Profilbild von MademoiselleMeow

MademoiselleMeow

Lesejury Profi
online

MademoiselleMeow ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit MademoiselleMeow über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.10.2024

Katzencafé mal anders

Das Mondscheincafé
0

Ein wandelndes Café, das von Katzen betrieben wird, die einem gleichzeitig auch noch die Sterne lesen. So eine Idee kann nur aus Japan kommen.
Es hat mich schon immer gefreut, dass Katzen in Japan so einen ...

Ein wandelndes Café, das von Katzen betrieben wird, die einem gleichzeitig auch noch die Sterne lesen. So eine Idee kann nur aus Japan kommen.
Es hat mich schon immer gefreut, dass Katzen in Japan so einen besonderen Stand haben. Und gerade mit fortschreitenden Alter wünscht man sich alle Lebensweisheiten die man kriegen kann.
Somit hat mich „Das Mondschein Café“ gleich neugierig gemacht, obwohl es fernab von dem liegt, was ich sonst so lese.

Unterteilt ist das 200 Seiten schmale Büchlein in vier Abschnitte.
Wir lernen eine Drehbuchautorin, eine Regisseurin und zwei Jungunternehmer kennen, die gerade alle eine Krise durchmachen und wieder auf den rechten Weg finden müssen. Scheinbar im Traum erscheint ihnen dann wie aus dem Nichts ein Café in Form eines Foodtrucks. Dort bekommen sie von menschengroßen, sprechenden Katzen eigens für sie kreierte Köstlichkeiten serviert. Obendrauf gibt es wegweisende Ratschläge geradewegs aus dem Universum.

Man spürt beim lesen auf jeden Fall den japanischen Vibe wie man ihn aus Mangas und Animes kennt. Sprechende und aufrecht gehende Katzen sind da ja keine Seltenheit. Für mich ein bisschen ungewohnt, weil das Thema für mich lange vorbei ist, aber bei Katzen geht mir einfach immer das Herz auf.

Schön fand ich auch, dass die Abschnitte miteinander verbunden sind, denn alle Protagonisten kennen sich untereinander. Das ergibt ein rundes und sehr warmherziges Ende, das auf dem Mythos verweist, nachdem Katzen den Menschen etwas zurückgeben, die gut zu ihnen waren.

Da viel über Astrologie, Planeten und Sterne gesprochen wird, bin auch ich neugierig geworden. Das mit den verschiedenen Häusern fand ich aber ganz schön kompliziert und ich suche noch immer nach einer einfacheren Methode, mein Haus zu finden. Also da haben mir die Miezen das nicht gut genug erklärt.

Was man aber mitnehmen kann, egal in welchem Haus man ist, sind die daraus resultierenden Weisheiten. Ich denke, ich bin auf einem guten Weg mit einem Job der mir gefällt und einer hübsch eingerichteten Wohnung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.10.2024

Kindermädchen mit Geheimnissen

Mrs England
0

Die bisherigen Romane von Stacey Halls sind mir immer ins Auge gefallen. Aber die Handlung konnte mich nie richtig überzeugen. Bis jetzt! Kindermädchen und Gouvernanten in englischen Herrenhäusern – das ...

Die bisherigen Romane von Stacey Halls sind mir immer ins Auge gefallen. Aber die Handlung konnte mich nie richtig überzeugen. Bis jetzt! Kindermädchen und Gouvernanten in englischen Herrenhäusern – das ist doch immer eine verheißungsvolle Kombination.

Ruby May ist Absolventin einer gefragten Schule für Kindermädchen und hat es daher nicht schwer schnell wieder eine Anstellung zu finden, als die Familie ihre Schützlings auswandert.
Die Englands haben zwar gleich 4 Kinder, aber abgesehen von dem recht abgelegenen Anwesen und der begrenzten Anzahl der Dienerschaft, scheint es Ruby auf den ersten Blick nicht schlecht getroffen zu haben. Auch der Hausherr macht einen sehr freundlichen und liebenswerten Eindruck. Anders Mrs. England. Diese lebt sehr zurückgezogen, lässt sich nur selten bei den Kindern sehen und scheint äußerst vergesslich zu sein.
Mit der Zeit bemerkt Ruby, das zwischen den Eheleuten etwas nicht stimmt und versucht der Sache auf den Grund zu gehen. Aber auch Ruby hat ihre Geheimnisse, die sie unter allen Umständen zu verbergen sucht.

Ach, England, Kindermädchen, 1900. Ich liebe solche Romane einfach. Von daher war der Lesespaß von Anfang an da. Auch die angedeuteten Geheimnisse um Ruby und die Englands haben mich rasend gemacht vor Neugierde. Das weiterlesen war mir stets eine Freude.

