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Veröffentlicht am 12.04.2026

The Housemaid lässt grüßen

Die Ehefrau – Was hat sie zu verbergen?
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Mit DIE EHEFRAU bin ich nach einer Pause wieder ins Freida McFadden-Game eingestiegen. Die gute Freida macht auch hier zuverlässig das, was ich von ihr erwarte. Der Thriller ist einfach zu konsumieren ...

Mit DIE EHEFRAU bin ich nach einer Pause wieder ins Freida McFadden-Game eingestiegen. Die gute Freida macht auch hier zuverlässig das, was ich von ihr erwarte. Der Thriller ist einfach zu konsumieren und ein schneller Lesesnack, den man quasi mal eben nahezu am Stück verschlingt.
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Darum geht’s: Sylvia wird von Adam als Betreuerin für dessen Frau engagiert. Victoria ist seit einem Treppensturz auf Pflege angewiesen. Victorias Tagebuch enthüllt Stück für Stück die Hintergründe des Unfalls…
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Das hört sich an, wie Housemaid 2.0. Das ist Housemaid 2.0. Es ist, als würde man eine weitere Geschichte aus dem Millie-Universum lesen. Die Personen und auch die Handlung sind ein Abklatsch ihrer selbst und 1:1 gegeneinander austauschbar. Das mutet zwar etwas einfallslos an, ist mir aber egal, weil sich bei mir trotzdem der McFadden typische Lesesog und Lesespaß eingestellt haben.
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Was bei McFadden immer funktioniert, ist der simple, aber trotzdem mitreißende Schreibstil. Auch der Handlungsverlauf und damit verbundene Spannungsbogen sind im Großen und Ganzen immer gleich – hier mit einer Ausnahme: Der Mega-Plottwist, den ich pünktlich zur Mitte des Buches erwartet habe, ist diesmal ausgeblieben. Vielleicht lag es aber auch an den sehr eklatanten Ähnlichkeiten zur Housemaid-Reihe, dass ich Twists in diesem Fall gar nicht als solche wahrgenommen habe. Erst recht spät im Buch konnten mich die Entwicklungen nochmal ein bisschen überraschen.
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DIE EHEFRAU ist nicht der stärkste McFadden-Thriller. Es wirkt ein bisschen so, als wäre das Buch aus Überresten der Housemaid-Reihe zusammengebastelt. Aber, sei’s drum. Das Buch liest sich wieder super weg und ist einfach ein schneller Snack. Wer nicht mehr erwartet, wird hier gut bedient.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Charismatischer Feind

Der Fjord
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Mit der DER FJORD legt Sarah Goodwin ihren nächsten Thriller vor, der nahezu blind auf meiner Leseliste gelandet ist.
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Darum geht’s: Amelia erhält eine Einladung zur legendären Sommerparty von Lawrence ...

Mit der DER FJORD legt Sarah Goodwin ihren nächsten Thriller vor, der nahezu blind auf meiner Leseliste gelandet ist.
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Darum geht’s: Amelia erhält eine Einladung zur legendären Sommerparty von Lawrence Foley. Seit dem Event im Vorsommer ist ihre Schwester Rose verschwunden. Um herauszufinden, was passiert ist, lässt Amelia sich auf ein gefährliches Spiel ein.
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Nach DIE INSEL (mochte ich nicht), DAS RESORT (fand ich toll) und DIE YACHT (steht leider immer noch ungelesen im Regal) bin ich Sarah Goodwin diesmal in die Welt der Reichen und Schönen zu einer exklusiven Party in Norwegen gefolgt. Das Setting und die Ausgangslage von DER FJORD zieht mal wieder und ich bin gerne in die atmosphärisch und spannend ausgearbeitete Geschichte abgetaucht.
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Der Einstieg in die Story hat mir gefallen. Atmosphäre und Spannung haben mich gefangen genommen. Vor allem das Aufeinandertreffen von Amelia mit Lawrence, der ein absolut charismatisches Feindbild verkörpert, fand ich toll. Szenen dieser Art hätte es gerne noch sehr viel mehr geben können. Im Mittelteil haben sich bei mir gefühlt ein paar Längen eingestellt und dann kam das letzte Drittel. Ein überraschender Twist bringt die Handlung nochmal so richtig in Schwung. In der Folge überschlagen sich die Ereignisse quasi und es passiert noch so einiges. Das hat mir viel Spaß gemacht.
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Fazit: DER FJORD von Sarah Goodwin empfehle ich gerne als absolut soliden Mittelfeld-Thriller in Kino-Popcorn-Qualität. Ein schmackhafter Snack für Zwischendurch, der nicht wehtut und gut unterhält.

