The Housemaid lässt grüßen
Die Ehefrau – Was hat sie zu verbergen?Mit DIE EHEFRAU bin ich nach einer Pause wieder ins Freida McFadden-Game eingestiegen. Die gute Freida macht auch hier zuverlässig das, was ich von ihr erwarte. Der Thriller ist einfach zu konsumieren ...
Mit DIE EHEFRAU bin ich nach einer Pause wieder ins Freida McFadden-Game eingestiegen. Die gute Freida macht auch hier zuverlässig das, was ich von ihr erwarte. Der Thriller ist einfach zu konsumieren und ein schneller Lesesnack, den man quasi mal eben nahezu am Stück verschlingt.
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Darum geht’s: Sylvia wird von Adam als Betreuerin für dessen Frau engagiert. Victoria ist seit einem Treppensturz auf Pflege angewiesen. Victorias Tagebuch enthüllt Stück für Stück die Hintergründe des Unfalls…
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Das hört sich an, wie Housemaid 2.0. Das ist Housemaid 2.0. Es ist, als würde man eine weitere Geschichte aus dem Millie-Universum lesen. Die Personen und auch die Handlung sind ein Abklatsch ihrer selbst und 1:1 gegeneinander austauschbar. Das mutet zwar etwas einfallslos an, ist mir aber egal, weil sich bei mir trotzdem der McFadden typische Lesesog und Lesespaß eingestellt haben.
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Was bei McFadden immer funktioniert, ist der simple, aber trotzdem mitreißende Schreibstil. Auch der Handlungsverlauf und damit verbundene Spannungsbogen sind im Großen und Ganzen immer gleich – hier mit einer Ausnahme: Der Mega-Plottwist, den ich pünktlich zur Mitte des Buches erwartet habe, ist diesmal ausgeblieben. Vielleicht lag es aber auch an den sehr eklatanten Ähnlichkeiten zur Housemaid-Reihe, dass ich Twists in diesem Fall gar nicht als solche wahrgenommen habe. Erst recht spät im Buch konnten mich die Entwicklungen nochmal ein bisschen überraschen.
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DIE EHEFRAU ist nicht der stärkste McFadden-Thriller. Es wirkt ein bisschen so, als wäre das Buch aus Überresten der Housemaid-Reihe zusammengebastelt. Aber, sei’s drum. Das Buch liest sich wieder super weg und ist einfach ein schneller Snack. Wer nicht mehr erwartet, wird hier gut bedient.