. Ich habe kein Problem mit Schachtelsätzen, im Gegenteil, aber hier entstand für mich der Eindruck, dass der Autor möglichst viele schön klingende Phrasen aneinandergereiht hat, damit es maximal geil klingt.

Ich konnte so keine Bindung zu den Charakteren aufbauen, sie haben eben genau danach angefühlt: nach Charakteren, die eine feel-good Botschaft rüberbringen sollen, nicht nach echten Menschen.

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