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Besondere Geschwister-Beziehung

Our Last Resort - Teilst du dein Zimmer mit einem Mörder?
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Es gibt diese Bücher, denen man mit einer Sterne-Bewertung irgendwie nicht gerecht wird. OUR LAST RESORT von Clémence Michallon gehört in diese Kategorie. Ich habe den Psychothriller durchweg gerne gelesen ...

Es gibt diese Bücher, denen man mit einer Sterne-Bewertung irgendwie nicht gerecht wird. OUR LAST RESORT von Clémence Michallon gehört in diese Kategorie. Ich habe den Psychothriller durchweg gerne gelesen und kann nichts wirklich Negatives darüber sagen. Wenn ich nun gezwungen bin, Sterne zu vergeben, fehlt dem Buch aber irgendetwas, um es in die Top-Region aufsteigen zu lassen. Also gibt es von mir in diesem Fall zwar „nur“ 3 Sterne, die aber als im positiven Sinne solide zu verstehen und auch mit einer Leseempfehlung verbunden sind.
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Darum geht’s: Frida und Gabriel wollen ein paar Tage in einem Luxus-Resort in Utah verbringen. Dann wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Der Verdacht fällt auf Gabriel. Nicht zum ersten Mal…
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Ich kann nur sagen: Ich mag die Story. Ich mag den Schreibstil. Ich mag die Erzählweise. Ich mag den Aufbau. Und ich frage mich selbst, woran es liegt, dass am Ende trotzdem keine bessere Bewertung herausspringt. Vielleicht hat es damit zu tun, dass das Buch ein bisschen der Erwartungshaltung zuwiderläuft. Titel, Cover und Klappentext lassen auf einen klassischen Destination-Thriller schließen. Eine andere Storyline hat mich dagegen ein bisschen überrascht. Der Handlungsstrang in der Vergangenheit macht nämlich die Sekten-Thematik auf und letztendlich landen wir auf der Psychothriller-Ebene noch bei einer daraus resultierenden sehr speziellen Geschwister-Dynamik. Ihr merkt: In die Handlung spielen ganz unterschiedliche Aspekte rein, die ich allesamt interessant finde und die bei mir viele Fragen aufwerfen. Ich bin kein Fan allzu dicker Schmöker – in diesem Fall hätte ich mir aber gewünscht, dass einiges in der Ausarbeitung mehr Raum gehabt und dadurch noch intensiver hätte wirken können. Dafür sind mir unter 400 Seiten hier ausnahmsweise mal zu wenig geblieben.
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Fazit: OUR LAST RESORT von Clémence Michallon ist ein Buch, dass ich grundsätzlich sehr gerne mochte, obwohl ich gleichzeitig glaube, dass ganz viel Potenzial verschenkt wurde.

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Veröffentlicht am 20.02.2026

Wenn dem Sturm die Puste ausgeht...

Fünf Fremde
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FÜNF FREMDE von Romy Fölck ist unbesehen auf meiner Leseliste gelandet. Ich mag die Elbmarsch-Krimireihe der Autorin. Klar, dass ich ihr da auch folge, wenn sie einen Stand Alone-Thriller veröffentlicht. ...