Aber leider gehen mit großen Geheimnissen, große Erwartungen einher, die „Mrs.England“ für mich leider nicht erfüllen konnte.
Ich habe hin und her überlegt und ich bin einfach nicht drauf gekommen, was Ruby verbergen und was es mit Mrs. Englands seltsamen Verhalten auf sich haben könnte. Nichts schien so richtig zu passen.

Als dann die Auflösung kam, fand ich sie etwas enttäuschend, irgendwie lahm, hat es alles schon gegeben. Zumindest die Sache mit Mrs. England. Ruby‘s Geheimnis konnte schon eher überzeugen, aber auch da hatte ich mir etwas skandalöseres vorgestellt.

Insgesamt hat mir der Roman großen Spaß gemacht, nur das Ende hat mich nicht überzeugt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.10.2024

Obacht beim Antiquitätenkauf

Das Erbe der Pandora Blake
0

Äußerlich belegt „Das Erbe der Pandora Blake“ bei mir aktuell den 1. Platz für das schönste Cover inkl. Farbschnitt 2024. Doch wie immer sind die auch bei Büchern die inneren Werte wichtiger, aber da habe ...

Äußerlich belegt „Das Erbe der Pandora Blake“ bei mir aktuell den 1. Platz für das schönste Cover inkl. Farbschnitt 2024. Doch wie immer sind die auch bei Büchern die inneren Werte wichtiger, aber da habe ich mir gar nicht so viele Sorgen gemacht, denn laut Klappentext konnte der Roman kein Totalausfall sein.

Seit dem Tod ihrer Eltern lebt die junge Pandora Blake bei ihrem gierigen Onkel Hezekiah. Das elterliche Antiquitätengeschäft ist unter dessen Leitung zum Ramschladen voller Fälschungen verkommen und Pandora gezwungen für ihn zu arbeiten. Einziger Ausweg scheint ihr Traum von einer Karriere als Schmuckdesignerin zu sein, doch fehlen ihr die nötigen Inspirationen für den Durchbruch.
Als Hezekiah in den Besitz eines uralten Pithos kommt, scheint das die Chance für den beruflichen Aufstieg. Nicht nur für Dora, auch der Buchbinder Edward sieht in dem Gefäß die Gelegenheit seinen Traum zu verwirklichen. Gemeinsam forschen sie an dem Pithos, doch auf diesem scheint ein Fluch zu liegen, der nicht nur Pandoras Onkel befällt und dieser hat nichts gutes im Sinn.

Pandora, ein griechisches Gefäß und seltsame Vorkommnisse? Klingt ganz nach dem Mythos von der Büchse der Pandora und die Autorin spielt auch ganz geschickt damit. Es ist einer dieser Romane, wo man nicht genau sagen kann, ob Fantasy oder doch nur der Zufall im Spiel ist und ich mag das immer sehr.

Pandora ist das Aschenputtel in der Geschichte, sogar mit einem gefiederten Helfer an ihrer Seite und es ist schön, nach alle den Niederlagen ihren Aufstieg mitzuverfolgen.
Aber dabei bleibt es natürlich nicht, denn ihr Onkel ist der Schurke schlechthin und insbesondere eine Tat hat mich extrem traurig gemacht.

All das lässt sich schwer allein durchstehen, deswegen bekommt Dora auch ein Love Interest in Form von Edward an die Seite, der wiederum sein ganz eigenes Drama zu bewältigen hat. Die Romanze stört nicht, nimmt gen Ende aber etwas zu viel Fahrt auf.

Es ist ein schöner Roman, aber irgendwie plätscherte er mir zu sehr dahin. Nicht wirklich aufregend, mir fehlte das gewisse Etwas. Trotzdem unterhaltsam und leicht zu lesen. Und so hübsch anzusehen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.10.2024

Jobangebot aus dem Geisterreich

Es spukt in Craven Manor
0

Bei Darcy Coates fällt auf, dass sie, mit einer Ausnahme, bisher stets Romane über Spukhäuser geschrieben hat. Das begrüße ich sehr, denn von Spuhäusern kann ich nie genug kriegen.

Das neueste heißt Craven ...

Bei Darcy Coates fällt auf, dass sie, mit einer Ausnahme, bisher stets Romane über Spukhäuser geschrieben hat. Das begrüße ich sehr, denn von Spuhäusern kann ich nie genug kriegen.

Das neueste heißt Craven Manor und liegt umgeben von einem Wald abseits der Zivilisation. Nun soll der verarmte Daniel wenigstens Garten und Gruft wieder in Ordnung bringen. Ein Jobangebot, das Daniel trotz der rätselhaften Umstände nur zu gern annimmt, kommt doch die gemütliche Gartenhütte als Unterkunft inklusive.
Arbeitgeber Bran kommuniziert nur mittels Briefen und die Bezahlung erfolgt in alten, aber wertvollen Münzen. Eine kurze, merkwürdige Liste erklärt außerdem, was in Craven Manor strengstens untersagt ist.
Daniel möchte sein neu gewonnenes Glück nicht in Frage stellen, ist aber doch neugierig und findet einiges über die grausige Vergangenheit des Hauses und ihrer Bewohner heraus.

