Potential leider nicht ausgeschöpft
Die Geschichte ist durchaus spannend angelegt. Man merkt, dass viel Fantasie und eine gute Grundidee dahinterstecken. Es gibt Geheimnisse, Ganoven und eine Reise, die eigentlich alles mitbringt, was ein ...
Die Geschichte ist durchaus spannend angelegt. Man merkt, dass viel Fantasie und eine gute Grundidee dahinterstecken. Es gibt Geheimnisse, Ganoven und eine Reise, die eigentlich alles mitbringt, was ein richtig fesselndes Kinderabenteuer braucht. Trotzdem – und das sage ich ganz ehrlich – hat es uns nicht wirklich gepackt. Wir haben hier gern weitergelesen, aber dieses Kribbeln, dieses „Ach, nur noch ein Kapitel!“, das blieb leider aus.
Was mir besonders gefehlt hat, war die Nähe zu den Figuren. Die drei Kinder, der Professor bzw. Onkel – sie bleiben für mich ein wenig blass. Auch im Verlauf der Geschichte sind sie mir nicht richtig ans Herz gewachsen. Sie wirken eher wie Figuren, die ihre Rollen erfüllen, wie als Kinder, mit denen man mitfiebert. Dadurch erscheinen sie leider etwas austauschbar.
Und dann sind da noch die Ganoven. Manchmal fand ich sie den Kindern gegenüber doch recht brutal, was mir beim gemeinsamen Lesen mit Enkeln ein kleines Stirnrunzeln entlockt hat. An anderen Stellen wirkten sie wiederum fast zu klischeehaft, mit Sätzen und Verhaltensweisen, die man so oder ähnlich schon aus unzähligen Filmen kennt. Das war ein wenig schade.
Alles in allem sehe ich viel Potential in dieser Geschichte. Die Idee ist gut und hätte, mit etwas mehr Tiefe bei den Figuren und noch etwas mehr Feingefühl bei Spannung und Gegenspielern, ein richtig mitreißendes Abenteuer werden können. Ich hoffe, dass beim nächsten Abenteuer noch ein bisschen mehr Zauber und Emotion dabei ist.