FÜNF FREMDE von Romy Fölck ist unbesehen auf meiner Leseliste gelandet. Ich mag die Elbmarsch-Krimireihe der Autorin. Klar, dass ich ihr da auch folge, wenn sie einen Stand Alone-Thriller veröffentlicht. Der Verlag lockt Leser*innen zusätzlich mit einer echten Hingucker-Aufmachung, an der man optisch wirklich nur schwer vorbeikommt.
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Der Schreibstil von Romy Fölck ist immer angenehm zu lesen. Auch FÜNF FREMDE kann damit wieder punkten. Inselatmosphäre, seltsame Ereignisse und eine Gruppe Personen, die irgendwie miteinander verbunden ist – das sind beste Voraussetzungen für einen spannenden Thriller. Der Einstieg hat mich auch direkt gefangen genommen und richtig neugierig auf das weitere Geschehen gemacht. Das Kennenlernen der verschiedenen Protagonisten war für mich aber zugleich auch der erste Stolperstein. Ich mag ja Perspektivwechsel. In diesem Fall habe ich sie aber irgendwie als etwas anstrengend empfunden. Aber ich bin am Ball geblieben und habe mich von dem bedrohlich aufziehenden Sturm durch die Handlung pusten lassen. Dem Sturm ist aber irgendwie mehr und mehr die Luft ausgegangen. Damit ist auch die Spannung auf der Strecke geblieben. Die Wendungen, die die Geschichte im Verlauf nimmt, konnten mich nicht überzeugen. Die Auflösung fand ich persönlich sogar recht einfallslos und damit eher enttäuschend. Damit bleib am Ende ein schaler Nachgeschmack.
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Fazit: FÜNF FREMDE hätte, nun ja, besser sein können. Der Thriller ist nicht schlecht. Er ist aber auch nicht Romy Fölcks stärkstes Buch. Tolle Optik und guter Schreibstil allein können nicht über ein paar Schwächen in Sachen Storytelling und Spannungskurve hinwegtäuschen. Keine Frage, man kann das Buch Zwischendurch gut lesen. Es ist okay, hinterlässt bei mir aber, mal abgesehen von der Optik, keinen wirklich bleibenden Eindruck. Ganz ehrlich: Ich fand jeden Krimi aus der Elbmarsch-Reihe von Romy Fölck stärker.

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Veröffentlicht am 23.01.2026

Der Traum vom Haus

Tödliches Angebot
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„Kein Haus, kein Baby. Kein Haus, keine Familie. Kein Haus, kein Leben.“ Das ist das Mantra von Protagonistin Margo in dem Psychothriller TÖDLICHES ANGEBOT von Marisa Kashino. Margo hängt mit ihrem Ehemann ...

„Kein Haus, kein Baby. Kein Haus, keine Familie. Kein Haus, kein Leben.“ Das ist das Mantra von Protagonistin Margo in dem Psychothriller TÖDLICHES ANGEBOT von Marisa Kashino. Margo hängt mit ihrem Ehemann in einer Wohnung fest, die zu klein ist für den heißersehnten Nachwuchs. Der Immobilienmarkt ist hart umkämpft. Als Margo dann ihr Traumhaus findet, will sie es sich auf keinen Fall durch die Lappen gehen lassen.
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Ich sage es, wie es ist: Die Alte hat gehörig einen an der Klatsche. Margo ist ganz sicher keine Protagonistin, die man ins Herz schließt. TÖDLICHES ANGEBOT beginnt harmlos, alltäglich und durchaus noch nachvollziehbar. Das Geschehen wird ruhig erzählt und nimmt scheinbar nur langsam Fahrt auf. Ehe man es sich aber versieht, steckt man mittendrin. Margo steigert sich auf sehr ungesunde Art und Weise in etwas hinein. Ihr Verhalten setzt eine Handlungsspirale in Gang, bei der ihr gesunder Menschenverstand abhandenkommt.
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TÖDLICHES ANGEBOT ist ein fein gesponnener Psychothriller, der durchaus zu unterhalten weiß. Zwischendurch hätte ich Margo einfach gerne etwas mehr verstanden. Schade fand ich auch, dass die anderen Charaktere hier nur Statisten sind, was die Story dann doch etwas eindimensional macht.
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Fazit: Ich habe TÖDLICHES ANGEBOT insgesamt gerne gelesen. Der Ansatz ist richtig gut. Was Marisa Kashino daraus macht, hat seine Berechtigung. Ich finde, dass die Autorin mit einer etwas anderen Ausrichtung aber noch viel mehr aus der Story hätte herausholen können. In der vorliegenden Form ist der Psychothriller für mich weder richtig gut, noch richtig schlecht. Vielmehr bleibt er irgendwo im luftleeren Raum stecken und verpasst die Chance richtig Eindruck zu hinterlassen.

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