Stilistisch gesehen hat das Buch sehr an „Ashburn House“ erinnert. Das finde ich aber nicht schlimm, ich mag es wenn sich Autoren treu bleiben.
Daniel ist so ein guter Kerl und hat so viel Pech, dass man ihm einfach nur sein verdientes Happy End wünscht.
Auch schön fand ich, dass wieder Katzen in den „Nebenrollen“ besetzt wurden. Katzen Bonus!

Der Star des Romans sollte aber das Haus sein. Das wird einfach wunderbar schaurig beschrieben, auch wenn man immer wieder Zweifel hat, wenn es um den Erhaltungszustand geht. Bei 200 Jahre Leerstand.
Lustig fand ich in dem Zusammengang, dass Daniel selbst immer wieder an der Logik zweifelt und das ganze dann schnell in Roman-Manier geklärt wird.

Gegruselt habe ich mich nicht beim lesen, aber das erwarte ich auch gar nicht mehr. Ich genieße einfach gern die gruselige Atmosphäre und die bekommt man hier auf jeden Fall.

Ich fand das Buch etwas schwächer als den Vorgänger und hinten raus ein wenig zu fantastisch, aber ich habe es dennoch gern gelesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.02.2026

Eine interessante, aber nur halb gelunge Mischung

The Deep - Spuk auf der Titanic
0

Als kleiner Titanic-Fan konnte ich mir diesen Roman nicht entgehen lassen, obwohl es zu ihm doch sehr geteilte Meinungen gibt. Und es stimmt, ganz genau nimmt es Alma Katsu mit der Wahrheit nicht. Aber ...

Als kleiner Titanic-Fan konnte ich mir diesen Roman nicht entgehen lassen, obwohl es zu ihm doch sehr geteilte Meinungen gibt. Und es stimmt, ganz genau nimmt es Alma Katsu mit der Wahrheit nicht. Aber das sollte man ja auch erwarten bei dem Titel 𝐓𝐡𝐞 𝐃𝐞𝐞𝐩 - 𝐒𝐩𝐮𝐤 𝐚𝐮𝐟 𝐝𝐞𝐫 𝐓𝐢𝐭𝐚𝐧𝐢𝐜.

Von Geistern auf der Titanic weiß ich nichts, aber vielleicht hat die Autorin bei der Recherche ja so etwas entdeckt?
Der Roman wechselt zwischen den Jahren 1912 und 1916. Hauptprotagonistin ist die junge Annie Hebbley, die den Untergang der Titanic überlebte. Damals Sterwardess, dient sie heute als Krankenschwester auf der zum Lazarettschiff umgebauten Britannic. Dazwischen war sie Patientin in einer Heilanstalt. Aber warum?

Fakt ist, Annie war nicht die einzige auf der Titanic, die Reif für den Irrenarzt war.
Ehrlich, ich habe mich manchmal gefragt, was die Autorin geraucht hat, um auf so eine Idee zu kommen.

Natürlich ist es ein zu großen Teilen fiktiver Roman. Trotzdem fand ich es befremdlich, realen Personen einen nicht gerade schmeichelhaften Stempel zu verpassen. Da ist Madeleine Astor krankhaft abergläubisch, zwei berühmte Boxer werden zu gemeinen Betrügern und Violet Jessop zu deren Komplizin. Leider gibt es kein Nachwort oder Quellennachweise, denn ich hätte echt gern gewusst, wo Katsu Beweise oder Inspiration dafür herhatte. Bei anderen Promis an Bord wurde aber auf bekannte Skandale zurückgegriffen, die sich gut in die Geschichte eingefügt haben.

Die Titanic, und das fand ich toll, ist vor allem schillernde Kulisse. Ich liebe die oberflächliche Eleganz und Ästhetik dieser Zeit und die Beschreibung der Titanic, sowie der Alltag der Oberschicht haben mein Herz höher schlagen lassen.
Geistergeschichten mag ich auch, also wäre das eigentlich eine tolle Kombination gewesen. Ich fand es aber irgendwie fehl am Platz.

Der Spuk hat mit der Titanic selbst nichts zu tun. Vielmehr ist es ein von Rachsucht getriebener Geist, der jemanden auf das Schiff folgt, dort sein Unwesen treibt und von anderen Besitz ergreift. Vermischt mit einem Schuss Okkultismus, der damals recht beliebt war und voila! Da haben wir die Geistergeschichte verbunden. Und eine irischen Legende gibt es noch dazu.

Ich finde die Vereinigung dieser beiden Themen nicht sonderlich gelungen und doch habe ich den Roman gern gelesen. Deswegen gibt es von mir knappe 4 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere